Nebenkostenabrechnung Frist nach Auszug?

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4 Antworten

Die Nebenkostenabrechnung ist natürlich rechtens und der Vermieter durfte auch jetzt noch für 2014 die Nachzahlung verlangen. Es ist Deine Sache, den Einwand geltend zu machen, dass die Nachzahlung verfristet ist und deshalb von Dir nicht mehr bezahlt wird.

Für die NKA 2015 hat er noch bis 31.12.2016 Zeit und für die Abrechnung 2016 noch bis Ende 2017. Bis dahin kann er auch noch einen Betrag einbehalten, der in etwa der zu erwartenden Nachzahlung entspricht. So könnte er beispielsweise jetzt den Nachzahlungsbetrag von 2014 als Maßstab für 2015 nehmen und etwa die Hälfte davon für 2016.

Da demnächst mehr als 6 Monate seit dem Auszug um sind, würde ich dem Vermieter jetzt mitteilen, dass Du um Rückzahlung der Kaution bittest abzüglich des zu erwartenden Nachzahlungsbetrags 2015 in Höhe von xx + 50 % davon für 2016. Teile ihm auch mit, dass Du die Nachzahlung für 2014 als verfristet ansiehst und deshalb nicht mehr bezahlen wirst und demzufolge auch einen Kautionsabzug dafür nicht gestattest.

Achte dabei auf eine höfliche aber bestimmte Formulierung des Briefes.

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Nun hat mir der Vermieter die NKA vom 01.02.2014-31.12.2014 zukommen lassen.

Ich vermute mal Abrechnungszeitraum ist das Kalenderjahr. Dann hätte Dir die Abrechnung spätestens am 31.12.2015 zugehen müssen, wenn der Vermieter eine Nachforderung geltend machen wollte. Danach ist sie verfristet. Sprich Du mußt nicht mehr zahlen.

Für die Abrechnung 2015 hat der Vermieter noch bis 31.12.2016 Zeit und für 2016 bis 31.12.2017.

Bis wann die Abrechnung erstellt werden muß richtet sich immer Nach dem Abrechnungszeitraumes des Hauses, nicht danach wann ein Mieter ein- oder ausgezogen ist.

Eventuelle Nachforderungen aus NK-Abrechnungen darf der Vermieter mit der Kaution verrechnen.

Die "magischen" 6 Monate die der Vermieter die Kaution vorläufig einbehalten darf um evtl. Ansprüche zu prüfen, sind hier am 31.08.2016 um.

Bekommst Du dann nicht zumindest eine Abrechnung über die Kaution, kannst Du sie, notfalls per Mahnbescheid, einfordern.

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Na ja, gegenseitige Ansprüche verjähren nach drei Jahren.

Kein Gesetz und kein Urteil verbietet dem Mieter, solche Forderungen zu bezahlen.

Der Vermieter hat verfristet, so lese ich die Frage. Hat er diese nicht zu vertreten, hat er binnen drei Monaten nach Eingang der letzten Rechnung zu verteilen, so jedenfalls der BGH. Eine berechigte Nachfordrung hat der Mieter zu wuppen.

Miesi hat ein Vermieter bereits drei Monate nach Rückgabe des Mietgegenstandes abzurechnen, so jedenfalls die Gerichte hier bei uns.

Viel Glück.

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Kommentar von Furino
05.11.2016, 23:17

Lesen Sie nochmal Ihren letzten Absatz. Das ist doch nicht Ihr Ernst.

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