Frage von WillyWanker, 51

Netzwerkprobleme bei immer gleichen IP-Adressen mit FritzBox 7362?

In meinem Heimnetz befinden sich ca. 20 Devices. Der Großteil ist per WLAN angebunden. Zur besseren Übersichtlichkeit lasse ich Ihnen von der Fritz!Box immer die selbe IP zuweisen. Nun klagt die Verwandtschaft über "fehlendes Internet" (schlechter(er) Empfang, Verbindungsabbrüche und geringe Geschwindigkeit). Die beste Aussage war, dass es immer nur dann auftritt, wenn ich im Haus bin. Demnach ist mein iPhone schuld... NEIN! Bandbreite ist mit 104 MBit/s im Download und 42 MBit/s im Upload vollkommen ausreichend. Ich gehe davon aus, dass a) die Bebauung (massive Mauern und unprofessionelle Vorrichtungen zur Vergrößerung der WLAN-Abdeckung (1x alte FritzBox und 1x billig-Aldi-Repeater (falls der noch da ist))) und b) die Anzahl der Geräte im WLAN für eine vom Router durchgeführte Selektierung sorgen, sodass gewisse Geräte mal mehr und andere weniger Bandbreite zur Verfügung bekommen. Es ist eben wie an nem Buffet: wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Wer zu spät kommt, bekommt die Reste.

An definitiv priorisierten Geräten (Bandbreite für alle Anwendungen, um "Workflow" zu gewährleisten, gibt es genau 2: ein Notebook und ein Smartphone. Beide werden nicht von mir benutzt.

Ich denke, dass zwei Lösungen zum Einsatz kommen sollten: 1. so viele Geräte wie möglich per Kabel anbinden, um weniger Geräte im WLAN zu haben (weniger Leute am Buffet) und 2. eine professionelle WLAN-Lösung mit kabelgebundenen Accesspoints. Somit komme ich an einer strukturierten Verkabelung nicht vorbei.

Ich denke persönlich nicht, dass die beschriebenen Probleme dadurch verursacht werden, dass die Fritz!Box als DHCP den Devices immer die gleiche IP gibt.

Gibt es noch andere Lösungsansätze?

Antwort
von MatthiasHerz, 30

Es spielt letztlich keine Rolle, ob die vorhandene Bandbreite per LAN oder per WLAN verteilst, der Router wird immer den jeweils aktuellen Datenverkehr gleichmäßig verteilen, solange keine Programme oder Geräte priorisiert sind.

Statt jetzt über eine vermeintlich bessere oder gerechtere Verteilung nachzudenken, solltest zuerst den Beschwerden auf den Grund gehen, indem den Netzwerkverkehr analysierst.

Die Ursache eines langsameren Traffics während Deiner Anwesenheit kann ganz profan sein. Ich rate mal: Du kommst für gewöhnlich am späten Nachmittag oder in den frühen Abendstunden nach Hause, genauso wie die Mehrheit Deiner Nachbarn und alle diese Leute "benötigen" gleichzeitig Internet?

Die von Dir genannte Bandbreite ist nur eine Momentaufnahme. Um eine qualifizierte Aussage treffen zu können, müsstest über einen längeren Zeitraum zu ganz unterschiedlichen Zeiten messen.

Antwort
von dannyotti, 26

Du hast REcht dass es nicht am DHCP liegen kann. Diese kann zu jederzeit die IP eines Gerätes ohne Probleme ändern. Dazu kommt noch, dass die meisten Router (meiner zumindest) die gesicherten IP-Adresse gar nicht vergibt. Schließlich hast du minimum 250 IP-Adressen zur Verfügung.

Du könntest mal hin gehen und mit einer App messen, auf welchen Kanälen gesendet wird, und schauen, ob andere Router/Geräte auf den gleichen Kanälen senden und den Empfang eventuell stören. Auch ist zu bedenken, dass deine Geräte mit ihrem Senden von Daten auch eine Interferrenz veruarsachen, weshalb andere Geräte einen schlechteren Empfang besitzen können.

Dann sollte man auch noch schauen,mit welcher Frequenz der Router sendet, 2,5Ghz oder 5Ghz. 5Ghz ist "schneller", hat aber eine geringere Reichweiter. Viele Router bieten ja dualband an, dass sie auf beiden Frequenzen senden. Jetzt kommt es auf den Clienten an, also deine Famile, in welchem Netz sie sich angemeldet haben.

