Frage von Plovv, 180

Ist Nationalstolz gleich Rassismus?

Bei der ganzen Diskussion über Flüchtlinge wird ja jeder anders Denkende gleich als nazi abgestempelt, der böse deutsche und vergiss ja nicht wie böse die deutschen im 2 WK  waren usw. Ich frage mich, wie konnte das deutsche Volk so schnell den Bombenteppich der Alliierten vergessen? Es waren doch so viele Zivilisten dabei, die Opferzahlen können bis heute noch nicht mal geschätzt werden. Wie kann man sowas innerhalb weniger Generationen vergessen?                         Nein ich bin kein nazi kein Hetzer mich interessiert das nur geschichtlich.

Antwort
von Machtnix53, 128

Der Mechanismus von Rassismus und Nationalismus ist der gleiche. Grundlage ist die Illusion, zur besseren Gruppe zu gehören. Beim Rassismus ist es die "Rasse", beim Nationalismus die Nation, beim Sexismus das Geschlecht usw. 

Wenn diese Illusion der Realität nicht standhält, muss jemand von den Anderen Schuld sein, die werden dann zum Sündenbock. Wenn sich dann genug Hass aufgestaut hat, werden sie verfolgt oder sogar vernichtet. Das nennt sich dann "Säuberungsaktion" ("Der Dreck muss weg !"). 

Antwort
von Schnoofy, 180

Ich habe leider überhaupt nicht verstanden, worauf Du bei Deiner Frage eigentlich hinaus willst.

Deshalb nur dazu: Nationalstolz ist mit Sicherheit nicht mit Rassismus gleichzusetzen wobei ich persönlich noch wie verstanden habe, wie ich als Einzelner einen solchen Nationalstolz begründen sollte.

Selbst wenn die Deutsche Geschichte von überragenden Leistungen für die Weltgeschichte nur so überquellen sollte, ist mein persönlicher Beitrag dazu als ziemlich bescheiden anzusehen. Für mich jedenfalls kein Grund besonders stolz zu sein.

Antwort
von 0815Interessent, 79

In meinen Augen gibt es einen Unterschied zwischen Nationalstolz und dem, was z.B. bei der Pegida geredet wird. Ich kenne genug Deutsche, die stolz auf ihre Heimat sind und trotzdem Flüchtlingen helfen und die humanitäre Haltung im Großen und Ganzen gut heißen. Das, was oft als Nationalstolz verstanden wird, ist meist einfach nur eine Angst vor Fremden verbunden mit Vorurteilen und Unwissen. Und das ist nun mal kein Nationalstolz.

Antwort
von Modem1, 85

Unsere Generation hat persönlich nichts mit Krieg und Faschismus zu tun.Und war ist es das die Sieger das Geschichtsbild prägen und ihre eigenen Untaten verschweigen . Vergessen haben das die Alten nicht nur leben jetzt nicht mehr viele Augenzeugen.Solange du keinen dazu aufforderst andere Menschen Gewalt anzutun ,oder beispielsweise den Holocoust verleugnest kann dir keiner was. Andere politische Meinung zu haben passt den Antagonisten nie . Du musst damit rechnen beschimpft zu werden aber Rechtlich ist es bedeutungslos.

Antwort
von Digarl, 144

Naja, die Schulen im Osten und Westen wurden jeweils nach dem Sowjetischem und dem Amerikanischem System geleitet. Deren Geschichtsunterricht wurde nach deren Lehrpläne gestaltet. Im Westen lernte man auch Englisch und im Osten Russisch. Außerdem : Bombenteppich gegen Gaskammern und Massenerschießungen. Der Teppich war Militärisch und die Kammern etc. gegen Völker. 

Nationalstolz ist übrigens nicht Rassismus. Jemand kann auch Stolz auf Deutschland sein und gleichzeitig nichts gegen Ausländer haben. Stell dir vor, ein Afrikaner kommt nach Deutschland und singt mit dir zusammen die deutsche Hymne. Es wäre Nationalstolz, aber definitiv nicht Rassistisch. 

Kommentar von Plovv ,

Geh mal auf die Straße mit Deutschland Fahne und sing mal die deutsche Hymne.

