Frage von AnnaMen, 711

Nebentätigkeit als freier Dozent (Honorarkraft) - was ist dabei zu beachten?

Ich habe ein Angebot, bei einem Bildungszentrum von Zeit zu Zeit Kurse zu geben. Das Ganze würde auf Honorarbasis abgerechnet werden.

Die Kurse finden entweder abends, am Samstag statt oder sind auch mal ganze Tage, die ich über Gleitzeittage frei nehmen würde.

Meinem Hauptarbeitgeber (öffentlicher Dienst; Vollzeit 39 Std.) habe ich bereits eine Meldung der Nebentätigkeit abgegeben.

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  1. Ist das so möglich, wie ich mir das vorstelle? Was muss ich beachten?
  2. Urlaub darf ich für die (Vollzeit-) Kurstage nicht nehmen, oder? Im Urlaub darf ich ja nicht arbeiten. Aber angesammelte Gleitzeitstunden darf ich auf diese Weise "abfeiern", oder?
  3. Mein Honorar wird mir brutto ausbezahlt. Das heisst, dass ich es am Jahresende in der einkommensteuererklärung angeben muss? Wo muss ich das angeben?
  4. Meine Übungsleiterpauschale habe ich bereits ausgereizt. Die Vergütung aus der Dozententätigkeit wird mehr als die 450-Euro-Grenze betragen. Was geht da dann also noch ab von dem, was ich verdiene?
  5. Gehen auch Sozialabgaben ab, wenn es sich um Nebeneinkünfte handelt?
  6. Muss ich sonst noch irgendetwas Finanzielles berücksichtigen?
  7. Wer überprüft, ob ich die Arbeitszeitgrenze von 48 Std / Woche einhalte oder nicht? dh wo und wie laufen diese Informationen zusammen - oder laufen sie überhaupt zusammen?

Das waren mal meine brennendsten Fragen. Wäre toll, wenn ich wenisgtens auf die ein oder andere Frage eine Antwort bekäme.

Liebe Grüße!

Expertenantwort
von wfwbinder, Community-Experte für Steuern, 629

1. Wenn der Arbeitgeber zustimmt, kein Problem.

2. Stimmt, die Zeit darf genutzt werden.

3. Anlage "S" Einkünfte aus selbständiger Arbeit. Von den Honoraren sind Deine Kosten abzuziehen, von Telefon, über Computer udn Internet (jeweils anteilig), bis zu den Fahrkosten um dorthin zu kommen.

4. Eine selbständige Tätigkeit hat nichts mit Minijob zu tun (das ist eine Anstellung).

5. Nein, bei dem Umfang nicht mal Krankenversicherung.

Antwort
von grubenschmalz, 550

Lohnt sich das überhaupt? Mit vor und Nachbereitung springt da doch häufig deutlich weniger als Mindestlohn pro Stunde bei raus

Kommentar von AnnaMen ,

Ist immer die Frage, was man in Sachen "lohnt sich das" als Messlatte heranzieht.  Wenn es nur das Finanzielle ist, so wird man da sicher nicht reich. Kann ja aber auch sein, dass es Spaß macht, mal etwas ganz anderes als der berufliche Alltag ist, und man dadurch seinen "Lohn" zieht?

Kommentar von MaBeBa ,

Also ich bin früher auch Arbeiter und Dozent nebenzu gewesen. Einerseits haben die Anfragen, ob ich Stunden bzw tage übernehmen komme deutlich zugenommen andererseits blieb untern strich mehr übrig. Weil auch die vor und Nachbereitung wird immer weniger weil man einen gewissen Rhythmus entwickelt ;-) aus diesem Grund bin ich nur noch Dozent mittlerweile

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