Frage von IchundichAG, 68

Negativer Schufaeintrag bei zu oftem Besuch eines Inkassobüros?

Da ich von Beruf Kraftfahrer bin,kann es schon mal vorkommen das ich längere Zeit unterwegs bin und nicht dazukomme Rechnungen zu bezahlen. Gerade wenn man sich Klamotten bestellt und nicht immer seine Kontonummer angeben möchte. Nun ist es passiert das ich ohne Mahnung einen Brief von einem Inkassobüro erhalten habe. Jetzt meine Frage,wenn mir das öfters passiert das sich ein Inkassobüro bei mir meldet,dass ich einen negativen Schufaeintrag bekomme?

Antwort vom Anwalt erhalten
Anzeige

Schneller und günstiger Rat zu Ihrer Rechtsfrage. Kompetent, von geprüften Rechtsanwälten.

Experten fragen

Antwort
von urikulm, 1

Aber hallo!
https://www.meineschufa.de/index.php
Einfach eintragen und alle Fragen an Schufa direkt.
Da bekommst du eine Kundenkarte und kannst zu jeder Tages- und Nachtzeit dein Raking/Score abrufen, Fragen stellen und detaillierte Auskunft erhalten.
Und auch was ändern, löschen oder sonst was veranlassen.
 Habe Eintrag bei meineschufa seit über drei Jahren.
Immer gut, immer schnelle Auskunft.
Keine Angst vor Schufa.

Antwort
von Kathyli88, 38

Das kommt ganz auf das inkasso an. Dann hattest bisher glück. Ich bezahle meine rechnungen immer, bis auf eine rechnung die ich mit umzug und hausumbau vergessen hatte, mahnungen gingen wohl trotz postnachsendeauftrag an die alte adresse, und zack hatte ich nach 3 monaten einen schufa-eintrag. Dann gibts wiederum leute mit tausenden schulden, ohne schufa-eintrag, weil die eben einfach keinen machen. Ich würds also nicht drauf ankommen lassen. Sonst geht nichts mehr auf rechnung für 3 jahre nach bezahlung.

Antwort
von wilees, 36

Davon kannst Du ausgehen.

Antwort
von Esbatine, 32

Erst nach drei schriftlichen Mahnungen kommt die Schufa. Hierzu muss ich mich selbst erstmal belesen

Antwort
von Esbatine, 31

Ich kann empfehlen, wenn man sich Klamotten im Internet bestellt diese gleich zu bezahlen. Paypal oder Sofortkauf. Es gibt auch noch andere Möglichkeiten Bestellungen sofort zu bezahlen. Somit kannst du lange weg sein und keine Mahnung flattert ins Haus. Du brauchst aber jemanden der deine Pakete abnimmt.

Antwort
von Esbatine, 29

Voraussetzung: Bestehen einer Hauptforderung

Voraussetzung für jedes Inkasso und für das Entstehen von
Inkassokosten ist das Bestehen einer berechtigten Hauptforderung. Hierin
fehlt es, wenn Sie beispielsweise einem Betrug zum Opfer gefallen sind
oder eine vertragliche oder gesetzliche Forderung zwar behauptet wird,
aber tatsächlich nicht besteht.

Ist die ursprüngliche Hauptforderung bereits bestritten, stellt sich
die grundsätzliche Frage, ob nicht ein Gerichtsverfahren zur Klärung
hätte eingeschaltet werden müssen, da offensichtlich ist, dass Zweifel
an der Hauptforderung bestehen (z. B. bei Widerruf von
Internetgeschäften). In solchen Fällen ein Inkassounternehmen zu
beauftragen, ist widersinnig. Selbst der Bundesgerichtshof vertritt die
Ansicht, dass Inkassobüros als berufstypisch unbestrittene Forderungen
eintreiben. D. h.: Wer berechtigt eine Geldforderung bestreitet, muss
nicht außergerichtliche Inkassokosten tragen. Die
Schadensminderungspflicht hätte eine zu einer gerichtlichen Klärung
führen müssen.

Bei der Prüfung der eigentlichen Hauptforderung wird stets nach dem
Grund und der Höhe unterschieden. Sollte eine Forderung berechtigt sein,
heißt das noch lange nicht, daß sie in der genannten Höhe besteht.

Voraussetzung für Zahlung der Inkassokosten: Verzug

Befinden Sie sich mit der Zahlung einer Geldforderung in Verzug,
können grundsätzlich die Kosten für die Beauftragung für ein
Inkassounternehmen Ihnen gegenüber geltend gemacht werden.