Kommentar von Digarl ,

Nein, dann werde ich als Nazi beleidigt. Das ist leider so, nur ein Fußballspiel wäre die "Lizenz" dazu. Aber in den USA hängt ja jeder seine Flagge aus dem Fenster und da ist es Ok. Aber das schlimmste ist meiner Meinung nach die Ignoranz der Menschen. Z.B. das in Paris, natürlich ist das schlimm doch diese Menschen, die die Schweigeminute ausgerufen haben, das sind Nazis! In Ländern wie Syrien passiert so etwas jeden Tag, aber das kümmert niemanden, bringt ja keine Zuschauer. Aber wenn es in Paris ist können wir ja berichten. 

Aber wenn jemand die Hymne singt, ist er ein Nazi. Selbst wenn ein Dunkelhäutiger die Hymne singen würde, würden sie ihn Nazi nennen. 

Kommentar von Plovv ,

Nein wenn du kein deutscher bist kannst das machen dann sagt keiner was.

Kommentar von Digarl ,

Habe auf der Straße gesehen, wie 1 Türke mit einem anderen die Deutsche Hymne gesungen hat und dann kam ein Linker und hat so etwas gesagt wie :

Ihr wisst schon das ihr dieses Geisteskranke Gedankengut damit verbreitet. Und ihr wisst, dass ihr damals vergaßt worden wärt?

Diese Halbwissen alleine schon, Hitler war mit dem Osmanischem Reich verbündet. Aber naja, da siehts man wieder.

Kommentar von Ruehrstab ,

Nu' macht weiter, ich habe extra Popcorn und Cola geholt.

Kommentar von Hegemon ,

Dazu zwei Korrekturen:

1. Im Osten lernte man auch Englisch.

2. Der Bombenteppich war nicht "militärisch". Das "Moral Bombing" richtete sich eindeutig gegen die Zivilbevölkerung.

https://de.wikipedia.org/wiki/Area\_Bombing\_Directive

Nach den Maßstäben des Internationalen Militärtribunals hätte auch Churchill und Harris wegen dieses Verbrechens an den Galgen gehört.

Kommentar von Digarl ,

zu 2. will ich was sagen:

Bevölkerung gezielt auszuschalten hat auch Militärische vorteile. Ebenso Kinder und Frauen zu töten. Kinder werden zu Soldaten und Frauen Produzieren neue Kinder. Männer die nicht tauglich sind, sind Reserve. Außerdem ist das Volk im Krieg ein Fundament. Ohne Volk kann kein Professioneller Krieg geführt werden, denn die Heimatfront besteht aus den Bürgern. Es war nicht aus Hass oder Rassismus oder Spaß, es war um Deutschland zu schwächen und evtl. auch um zu zeigen, dass sie Deutschland immer weiter schaden werden bis sie Kapitulieren oder Zerbrechen. 

Zu 1. :

Schon, aber nicht wie im Westen und Russisch war dort ausgeprägter.

(wollte eig. zu 1 nichts sagen, da das stimmt deshalb die Reihenfolge)


Kommentar von Hegemon ,

Zu 2.: Lies Dir bitte noch mal Deine Formulierungen in aller Ruhe durch, und dann überlege, warum Dir nicht selbst davon übel wird.

Mit genau denselben Argumenten und genau dieser Konsequenz hat man den Holocaust begangen. Man hat den "jüdischen Bolschewismus" einschließlich Frauen und Kindern bekämpft, um die Sowjetunion zu schwächen. "Die Bevölkerung gezielt auszuschalten, hatte schließlich militärische Vorteile."

Und dafür sind die Verantwortlichen wegen "Verbrechen gegen die Menschlichkeit" zu Recht gehängt worden.

Kommentar von Digarl ,

Ich weiß, ich habe geschrieben, dass sie gar kein Englisch und nur Russisch lernten. 

Und das mit dem Holocaust war natürlich falsch, vor allem da die Juden selbst nicht einmal im Krieg gegen den Deutschland verwickelt waren. Ich meinte es aus rein Militärischer Sicht während eines Krieges. Schwächt man das Volk, Schwächt man das Land. Ob das gut oder schlecht ist, habe ich nicht gesagt. Ich habe es lediglich ohne meine Meinung geschrieben. Nur, in den Lettland etc. waren die Bürger ja sogar froh das die Nazis kamen und haben ihnen geholfen. (aufgrund des Kommunismus unter Stalin vorher). Danach waren sie wieder froh als die Russen kamen. 

