Frage von monikaloebert, 77

Nebenwirkungen oder Entzugserscheinungen Morphium/Oxicodon ?

Meine Mutter ( 81 Jahre) bekam auf Grund starker Wirbelsäulenschmerzen von ihrem Hausarzt Morphium verschrieben, 2 x 10 mg. am Tag. ( vorher 3 x 800mg. Iboprufen). Da die 10mg. nicht anschlugen, verschrieb der Hausarzt Oxocolon 40 mg. Nach der ersten Einnahme setzte bei meinen Mutter starke Übelkeit und Erbrechen ein. Sie kam sogar ins Krankenhaus und war dort eine Woche. Nun bekommt sie 2 x 20 mg. Morphin am Tag. Das Problem: "Seit der einen Einnahme von Oxicolon hat sie ein Zittern am Körper das auch nicht weg geht. Außerdem Gedächnislücken." Entzug??? Auch verträgt sie das Morphium überhaupt nicht. Übelkeit ( trotz MCP ) keinen Appetit und weint nur noch. Muss Morphium sein???? Gibt es kein anderes Mittel??? Meine Mama ist ey schon gehandicapt durch Blindheit. Wer weiß Rat ?? Danke Monika

Antwort
von Myosotis16, 31

SturerEsel schrieb: "Etwas besser ist "Fentanyl" (als Pflaster) verträglich." Ich kann dieser Aussage zustimmen. Jedoch ist es schwierig, die richtige Dosierung herauszubekommen. Zwar gibt es Umrechnungstabellen, aber jeder Mensch reagiert anders auf Medikamente.

Außerdem geht die Verschreibung der Fentanyl - Pflaster zurück. Ich vermute, dass auch der hohe Preis eine Rolle dabei spielt. Die Krankenkassen üben Druck auf die Ärzte aus und behaupten, dass die Vorteile der Pflaster gegenüber den Tabletten doch nicht so groß sind. Deswegen könne man den Preisunterschied nicht rechtfertigen.

Leider zählt nicht allein das Wohl der Patienten.

Kommentar von monikaloebert ,

Ja ich werde es ganz einfach mal versuchen. Weil so geht es nicht weiter. Für mich hat der Arzt mit seinem Sch..... Ocicodon 40 mg. meine Mama auf den Gewissen. Ich schätze viel zu hoch dosiert. Du bekommst auch keine vernünftige Aussage von dem Arzt. Ganz schlimm.

Antwort
von Rendric, 36

Es gibt in dem Bereich einige Möglichkeiten.

Mit normalen Analgetika wird sie nicht mehr auskommen, also muss es ein Medikament aus dem Bereich der Opioide sein, also Betäubungsmittel.

Aber da wäre sonst zum Beispiel auch Fentanyl-Pflaster (habe ich die beste Erfahrung mit gemacht, obwohl sie eigentlich eher bei beleibteren Patienten eingesetzt werden sollen) oder Tapentadol (in Palexia), Hydromorphon gekoppelt mit anderen Stoffen kann auch anders wirken als das reine Morphin (z.B. Palladon), Tramadol.

Dann muss eben ausprobiert werden, was deine Mutter am besten verträgt.

Kommentar von monikaloebert ,

Ach mit dem beleibten hat meine Mama keine Probleme.  Tramadol verträgt sie nicht. das hatte sie vor Jahren schon mal nach einer OP. Tilidin bekam sie auch schon mal nach einer Hüft-OP. Da waren keine Nebenwirkungen. Aber scheint vom Wirkstoff her ja nicht mehr zu reichen.

Kommentar von SturerEsel ,

Wie gesagt, "Arcoxia" ist im allgemeinen gut verträglich. Wird aber ungern verschrieben, weil es so teuer ist.

Kommentar von monikaloebert ,

Ich werde dem Arzt Donnerstag mal fragen

Antwort
von SturerEsel, 33

Dies muss eingehend mit den Ärzten besprochen werden! Morphine haben leider diese Nebenwirkungen wie Verstopfung, Harnverhalt, Übelkeit usw.

Etwas besser ist "Fentanyl" (als Pflaster) verträglich.

Alternativ könnte man "Arcoxia" oder "Tramadol" probieren. Wie gesagt: bitte mit dem Arzt sprechen.

Antwort
von Strolchi2014, 32

Ist sie noch im Krankenhaus ? Dann sprich mit den Ärzten.

Kommentar von monikaloebert ,

Nein, seit 14 Tagen wieder Zuhause

Antwort
von monikaloebert, 19

Also, im Krankenhaus ist sie nicht mehr. Seit 2 Wochen wieder Zuhause. Ich hatte auch schon an Pflaster gedacht. Hat es denn weniger Nebenwirkungen???

Den Arzt kannst du auf Deutsch sagen, vergessen. Musste sogar um MCP und Macrocol kämpfen.

Habe zum nächsten Quartal auch schon einen anderen Arzt ausgewählt, wo wir am 21.10. einen Termin haben. Aber bis dahin ist sie ein Wrack.

Hat ja schon durch ihre Behinderung genug Probleme.

Muss der Arzt Pflaster verschreiben??

Kommentar von SturerEsel ,

Nein, muss er nicht. Ist immerhin auch ein Morphium-Präparat mit BTM-Rezept. Es würde auch kein Arzt verschreiben, ohne vorher deine Mutter untersucht zu haben.

Ruf nochmal an und mach es dringend. Deine Mutter kann unmöglich noch knapp vier Wochen warten. Vielleicht ist ein Hausbesuch möglich?

Kommentar von monikaloebert ,

Also der Arzt verchreibt eigentlich alles. Nur schnell weg und den nächsten. Habe Donnerstag um 17.30 noch einen Termin mit Ihr beim Arzt. Kennen tut er meine Mama schon bald 40 Jahre. Vorher hatte sie zwar noch Schmerzen, aber seit Oxicodon ( einmalige Einnahme) und Morphin geht gar nichts mehr.

Kommentar von Myosotis16 ,

Der Arzt muss die Pflaster nicht verschreiben. Er kann sich sogar auf eine Studie berufen, die behauptet, dass die Vorteile der Fentanyl-Pflaster eher gering sind.

LONS 2

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