Frage von Icedsmoothie, 131

Neue Religion?

Also ich bin katholisch, und habe mir so ein paar Gedanken über "nach meinen Tod" gemacht. Ganz normal. Ich glaube fest daran, dass ich nach dem Tod nicht iwie in Himmel, oder Hölle komme, sondern, das das Leben ein kleiner Kreis ist, der an einem großen Kreis klebt... Haha, also da, an dem Schnittpunkt ist die Geburt, da wird man aus dem großen Kreis gerissen. Dann ist das Leben hält der Kreis, und da, wo man wieder am Schnittpunkt ist, ist eben der Tod. (Siehe Bild)  Das heißt, das irdische Leben ist nur ein kleiner Abschnitt von etwas viel größerem, und gar nicht mal so eine große Sache. Meine Frage ist jetzt, welche Religion das widerspiegelt? Weil Katholisch ist das ja mal gar nicht ;) 
P.S.: Außerdem glaube ich nicht umbedingt an Wiedergeburten, also weiß ich auch nicht, ob man den Kreis nur einmal durchläuft, oder so...
Dankee❤️

Antwort
von JTKirk2000, 24

Wenn Du nicht an Wiedergeburt glaubst, dann ist der große Kreis eigentlich eine falsche Darstellung und es müsste eine lange Gerade sein oder etwas, das nicht in sich geschlossen ist, wie ein Kreis.

Ich wüsste auch keine Religion, die dieses Gebilde predigt, wenn man das nicht irdische Dasein als etwas zyklisches sehen würde, also wenn die Wiedergeburt eine Rolle spielen würde. Allerdings ohne das Thema der Wiedergeburt glauben beispielsweise die Mormonen an sowohl ein Vorherdasein (also ein nicht irdisches Dasein vor dem irdischen Leben) als auch an ein Nachherdasein (nach dem Ende des irdischen Lebens). Sie glauben auch nicht im direkten Sinne an eine Hölle und ebenso wenig dass nur Mormonen im Leben nach dem Tod glücklich werden können, sondern das jeder entsprechend seinen Werken und dem was er oder sie nach Kenntnisnahme angenommen hat im ewigen Dasein glücklich werden kann. Ausnahmen sehe Mormonen nur in der Hinsicht dass nur die allerschlimmsten Menschen, die man eigentlich treffender als Monster bezeichnen könnte, in eine Art von äußerer Finsternis kommen.

Entgegen der Lehre der Kirche Jesu Christi - Der Heiligen der Letzten Tage (die Hauptkirche der Mormonen) glaube ich durchaus an einen gewissen Zyklus zwischen irdischem und ewigem Dasein, in etwa so wie wenn man jede Nacht einen Traum erlebt. Ich glaube, dass ich, wenn ich im irdischen Leben sterbe, im ewigen Dasein wie aus einem (kollektiven) Traum aufwache, und nach einer gewissen Zeit im ewigen Dasein an einem weiteren teilnehme, also in ein weiteres irdisches Leben geboren werde, um dieses zu durchleben. Dabei kann es möglich sein, dass dieses dann aus der irdischen Perspektive in der Vergangenheit, der Gegenwart (z. B. als alternative Variante des vorherigen irdischen Lebens), oder in der Zukunft spielt.

Der Grund, weshalb ich daran glaube liegt darin, dass ich glaube mich an entsprechendes zu erinnern, einschließlich Erinnerungen an früher erlebte Variationen meines gegenwärtigen Lebens, welche sich für mein jetziges Leben als warnende oder prophezeiende Visionen herausstellten, ebenso wie auch Erinnerungen an früher erlebte Leben aus anderen Epochen, an ein ewiges Dasein und wie ich in früher erlebten Leben gestorben und im ewigen Dasein aufgewacht bin. 

