Nebenkostenverteilung in Altbauhaus?

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8 Antworten

In einem Mehrfamilienhaus müssen die Heizungskosten nachvollziehbar auf die einzelnen Parteien verteilt werden.

Aber dass du tagsüber aus dem Haus bist, bedeutet nicht, dass du dann für die Heizung NICHTS zahlen müsstest. Du willst ja wohl nicht abends in eine Wohnung kommen, in der die Leitungen kaputt gefroren sind?

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... aber wir Vermieter dürfen doch nur eine Abrechnung für die vereinbarte Abrechnungsperiode erstellen; was läuft denn da bei Dir unrund, wenn Du schon wieder eine, also mehrere für 2015 bekommst?

Wärmekosten müssen auch in Altbauten unter Beachtung der HKVO verteilt werden, also nach anteiligem Verbrauch und nach Wohnfläche bzw. Heizfläche.

Tipp: Fernwärme ist in der Kritik bzgl. der Kosten, rüge somit die Unwirtschaftlichkeit, so jedenfalls meine Glaskugel.

Vel Glück.

Mich irritiert Dein Hinweis:
"einfach die Gesamtkosten genommen und durch die Anzahl der Parteien geteilt".

.... wieso kommen da denn unterschiedliche Werte heraus?

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Kommentar von Mickan1994
24.10.2016, 06:20

Abrechnungszeitraum ist 01.01. bis 31.12. Also zwei Abrechnungen für 2015 habe ich nicht bekommen aber ich bin nun auf die Spur der Messgeräte gekommen. Ich habe einen doppelten, dreifachen Verbrauch als "Nieheizer" hingegen hat meinen Nachbarin, die ständig auf mittlerer Stufe entsprechend weniger Verbrauch. Meine Nachbarin unter mir bekommt jedes Jahr Geld zurück. Ich habe nun die Vermutung für sie (unter mir) Mitzubezahlen oder irgendein Fehler vorliegt. Denn meine Vormieter haben die Heizungen alle am Haupthahn abgedreht und keiner wusste wieso (Vielleicht aufgrund genau dieser Problematik).... Ich prüfe nun mit meinen Nachbarn inwiefern hier Rechtsanwalt, Energieberater und Handwerker die Fernheizsysteme prüfen können ob da alles so funktioniert, wie es soll.

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Wenn Deine Nachbar, die dauernd heizen, ur halb soviel zahlen wie Du, hat vielleicht der Abrechnungsdienst die Wohnungen vertauscht. Das kann anhand der Zählerstände und  ggf. der Gerätenummern geprüft werden. 

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obwohl (ich zumindest) 150€ Nebenkosten mtl. bezahle (mittlerweile für dieses Jahr sogar 200€).

Für welche Wohnfläche?

Fernwärme ist gleich nach Strom die teuerste Heizungsart mit ca. 2 € pro m² Wohnfläche im Monat.

Heizkosten werden zum Teil, 30 oder 50 %, verbrauchsunabhängig nach der Wohnfläche abgerechnet.

Das ist völlig rechtens und gemäß Heizkostenverordnung sogar vorgeschrieben.

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Kommentar von Mickan1994
23.10.2016, 18:50

Ich habe 59qm und einen (angeblichen) Wärmeverbrauch von 7.600 kWh... ist das vergleichsweise viel oder normal? Ich kann das leider nicht beurteilen.

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Kommentar von AndreasEhretSV
23.10.2016, 20:06

7600 Kwh bei dieser Fläche sind eindeutig ein sehr hoher Wert. Man könnte hier überprüfen ob der Wärmezähler richtig installiert wurde und ob evtl. Messfehler vorliegen. Wenn sich ein Messfehler herausstellen sollte ist die Argumentation vor Gericht vergleichsweise einfach. Sie kommen aus Mannheim? Ich komme aus der Region

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Heiz- und Wassererwärmungskosten müssen zwingend gemäß Heizkostenverordnung nach Verbrauch abgerechnet werden. Die Gesamtkosten werden danach gesplittet. 50 bis 70 Prozent nach gemessenem Verbrauch und 30 bis 50 % nach anteiliger Wohnfläche für die Grundkosten. Demnach fallen auch Heizkosten an,  wenn du nicht heizt.