PS: Das Volk ist in der Regel in jeder Staatsform das oberste Gericht. Auch ein Diktator oder König kann ohne Volk nichts machen, aber ein Volk ohne Staat kann etwas machen. Demnach waren auch die Bürger an den Holocaust schuld, sie ließen ihn zu und sie haben aufgrund ihrer Bereitschaft auch geholfen. Damit meine ich nicht, dass sie selber eine Waffe in die Hand nahmen sondern das sie auch halfen indem sie z.B. Steuern zahlten oder Hitler wählten oder auch indem sie nichts dagegen unternahmen. Und es gab auch viele die so etwas befürwortet hätten. 

Kommentar von Hegemon ,

Du hast versucht, das Verbrechen der Flächenbombardements gegen die Zivilbevölkerung zu rechtfertigen, indem Du es als "militärisch" bezeichnetest. Es war nicht militärisch. Der Terror gegen die Zivilbevölkerung demoralisierte sie auch nicht. Es wurde der Krieg dadurch nicht eine Minute verkürzt.

Kommentar von Digarl ,

Stimmt auch in diesem Fall, denn sie waren schon an den Punkt an den Feststand das Deutschland verlieren würde. Aber ich meinte, dass es militärisch allgemein ein Land schwächt wenn man deren Basis vernichtet. Was allerdings geschieht, wenn man im oder am Anfang des Kriegs ist und er nicht in absehbarer Zeit enden würde. 

Kommentar von Plovv ,

Mit deiner Aussage sagst du das alle deine Vorfahren (fals du deutscher bist) verbrecherische und Mörder waren. Außerdem, stecken wir grad nicht in einer ähnlichen Situation wie die Menschen damals?

Kommentar von Digarl ,

Wen meinst du jetzt? 

Kommentar von Plovv ,

Dich

Kommentar von Digarl ,

Hm, aus meinen aussagen geht nicht heraus, dass sie Mörder sind sondern Beihilfe zum Mord leisteten. Selbst die Steuern waren eine Beihilfe, dass bedeutet nicht das sie deshalb schlechte Menschen waren. Viele mussten einfach dem System folgen. 

Antwort
von ceevee, 97

Nationalstolz ist, wenn man stolz auf sein Land ist. Kann man machen.

Rassismus ist, wenn man auch was dagegen hat, dass Ausländer in dem Land sind, auf das man so stolz ist. Und das ist verwerflich. Zwischen den beiden Dingen gibt's aber einen großen Unterschied. Ebenso ist es ein Unterschied, ob man die Flüchtlingspolitik kritisiert oder die Flüchtlinge selbst.

Dein Beispiel mit dem Bombenteppich im 2. Weltkrieg ist Whataboutism in Reinform (vor allem, wenn du das im Zusammenhang mit der Flüchtlingsdiskussion anbringen willst). Bedenkst du bei deiner Argumentation auch, dass die Deutschen im Krieg ebenfalls nicht zimperlich mit der Zivilbevölkerung umgegangen ist? Weil wahrscheinlich jeder Krieg auch unbeteiligte Opfer fordert.

Kommentar von Plovv ,

Die Frage ist etwas durcheinander gestellt ich habe gemeint das die Deutschen im zweiten WK auch Opfer hatten und nicht nur Täter waren.

Kommentar von Arkaro ,

Das hat Krieg so an sich...

Antwort
von Dummie42, 118

Wie kommst du denn bitte darauf, dass das vergessen wurde? Man muss aber auch immer Blick haben, was diese Luftangriffe ausgelöst hat. Du darfst gern froh sein in einem firedlichen Deutschland geboren zu sein. Aber stolz kann man nur auf eine eigene Leistung sein und nicht auf einen glücklichen Zufall.

Kommentar von Plovv ,

Erstens ich bin nicht in friedlichen Deutschland geboren. Zweitens welche Rechtfertigung kann es geben Zivilisten zu bombardieren.

Kommentar von Dummie42 ,

Du bist also über 70 oder aber kein Biodeutscher?