Antwort
von Pescatori, 11

Ich finde Deine Darstellung (Worte und Grafik) sehr interessant. Ich glaube, dass Deine Überlegungen vor allem ein Ergebnis Deiner Kreativität sind, also – man könnte vielleicht sagen - aus der autonomen Schicht Deines Bewusstseins stammen, die man ja auch als "Unbewusstes", "Unterbe- wusstsein" bezeichnet hat. (Unbenommen, dass Gelerntes dabei seinen Anteil hat.)

Ich sage das, weil ich glaube, dass der“große Kreis“, den wir nicht mit unserem Verstand erfassen können, uns im irdischen Leben nicht
verlassen hat. Anscheinend entfernen wir uns ja von dem großen Kreis, bleiben aber tatsächlich immer mit ihm verbunden. Ich meine, dass das das große Thema der mystischen Traditionen aller Religionen ist. Aus dem Buddhismus kennen wir das Wort, dass jeder die Buddhanatur habe. Jeder von uns ist also auch immer der „große Kreis“.   In der christlichen Mystik wurde immer wieder die Identität dessen, was wir „wirklich“ sind mit Gott zum Ausdruck gebracht. -

Ich habe versucht Deine Grafik zu verändern. Da aber der große Kreis ja eigentlich ein Punkt sein müsste (Zeit und Raum verschmelzen im
JETZT zur Ewigkeit) und ich die ständige Verbindung des  „kleinen menschlichen Kreises“ mit diesem ALLES ins Bild bringen müsste, fällt mir keine passende Grafik ein. Auch ist es für mich so, dass angesichts des „großen Kreises“, des alles umfassenden „Punktes“, jede sprachliche und wohl auch bildhafte Darstellung nicht die „Wirklichkeit“ treffen kann. Also auch alles was ich hier sage äußerst fragwürdig ist.

Du stellst die Frage nach einer neuen Religion.

Ich finde, Du hast darzustellen versucht, was auf die eine oder andere Weise mystische Vorstellungen in allen Religionen auszudrücken versuchten.

Nun setzen mystische Bewegungen immer auf die Möglichkeit der individuellen Erfahrung. Religionen aber bauen meist auf offenbarte Wahrheiten, Glaubenssätze, die nicht erfahren, sondern geglaubt werden sollen. Wer den autoritär gesetzten Boden der Rechtgläubigkeit verlässt, sündigt und muss mit der Strafe Gottes rechnen, den der Gläubige fürchtet – wie er – einst? -  auch Gottes weltliche Vertreter auf Erden zu fürchten hatte. –

Ich glaube, dass die Zeit der offenbarten Religionen mit ihren Gratifikationen und Sanktionen vorbei ist. Es geht heute um die jedem Menschen zugängliche Erfahrung.  Die wollen wir ja aber auch irgendwie in das uns bestimmende Denken einbringen. Dann kommen uns solche Bilder in den Sinn, wie Du eines hier angeboten hast. Aber sollen wir dann daraus wieder eine Religion machen?

Rainer Maria Rilke war dieses Dilemma wohl sehr bewusst, wenn er von einem „kappellenlosen Glauben“ sprach. Und in einem Gedicht hat er
das Problem der Religionen, die die spirituelle Erfahrung  der „offenen Herzen“ durch die Gesten der Frömmigkeit ersetzen, so zum Ausdruck gebracht:

Wir bauen Bilder vor dir auf wie Wände;

so daß schon tausend Mauern um dich stehn,

denn dich verhüllen unsre frommen Hände,

sooft dich unsre Herzen offen sehn.

Ich danke Dir sehr für Deine interessante und anregende Frage!