Kommentar von EXInkassoMA ,

Viele Gerichte streichen Inkassogebühren sogar im Verzugsfall :

AG Dieburg
Entscheidungsdatum: 20.07.2012
A
ktenzeichen: 20 C 646/12
Leitsatz
Die Geltendmachung von sog. Inkassokosten im Wege des Schadensersatzes verstößt
regelmäßig gegen die Schadensminderungspflicht.

(Auszüge)
Nach ständiger Rechtsprechung des Amtsgerichts Dieburg sind Inkassokosten in aller Regel wegen eines Verstoßes gegen die Schadensminderungspflicht gem. § 254 BGB nicht zu erstatten.
Anwaltskosten sind bei der Prüfung, ob ein Verstoß gegen die Schadensminderungspflicht vorliegt, nicht zu berücksichtigen. Rechtsanwälte sind anders als Inkassounternehmen Organe der Rechtspflege. Das RVG kann deshalb zur Rechtfertigung von Inkassokosten nicht herangezogen werden. Es handelt sich hierbei um ein Sondergesetz, das nur für Rechtsanwälte anwendbar ist und diese als Teil der Rechtsordnung privilegiert.Inkassobüros prüfen die einzutreibenden Forderungen nicht. Hierzu besteht weder ein Wille der Auftraggeber noch eine Verpflichtung der Inkassounternehmen. Mangels juristischer Ausbildung fehlte es an der Fähigkeit der Inkassounternehmen und der Erlaubnis, da die Rechtsberatung den Rechtsanwälten per Gesetz vorbehalten ist.Dies ergibt sich auch aus einem qualitativen Unterschied. Der Anwalt hat die geltend zu machenden Ansprüche selbst zu prüfen und die Mandanten auf rechtlich unbegründete Forderungen hinzuweisen. Er haftet für seine Rechtsberatung, auf die sich der Mandant deshalb verlassen kann. Macht er bewusst unrechtmäßige Forderungen geltend, macht er sich neben dem Auftraggeber strafbar. Damit besteht auch für den Schuldner bis zu einem gewissen Grad eine Gewissheit der Rechtmäßigkeit der gegen ihn gelt
end gemachten Forderung.

Inkassobüros prüfen die einzutreibenden Forderungen nicht. Hierzu besteht weder ein Wille der Auftraggeber noch eine Verpflichtung der Inkassounternehmen. Mangels juristischer Ausbildung fehlte es an der Fähigkeit der Inkassounternehmen und der Erlaubnis, da die Rechtsberatung den Rechtsanwälten per Gesetz vorbehalten ist.

Die Kompetenz des von der Klägerin eingeschalteten Inkassounternehmens erhöht sich auch nicht durch ein eigenes Call-Center, in dem besonders geschulte Mitarbeiter vor allem telefonisch versuchen, gemeinsam mit den Versicherungsnehmern eine Möglichkeit der Regulierung der Angelegenheit zu erreichen.Es ist überhaupt nicht ersichtlich, dass Inkassounternehmen überhaupt eine für die Schuldner befriedigende Lösung finden wollen. Schließlich werden sie von den Gläubigern bezahlt und haben den Auftrag, möglichst viel Geld von den Schuldnern einzutreiben. Mangels Prüfung der Rechtmäßigkeit der Forderung wären sie auch gar nicht in der Lage Belange der Schuldner zu berücksichtigen. Selbst wenn die Schuldner die Forderung mangels finanzieller Mittel nicht begleichen können, werden deren Belange nicht berücksichtigt, sondern die Kosten weiter in die Höhe getrieben, indem kostenpflichtige Ratenzahlungsvereinbarungen abgeschlossen werden, ohne Rücksicht darauf, dass Zinsen die Forderung weiter erhöhen, und der Schuldner auch bei Zahlungen die Forderung nie wird vollständig tilgen können.

Die von den Inkassounternehmen "besonders geschulten Mitarbeiter" haben die Aufgabe ihre durch die Schulungen erworbenen Kenntnisse zugunsten des Inkassounternehmens einzusetzen. Erfolge werden nicht dadurch erzielt, dass die Schuldner von der Rechtmäßigkeit der Forderung überzeugt werden, sondern weil sie durch ständige Wiederholungen der "Nachteile" bei Nichtzahlung Ängste schüren und Schuldner zur Zahlungen bewegen, auch wenn die behaupteten Forderungen nicht berechtigt sind.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community