Nebenkostenabrechnung was muss man bezahlen was nicht?

... komplette Frage anzeigen

7 Antworten

Du musst das mit Deinem Mietvertrag vergleichen. Vermutlich sind darin alle Positionen gelistet.

Es steht vermutlich auch drin "Hausmeisterkosten". Das ist dann der Nettolohn zzgl. aller Lohnnebenkosten, also auch Berufsgenossenschaft.

Der Vermieter muss Dir keine Belege vorlegen, aber Du kannst

a) Kopien aller Belege verlangen und der Vermieter darf Dir dafür je Stück 50 Cent berechnen

oder

b) Einsichtnahme in die Belege in den Räumen des Vermieters verlangen und dafür um Terminvorschläge bitten.

b hat den Vorteil, dass Du Dir unklare Sachen direkt erklären kannst. Teile dem Vermieter ruhig mit, dass es Deine erste Abrechnung ist und Du deswegen noch nicht so gut Bescheid weißt.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von bwhoch2
23.04.2016, 20:26

Danke für die Auszeichnung.

0

Natürlich kann ein Vermieter gewisse Dinge fiktiv hineinschreiben, so jedenfalls der BGH zur Kostenstelle Hausmeister.

Und was genau ein Vermieter verteilen darf, wurde im Mietvertrag geordnet. Schaue also einfach in die Vereinbarungen. Viel Glüclk.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Wenn monatliche Vorauszahlungen vereinbart wurden, darf der Vermieter alle die Betriebskosten umlegen, die lt. Mietvertrag vereinbart und tatsächlich entstanden sind.

In der Abrechnung über12 Monate müssen die Gesamtkosten der Immobilie,  der Umlageschlüssel und die anteilgen Kosten des Mieters angegeben sein. Die Abrechnung muss demgemäß nachvollziehbar sein. Fehlt davon was, ist die Abr. unwirksam (aus formellen Gründen). Inhaltliche Fehler dürfen innert der Einspruchfrist (12 Monate ab Zustellung) von beiden Seiten korrigiert werden. Eine Anpassung der Vorauszahlungen ist nur bei formell und inhaltlicher Korrektheit ab übernächstem Monat ab Zustellung zulässig bzw. möglich.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Glaube die Grundsteuer darf er nicht fordern. Berufsgenossenschaft macht nicht wirklich sinn. die fällt ja nur in einer Firma mit Mitarbeitern an. Wird das Gebäude durch eine Firma verwaltet?

Leg die Abrechnung einem Mieterschutzbund vor.

Lohnnebenkosten sind der Arbeitgeberanteil den der AG noch auf den Bruttolohn draufzahlen muß

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von schleudermaxe
07.03.2016, 17:46

Bitte wem? Die kennen nicht einmal ihr eigenes Lexikon, so jedenfalls meine Erlebnisse.

0
Kommentar von anitari
07.03.2016, 19:22

Glaube die Grundsteuer darf er nicht fordern.

Glaube hat was Religion zu tun, nicht mit Wissen.

§2 BetrKV Punkt 1

1. die laufenden öffentlichen Lasten des Grundstücks,

hierzu gehört namentlich die Grundsteuer;

0

Darf der Vermieter das alles berechen?

Wenn vertraglich vereinbart darf er das. Also Mietvertrag lesen.

Was ist die Berufsgenossenschaft bzw. warum muss ich das bezahlen? Was sind Lohnnebenkosten?

Das sind Kosten die Du steuerlich geltend machen kannst. Darum sind die in manchen BK-Abrechnungen für den Mieter extra aufgeführt.

Warum bezahlen? Weil sie zu den Kosten des z. B. Hausmeisters, Schornsteinfegers, Gebäudereinigers etc. gehören.

Muss mir der Vermieter dazu Abrechnungen/Belege vorlegen?

Wenn Du das verlangst, ja.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ja, alles ist berechtigt. Belege habe ich bei jeder Abrechnung immer beigelegt und dürften kein Geheimnis sein!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?