Frage von jana7003, 182

Nebenwirkungen trotz langsamen ausschleichen von venlafaxin?

Habe nach 8 Monaten Einnahme venlafaxin 150mg das Medikament nun auf ärztlichen Rat langsam ausgeschlichen. (Alle 5 Tage Dosis erniedrigt) bin jetzt bei 18,75 mgSonntag gewesen und seit Montag eben ganz weg. Während der Einnahme hatte ich keinerlei Nebenwirkungen aber seit einer Woche habe ich einen extremen Schwindel und zwar den ganzen tag, muskelzittern, Kopfschmerzen die ich sonst fast nie habe, Durchfall und Schweißausbrüche. Je niedriger die Dosis umso stärker, seit Gestern sehr stark. Meine Ärztin meint es kommt vom ausschleichen, wobei das sehr selten sei. Ich möchte wissen ob jemand ähnliche Erfahrungen hat!

Antwort
von Buddhishi, 158

Hallo,

das war kein 'Ausschleichen', wie es bei Venlafaxin 150 mg eigentlich geschehen sollte. Diese Ärztin würde ich jedenfalls nicht mehr aufsuchen.

Nehme am besten ab sofort wieder die letzte Dosierung (18,75 mg) ein, und zwar erstmal dauerhaft. Dann sollten die Symptome entweder schnell verschwinden oder zumindest erträglicher werden. Falls nicht, gehe noch eine Dosis höher.

Als nächstes würde ich raten, einen Arzt/Psychiater aufzusuchen, der etwas von Antidepressiva versteht! Und ein entsprechendes Ausschleichen erklärt.

LG

Buddhishi

Kommentar von jana7003 ,

Das hab ich wohl auch erst jetzt gemerkt, ist das erste mal ( nach 5 versch. AD mit immerwieder Wechsel) dass ich solche Symptome habe, aber danke jetzt weis ich wohl woran es liegt.

Kommentar von Buddhishi ,

Gerne, janau7003, alles Gute :-)

Antwort
von Seanna, 140

Das ist bei venlafaxin häufig der Fall. Grade Kreislaufprobleme.

Deshalb schleicht man venlafaxin idr auch über viele Wochen aus... Je alle 2 Wochen verringern.

Das ist speziell bei venlafaxin so, bei anderen Antidepressiva nicht so extrem.

Kommentar von jana7003 ,

Okay danke! Ja 4 Wochen lang hab ich von 150 auf 18,75 ausgeschlichen, war wohl zu kurz. Aber es geht ja bald vorüber, danke!

Antwort
von inka188, 126

Ich habe ähnliche Erfahrungen gemacht. Ich hatte zwei Medikamente (Valdoxan und ein Neuroleptikum) auf ärztliche Anweisung innerhalb von 2 Wochen abgesetzt. Das ganze war eine Katastrophe. Mit ging es psychisch und körperlich so dreckig wie noch nie in meinem Leben, ich bin überhaupt nicht mehr klar gekommen. Schließlich musste ich in die Psychiatrie für 4 Wochen und kämpfe jetzt, ein Jahr später, immer noch mit dieser Krise. Heute weiß ich, dass das Absetzen viel zu schnell war. Ich denke, ich hätte mir das alles ersparen können, wenn wir das einfach wirklich langsam und in Ruhe gemacht hätten. Ich denke jetzt, dass es ein böser Behandlungsfehler und völlig unverantwortlich war. In deinem Fall würde ich auch sagen, nimm die letzte Dosis, mit der es dir noch gut ging, wieder ein und sieh zu, dass du den letzten Rest wirklich langsam los wirst. Es ist auch so, dass gerade die letzten mg die größten Probleme machen. Da kommt es wirklich darauf an, in winzigen Schritten vor zu gehen.

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