Frage von Haralf,

Neubau mit 2 Wohneinheiten, welche Heizung?

Hallo Wir wollen jetzt bald anfangen zu Bauen, sind aber noch nicht schlüssig welche Heizung wir nehmen sollen. Hab was gehört von Erdwärme, soll im Winter aber schlecht sein (Zumindest mit Polirohren verschlängelt im Boden), von der Bohrungen hab ich nur gehört das es SEHR TEUER sein soll. Dann gibt es ja noch eine BHKW (kwk). Ein kleines Blockheizkraftwerk, Es wird ein kleiner Motor durch Gas angetrieben, durch die Abwärme vom Motor wird die Heizung betrieben und durch ein Generator der am Motor ist, Strom erzeugt, ist das richtig? Lohnt sich so eine Heizung? Wohnung wird ca 270m² groß, Wir bauen auf dem Lande und haben ca 2500m² grundstücksfläche

Antwort von BEAFEE,
6 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Schon mal was von der VW Heizung gehört ???? Erkundige Dich mal.....wird unheimlich gefördert und soll sehr effektiv sein !!!!!

Kommentar von BEAFEE,
Antwort von EmmaF234,

Ich betreibe ein kleines Blockheizkraftwerk und bin damit sehr zufrieden. Die Anschaffung lohnt sich ab ca. 150m² bei ganzjährigem Energiebedarf. Wir haben einen ganz normalen Gasanschluss und die Anlage wurde im Keller per Wandmontage angebracht. Sie ist nicht größer als ein (geräumiger) Kühlschrank und in Betrieb auch nicht wesentlich lauter. Deine Beschreibung der Funktionsweise trifft es schon ganz gut: Die Anlage läuft mit Stirlingmotor, sie heizt, erzeugt Energie für warmes Wasser und Strom. Hier eine Abbildung vom Innenleben: http://www.minikwkanlagen.de/nc/mini-kwk-anlagen.html Zur Zeit werden mini-BHKWs staatlich gefördert, sowohl in der Anschaffung als auch im laufenden Betrieb. Dadurch wurde der Einbau für mich alten Knauserer auch finanzierbar.

Antwort von mariannelund,

bei großem grundstück könnt ihr die rohre selber unter anleitung verlegen und mit erdwärme heizen, das ist recht günstig, allerdings auf gute isolierung achten dann klappt das erdwärme wird meist in fußbodenheizungen verwendet oder in wandheizungen mit viel wasser weil die leitungen nicht so heiß werden wie bei heizkörpern (60 grad) sondern nur etwa 20 grad am besten beraten lassen und voranschlag machen lassen fußbodenheizung und darauf fliesen ist sehr sauber , wobei heizkörper immer verschmutzen und staubfänger sind und platz benötigen

Antwort von aycawolf,

Ich empfehle dir unbedingt einen Fachplaner für Haustechnik hinzuzuziehen. Schau mal hier www.wegner-consulting.com. Die sind in ganz Deutschland tätig und machen eine wirklich gute Planung und vor allem Beratung. Wir haben auch neu gebaut und bei 240 qm, Heizung auch im Sommer auf Dauerbetrieb und auf mind. 25 °C laufen, mit Solar und Wärmepumpe, für Heizung und Warmwasser. Sehr preiswert

Antwort von Tigerfell,

Hallo, ich kann Dir Infrarotheizungen empfehlen. Ich habe damit schon teilweise mein Haus umgerüstet und bin immer mehr begeistert. (Die Wärme ist wirklich soo angenehm - und zum ersten Mal friere ich nicht im Winter!!) ..Ausserdem brauchst keine Bohrungen etc. ... und die Anschaffungskosten zu anderen Heizsystemen sind vergleichsweise gering. Und kombiniert mit einer Photovoltaikanlage kann man seinen Strom für die Heizung selbst erzeugen. Wichtig ist natürlich, dass die Qualität und Wirksamkeit der Infrarotheizungen stimmt. (Für mich passt das optimal bei easyTherm - (http://www.easy-therm.com ) . die haben jettz auch flächenbündige Infrarotheizungen, die man Unterputz einbauen kann. ..( Einen Photovoltaikanbiter suche ich selbst noch)..Gruss T.