Antwort
von bastianprimus, 45

XD also erstmal interessante Idee des Lebens... so in etwa könnte man es sich vorstellen. Das Universum macht ja auch nichts anderes. Es baut auf und fällt wieder zusammen um im nächsten Augenblick wieder aufzubauen. Und genau an dem punkt ist die Frage der Wiedergeburt... ich denke da sollte sich jeder seine eigene Meinung bilden. Ich persönlich hoffe ja, dass es eine Art von Paradies gibt, egal wie es aussieht

Antwort
von Raubkatze45, 19

Nach kath. Lehre ist das Leben auch nur ein kleiner Ausschnitt im Vergleich zur Ewigkeit und das Leben nach dem Tod eigentlich das Entscheidende, das man allerdings auf Erden vorbereitet durch die Beziehung zu Gott. Reinkarnation hat allerdings in diesem Modell keinen Platz, wohl aber das, was du ablehnst wider besseres Wissen. Nur weil du es gerne anders hättest, ist es nicht auch so.

Antwort
von kestanien, 11

Die Rechtleitung, Die Wahrheit über das für uns Verborgene (was nach dem Tod passieren wird), was Gut und was Böse ist, bestimmt einzig und allein Gott!!!!

Willst du deine eigene Religion? So gehst du in die Irre und schadest nur dich selbst. Widme dich Gott und nehme seine Botschaft ans Herz. Das, was du hast, hat keinen Bestandteil und sind nichts außer Mutmaßungen; und bezeichne dich nicht als katholisch; denn du bist schon mit deine Einstellung aus dem Katholozismus raus.



[Werbelink entfernt, gutefrage.net-Support]





Antwort
von nowka20, 7

ohne inkarnationsgedanken bist du zu weit von der realität entfernt

Antwort
von ViniCraftHD, 10

Ich empfehle dir da die ''Zeugen Jehovas'' hier ist deren Internetseite https://www.jw.org/de/ da findest du die Antwort garantiert 

Antwort
von LeBlanc85, 47

Du hast erkannt, dass Christentum nur eine Theorie ist, die sich jmd ausgedacht hat.
Glückwunsch, das schaffen nicht viele!

Deine Gedanken über das finde ich garnicht so übel^^ Das ist sogar so ungefähr das, was ich mir vorstellen könnte, da ich mich mit "einfach Tot" nicht zufrieden gebe, das wäre zu einfach.
Dann nimm das als das, woran du glaubst und vergleiche es nicht mit irgendwelchen Religionen.

Religionen sind Gift, weil sie der Masse etwas einreden wollen. Freier glaube ist aber super und das hast du jetzt vielleicht auch verstanden^^

Also halte nicht nach irgendeiner Religion ausschau, sondern glaube selber an das, was du meinst ist richtig :)

Kommentar von bastianprimus ,

ganz deiner Meinung... aber was natürlich das Positive an einer Religion ist, dass man dort gemeinschaften hat, egal ob in der Jugend oder im Erwachsenenalter. Natürlich gibts die auch in vereinen... aber ich persönlich habe gute Erfahrungen bei den Christen :)

Kommentar von LeBlanc85 ,

In einer Gemeinschaft zu sein ist ja nicht schlecht, aber unter der Kirche?
Niemals, meine wichtigste Grundidee ist unabhängigkeit.
Und ich lasse mir nicht von irgendwem einreden, was ich zu glauben habe.
Das ist beim Islam noch um einiges schlimmer, aber im Grunde ist das alles das selbe Propagandaprinzip.

Kommentar von bastianprimus ,

Solange du mor nicht unterbindest an die christlichen Werte zu glauben ist es mir völlig egal was du glaubst^^ das ist ja deine These nicht wahr?

Kommentar von LeBlanc85 ,

Mir ist es ziemlich egal, an was jmd glaubt, nur von Religionen würde ich persönlich Abstand halten.
Aber wie gesagt, jeder kann tun was er will, solange es niemanden anderen damit schadet.

Antwort
von Viktor1, 16

Diesen Quatsch haben sich auch schon andere ausgedacht - und du hast ihn irgendwo gelesen.
Also - was ist eigentlich deine Frage ?

Kommentar von Icedsmoothie ,

Ähm, nein, das stammt aus meinem kopf... Wenn du die Frage nicht verstehst, dann antworte doch nicht...

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