Frage von TomWinchester, 30

Nasenscheidewand begradigen OP - welche Risiken?

Hallo zusammen, ich habe Montag in einer Woche einen Termin zur Nasenscheidewand Begradigung. War gestern beim Aufklärungsgespräch und es wurde von seltenen Risiken wie Verlust des Riech- oder Sehvermögens geaprochen. Da war ich im Prinzip drauf und dran alles abzusagen.. Wobei mir die OP laut meinem HNO sehr helfen würde.. habe unter anderem die Beschwehrden Schnarchen, dauernde verstopfte Nase, ständigen Schleimfluss im Rachen was zu Husten führt usw.. Wie sind eure Erfahrungen mit dieser OP?

Antwort
von Tanzistleben, 28

Ich bin sooooo froh, dass ich die OP vor 12 Jahren machen hab lassen! Seither bekomme ich toll Luft, schlafe besser und Erkältungen vergehen schneller. Okay, die ersten 24 Stunden danach waren unangenehm, aber durchaus auszuhalten, danach ist alles gut und problemlos verheilt. Ich kann es jedenfalls nur empfehlen.

Über mögliche, wenn auch noch so seltene Risiken ist der Arzt verpflichtet, aufzuklären. Lass dich davon nicht abschrecken! In meinem Freundeskreis hatten übrigens noch zwei Personen diese OP und beide sind mit dem Ergebnis genauso zufrieden, wie ich.

Alles Gute und liebe Grüße! 

Kommentar von TomWinchester ,

Vielen Dank für die aufmunternden Worte!! :-) mit allem was vorübergehend ist nach der OP werd ich leben können.. Schmerzen und ggf. unangenehme Gefühle gehören eben dazu bei solchen Eingriffen - wenn danach aber alles besser wird UND keine bleibenden Schäden entstehen ist es das ja aber wert.

Daher meine Frage wie hoch bzw. gering die Risiken wirklich sind bei so einer OP.. :-) aber in den drei Antworten bisher war ja kein schlechtes Wort zu lesen.

Kommentar von Tanzistleben ,

Ich verstehe dich sehr gut, denn ein mulmiges Gefühl hatte ich damals auch nach der Aufklärung. Außerdem hatte ich mir auch Sorgen gemacht, da meine Söhne damals erst 4 Jahre und der Kleine 13 Monate war. Nach zwei Wochen musste ich nur noch aufpassen, wie ich die Kinder raufnehmen kann. Wir hatten aber schnell eine Technik entwickelt, mit der wir alle leben konnten. Nach vier Wochen gab es überhaupt keine Einschränkungen oder Behinderungen mehr. Normal riechen konnte ich nach ca.10 Tagen wieder, bis sich auch die letzten Krusten gelöst hatten. Bis dahin hat halt alles ein wenig nach Desinfektionsmitteln gerochen. Sehr geholfen hat mir das Octenisept Nasenöl. Das enthält Vitamine und sorgt nur dafür, dass sich die Krusten schneller lösten und die Schleimhäute nicht zu sehr austrockneten. Das Nasenöl verwende ich auch heute noch hin und wieder zur Pflege der Schleimhäute z.B. nach Erkältungen.  Es gehört NICHT zu den süchtigmachenden Substanzen, wie jene Präparate, die man nie länger als 10 Tage hintereinander verwenden sollte. Solche Sachen wie Nasentropfen, etc. habe ich selbst bei schlimmen Erkältungen kaum noch gebraucht, da nun jedes Sekret wunderbar abfließen kann und sich das Problem der verstopften Nase kaum noch entwickelt. Dadurch hatte ich auch seither nie wieder Neben- oder Stirnhöhlenentzündungen, was früher nahezu jeden Schnupfen komplizierte.

Die Vorteile überwogen bei mir, wie von zwei Ärzten im Vorfeld versprochen, oder besser angekündigt, bei weitem und ich kann dir nur dazu raten, die OP machen zu lassen. Mit meinen Nasenlöchern wurde nichts gemacht, allerdings hatte ich meinen Arzt gebeten, eine sehr kleine  kosmetische Sache zu reparieren. Der vorderste Nasenknorpel zeigte bei mir stark nach unten, was mich immer irgendwie traurig aussehen ließ. Da die Anhebung der Nasenspitze auch von innen möglich war, wurde das gleich mitgemacht und ich bin auch mit diesem Ergebnis bis heute hochzufrieden. 

Nochmals alles Liebe und Gute für die OP und liebe Grüße!

Kommentar von Tanzistleben ,

Vielen Dank für das Kompliment! Ich habe mich sehr darüber gefreut!