Antwort von Energeizer,

zuerst einmal RICHTIG bauen, eine monolithische Wand, die weiterhin die Feuchtigkeit abtransportiert und weder den diffundiven als auch kapillaren Transport unterbindet. Dann eine Wärmeverteilung, die mit über 3°C weniger Raumtemperatur auskommt und somit alleine dadurch bis zu 30% Heizkosten einspart. Als Klimadecke, die es von verschiedenen Herstellern gibt, kannt Du damit auch kühlen. und jetzt kommt es: Der Kühlvorgang im Sommer regeneriert die Erdkollektoren und bereitet sie für den Winter vor. Dazu würde ich aber mehr in die Tiefe gehen und statt Flächenkollektoren Erdwärmekörbe oder Grabenkollektoren verbauen. Die sind im Allgemeinen um Einiges günstiger. Bei den Voraussetzungen wirst Du mit geschätzten 10 kW Wärmepumpenleistung auskommen. bei einer guten und dennoch preiswerten Wärmepumpe hast Du bei B0/W35 eine COP von ca. 4,6. Deine verbesserten Ausgangswerte mit einer erhöhten Erdwärme B0 zu einer gesenkten Heizwasserwärme B35 treiben schon so die Labor COP in die Höhe. Du kannst mit B27 rechnen- also einer Vorlauftemperatur von 27°C wobei jedes eingesparte °C 2,5% Energiekostensenkung nach sich zieht.

Bei Ausgangswert mit COP 4,6 würdest Du für 10 kW z. B. 2,17 kW strom und somit ca. 8 kW Erdenergie benötigen. Mit ein paar Zusatzmaßnahmen holst Du aus eine Erdwärmekorb um die 2-kW und mit einer getichelten Anschlussleitung noch einmal 2kW So kämen vielleicht Kollektorkosten von max 2.500,- € und eine Baggerarbeit von ca. 1/2 Tag mit einem Helfer dazu. Einen Kollektor kannst Du mindestens sparen, wenn Du Deinen Abwasserkanal noch mit einbeziehst. Deine Abwässer in Verbindung mit der Erdwärme und der Warmluft aus dem Kanalsystem bringen bis zu drei kW je Meter.

Die Wärmepumpe kostet um die 3.000,- € wenn Du eine gute Quelle hast und noch Rabatte mitnehmen kannst. Dazu kommt die Warmwasserversorgung und unser weiterer Vorschlag: Nehme jetzt einen Trennspeicher mit drei Heizregistern. Ober das Warmwasser, mittig das Heizwasser und unten ein Register für den Rücklauf vorzuheizen. Die Solaranlage dazu kriegst Du um 2.000,- € auch hin. Zuerst machst Du das Warmwasser, wenn dann Energie übrig bleibt, kannst Du den Rest in die Erde schicken, wenn du nicht mit den Kollektoren die Sommerhitze abfangen möchtest. Das wird so ab Mitte September der Fall sein. Reicht die Solarwärme für das Warmwasser nicht, dann vielleicht für die Heizung mit 27°C und wenn die Temperatur unter die Rücklauftemperatur fällt, dann kann die Sole auch in die Erdkollektoren geleitet werden. Solange es noch Zuschüsse gibt, kommt dann eine Photovoltaik-Hybrid-Anlage ins Spiel. Gekühlte Elemente bringen höheren Ertrag und die Kühlflüssigkeit ist der Energieträger für das Wasser. SO wirst Du Dein Haus kostenlos beheizen und kühlen. Das Regenwasser lässt Du vielleicht über einen Erdwärmekorb versickern und sparst damit den Sickerschacht.. Die Technik ist nicht anfällig und nicht aufwändig. Und für ein BHKW meldest Du Dich am besten bei den BHKW-Forum ein. Den Link kann ich Dir geben.

Erdwärmkorb im Gebirge bei Sterzing
Erdwärmkorb im Gebirge bei Sterzing
Antwort von DerZimt,

BHKW ist auf jedenfall immer eine Überlegung wert. Stromerzeugen um diesen selbst zu nutzen oder ins Netz einzuspeisen spart bzw. bringt sogar noch Geld. Und die Abwärme dann zu nutzen ein tolles Thema. Ich liebäugel auch schon länger damit, aber die Anschaffungskosten sind recht hoch und da ich nicht neubau sondern modernisieren würde muss das noch warten. Interessant ist aber auch die Eisheizung hab da mal einen Bericht bei Galileo gesehen ( http://www.eisheizung.com ). Könnt ihr euch als Alternative auch mal ansehen und sollte mit dem Grundstück .... ohne weiteres umsetzbar sein.

Antwort von wollyuno,

bei der grundstücksgröße kannst locker erdwärme nutzen über wärmepumpe,falls gasanschluss vorhanden über bhkw sehr gut und zusätzlich die dächer mit solarpanel vollmachen,da hast fast ein halbes jahr in der tasche vom verbrauch

Antwort von Dana1406,

BHKW lohnt sich bei 2 Wohneinheiten auf jeden Fall. Einfach, aber genial. Mal sich einfach ein Angebot unterbreiten lassen. Die Firma, die das ganze erfunden und entwickelt hat heißt SenerTec und hat ihren Sitz in Schweinfurt. Hieß früher Dachs (von Sachs).

Antwort von Hablados1899,

BHKW wird wirtschaftlich, wenn viel warmes Wasser benötigt wird (zB Pool)

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