Ist die Nebenkostenabrechnung noch berechtigt?

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10 Antworten

Netterweise, weil er dazu verpflichtet ist, auch wenn schon mehr als 1 Jahr seit Ende des Abrechnungsjahres vorbei ist und das mit dem Weihnachtsgeschenk ist nun mal so, dass häufig der Termin einer Verfristung mit dem Jahresende zusammenfällt. Dooferweise liegt auch Weihnachten fast am Jahresende. Hätte er warten sollen bis Weihnachten vorbei ist?

Für 2013 weißt Du immerhin, dass es keine Rückerstattung für Dich gibt. Für 2014 musst Du nachzahlen, hast dafür aber 30 Tage Zeit. Somit hast Du nun Klarheit.

Netterweise könntest nun Du dem Vermieter ein Weihnachtsgeschenk machen:

1. Ihm sagen, dass Du trotz Verspätung auch noch für 2013 nachzahlen wirst.

2. Ihm mitteilen, dass Du die Vorauszahlung künftig selbst um ca. 15 € monatlich erhöhen wirst, um damit näher am tatsächlichen Betrag für die Nebenkosten zu liegen.

Musst Du aber nicht!

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Kommentar von TrudiMeier
08.12.2015, 18:35

Hätte er warten sollen bis Weihnachten vorbei ist?

Hätte er das getan, kann man immer noch jammern: Ausgerechnet jetzt, wo im Januar die Autoversicherung abgebucht wird und außerdem hat Heinz im Januar Geburtstag  Schwiegereltern silberne Hochzeit usw.  Und überhaupt!  Theoretisch findet sich sowas für jeden Monat :-)

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Die 2014er Abrechnung ist rechtzeitig gekommen, die 2013er nicht. Wurde dir ja schon von anderen samt guten Links erklärt.

Was tun? Einfach nicht zahlen? Würde ich so nicht machen, denn dann ist Streit mit dem Vermieter unausweichlich. Falls du in einem Mieterverein bist, lass den Mieterverein for dich tätig werden. Falls nicht, dann werde so schnell wie möglich Mitglied.
Alternativ besteht auch die Möglichkeit, die Sache einem Fachanwalt für Mietrecht zu übergeben. In beiden Fällen ist der große Vorteil der, dass ihr nicht direkt mit dem Vermieter in Konfrontation geht, sondern das machen lässt. Im Gespräch mit dem Vermieter kannst du dann so was sagen wie "ich verstehe diesen Papierkram nicht, bevor wir da was falsch machen, lassen wir das vom Anwalt machen, dann haben sowohl SIe, Herr Vermieter, wie auch wir die Gewissheit, dass alles richtig ist, das ist für uns alle besser so".

Falls der Vermieter ein ganz netter Mensch ist, ihr euch gut versteht und prima miteinander auskommt, wäre das nochmals anders. Denn dann würde ich auch verspätet eingegangene Rechnungen zahlen, weil ich wüsste, dass umgekehrt der Vermieter einem ebenfalls entgegenkommen würde.

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Kommentar von Genesis82
08.12.2015, 12:40

Ich sehe hier noch keine Notwendigkeit für den Mieterverein oder gar einen Anwalt. Ich würde dem Vermieter erstmal schriftlich antworten, dass die Abrechnung für 2014 akzeptiert wird, die aus 2013 auf Grund der nicht fristgerechten Zustellung aber nicht mehr. Wenn er den Widerspruch nicht akzeptiert, kann man immer noch zum Mieterverein oder einem Anwalt. Wahrscheinlich ist dem Vermieter sein Fehler gar nicht bewusst und das zukünftige Mietverhältnis wäre stark negativ beeinflusst, wenn man gleich mit Mieterverein und/oder Anwalt um die Ecke kommt - so in der Art beschreibst du es ja auch in deinem letzten Satz.

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Kommentar von Thangart
08.12.2015, 13:39

Danke für die Antwort. Und ja, eigentlich haben wir kein so schlechtes Verhältnis zum Vermieter. Man lebt im selben Dorf und ist auch perDu miteinander. Wir setzen uns jetzt übermorgen zusammen und sprechen darüber.

Wir werden wohl nicht mit allen Mitteln auf unser Recht pochen, aber es ist gut zu wissen, dass dieses auf unser Seite ist und der Vermieter uns somit quasi entgegen kommen muss.

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Die NKA muß spätestens 1 Jahr nach der Abrechnungsperiode vorliegen, die in der Regel 1 Jahr dauert. Also für 2013 ist die Frist abgelaufen.

Ich kann Dir nur den Rat geben, Dich an den Mieterverein zu wenden.Der Beitrag kostet zwar etwas, aber da fast jede 2. Abrechnung falsch ist, lohnt es sich bestimmt, dort Mitglied zu werden. Und die kämpfen für Deine Rechte.

Trotzdem: Du kannst nicht einfach aufhören, die Nk-Vorauszahlung zu zahlen. Damit setzt Du Dich ins Unrecht, und sowas kommt weder beim Mieterverein noch vor Gericht gut. Also bezahlen für Dezember (nur die Nk und die Kaltmiete natürlich, versteht sich) solltest Du auf jeden Fall.

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Kommentar von Thangart
08.12.2015, 12:24

klar, ganz aussetzen wollte ich sowieso nicht, geht mir nur um das Bezahlen der Nachforderung

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2013 kann er vergessen. Die Abrechnung hätte bis 31.12.2014 in eurem Briefkasten sein müssen.

2014 ist natürlich noch in der Frist.

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... also, ein Haus kennt aber eigentlich keine Nebenkosten und auch keine Abrechnung, denn es gibt ja nichts zu verteilen. Ein Haus hat Kosten und Lasten und wenn die Mieter diese zu wuppen haben, kann ein Vermieter sehr wohl, denn eine Verjährungsfrist beträgt ja 3 Jahre, oder?  Lautet denn der Mietvertrag wirklich auf eine Wohnung und wurden auch Vorauszahlungen geleistet?

