Frage von av100, 257

NAS Server: Raid-1 sda4 wird automatisch beim booten aus dem Array gelöscht, was kann ich tun?

Hallo Leute,

ich habe einen NAS Server beommen (WD My Book World Edition Blue Rings) und musste das System komplett neu aufsetzen. Ich habe über Putty und "ssh" mit "mdadm" versucht ein RAID Array der Speicherpartion zu erstellen, jedoch wird beim booten die sda4 aus dem Array geschmissen, woran kann das liegen?

RAID Datenträger: 750GB sda4 <-----> 750GB sdb1

Befehl zum erstellen: mdadm --create /dev/md4 --level=1 --raid-devices=2 /dev/sda4 /dev/sdb1

Anbei ein Bild von der Putty Konsole.

PS: Ich habe im Web-Interface keinen Menüpunkt zum einrichten der Festplatte mehr, für den Fall, dass ihr mir empfehlen solltet es darüber einzustellen.

Dank im vorraus: av100

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von derMeier, 90

Hallo av100,

wie sieht denn bei Dir die Datei: /etc/fstab aus? - Wird da vielleicht eine Platte gezielt gemountet und nicht das RAID?

Kommentar von av100 ,

Hallo, sorry habe ich vergessen zu schreiben: Nein, die Platte wird nicht gemountet.

Gruß av100

Kommentar von derMeier ,

Sehr schade. - Wäre meine erster Ansatz.

Wie wurden die Platten partitioniert? Vor oder nach dem RAID-Bau? - Wie sieht deine /etc/mdadm.conf aus? Wurde die schon entsprechend angepasst?

Generell würde ich aber empfehlen, mit UUIDs zu arbeiten, da ich schon sehr oft ein merkwürdiges Verhalten bei größeren Plattenverbünden beobachten durfte.

Kommentar von av100 ,

Also, beim neuinstallieren der Systemplatte des NAS habe ich folgende Anleitung befolgt:

http://www.supagusti.tk/computer/other/72-wd-mybook-world-ed-wiederbelebt-

ich habe zuerst beide platten so eingerichtet, da hatte ich bereits die selben probleme. Dann habe ich den 2. Datenträger als ein ext3 Partion formatiert (Wie in der anleitung oben ab cfdisk). Selbes Problem.

Zum erstellen des Array habe ich den Putty Befehl:


"mdadm --create /dev/md4 --level=1 --raid-devices=2 /dev/sda4 /dev/sdb1"

genommen. sda4 = Speicherpartion von dem Systemdrive ; sdb1 = 2. Datenträger, die ext3 Partion.

Nach dem erstellen des Array Synchronisiert es auch (Mit Befehl: "cat /proc/mdstat" überprüft). Dann ist alles soweit ok (Mit Befehl: "mdamd -D /dev/md4" überprüft). Beim neustarten des NAS passiert das, was ich als Bild gepostet habe und es wird im Web-Interface kein Speicher erkannt.

PS: mdadm.conf habe ich nach dem Einrichten gespeichert.

PS: Wie ginge das mit UUID as alternative?

Gruß und schonmal großen Dank,

av100

Kommentar von derMeier ,

So, nun streikt die Telekom. Ich komme vom Rechner aus nicht mehr auf die Seite.

Werde mich melden, sobald ich etwas besseres als eine Handytastatur habe.

Kommentar von av100 ,

Ok danke, habe pn anfrage geschickt.

Gruß av100

Kommentar von derMeier ,

Dann tunnel ich mich eben über meine VPN ins Netz, wenn die Telekom das Routing nicht gebacken bekommt...

Nun zu dem, was ich noch fragen wollte, als mein Netz gesponnen hat:

Die Anleitung hört nach dem "Platte in die NAS stecken" auf und zuvor wurde in der /etc/fstab noch ein Eintrag geändert.

Wenn in der Datei die Platte /dev/sda4 drinsteht, wird diese dadurch automatisch gemountet. - Nach dem RAID-Bau sollte es meiner Ansicht nach wieder zurück auf /dev/md4 gestellt werden, damit dein RAID und nicht die Einzelpartition gemountet wird.

