Frage von Nimijole, 96

Natürliche Vorbeugung gegen Würmer beim Hund?

Als natürliche Vorbeugung gegen Würmer beim Hund soll man geriebene Möhren, Knoblauch, Kürbiskerne oder Kokosflocken abwechselnd ins Futter mischen. Ich habe gelesen, dass man das drei bis vier Mal pro Woche machen sollte.

Wie handhabt Ihr das und wie sind Eure Erfahrungen damit? Mich würde auch interessieren, wie viel man davon nehmen sollte - z. B. eine Knoblauchzehe, eine Möhre?

Neulich habe ich auch gehört, dass Fellohren ebenfalls eine vorbeugende und darmreinigende Wirkung haben. Füttert Ihr die auch? Wenn ja, wie häufig?

Außerdem würde mich in dem Zusammenhang noch interessieren, ob Ihr regelmäßig Kotproben untersuchen lasst oder nur wenn Ihr einen Verdacht habt?

Vielen Dank für Eure Antworten!

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von friesennarr, Community-Experte für Hund, 38

Wie wird dein Hund den grunsätzlich ernährt?

Der beste Schutz vor Parasiten ist eine naturnahe artgerechte Fütterung und das wäre Rohfleisch, Innereien, Knochen und evtl. bisschen Obst und Gemüse, Eier und wenige Milchprodukte wie Käse und Hüttenkäse.

Die Karotten, die Kokosflocken gebe ich immer mal wieder mit ins Futter - nicht regelmäßig - weil meine hat eh nie Würmer (bis jetzt noch gar nie).

Wenn ich mal einen Verdacht hätte, dann würde ich erst mal eine Kotprobe zum TA bringen - wenn ich dann weis ob und welcher Wurm da ist würde ich gezielt eine Kräuterwurmkur machen.

Wie gesagt habe ich bis jetzt noch keinen Wurmverdacht oder gar einen Wurmbefall beim Hund gehabt.

Ich kontrolliere Gewicht, Aussehen, Benehmen, Fellbeschaffenheit und Kondition - wenn da etwas nicht stimmen würde, würde ich eine Kotprobe machen.

Meine ist jetzt seit Februar 2015 bei uns und hatte noch nie Wurmbefall oder eine Wurmkur. Als Welpe wurde sie vom Züchter in der 8 ten Lebenswoche zuletzt chemisch Entwurmt, seit dem nix.

Also Kotprobe nur bei Verdacht - bei Wurmbefall kannst du entweder die chemische WK vom TA nehmen oder die Kräuter WK - mit richtiger roher Ernährung,  Karotte, Kokosraspel und -öl und Fell am Futter kann man Würmern vorbeugen

Kommentar von Nimijole ,

Vielen Dank für deine ausführliche Antwort!

Wir barfen auch - zum Frühstück hatte er bis vor ein paar Tagen noch Trockenfutter bekommen, das haben wir aber jetzt auch umgestellt (auf deine Empfehlung hin, danke nochmal).

Möhren gab es bisher immer gekocht und passiert unter das Fleisch. Werde aber jetzt zwischendurch mal rohe Möhre raspeln und untermischen. 

Fellohr gab es heute zum ersten Mal. 

Antwort
von Bitterkraut, 50

Ich barfe und geb auch ab und zu (wenn ich für mich Karotten gekauft hab) mal ne geriebene ins Futter, meine Hunde sind jetzt seit 3 Jahren wurmfrei.

Ich bringe in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen oder wenn ich enen Verdacht habe, eine Kotprobe zum TA, der guckt dann, bo überhaupt ein Befall vorliegt.

Wurmkuren sind bei Befall notwendig, sind aber eben auch für den Hund giftig, deshalb empfiehlt sich meine Methode und viele Tierärzte sind da dabei.

PS: Knoblauch in geringen Mengen kann man geben, bringt aber nix gegen Würmer. Manche geben Knofi gegen Zecken und Flöhe.

Kommentar von Negreira ,

Und dann fallen die Flöhe vom Mundgeruch um...... Grüß mit Deinen Hund. LG

Kommentar von Bitterkraut ,

:-)) ich verwende keinen Knofi für die Hunde, aber es gibt Leute, die sagen, daß es hilft.

Kommentar von Negreira ,

Kann ich nicht beurteilen, weil ich damit keine Erfahrung habe. Im Falle eines Falles habe ich immer Chemie eingesetzt, weil ich das sicherer fand. Aber ich würde wirklich gern wissen, ob das wirklich funktioniert (rein aus Interesse).

Antwort
von Negreira, 48

Man kann nicht prophylaktisch entwurmen, immer nur bei Befall. Die "Naturheilmittel" sind Glaubenssache. Die kannst Du geben, damit Du ein gutes Gewissen zu haben GLAUBST, mehr aber auch nicht. Helfen tun sie nicht.

