Frage von Caroline265, 49

Nationalismus nach 1945 (Perspektie eines Opfers)?

Ich weiß nicht wie ich mich als Opfer nach 1945 fühlen sollte um eine Zeitungsartikel. Sollte man Zufrieden mit den Strafen sein und den Frieden oder sollte man Rache an den Nazis nehmen, und sie aus Deutschland ausschließen? Was würdet ihr als Opfer nach 1945 denken. Mehr Details sind in den Bilder vorhanden.

Antwort
von abibremer, 2

Googele nach Beate Klarsfeld der Lebensweg der berühmten Nazi-Jägerin. die einst den Altnazi und Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger öffentlich ohrfeigte, ist exemplarisch für VIELE Lebensläufe. Wenn du schon dabei bist, empfehle ich einen Blick auf die Vita des früheren hessischen Generalstaatsanwaltes Fritz Bauer.

Antwort
von RheumaBaer, 11

Absolut nicht leicht zu beantworten.. Das Problem,daß die jüdischen Opfer bis heute haben,ist die Friedfertigkeit,Passivität,mit der sie sich in den organisierten Tod treiben ließen. Daher ist heute der Staat Israel mit seiner Armee so extrem wehrhaft bis aggressiv,nie mehr Opfer sein! Damit schaffen sie sich neue,eigene Probleme mit den Arabern. Für die Länder um uns ist es halt nicht leicht,daß Westdeutschland nach dem Krieg als Haupttäter mit dem Marshallplan quasi belohnt wurde,wir hatten schon das Wirtschaftswunder,da mussten die Briten noch vieles rationieren,sparen-als Gewinner des Krieges! Aber es ging nur darum,Deutschland so Stark zu machen,daß es als Grenzwall gegen den Osten dient,und nicht sofort überrannt/geschluckt wird. Das hatte nichts mit Sympathien für uns zu tun. 

Was bringt lebenslanger Hass? Aber Vergeben ist nicht leicht. Ein Freund war mit Kumpeln in den 80ern in Israel,saßen im Café,eine alte Frau hörte ihre deutsche Sprache,stand sofort auf und ging. Sie konnte den Klang nicht ertragen. Ich denke,die Wut,den Schmerz über das Geschehene,die Täter,das trägst Du bei Dir,auch,um Dich an die Opfer zu erinnern. Aber ein Volk,ein Land lebenslang zu hassen und verfluchen,damit schließt sich in Dir niemals eine Wunde. Wichtig ist,daß das Land als Nachfolger zu seiner Vergangenheit/Verantwortung steht und auch einen Ausgleich als Anerkennung bezahlt,einfach als Geste. 

Antwort
von Jogi57L, 17

Also allzuviele wird es ja nicht mehr geben.

Grob geschätzt müssten diejenigen um, oder vor 1925 geboren worden sein.

Rache ? hm... das ist kein gutes Motiv....

"Strafe" wäre da angebrachter, oder ?

Vermutlich könnte man sie gar nicht ausschliessen, da es wohl keinen Staat gibt, der sie aufnehmen würde.

Zudem müßte man definieren, wen man "strafen" will...

Der einfache Soldat, Wachmann, die einfache Frau... die sich beteiligen mußten, weil sie sonst selbst getötet worden wären....??

...oder nur diejenigen ( egal in welcher Position) die ohne Befehl auf eigene Faust unnötige Grausamkeiten verübt hatten... ?

Ok, ich als anerkannter KDV kann da eh nicht sooo sehr mitreden(schreiben)

Antwort
von atzef, 15

Natürlich sollte man sich "rächen" und die Nazitäter für ihre Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor Gericht stellen, aburteilen und ins Gefängnis werfen.

Kommentar von fiwaldi ,

Shit, total verpasst, denn die meisten Halunken sind schon in der Grube oder so alt, dass sie haftunfähig sind.

Antwort
von DarkSoulFL, 22

Das weiß wohl niemand, wenn er kein Opfer war.

Kennst Du das Buch: Erzählt es euren Kindern ?

http://lernen-aus-der-geschichte.de/Lernen-und-Lehren/content/12292

Lies das mal, dann siehst Du dieses Thema vielleicht etwas anderst.

Antwort
von 1900minga, 13

Naja.
Rache ist falsch...
Sie sollen eine gerechte Strafe bekommen.
Sonst geht es ihnen ja nicht anders wie "dir".

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