Kommentar von av100 ,

Ja, das weis ich, ich habe dies auch berücksichtigt und auf md4 geändert. Also wie gesagt, die Partion wird nicht gemountet, habe das auch mit df geprüft.

Gruß av100

Kommentar von derMeier ,

Nun bin ich langsam echt überfragt...

Leider ist das auch keine Config, die ich selbst erstellen würde (ich habe ein RAID1 lieber auf Disk-Ebene und nicht auf Partitionen).

Das einzige, was ich mir noch vorstellen könnte ist, dass sich die Größe oder die Partitionstabellen (GPT oder MFT) unterscheiden. - Größe kann man mit fdisk -l anschauen, aber da denke ich, da hätte der mdadm schon ne Warnung geschmissen und bei der Tabellenart weiß ich aus dem Kopf auch nicht, wie man das am besten ausliest.

Um das RAID mittels UUID zu mounten, kann man die ID vom /dev/mdX mit "blkid" auslesen und dann in Form von:
UUID=56a-KOMISCHES:ZEUG       /mount/point

in die fstab eintragen.

Ansonsten komme ich gerade an die Grenzen meiner Vorstellungen, kann die Frage aber gerne morgen einem Arbeitskollegen stellen, der sich mit Linux Software-RAIDs besser auskennt als ich.

Ich werde heute leider auch bald ein Ende finden müssen, da meine Nacht um 6 Uhr wieder endet.

Kommentar von av100 ,

Habe es jetzt hinbekommen. Habe das komplette System neu aufgesetzt und die Partionen (alle) neu Formatiert. Dann habe ich alles wie gehabt eingerichtet und dann die mdadm.conf gespeichert und das ganze mit /dev/md4 in die fstab eingetragen. Mit UUID ging es irgendwie nicht. Bereits beim Synchronisieren habe ich einen Unterschied festgestellt, das dauerte auf einmal 7,5 Std. und nicht wie vorher 30 Sek.

Vielen Dank für deine Bemühungen,

Gruß av100

Antwort
von kuku27, 35

Was soll das? Was hat das mit Linux usw zu tun?

Ein Raid braucht einen Raid Kontroller. Wo ist der eingebaut? Im WD Gehäuse.

Also ist diese WD Box für dein Linux ein Gerät am Ethernet. Was sich dahinter verbirgt, ob Raid 0, 1 oder 5 ist nebensächlich. Du musst über Ethernet dem Raidcontroller mitteilen wie er die Platten verwenden soll. Das alles macht die WD Firmware.

Hast 2 Platten über Sata im PC Gehäuse dann ist das ganz was anderes. Die kannst dann entweder normal ansprechen, oder wenn das MB es zulässt als Raid verwenden. Ist es ein Raid verbund dann ist es für Linux auch nur mehr eine Platte.

Kommentar von kuku27 ,

so nebenbei: 

RAID-Geräte beginnen mit md und werden dann mit 0 beginnend hochgezählt (dev/md0/dev/md1 usw.)

Siehe https://wiki.ubuntuusers.de/Datentr%C3%A4ger/

Kommentar von av100 ,

Normalerweise lässt sich RAID im Webinterface einstellen, aber ich habe diese Gerät defekt bekommen und die Firmware neu aufgespeilt und Aktualisiert. Ich habe aus irgend einen Grund im Interface keine Device Options mehr. Es werden aber beide Festplatten erkannt und über Putty und ssh kann ich mich an die linux konsole vom nas hängen und mdadm zum erstellen eines Raid Aarrays nutzen... nur eben mit ein paar problemen.

Kommentar von kuku27 ,

Ist ein wenig schwierig. was war defekt?

Ich weiß dass einige WD-Books nur bestimmte WD PLatten erlauben

Dann wundert mich das "sda4". SDA4 wäre doch die vierte Partition auf der ersten Platte, oder sehe ich das falsch?

Wenn die Platten nur eine Partition haben und richtig Formatiert sind wäre es dann nicht sda0 und sdb0?