Kommentar von Nimijole ,

Wenn schon Würmer da sind, dann nutzt das nichts, das ist mir klar. Dann braucht der Hund eine Wurmkur. Wobei es da auch natürliche Methoden gibt - da habe ich persönlich aber noch keine Erfahrung mit. 

Kommentar von Negreira ,

Deswegen sagte ich ja, man kann nicht vorbeugend (prophylaktisch) entwurmen. Man kann zwar Spot-ons gegen Flöhe und Zecken geben, die einen Befall verhindern sollen, gegen Würmer gibt es so etwas aber nicht. Egal ob Möhren, Knofi oder Mettwurst, nichts verhindert Würmer, wenn ein Tier sich entsprechend mit Wurmeiern infiziert. Die können theoretisch auch mit rohem Fleisch in den Körper gelangen, durch aufgenommenen Kot, Hundefutter, Flöhe, alles Mögliche. Bis die Larven sich entwickelt haben, dauert es eine Zeit. DANN kann man entwurmen, vorher nützt es nichts, da kannst Du geben, was Du willst.

Kommentar von friesennarr ,

Gefressenens Fell ist durchaus eine Hilfe Wurmeier schneller abzuwehren, mit Karotte und Kokos macht man das nach.

Am meisten hat die Wurmabwehr mit dem Immunsystem zu tun. Je älter ein Tier ist, desto besser wird die Wurmabwehr - das ist sogar bewiesen.


Kommentar von Bitterkraut ,

Gefressenes Fell :) - sag bitte auch dazu, daß man da ganz kurze Stücke schneidet, vorbeugend hift das aber auch nicht, aber es bringt vorhandene Wümer nach außen, ist also eher eine Kur als eine Prophylaxe.

Früher hat man den Pferden etwas vom Schweifhaar abgeschnitten, hat das in kurze Stücke geschnitten und den Pferden ins Futter gegeben, um Wümer loszuwerden.

Kommentar von friesennarr ,

Ich meine mit Vorbeuge eher die Gesunderhaltung des Hundes, dessen Darm und dessen Immunsystems. Ein starkes Immunsystem wird mit Wurmeiern alleine fertig - sehe das auch bei den Pferden, je älter desto seltener Wurmbefall.

Antwort
von Goodnight, 51

Gegen Würmer nützen nur Entwurmungsmittel und sonst nichts.

Kommentar von Nimijole ,

Aber eine Wurmkur macht man ja erst wenn Würmer schon da sind. 

Kommentar von Goodnight ,

Trotzdem gibt es nichts Vorbeugendes. Ein Hund kann überall mit Würmern in Kontakt kommen. Du kannst sie selbst an deinen Schuhen in die Wohnung tragen.

Antwort
von Jekanadar, 58

Gib deinem Hund KEINEN KONBLAUCH. Alle Gewächse der Zwiebelfamilie sind für Hunde giftig. Ähnlich wie Schokolade.
Gegen Würmer hilft nur eine Wurmkur und vorbeugen kannst du nur, in dem du aufpasst, dass es keine Dinger mit Wurmbefall frisst.

Eine Wurmkur sollte man regelmäßig machen. Ich bekomme Post von meinem TA, wenn die wieder fällig ist. Ist wie impfen...

Kommentar von Bitterkraut ,

Dann verdient dein TA aber but Geld. wenn er den Hund regelmäßgi entwurmt,  egal ob er grad Würmer hat oder nicht.

Meine Hunde haben jetzt 3 Jahre keine Würmer gehabt und haben immer noch keine, hätte ich sie trotzdem regelmäßig mit dem Zeug vergiften sollen?

Kommentar von Jekanadar ,

Ich vertraue meinem TA in dieser Hinsicht, da er, im Gegensatz zu mir, ein umfangreiches tiermedizinisches Wissen hat. Die Frage ob nötig oder nicht, spaltet selbst Fachkreise. Im Endeffekt muss jeder selbst wissen, was für ein Risiko er bereit ist einzugehen.

http://www.tierarzt-rueckert.de/blog/details.php?Kunde=1489&Modul=3&ID=1...
Dieser Text ist nicht von meinem TA; jedoch nur einer von vielen, der sich mit diesem Thema beschäftigt.

Kommentar von friesennarr ,

Schreckliche Einstellung, ganz schrecklich.

Du gibst deinem Hund eine chemische Wurmkur ohne jeglichen Verdacht oder hinweis auf Wurmbefall?

Du weist schon, das man nicht vorsorglich Parasiten töten kann, die noch gar nicht im Hund sind? Das die Chemie dann auf Leber und Nieren und vor allem dem Darm schlägt und somit der Hund jedes mal mit vergiftet wird? Das das Wurmmittel ein Nervengift für die Würmer ist und deshalb nur angewendet werden sollte wenn tatsächlich ein Wurmbefall vorliegt?

Genau wie das übermäßige Impfen ist das übermäßige vollstopfen vom Hund mit Chemie das was unsere Hunde nicht mehr gesund alt werden lässt.

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