Frage von flammenman, 47

Naturwissenschaftlicher Teil im Medizinstudium?

Ich überlege Medizin zu studieren habe aber gehört das in den ersten Semestern Biochemie Chemie und Physik vorkommt.
Da ich in diesen Fächern in der Schule leider keine Leuchte war würde ich gerne wissen wie genau das aussieht.
Ist das eher theoretisch (Physik ohne Rechnen) oder genau so wie man das aus der Schule kennt?

Schonmal Danke im Voraus :)

Expertenantwort
von Agronom, Community-Experte für Biologie, 22

Ich hatte im Grundstudium gleiche bzw. vergleichbare naturwissenschaftliche Grundlagen.

In der Chemie ist es schon ein höheres Niveau als in der Schule, aber immerhin weniger, als es für "Voll"-Chemie-Studenten ist, das ist durchaus machbar. In der Physik ist es ähnlich wie in der Schule, etwas theoretische Grundlagen und dazu dann Rechnen, also praktisch Formeln umstellen und einsetzen.

Expertenantwort
von Franz1957, Community-Experte für Physik, 13

Hier sind ein paar Hinweise, die Dich interessieren könnten:

http://www.gutefrage.net/frage/medizinstudium-ohne-oberstufenphysik

Ist das eher theoretisch (Physik ohne Rechnen)

Diese Auffassung von theoretischer Physik kannte ich noch nicht! Werde darüber nachdenken müssen...

Antwort
von Mike074, 15

Der oben angeführte DocCheck-Artikel bringt es ganz gut auf den Punkt. Ich habe selbst jahrelang Medizinstudenten im Chemiepraktikum der Vorklinik betreut und stelle fest, dass der allergrößte Teil der Studenten enorme Mühe mit dem Stoff hatte. Interessanterweise scheint das größte Problem das Verständnis der Zusammenhänge zu sein, weswegen meist versucht wird, Formeln und Fakten auswendig zu lernen. Daraus ergeben sich dann aber oft erst echte Hürden, weil die Chemie für Mediziner auf das Begreifen eben dieser Zusammenhänge ausgelegt ist, was auch in den Klausuren zum Ausdruck kommt. Es stimmt schon, dass der für die Zulassung zum Medizinstudium erforderliche Abi-Notendurchschnitt häufig nur durch die Abwahl unliebsamer Fächer erzielt wird, was sich dann im Studium rächt. Hier ist das System faul und das Credo "Augen zu und durch" hat leider auch Auswirkungen auf die Qualität der späteren ärztlichen Tätigkeit, worunter letztendlich die Patienten leiden.

Um zum Thema zurückzukommen, es ist keineswegs so, dass Medizinern im vorklinischen Studium fachlich übertrieben umfangreiche, spezielle oder schwierige Materie zugemutet wird. Die Henderson-Hasselbalch-Gleichung ist nun wirklich nicht schwer zu verstehen.

Antwort
von Tigerkater, 10

Zu meiner Zeit hatten wir in den Vorklinischen- Fächern Physik und Chemie Vorlesungen und Vorprüfungen ( Klausuren )  mit Physik- und Chemiestudenten. Das war echt hart. Insbesondere die Organische Chemie mit diesen Endlos-Formeln war für die meisten Medizinstudenten ein Holperstein ! Aber mit reichlich " Büffeln " war auch das zu schaffen.

Antwort
von LilApple88, 5

Hallo,

ich bin damals auch gänzlich ohne Vorkenntnisse im Naturwissenschafltichen ins Studium gestartet. Grade in Chemie und Physik war es dementsprechend etwas härter, als wenn man diese Fächer im Leistungskurs hatte. Aber mit etwas Fleiß und guter Prüfungsvorbereitung geht das. Diese Fächer begleiten einien ja so wirklich intensiv auch nur in den ersten Semestern. Nach dem Physikum haben die kaum noch Relevanz. Also alles machbar.

Antwort
von blubber77, 19

Ist nicht so ne Sache. Verglichen mit Ingenieuren z.B. hat man keine Mathe, und die Physik ist echt überschaubar, aber entspricht schon in etwa dem, was am Gymnasium gelehrt wird. Die Chemie ist eher umfangreich, anorganische und organische Chemie. Zudem bist du damit als Mediziner stets konfrontiert, das ist echt wichtig.

Wenn Du die beiden Fächer nicht sooo mochtest, macht das eigentlich nichts, aber ich würd mich gut drauf vorbereiten, also n Kurs zur Wiederholung/Auffrischung besuchen. Weil vor dem Studium, nach dem Abitur, haste alle Zeit der Welt dazu (mehr oder weniger ;), aber im Studium gibts ja noch n paar andere Fächer.

Geh mal in ne Bibliothek oder den Buchhandel und frag nach den typischen Physik- und Chemie-Lehrbüchern für die Mediziner (Elsevier-, Springer- oder Thieme-Verlag). Die sind echt gut, da kriegst du ne Ahnung davon, was da so kommen mag. Viel Spass ;)

Antwort
von Erenenenen, 35

Da geht vor allem um so Sachen wie kaliumpumpe, Synapsen, Reizübertragung an nerven, biochemische Vorgänge im Gehirn usw. 

Antwort
von exxonvaldez, 20

Natürlich ist das mit Rechnen!

Was denn sonst?

So richtig mit Zahlen und Buchstaben und Textaufgaben!

Antwort
von Fairy21, 25

Google: Naturwissenschaftlicher Teil im Medizinstudium

Stolperstein Naturwissenschaften - DocCheck News

news.doccheck.com/de/3371/stolperstein-naturwissenschaften/

19.12.2006 -

Im vorklinischen Studienabschnitt müssen

Medizinstudenten

sich erstmal durch die

naturwissenschaftlichen

Fächer prügeln. Aber was hat ...

Google/Videos:

Naturwissenschaftlicher Teil im Medizinstudium

Antwort
von Gregg223, 26

Schreib doch mal ne nette E-Mail an einen der (vielleicht zukünftigen) Professoren. Der kann dir das genau sagen. :)

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