Sind es physisch die gleichen Platten? Kannst diur auf einem anderen Gerät die Partitionen ansehen?  

Kommentar von av100 ,

sda4 ist die 4. Partion der ersten Platte (für Datenfreigabe). Die anderen drei sind Linux Swap und Systempartionen für das OS.

Die erste Partion ist sdb1.

Es sind  Physich die gleichen Platten (von WD). Mit ssh über Putty ann ich alle Partionen von allen Datenträgern sehen. Im Interface fehlt wie gesagt irgendwie die Option für die Internen Laufwerke. (Sie werden aber vom Web interface erkannt, wenn die fstab auf eine Partion konfiguriert ist).

av100

Kommentar von kuku27 ,

Was erwartest du von Raid? 

Aus mehreren Physischen Platten machst du eine Einheit mit entweder mehr Sicherheit oder mehr Speed. Wobei die Platten alle die gleiche Größe haben müssen sonst kann Raid nicht funktionieren. Sind die Platten verschieden groß dann wird von den größeren alles nicht verwendet was mehr ist die kleinste.Diese Einheit kann man dann auch partitionieren. Aber du kannst keine Partition dem Raid als Platte zuführen. Oder habe ich dich falsch verstanden?

Kommentar von av100 ,

Das RAID Array soll auf zwei partionen das gleiche machen (mirror). Die 2. Platte hat nur eine Partion sdb1

Kommentar von kuku27 ,

Du hast Raid nicht verstanden. Auf einer Platte 2 Partitionen spiegeln geht zum ersten nicht und würde alle Nachteile vereinen.: Halbe Geschwindigkeit da doppeltz geschrieben werden muss. Nur halbe Kapazität der Platte und 0 Sicherheitsgewinn denn wenn die Köpfe auf der Platte landen sind gleichzeitig alle Partitionen hinüber...

 Nun zum echten Raid in den verwendeten Formen:

  • Raid 0: wesentlich schneller denn es was geschrieben wird wird auf 2 oder mehr Platten aufgeteilt und gleichzeitig geschrieben. Kann die Geschwindigkeit verdoppeln bringt aber keine Sicherheit, ganz im Gegenteil. Ist eine Platte defekt kann der Rest auch nicht mehr gelesen werden.unter Platten versteht sich natürlich physisch verschiedene Platten und nicht Partitionen. Sonst müsste der Kopf ständig hin und her schießen und es wäre langsamer und nicht schneller. Die Platten sind nur gemeinsam lesbar, eine einzelne kannst nur neu formatieren.
  • Raid 1: Auf meist 2 Platten wird parallel das gleiche geschrieben. Ist eine Platte defekt dann kann man sie ersetzen und von der zweiten Platte wieder befüllen. Kein Geschwindigkeitsgewinn aber hohe Sicherheit. Man verliert 50% der Kapazität kann aber je einzelne Platte normal lesen
  • Raid 5: 3 oder mehr gleich große Platten werden in Stripes beschrieben.  Bei zB 4 Platten wird ein Stripe, ein kleiner Teil einer Datei, auf die erste Platte geschrieben, der Zweite Stripe auf die zweite Platte und der dritte auf die dritte. Auf die vierte wird dann eine Information geschrieben die die Daten eines der vorigen Stripes wiederherstellen kann wenn eine Platte defekt wird. Anschließend wird wieder ein Stripe geschrieben aber beginnend mit Platte 2 gefolgt von Stripes auf Platte 3 und 4 und die Fehlerinformation kommt dieses mal auf Platte 1.- So geht es reihum weiter. Auch da müssen die Platten alle Physisch gleich groß sein und dürfen nicht partitioniert sein. Alle diese Platten eines Raid Arrays ergeben eine logische Platte. Die kann aber nun Partitioniert werden. Dabei sind dann die einzelnen Partitionsteile auf den physischen Platten gleich groß und auf der gleichen Stelle aber eigentlich nur virtuell vorhanden.Gesamtkapazität ist alle Volumes - 1 * Einzelkapazität 3*1TB Platten haben dann gemeinsam nur 2 TB ghesamt, also 33% verloren für Geschwindigkeit und Sicherheitbei 8 PLatten je 1TB stünden 7TB zur Verfügung, also ein Verlust unter 15%Es kann immer nur eine Platte defekt werden um Datenverlust zu vermeiden. Daten lesen kann man nur wenn alle Platten einsatzbereit sind
  • Raid 2,3,4,6 und n ist zwar definiert wird aber so gut wie nicht verwendet. 
Kommentar von av100 ,

Diese Formen von RAID sind mir klar. Es sind 2 Platten, wo jeweils eine Partion in das RAID Array eingebunden wird.

