Frage von Sale17, 140

Neubau lüften im Sommer?

Gute Tag zusammen! Meine Familie und ich (Frau und 2 Kinder) sind Ende April in unser neues Haus gezogen! Soweit so gut! Alles war gut im ersten Monat! Aber jetzt, bei den schwülen Temperaturen wurde es feuchter und feuchter im Haus! Ich bin sofort los und habe luftentfeuchter gekauft, alle möglichen Gewerke angerufen und mich auch über dezentrale Wohnraumlüftung erkundigt! Alle Gewerke haben uns beruhigt und gesagt wir haben schon gut reagiert mit den Luftentfeuchtern und das es normal ist im ersten Jahr das es noch etwas mehr ist! Ich muss auch sagen... Kondenswasser haben wir nicht an den Scheiben! Aber Lüften war schwer, bei 96% Luftfeuchtigkeit draußen!

Jetzt da es heiß ist... Ist im Grunde das gleiche Problem! Gestern haben wir den ganzen Tag alles auf gelassen... Die Luftfeuchtigkeit ist auf 49-55% in allen Räumen gesunken - dafür war es warm in allen Räumen! Lasse ich aber alles zu... Steigt die Luftfeuchtigkeit in allen Räumen wieder an... Ich lese immer... Morgens lüften im Sommer! Aber da sind draußen 80% Luftfeuchtigkeit. Das hol ich mir doch dann noch zusätzlich ins Haus! Morgens nach dem schlafen sind in den Schlafzimmern Ca. 69-78% Offene Küche/Wohnzimmer 72

Ich muss gestehen... Ich bin einigermaßen verzweifelt und bin auch zu allen Sofortmaßnahmen bereit!

Hat jemand Erfahrung damit, oder kann mir jemand Tipps geben? Gerade beim lüften...

Vielen Dank

Antwort
von Onki73, 86

Die relative Luftfeuchte (rF) an einer Oberfläche - dauerhaft anliegend - bestimmt, ob sich an der nährstoffhaltigen Oberfläche Schimmel bildet oder nicht. Ich denke, darum geht es. Die dauerhafte Luftfeuchte an dieser Oberfläche sollte 70% rF deshalb nicht überschreiten.

Kurzzeitig höhere Luftfeuchten sind problemlos, wenn diese Feuchtespitzen regelmäßig abgelüftet werden.

Die relative Luftfeuchte aussen ist nur bedingt von Interesse. Hier fehlten die Temperaturwerte. Wird (morgendliche) kühle und feuchte Luft ins Haus gelüftet und nun im Haus erwärmt, so sinkt die rel. Luftfeuchte dieser Luft und sie kann Feuchte aus dem Raum (eingespeichert in Wänden, Möbeln, Stoffen) aufnehmen. Daher sollte immer gelüftet werden wenn es draußen kühler ist.

Ist es draußen wärmer als im Haus, so sollte man vorsichtig mit der Lüftung sein - vorallem bei feuchter Witterung. Insbesondere Kellerräume oder Souterrainwohnungen kann man so prima feucht bekommen. Durch Luftabkühlung vor kaltem Mauerwerk steigt in der Luft die relative Feuchte an und das Mauerwerk übernimmt diesen Feuchtewert durch Feuchteausgleich mit der direkt anliegenden Luftschicht. Hier ist die rel. Luftfeuchte der anliegenden Luftschicht entscheidend, nicht die allgemeine Raumluftfechte.

Die Auffeuchtung funktioniert in Erdgeschoßwohnungen mit dicken, massiven Wänden sehr gut, ebenso bei thermisch trägen Bodenplatten aus Beton. Hier trifft warmfeuchte Sommerluft noch auf kühlere Bauteile, was zum oberflächennahen Anstieg der rel. Luftfeuchte durch die Luftauskühlung und zur Auffeuchtung von Bauteilen führen kann. Oft wird dann hier entstehende Feuchtigkeit als "aufsteigende Feuchte" fehlgedeutet, teure Abdichtungsmaßnahmen getroffen und der Erfolg bleibt aus - weil es Kondensatfeuchte aus der Luft ist.

Mittels des Mollier-h-x-Diagramms (mal googeln) kann man sehr gut relative Luftfeuchten bei Erwärmung, bzw. Abkühlung von Luft bestimmen.

Antwort
von herakles3000, 85

1 Normalerweise sollte nur im Winter des 1 Jahre ein Problem in einem Neubau sein.2 Die Luftfeuchtiegkeit fördert schimmel schon ab 60% deswegen würde ich mal genauer nachfrage den das könnte ein problem der Wärmedämmung sein.3 Seit ihr zb Die eigentümmer wäre es gut sich einen gutachter kommen zu lassen bevor es Schäden am haus gibt bzw Fragt einfach mal grob Nach bei der Handwerkskammer  wen die daselbe sagen solte stimt es wohl.

Vielleicht hat man auch vergesen die Feuchtiegkeiten aus den boden und wänden zu zihen fals das so wäre weret ihr dan für 4-8 wochen dafür geräte in den zimmern haben müssen.

Antwort
von pharao1961, 76

Bei dieser Luftfeuchtigkeit ist es eben schwierig, effektiv zu lüften, obwohl es mit Sicherheit keine 96% waren...

Tagsüber zu lüften ist immer schlecht, da die warme Luft von draussen sehr viel Feuchtigkeit im Gepäck hat und dann an den meist kühleren Wänden kondensiert.

Entweder Luftentfeuchtungsgeräte kaufen oder noch ein paar Tage abwarten :-)

Antwort
von derhandkuss, 79

Wenn Du tagsüber lüftest, solltest Du bei der Wärme die Rolladen (ziemlich weit) runter lassen, um eine mögliche Sonneneinstrahlung zu vermeiden. Die Fenster sollten dann natürlich so weit wie möglich geöffnet werden. Das hilft schon mal zu einem guten Teil gegen Wärme.

Antwort
von jimpo, 77

Ich habe nicht so die Kenne aber, Feuchtigkeit ist ein Fremdwort für mich. Bei mir wird morgens gelüftet. Da muß in der Bauweise was im Argen liegen denn, das ist nicht normal.

Kommentar von Sale17 ,

Also... Jetzt... Wie heute... Es wird Sonne mit Ca. 50% außen Luftfeuchtigkeit... 

Lasse ich den ganzen Tag alles auf, müsstest doch trocknen im Haus! 

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