Frage von Sqirl, 28

Nasse Fenster, Holzfenster, vermeiden?

Sobald es draußen kalt wird, werden auch meine Fenstern nass! :-( Es sind Holzfenster und somit wohl "normal", aber hier meine Frage.
Letzten Winter habe ich jeden früh das Wasser unten abgewischt.. tagsüber bin ich selten zuhause und somit ist die Heizung ganz klein eingestellt!
Dieses Jahr allerdings habe ich mir extra Thermostate für jede Heizung gekauft, da ich dachte das ich das Problem somit in den Griff bekomme,. jetzt habe ich ganztägig 22 Grad in der Wohnung, aber ich habe das Gefühl das mein Problem SCHLIMMER geworden ist?! Ich kann jetzt den ganzen Tag die Fenster abwischen.. jedesmal läuft die Scheibe unten an oder wird nass.. ich dachte mit dem Heizen wird es besser??? (Gelüftet wird natürlich auch mehrmals am Tag, stoßweise.) (Leider wird im ganzen Haus die Heizung aus gemacht über Nacht.. früh ist die Nässe immernoch am schlimmsten)
Was kann ich tun, außer lüften & heizen?? Generell kommt mir meine Wohnung immer relativ feucht vor wenn ich von draußen rein komme.. das bekomme ich trotz lüften/heizen nicht weg...

Antwort
von Onki73, 21

Dann sollte mal wer die Hausverwaltung, bzw. den Eigentümer darauf hinweisen, dass die Nachtabsenkung der Heizung das Schimmelrisiko steigert, die Feuchtigkeit in den Wohnungen erhöht und eben - im Altbau - keine Heizenergie einspart.

Eine kurzzeitige Temperaturabsenkung durch das Abschalten der Heizanlage sorgt NICHT für den Stopp des Wärmeverlustes des Hauses an der Fassade.

In der Regel sind die Wände des Hauses stark wärmespeichernd. Erst wenn diese ausgekühlt sind und dadurch an der Fassade sich die Wärmeabstrahlung verringert, wird Energie eingespart. Je nach dicke der Wände (Wärmespeicherfähigkeit) sind die Wände aber erst nach zwei bis fünf Tagen ausgekühlt.

Durch die kurzzeitige Temperaturabsenkung entsteht lediglich ein Wärmedefizit im stark wärmespeicherfähigen Mauerwerk der Wände. Dieses Wärmedefizit wird jedoch im Prozess des Wiederanheizens aufgefüllt durch ein verstärktes Heizen, oft mit einer erhöhten Vorlauftemperatur, was die Heizenergieverluste (heißere Abgase) ansteigen lässt. Es wird dabei keine Heizenergie eingespart!

Weiterhin führt die regelmäßige kurzzeitige Temperaturabsenkung zur deutlichen Erhöhung des Schimmelrisikos. Im Anheizprozess wird durch die Heizanlage in der Regel schnell und viel Warmluft produziert. Diese Warmluft muss nun die innere Wandoberfläche der Aussenwände erwärmen. Hier entsteht zwangsläufig eine unnötig große Temperaturdifferenz zwischen der Raumluft und der Temperatur der Wandoberfläche.

Da jede Luftabkühlung mit der Steigerung der rel. Luftfeuchte einher geht, sammelt sich vor der unnötig kalten Wandoberfläche eine unnötig erhöhte Raumluftfeuchte. Je kälter die Wand gegenüber der Raumluft ist, um so höher ist die wandoberflächennahe Luftfeuchte in Abhängigkeit von der Ausgangsluftfeuchte (die allgemeine Raumluftfeuchte). Das gleiche trifft auf Fensterflächen zu, die keine ausreichende Wärme der Heizung bekommen. Hier treten Kondensaterscheinungen auf, die das Holz der Fenster auffeuchten und schneller verrotten lassen.

Durch hohe oberflächennahe Luftfeuchten an den Wänden, werden die Wände aufgefeuchtet (durch Feuchteausgleich). Feuchte Wände bekommen einen deutlich schlechteren Dämmwert. Siehe hierzu die Ergebnisse von J.S. Cammerer (mal mit seinem Namen und der Bildersuche googeln!). Hierdurch steigen die Heizkosten durch Dämmwertverminderung erheblich an.

Mit der Nachtabsenkung provoziert der Vermieter also unnötig hohe (wandoberflächennahe) Luftfeuchten in den Wohnungen, steigert die Gefahr der Schimmelbildung und erhöht letztendlich die Heizkosten durch Verschlechterung des Dämmwertes der Aussenwände.

Antwort
von Mycroft24, 18

Könntest du vielleicht genauer beschreiben was du für Fenster hast, und wie die funktionieren?

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