Frage von Stoffi100, 60

Neue Lohnfortzahlung im Krankheitsfall Arbeitgeber weigert sich?

Hallo, Folgender Sachverhalt ; Ich war vom 23.6-1.7 2016 krank geschrieben. 2/3.7 hatte ich frei daher kein k Schein. Nun bin ich aufgrund eines Unfalles seit 4.7 krank mit einer anderen Diagnose. Mein Arbeitgeber bzw das Personalbüro schrieb mich jetzt an das der Kasse der erste Krankenschein fehlt, keine Ahnung warum der Weg ist. Ich antwortete darauf das ich mich darum kümmern werde aber für das Krankengeld wäre dies nicht relevant da andere Diagnose und 2 Tage gesund dazwischen. Mein Arbeitgeber ist der Meinung das die 6 Wochen vom 23.6 gezählt werden, stimmt Das? Ich bin der Meinung das die 6Wochen am 4.7 beginnen weil andere Diagnose u zwischendurch 2 Tage gesund. Vielen Dank für eure Hilfe

Antwort
von johnnymcmuff, 7

Wenn Du hättest theoretisch arbeiten können, dann muss der Ag auch erneut Lohnfortzahlung leisten.

Da Samstag ein Werktag ist und wenn auch in dem Betrieb auch Samstags überlicherweise gearbeitet wird, dann reicht dieser eine Tag aus.

Du kannst die an  die kostenlose unabhängige Patientenberatung wenden. Falls die Krankenkasse Dir nicht helfen will das zu klären.

Antwort
von AnglerAut, 32

Tatsächlich wird dein Chef die Frage an die Krankenkasse weitergeben müssen und diese wird hier mitteilen, was richtig ist.

Dein Chef erfährt ja nicht, welche Krankheiten du hast und ob die 2te eine Folge der ersten ist. Insofern kann die Information nur von der Stelle kommen, wo alles zusammen läuft.

Antwort
von CounterMonkey, 36

Deine neue Krankschreibung ist ja vermutlich wieder eine Erstbescheinigung und keine Folgebescheinigung. Demnach sollte auch nur die neue Erstbescheinigung für Lohnfortzahlung und Krankengeld relevant sein, zumal du ja zwischendurch 2 Tage arbeitsfähig warst.

Antwort
von Chefelektriker, 33

Wo warst Du denn gesund, am Wochenende?Zwischen beiden Krankschreibungen hast Du nicht gearbeitet.Also hat Dein AG recht.

Kommentar von Familiengerd ,

Nein, der Arbeitgeber hat nicht Recht.

Wenn 1. die zweite Erkrankung in keinem Zusammenhang mit der ersten Erkrankung steht, und wenn 2. zwischen den beiden Erkrankung auch nur kurzfristig gearbeitet oder - wie hier - theoretisch hätte gearbeitet werden können, dann entsteht ein neuer 6-Wochen-Zeitraum.

Anders wäre es bei einem "einheitlichen Verhinderungsfall", wenn die zweite Erkrankung unmittelbar nach oder auch schon während der ersten Erkrankung eintritt: es spielt dann keine Rolle, dass es sich dabei um eine neue, von der ersten unabhängige, Erkrankung handelt.

Kommentar von Chefelektriker ,

Tja, hier verschweigt der Hilfesuchende was.Wenn der Unfall eine Folgeerscheinung der vorherigen Erkrankung war, hat der AG recht.

Kommentar von Familiengerd ,

Ja, wenn, wenn ...

Hier wird aber nichts davon gesagt, dass es einen Zusammenhang zwischen der ersten Erkrankung und dem Unfall geben würde.

Und wenn der nicht gegeben ist und da es eine Unterbrechung zwischen beiden Krankschreibungen gibt, entsteht mit der Krankschreibung aufgrund des Unfalls ein neuer 6-Wochen-Zeitraum.

Wenn Dein "Wenn" jedoch zutreffen sollte, hättest Du selbstverständlich Recht. :-)

Kommentar von Chefelektriker ,

Bin mir sicher, der AG hat sich vorher schlau gemacht.Deshalb zahlt er auch nicht.2 Tage sind reichlich kurz, eine Woche ist normal minimum.Eine Gesundschreibung war auch nicht gegeben aufgrund des WE.Er war bis zum 1.7. Krank und ab dem 4.7. wieder Krank oder weiter Krank.Normal zählen Werktage und die gehen von Mo.- Sa. Die meisten Firmen arbeiten nur bis Fr., aber der Sa. zählt dennoch als Werktag.Nur So. ist frei und ist kein Werktag.Demnach liegen zwischen beiden Krankschreibungen nur 1 Tag und der zählt nicht.

Kommentar von Familiengerd ,

Deine Ausführungen sind sachlich und einfach falsch!

Für das Entstehen eines neuen 6-Wochen-Zeitraums (bei verschiedenen Erkrankungen) reicht es aus, wenn zwischen beiden Erkrankungen auch nur kürzeste Zeit (erneute Erkrankung direkt nach Beginn der Arbeit) tatsächlich gearbeitet wurde oder hätte gearbeitet werden können (aber z.B. ein freier Tag war).

2 Tage sind reichlich kurz, eine Woche ist normal minimum.

Das ist frei erfunden - und spielt überhaupt keine Rolle.

Eine Gesundschreibung war auch nicht gegeben aufgrund des WE.

Erstens gibt es keine "Gesundschreibung" (von besonderen Regelungen z.B. im Gesundheitswesen oder in der Ernährungsbranche abgesehen), zweitens spielt auch das Wochenende hier keine Rolle, so wenig wie Deine Ausführung zu "Werktagen".

Kommentar von Familiengerd ,

Ergänzung

Siehe z.B. hier aus der Seite   http://www.arbeitsrecht.de/rechtsprechung/2007/09/17/trotz-verschiedener-neuer-k...  :

Zwei selbstständige Verhinderungsfälle liegen nur vor, wenn der Arbeitnehmer zwischen zwei Krankheiten tatsächlich arbeitet oder wenn er zwischen den beiden Krankheiten zwar arbeitsfähig war, tatsächlich aber nicht arbeiten konnte, weil er nur wenige außerhalb der Arbeitszeit liegende Stunden arbeitsfähig war.

Kommentar von Chefelektriker ,

Schön so war's 2007, soviel ich weiß haben wir 2016.Es hat sich seit 2007 einiges geändert.Wenn er meint, er hat Recht kann er ja klagen, kostet ihn ja nur seinen Job, wenn er den nicht schon verloren hat.

Kommentar von Familiengerd ,

Dass der Link aus 2007 datiert, spielt keine Rolle, weil sich die Rechtssituation diesbezüglich seitdem nicht geändert hat - auch wenn wir, wie Du scharfsinnig richtig feststellst, jetzt 2016 haben!

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