Platte1,Partion X <-------> Platte2,Partion Y als Mirror.

Es soll ja nur die Datenfreigabe geschützt werden, die Systempartionen der ersten Platte sind egal.

Kommentar von av100 ,

habe das Problem gelöst, steht unten in der Antwort von "derMeier".

Kommentar von kuku27 ,

Dann ist ja alles gut. Sorry, habe deine Antwort vor 15 Stunden offensichtlich fasch interpretiert.

Offensichtlich hast eine Raid SW Lösung genommen, nicht die WD HW

Hauptsache es geht, obwohl ich helfen wollte :-))

Antwort
von rallytour2008, 42

Hallo av100

Das liegt an der Verwendung vom System.

Dazu mal folgende Info:

Es gibt zwei Systeme.Einmal ATI und NVIDIA.

Beide Systeme laufen im Alleingang korrekt.

Aktuell ab heute verhält sich das wie folgt:

Wird ein System installiert mit ATI Komponenten (Crimson) sind einige Ungereimtheiten zu finden.

Wird die Festplatte (auch mehrere) mit dem NVIDIA System verbunden versucht der eine das andere System umzudrehen.

Es gibt unter ATI ein original 32 Bit System das sich nicht beeinflussen lässt.

Unter NVIDIA und INTEL Komponenten ebenfalls.

Der Unterschied:Das 32 Bit System unter Intel und NVIDIA hat eine schnellere Selbstreinigung.

Dadurch ist das System effizienter.

Da das ATI System nicht an das NVIDIA System rankommt werden die Bezeichnungen Volumen teilweise gelöscht.

Die Partitionen selbst sind noch vorhanden.

Es bedarf lediglich eine Deinstallation von ATI Crimson unter Windows 10.

Dadurch muss allerdings Windows 10 wieder aktiviert werden.

Unter ATI Komponenten ist die GIP Partition und NVIDIA die GPT Partition zu finden.

Gruß Ralf

Kommentar von av100 ,

Hallo,

Ich verstehe nicht ganz, ATI und NVIDIA... es handelt sich um einen NAS Server mit linux und nicht um einen Computer mit Windows 10.

gruß av100

Kommentar von rallytour2008 ,

Linux ist genauso anfällig wie jedes weitere Betriebssystem.Linux fällt unter NVIDIA.

Kommentar von derMeier ,

Hallo rallytour2008,

ich kann die "Verwirrtheit" des Fragestellers durchaus nachvollziehen. - Leider hat Ihre Antwort nichts mit der Frage zu tun.

Kommentar von rallytour2008 ,

Da steht doch:

Linux ist genauso anfällig wie jedes weitere Betriebssystem.Linux fällt unter NVIDIA.

Meine Antwort hat sehr wohl was mit der Frage zu tun.

Man muss nur Softwaretechnisch auf der Höhe sein.

Kommentar von Jack63G ,

Solch einen Unfug hab ich lang nicht mehr gelesen...

Das passt überhaupt nicht zum Thema und ist ein Stapel sehr subjektiver Erfahrungen ohne technischen Hintergrund.  Was zum Teufel soll denn eine "Selbstreinigung" sein ? 

Die meiste Hardware aktueller NAS-Systeme arbeitet weder mit ATI, noch mit Nvidia Hardware... Das ist typische PC- / Desktop-Hardware und Windows 10 spielt bei NAS-Geschichten absolut keine Rolle...

SIS, Silicon Image, Marvell, NEC sind typische Chipsethersteller für NAS...

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