Welche Rechtfertigung hatten denn die Deutschen z.B. für ihre Luftangriffe auf englische Städte? Und für ihren Vernichtungskrieg in Russland und für die Ermordung der Juden, Sinti und Roma, Regimegegner, die Eutanasie etc etc? Gab es dafür eine nachvollziehbare Rechtfertigung?

Mit den furchtbaren Bombardierungen sollte der Kriegswillen Deutschlands endgültig gebrochen werden. Hat nicht so recht geklappt, wie der Volkssturm zeigte. Die Angst wegen Verweigerung standrechtlich erschossen zu werden, war größer. und viele waren dermaßen fanatisch, dass sie sich ein Leben nach Hitler nicht vorstellen konnten. Und viele andere werden auch aus Angst vor drohender Vergeltung gekämpft haben bis zum bitteren Ende.

Kommentar von Plovv ,

Ich meinte doch nur wie dieses Ereignis in der Geschichte vergessen werden kann. Man hört immer nur böse nazis DAS meine ich

Kommentar von Ruehrstab ,

Wo hörst du bloß dauernd hin? :)

Kommentar von Dummie42 ,

Man hört immer nur böse nazis

Was soll man über die denn auch gutes hören?

Und nochmal, das ist nicht vergessen worden. Bestes Beispiel die Restaurierung und Wiedereröffnung der Frauenkirche in Dresden.

http://www.frauenkirche-dresden.de/friedensarbeit/wahrhaftig-erinnern/

Kommentar von Militaerarchiv ,
Antwort
von Roderic, 75

Nur zu deiner geschichtlichen Information: Die Alliierten haben mit der Bombardierung von Zivilisten nicht angefangen. Die Alliierten haben den ganzen Krieg nicht angefangen. Die Alliierten haben erst dann massiv in die Kriegshandlungen eingegriffen, nachdem die Nazis bereits mehr als 10 Millionen Menschen ermordet hatten. Dieser Wahnsinn musste gestoppt werden.

Kommentar von Plovv ,

Indem man Zivilisten bombardiert?

Kommentar von Roderic ,

Indem man das tut, von dem man glaubt, daß es geeignet ist, den Irrsinn so schnell wie möglich und unter Vermeidung eigener Verluste zu beenden.

Meine ursprüngliche Antwort diente nicht dazu, die militärischen Entscheidungen eines Arthur Harris zu rechtfertigen - sondern dazu, dir den historischen Kontext wieder in Erinnerung zu rufen, aus dem du die Aussage
"Die Alliierten haben Millionen Unschuldige bombardiert"
gerissen hast.

Zumal du ja ausdrücklich in dem letzten Satz deiner Frage genau darum gebeten hast.

Antwort
von drakesgirl, 126

Nationalstolz allgemein finde ich verwerflich

Antwort
von Evileul, 111

Weil es jeder im 2 ten WK es getan hat deswegen und wir waren die schlimmsten.

Antwort
von earnest, 44

Nein, ganz so dumm wie Rassismus ist Nationalstolz nicht. 

Aber was hat deine Frage mit dem Text darunter zu tun?

Antwort
von Reptain, 58

Bei der ganzen Diskussion über Flüchtlinge wird ja jeder anders Denkende gleich als nazi abgestempelt 

Natürlich. Total. Ist ja nicht so, dass Menschen, die sich für Flüchtlinge engagieren, eingeschüchtert oder sogar mit dem Tode bedroht werden. Das ist bestimmt nur ein Produkt der Lügenpresse, ne?

Ich frage mich, wie konnte das deutsche Volk so schnell den Bombemteppich der Allierten vergessen?

Und ich frage mich, was das mit dem Thema zu tun hat. 

Nein ich bin kein Nazi 

Jetzt fehlt das „...aber". Wenn du kein Nazi bist, was bist du dann? Mir fällt kein anderer Begriff für eine Person ein, die meint, rechtsextreme Verbrechen relativieren zu müssen. 

Kommentar von Plovv ,

Ich hab gar nix relativiert und ich hab auch nix gegen Flüchtlinge pack deine nazi Keule wieder ein.

Kommentar von Reptain ,

Bei der ganzen Diskussion über Flüchtlinge wird ja jeder anders Denkende gleich als nazi abgestempelt, der böse deutsche und vergiss ja nicht wie böse die deutschen im 2 WK waren usw.

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