Antwort
von Starrily, 28

Es gehört eben dazu über diese Risiken aufzuklären. Soll denn nur die NSW gerichtet werden oder hast du auch Polypen bzw müssen die NNH ausgeräumt werden? Dabei hab ich selbst schon die Erfahrung gemacht, dass der Geruchssinn erst mal eingeschränkt war. Wobei ich da auch vor der OP schon Probleme hatte; allerdings bei anderen "Geruchsrichtungen". Du kannst mit deiner Krankenkasse sprechen und zu einem anderen HNO gehen um dir eine zweite Meinung einzuholen, ob der den Eingriff empfehlen würde, Risiken und Nutzen abwägen. Wenn er zu dem gleichen Schluss kommt, hast du vielleicht ein besseres Gefühl dabei.

Kommentar von TomWinchester ,

Ja klar das müssen sie.. das dachte ich mir auch, aber war natürlich schon ein Bisschen ein Schock.. ich bin gerade zum zweiten Mal Vater geworden und würde natürlich auch in Zukunft meine Kinder gerne sehen und riechen können :-) da macht man sich ganz andere Gedanken als früher - kinderlos ^^.

Es soll die NSW gerichtet werden, Polyp saß beim letzten CT (vor 2 Jahren) einer in einer Nebenhöhle, muss jetzt diese Woche noch mal zum CT um schauen zu lassen ob der noch da ist oder es ggf. auch mehr geworden sind.. Dann wollen sie die Nasenmuschel vergrößern oder verkleinern - das ging mir jetzt etwas zu schnell um das noch zu wissen, aber sie werden wissen was sie tun..

Ich war auch bereits bei meinem "Haus-HNO" der mir das empfohlen hat, und dann noch mal beim obersten Professor der Uniklinik Tübingen der mir auch zu dieser OP geraten hat und mir Besserung meiner Beschwerden versprochen hat.. aus der Sicht ist es also schon sicher alles gut, ich wollte einfach mal ein paar Erfahrungsberichte über die angesprochenen Risiken..

Wenn der Geruchssinn nach der OP "erst mal" eingeschränkt ist wäre das ja kein Problem.. sollte sich nur auch wieder erholen.. :-)

Kommentar von Starrily ,

Je weiter die "rein" müssen, umso eher können nerven perforiert werden, dann könnte der Geruchssinn geschädigt werden. Bei mir waren jedes Mal die kompletten NNH, also Stirnbein, Keilbein betroffen.

Die keilbeinhöhle ist meines Wissens am nächsten an den Sehnerven, nur wenn da etwas gemacht werden muss, besteht überhaupt ein Risiko für Verletzungen. Und die sind auch gering, da nochmal ein dünner Knochen dazwischen liegt.

Worauf du auf jeden Fall achten solltest, ist dich nicht nach vorne/ unten zu beugen und in den ersten Wochen nichts schweres zu heben. Da müssen die Kinder erst mal im sitzen auf den Arm zum kuscheln 😉

Was ich empfehlen kann sind "Nasenschleuder", kann man in der Apotheke bestellen. 

Manche Kliniken geben die auch aus (bei mir 2 von 3).

Das sieht aus wie ein ein länglicher verband mit einer wattewurst in der Mitte; die enden haben ein Loch um sie über die Ohren zu ziehen und die Watte in der Mitte sitzt unter der Nase.

Die sind nicht für den dauereinsatz gedacht, das ganze soll ja zum heilen gut belüftet werden, ist aber ganz praktisch, um auch mal die Hände frei zu haben. Und bei einer Winter OP: in der Kälte draußen. Nach mittlerweile 4 Stück muss ich sagen, dass herbstluft eindeutig angenehmer ist als minusgrade im Winter. 

Positiv denken, nach ein paar Tagen kannst du aus dem Krankenhaus raus und nach 2 Wochen sollte die Nase wieder zu gebrauchen sein, dann nur noch beim heben aufpassen, damit keine nachblutungen entstehen.  Gute Besserung 

Antwort
von xGinaxxx, 16

Meine OP war letzten Freitag. Die Scheidewand wurde begradigt, die Nasenmuscheln erweitert und die Nebenhöhlen gesäubert und erweitert. Und bei mir funktionieren noch alle Sinne! Das ist überhaupt gar nicht so schlimm, wie man es sich vorstellt. Ich kann nur noch nicht richtig atmen und riechen, da meine nase noch verstopft mit Blut und sekret ist. Aber das wird ja alles wieder! Mach dir keine sorgen und lass dich nicht verrückt machen! Ich hatte auch bedenken, aber ich denke wenn erstmal alles wieder normal ist, freut man sich sehr es doch gemacht zu haben :) Viel Glück bei deiner OP :)

Kommentar von TomWinchester ,

cool! Danke dir... das motiviert doch noch mal so kurz vor der OP :-)

Antwort
von Gwennydoline, 21

Mein Vater hatte vor vielen Jahren eine solche OP... Alles super gegangen :)
Und es war damals! Heutzutage sind die Risiken sehr gering, denke ich

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