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Kommentar von DerHans
08.12.2015, 12:28

Auch bei einem gemieteten Haus fallen Kosten an, auf die der Mieter keinen Einfluss hat. Er kann also ebenfalls eine ordnungsgemäße Abrechnung verlangen.

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 aus deinem Link: Der Vermieter ist verpflichtet, dem Mieter spätestens 12 Monate nach Ende der Abrechnungsperiode die Betriebskostenabrechnung schriftlich mitzuteilen,  § 556 Abs. 3 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)... hat der Vermieter grundsätzlich keinen Anspruch mehr auf eine etwaige Nachzahlung. Für 2013 müsst ihr nix zahlen, sehr wohl aber für 2014

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Kommentar von Thangart
08.12.2015, 12:21

genau, aber was besagt dieser Absatz:

Die regelmäßige Verjährungsfrist beträgt drei Jahre, § 195 BGB, und beginnt in der Regel mit dem Schluss des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist, § 199 Abs. 1 BGB. Dies gilt auch für die Nachforderung von Betriebskosten.

Beispiel:

Erstellt also ein Vermieter am 17.01.2013 für seine Mieter die Betriebskostenabrechnung für das Jahr 2012, beginnt die Verjährungsfrist für seine Nachzahlungsansprüche am 31.12.2013. Zahlt der Mieter nicht, muss der Vermieter seine Forderungen bis zum 31.12.2016 gerichtlich geltend gemacht haben (Mahnbescheid oder Zahlungsklage). Entscheidend ist dabei, dass der Mahnbescheid oder die Klage bis zum 31.12.2016 bei Gericht eingegangen ist (zur Not reicht der Einwurf in den Nachtbriefkasten des oder ein bis 24:00 Uhr vollständig eingegangenen Fax beim zuständigen Gericht). Erfolgt dies nicht, ist der Anspruch des Vermieters verjährt.

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Kommentar von schleudermaxe
08.12.2015, 12:25

... aber hier wurde keine Wohnung angemietet!

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Ist der Abrechnungszeitraum das Kalenderjahr ist die Nachforderung für 2013 verfristet.

2014 dagegen noch in der Frist in der Vermieter eine Nachforderung geltend machen kann.

Sollte der Abrechnungszeitraum ein anderer sein bitte angeben von wann bis wann genau.

Mietern steht nach Zugang der Abrechnung eine Prüfungsfrist von 30 Tagen zu. Erst dann ist eine Nachzahlung zu leisten.

Informiere also den Vermieter nachweisbar das Du von Deinem Prüfungsrecht Gebrauch machst.

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Sind die beiden Jahre in einer Abrechnung zusammen abgerechnet? Wenn ja, ist sie aus formalen Gründen unwirksam. Wenn nein, ist die Abrechnung für 13 verfristet, eine Nachzahlungsaufforderung deshalb nicht zu begleichen. eine Gutschrift stünd der aber zu.

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Hier wäre es vielleicht klug, erst mal die rechtliche Seite zu betrachten.

Die Nachforderung für 2013 hätte euch bis Ende des vergangenen Jahres zugehen müssen. Die Nachforderung für 2014 ist noch im Zeitfenster. Folglich könnt ihr die Nachzahlung für das Jahr 2013 verweigern.

Nun stellt sich natürlch die Frage, ob es sinnvoll ist, die Bezahlung der Rechnung aus 2013 zu verweigern. Das Leben ist meist keine Einbahnstraße und das Verhältnis zum Vermieter dürfte unter der Verweigerung sehr leiden.

Ob der Vermieter dann die evtl. geplante Sanierung auf seine Kosten verschiebt bzw. komplett absagt oder ob er euch dann eine Mieterhöhung bzw. eine Erhöhung der Nebenkostenvorauszahlung zuschickt, wissen wir nicht. Aber es ist allgemein mit einer entsprechenden Gegenreaktion zu rechnen.

Wenn also der Betrag nicht hoch ist, wäre es in der Tat überlegenswert, ob ihr diesen Betrag nicht in das gute Verhältnis zum Vermieter investieren wollt.

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Kommentar von TrudiMeier
08.12.2015, 14:45

Wenn also der Betrag nicht hoch ist, wäre es in der Tat überlegenswert, ob ihr diesen Betrag nicht in das gute Verhältnis zum Vermieter investieren wollt.

Ich stimme dir zu. Zumal das was gefordert wird, ja auch verbraucht wurde und der Vermieter in Vorleistung getreten ist. Und wenn man auf´m Dorf wohnt und mit dem Vermieter fast per Du ist, sollte man schweren Herzens vielleicht auch mal dem Vermieter gegenüber ein Äuglein zudrücken.  Ich wette nämlich, dass bei einer derartigen Zahlungsmoral, beim nächsten tropfenden Wasserhahn der Klempner ziemlich schnell auf der Matte stehen wird. :-)

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Der Abrechnungszeitraum muss im Mietvertrag geregelt sein und ist meist ein Kalenderjahr. Die Betriebskosten müssen spätestens 12 Monate nach Ende des Abrechnungszeitraums abgerechnet sein. Später besteht für Mieternicht mehr die Pflicht nachzuzahlen. Beispielsweise für das Jahr 2014 hat der Vermieter bis zum 31. Dezember 2015 Zeit die Betriebskostenabrechnung zu erstellen. Oder die Abrechnungsperiode geht von 01.07.2014 bis 30.06.2015. Dann muss bis spätestens 30.06.2016 abgerechnet werden.  www.immobilien-einblick.de/betriebskosten

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