Erfolgt keine Verbrauchserfassung, darf der Mieter die ihm berechneten Jahresheizkosten um 15% reduzieren.

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Grundsätzlich gilt die Heizkostenverordnung. Dabei ist vorgesehen, dass 30 - 50 % nach Wohnfläche aufgeteilt werden und der Rest mittels Erfassungsgeräten ermittelt und somit nach Verbrauch umgelegt werden.

In sehr vielen Fällen ist es so, dass sich Mieter dadurch ungerecht behandelt fühlen, aber im Großen und Ganzen ergibt es doch weitgehende Gerechtigkeit.

Was Du als unfair ansiehst, könnten die anderen auch meinen:

"Es ist doch mehr als unfair, dass wir als einzige, die unsere Wohnungen heizen, ständig die anderen mitheizen, weil die immer abgedreht haben."

Das ist genau der Grund, warum ein Teil auch nach Fläche aufgeteilt werden muss.

Wenn es nun wirklich so ist, dass bei Euch der Verbrauch der Heizwärme nicht einzeln erfasst wird, sondern einfach pauschal nach Wohneinheiten aufgeteilt wird, ist das gemäß Heizkostenverordnung nicht korrekt. Das darf nicht sein.

Jedoch gibt es auch in der Heizkostenverordnung eine Ausnahme: Immer dann, wenn die Einzelerfassung technisch nur mit unvertretbar hohem Aufwand möglich ist, kann darauf verzichtet werden. In diesem Fall geht es aber nicht nach Wohneinheiten, außer alle sind gleich groß, sondern nach anteiliger Wohnfläche.

Allerdings handelt es sich bei dem Haus um einen Altbau. Dieser hat doch sicher einzelne Heizkörper, über die die Räume mit Wärme versorgt werden. Also ist es technisch auch nicht unverhältnismäßig, diese mit Erfassungsgeräten auszustatten.

Wird aber nur bspw. Warmluft über Schächte in die Wohnungen geblasen, wäre es ganz anders.

Wie auch immer: Wenn nicht nach HKV erfasst und verteilt wurde, obwohl es möglich ist, kann man als Mieter 15 % der Jahresrechnung für Heizkosten pauschal abziehen.

Meine Empehlung: Studiere mal die Heizkostenverordnung. Es ist nicht zu umfangreich und man kann es auch als Laie einigermaßen gut verstehen.

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Gemäß der Heizkostenverordnung werden die Heizkosten nicht nur nach Verbrauch, sondern auch nach Wohnfläche entweder im Verhältnis 70 : 30 oder 50 : 50 abgerechnet. Zu den Heizkosten kommen auch noch die unabhängigen Kosten. Nähere Infos:

http://www.heizkostenverordnung.de/par7.php

Eine Anmerkung zum Wasser: Wasserkosten müssen nicht, wie z.B. Heizkosten in Mehrfamilienhäusern, zwingend nach Verbrauch abgerechnet werden, der Gesetzgeber sieht vor, daß wenn in den Wohnungen keine Kaltwasseruhren bzw. nicht in allen Wohnungen eines Hauses vorhanden sind und im Mietvertrag kein Verteilerschlüssel bestimmt wurde, diese auf die Wohnfläche umgelegt werden können.

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Was wurde denn im Mietvertrag unterschrieben ?

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Kommentar von Mickan1994
23.10.2016, 18:46

Was genau meinst du denn? Das ist ein Standartmietvertrag der Haus&Grund Mannheim. Es steht also nichts gesondert geregeltes wie bei Neubauwohnungen drin

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