Frage von quinni2mobile, 72

Nebenkostenabrechnung 2015 in 2016?

Hallo,

ich bin zum 1.12.2015 in eine Wohnung gezogen. Meine Vermieterin hat mich damals gefragt ob es ok geht wegen dem einen Monat diesen in die 2016 mit aufzunehmen. Also 2 in einem.

Da es mir recht egal war hab ich gemeint es sei ok.

Auf Grund von diversen Diskussionen kommt mir aber jetzt doch die Frage:

Geht das? Ist das überhaupt rechtens? Darf die das?

Antwort
von wilees, 50

Wie  soll das verrechnungstechnisch gehen? Sie muß doch die Werte aus 2015 zugrundelegen.

Tut sie dies, dann sollte es kein wirkliches Problem darstellen, wenn sie Dir denn eine Abrechnung für 13 Monate erstellt, soweit Du damit einverstanden bist.

Antwort
von Partiana, 50

Wenn die Vermieterin das getrennt nach Jahren, bzw. in deinem Fall den Monat 12/2015 getrennt aufführt, ist das ok. Für die Abrechnung der Nebenkosten gibt es eine Frist von 12 Monaten. In dieser Zeit muss dem Mieter die Abrechnung vorliegen.

Antwort
von hardty, 37

ja, wenn ihr das so vereinbart habt, wer soll da etwas dagegen haben?

Du wirst den einen Monat separat aufgeführt sehen und  halt die angefallenen Kosten wenn sie richtig sind erstatten.

 

Diskussionen darüber sind nur zwischen dir und deiner Vermieterin möglich. Lasse dich nicht irre machen.

Gruß hardty

Kommentar von anitari ,

ja, wenn ihr das so vereinbart habt, wer soll da etwas dagegen haben?

Der Gesetzgeber.

Kommentar von hardty ,

und wo steht das genau, dass die zwei Vertragsparteien, genau das nicht vereinbaren dürfen? 

Kommentar von bwhoch2 ,

Eine Betriebskostenabrechnung darf nicht mehr als 12 Monate umfassen. Es ist jährlich abzurechnen. Der Abrechnungszeitraum kann zwar variieren, muss also nicht dem Kalenderjahr entsprechen, aber mehr als 12 Monate dürfen in eine Abrechnungsperiode nicht rein. (wird aus §556 BGB Absatz 3 abgeleitet)

Im Gesetz steht, dass eine Vereinbarung zum Nachteil des Mieters nicht getroffen werden darf. Das bedeutet in Deinem Fall, dass sich die Vermieterin selbst ins Knie geschossen hat, wenn Dir plötzlich einfällt, dass Du mit der Abrechnung nicht einverstanden bist, weil Dir die Beträge plötzlich zu hoch sind.

Kommentar von hardty ,

nun da es nicht mein Fall ist, ist mir als Nichtvermieter das so auch nicht Bewusst, wenn allerdings der Mieter mit der Abrechnung einverstanden ist und diese auch korrekt sei, so kein Kläger und so auch kein Richter, welcher in diesem Fall wohl zu Gunsten des Mieters entscheiden sollte. Hier hat ein Mieter gefragt, und ist in diesem Fall auch im Vorteil!  Gut zu wissen!!! 

Ich danke für die Erkenntnisse

 

Expertenantwort
von johnnymcmuff, Community-Experte für Vermieter, 12

Eine Abrechnung über 13 Monate ist nicht zulässig.

Antwort
von majaohnewilli, 35

Normalerweise wird die Nebenkostenabrechnung für ein Jahr gemacht, also 12 Monate.

Ich habe es jetzt so verstanden, daß Deine Vermieterin nicht für einen Monat (12/2015)  extra eine Abrechnung machen wollte und deshalb gefragt hat, ob sie die erste Abrechnung daher ausnahmsweise für 13 Monate macht. Danach seid ihr dann wieder im Kalenderjahr-Rythmus.

Meiner Meinung nach ist das völlig in Ordnung. Du zahlst ja sowiso mit jeder Mietzahlung einen Anteil der Nebenkosten und diese Akontozahlungen werden dann von den tatsächlichen Nebenkosten (die natürlich erst im Nachhinein feststehen) abgezogen. Daraus ergibt sich dann entweder eine Nebenkosten-Nachzahlung oder eine Nebenkosten-Gutschrift.

Ob sie das eine Monat jetzt extra abrechnet oder gemeinsam mit dem 2016er Jahr spielt dabei gar keine Rolle. Dennn es werden in dem Fall 13 Monate abgerechnet und es gibt für diesen Zeitraum auch 13 Nebenkostenvorauszahlungen die diesem Zeitraum gegenübergestellt werden.

Oder um es auf gut Deutsch zu sagen: Es ist g'hupft wie g'hatscht! Ob sie dir die Abrechnung in 2 Teilen präsentiert (1x 1 Monat und 1x12 Monate) oder auf einmal (1x13 Monate). Es kommt immer das gleiche Ergebnis dabei raus.

Kommentar von bwhoch2 ,

Nein, das kann man so nicht sagen.

Es können verschiedene Kosten in 2015 anders gewesen sein, wie in 2016. Somit kann eine Abrechnung für Dezember 2015 einbezogen in die Abrechnung für 2016 deutlich anders ausfallen.

Es kommt immer das gleiche Ergebnis dabei raus.

... ist also falsch.

Dennoch: Wenn es im Prinzip nur um ein paar Euro hin oder her geht, sollte man nicht so sein und deswegen einen Aufstand machen.

Kommentar von majaohnewilli ,

Na natürlich kommt nicht das gleiche raus! Kommt bei dir jedes Jahr bei der Nebenkostenabrechnung das gleiche raus??? Aber darum geht es ja gar nicht. Sie hat ein Monat im Jahr 2015 drin gewohnt und dieses eine Monat wird selbstverständlich auch mit IHR abgerechnet - mit wem sonst?? Und ob ich dieses eine Monat jetzt extra abrechne oder zusammen mit den anderen 12 Monaten in denen sie 2016 drin gewohnt hat, DAS macht keinen Unterschied. Das war meine Aussage.

Ich habe nicht gemeint, daß die Abrechnungsgrundlagen und Zahlen in beiden Jahren dieselben sind, woher soll ich das auch wissen können...

Kommentar von anitari ,

Ob sie dir die Abrechnung in 2 Teilen präsentiert (1x 1 Monat und 1x12 Monate) oder auf einmal (1x13 Monate). Es kommt immer das gleiche Ergebnis dabei raus.

Mit Sicherheit nicht. Zudem wäre eine Abrechnung über 13 Monate unzulässig.

Kommentar von majaohnewilli ,

Na wenn du dir so sicher bist, dann führe doch einen  OGH Spruch hier an. Ich bin sehr gespannt... (auf den Spruch und ob du überhaut weßt was das ist)

Antwort
von anitari, 25

ich bin zum 1.12.2015 in eine Wohnung gezogen.

War das auch der Mietbeginn?

Kommentar von quinni2mobile ,

ja

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