Letztendlich würde es wahrschienlich auch ein Repeater tuhen, ich glaueb nicht, dass deiner Famieler ein zwei milisekunden mehr an reaktionszeit was ausmachen würden.

So ist mein Wissen, dass ich dir mitteilen kann. Ob es dir was gebracht hat, musst du selber entscheiden^^

Expertenantwort
von suessf, Community-Experte für Netzwerk, 17

Selbstverständlich hat das absolut nichts mit den IP-Adressen zu tun :-)

Als erstes: WLAN ist eine "shared media" Technologie, das heisst die verfügbare Bandbreite teilt sich auf alle angeschlossenen Geräte auf.

Machen wir also eine kleine Rechenstunde: Sowieso erreicht WLAN selbst bei optimalsten Testumgebungen nur ca. 1/3 der Nominalleistung. Wenn du auch noch einen Repeater im Einsatz hast wird da von vornherein pro Repeater-Gerät wahrscheinlich höchstens 1/10 der Nominalleistung zur Verfügung stehen. Wenn ich von einem alten Router mit 150 MBit/s WLAN ausgehe, so wirst du am Repeater max. 15 MBit/s zur Verfügung haben. Von dort zu deinen WLAN-Geräten hast du wieder Abstand/Widerstände und entsprechend verminderte Leistung. Und dann teilen sich z.B. 5 Geräte die Verbindung. 15:5 = 3 MBit/s und dann nochmals Abstands-Verluste....was soll denn da bitte noch viel übrig bleiben?

Also das Thema WLAN mit Repeater und bis zu 20 Devices haben wir abgehakt -> das ist zum Scheitern verdammt. Stell so viel wie möglich auf LAN um, sodass du nur noch Handys am WLAN hast, dann wird das zumindest ein wenig besser.

Das andere Problem ist der Internet-Anschluss. Klar, dass auch der sich auf alle angeschlossenen Geräte aufteilt. Egal wie gut dein WLAN ist oder alles auf LAN umgestellt ist: Die 104 MBit/s teilen sich durch z.B. 20 Geräte und daher bleibt rechnerisch kaum 5 MBit/s pro Gerät übrig. Das bekommst du nur durch einen schnelleren Internet-Anschluss in den Griff....

Antwort
von gewustwie, 20

Deine beschriebenen Probleme mit der Bandbreite und dem Empfang sind Klassiker, Standard Probleme.  Ich persönlich würde jetzt nicht so viel rumeiern mit Kabel verlegen!       Erst mal würde ich den Rother so umsetzen dass er leicht im Freien steht  und so etwas weitere Bereiche im Haus deckt. Dazu würde ich gegebenenfalls den Repeater austauschen gegen eine von der FRITZ!Box mit N-draft!  Bis zwar mit kosten verbunden ! Aber du wirst den Unterschied sehen ob vom der Reichweite außer oder von der Stabilität!  Und als zweites eventuell den Frequenzbereich von 2,4 auf 5 GHz wechseln (aber nur ausprobieren).  

Ich kenne zwar nicht alle aber das sind die häufigsten Faktoren für Störungen mit dem WLAN Netz!

Der Route steht an einem falschen Ort.

Die Hauswände sind zu dick oder in den Hauswänden ist zu viel Stahl verbaut.

Die Luftfeuchtigkeit im Raum ist zu groß, die Wände sind zu feucht!
Bei alten Häusern ist Asche zwischen den Decken das dämmt  sehr stark

Der Repeater funktioniert zwar aber bringt's nicht irgendwelche Probleme mit der Kommunikation mit dem Router

Jetzt kannst du dir deinen Teil denken woran es liegen kann!

Ich hatte das gleiche Problem hab zu meine FRITZ!Box den Fritz Repeater gekauft und auf 5 GHz hochgestuft seitdem an läuft alles flüssig

Antwort
von ctest, 17

"Zur besseren Übersichtlichkeit lasse ich Ihnen von der Fritz!Box immer die selbe IP zuweisen"  ... so etwas ist mir völlig neu ... ein Router, der den angeschlossenen Geräten immer die gleichen IP-Nummern zuweist??????

Der Router verwaltet zwar die automatischen IP-Nummern, aber wenn man einem Gerät eine feste IP- Nummer zuweist, dann macht man das auf dem Gerät, nicht auf dem Router. 

Wenn die Geräte mit einer automatisch zugewiesenen IP Nummer arbeiten, dann kann es bei W-LAN dazu kommen, dass bei einem kurzzeitigen Verbindungsunterbruch, eine IP an ein anderes Gerät vergeben wird und dann braucht es wieder eine gewisse Zeit, bis das Gerät, was keine Verbindung hatte, eine andere IP-Nummer zugewisesen bekommt.

Ich würde da jetzt erst eimal nachschauen, was da alles für Geräte auf den Router zugreifen und ob es irgend einen Access-Point hat (der ist zudem bestimmt ziemlich alt und die Geräte, die über den Zugriff haben, die sind zwangsläufig an einem langsamen Anschluss).

Besorge DIr im Internet Netscan (wenn Du einen Windows Rechner hast) und liste Dir mal auf, was da alles dranhängt.

Und bevor Du ein Kabelnetzwerk installiersts brauchst Du wahrscheinlich erst einmal einen modernen Router, mit einem Gigabit Netzwerk-Anschluss. Dann kannst Du daran mehrere Gigabit Switches dranhängen und dann kannst Du das Netzwerk richtig aufbauen.

Kommentar von flaglich ,

Wie kommst du zu solchen Erkenntnissen?

Natürlich weist der DHCP-Server bekannten Rechner immer die gleiche Ip-Adresse zu, damit es übersichtlicher wird. Bei manchen "Routern" heißt das Reservierung, überaus sinnvoll.

Wenn ein DHCP-Server läuft ist es hingegen unsinnig und führt zu Fehlern Geräten ip-Adressen am Gerät zu zuweisen.

Unter Umständen kann es passieren, dass in stark frequentierten Netzen eine Ip in der Sekunde einem anderen Gerät zugeordnet wird, in dem die Verbindung des alten abbricht. Reservierungen verhindern u. a. genau diesen Fehler.

Neue router zu kaufen solange man die alten Probleme nicht gelöst hat ist rausgeschmissenes Geld.

Kommentar von ctest ,

@flaglich

"
Natürlich weist der DHCP-Server bekannten Rechner immer die gleiche Ip-Adresse zu, damit es übersichtlicher wird.
"

das ist falsch ... im ersten Schritt wird dem Rechner die IP zugeordnet, die als feste IP im Gerät festgelegt ist. Der Router kann keine feste IP vergeben.

Wenn keine feste IP in einem Gerät festgelegt ist, wird dem Gerät eine automatische IP vom Router vergeben. Wenn ein Gerät vom Router getrennt wird kann es sein, dass die IP Nummer beim nächsten Anschluss des Gerätes neu vergeben wird ... dabei wird nur die ehemalige IP Nummer bevorzugt wieder vergeben. Wenn aber ein Router stark ausgelastet ist, dann kann das auch eine andere IP Nummer sein.

"
Wenn ein DHCP-Server läuft ist es hingegen unsinnig und führt zu Fehlern Geräten ip-Adressen am Gerät zu zuweisen.
"

Auch dieses ist eher ungenau: es kann durchaus intelligent und notwendig sein, dass man einem Gerät eine feste IP Nummer vergibt. Wir machen das ständig ... zum Beispiel, wenn wir ein NAS vom Internet getrennt halten wollen. Wir arbeiten da häufig mit doppelten IP Adressen.  

Kommentar von funcky49 ,

"Zur besseren Übersichtlichkeit lasse ich Ihnen von der Fritz!Box immer die selbe IP zuweisen"  ... so etwas ist mir völlig neu ... ein Router,der den angeschlossenen Geräten immer die gleichen IP-Nummern zuweist??????

Das mag Dir vielleicht neu sein, aber das ist ein gängige Methode, im Router den Geräten immer die selbe IP zuzuweisen, erspart die Einstellungen für statische IP an jedem PC. Die entspr. Einstellung findest Du in vielen Routern, z.B. den FritzBoxen.

Ansonsten hat suessf bereits alles Passende zur Frage gesagt.

Antwort
von flaglich, 9

Deine Lösungsansätze sind vollkommen in Ordnung. Nur dein Bild vom Buffet hinkt: die zu spät gekommenen behindern genau so wie die, die schon an der Ausgabe stehen.

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