Frage von Njingli, 186

Ist eine Narkose bei Hunden für ein MRI/ MRT nötig?

Hallo Zusammen

Ich habe einen kleinen Hund 15j. ( Lhasa Apso), vor vier Tagen mussten wir feststellen, dass unser Kleiner plötzlich einen sehr müden und schlappen Eindruck machte. Beim Tierarzt konnten sie bis anhin leider keinen Grund für seine jetztige Lage feststellen. Sie vermuten aber jedoch auf ein Blutgerinnsel oder gar einen Tumor in seinem Gehirn.
Drei Tage verbrachte er auf der Intensivstation im Tierspital, Vorgestern wurde er entlassen. Seit heute geht es ihm etwas besser.
Die Ärzte rieten uns bei ihm ein MRI zumachen, um dem Leiden auf den Grund zugehen.
Meine Frage an euch ist, ob ein MRI beim Hund eine Natkose zwingend ist, da er nicht mehr der Jüngste ist und ein Herzleiden ( Herzinsuffiziens) hat, wäre eine Vollnarkose ziemlich riskant.
Ich hoffe dass ihr mir ein paar Tips und Erfahrungsberichte geben könnt.

Vielen Dank.

Antwort
von Rosenbaum, 178

Da man beim MRT ziemlich lange still liegen muß, damit das Bild nicht verwackelt, wird beim Hund wahrscheinlich die Narkose das einzige Mittel sein, ihn ruhig zu halten. Fürchte ich. M.R.

Kommentar von Njingli ,

Dies hatte ich auch vermutet, aber da er sowieso kaum einen Wank macht zurzeit, dachte ich mir, dass dies evtl. auch ohne Narkose funktionieren könnte...

Kommentar von Rosenbaum ,

Kommt auf den Hund an. MRT macht relativ viel Krach, schnelles Krachen, langsames Klicken. Da darf er wirklich sich *nicht* bewegen. Einem Menschen kann man das erklären, einem Hund eher nicht. M.R.

Antwort
von PaulinepauL, 138

Du kannst ihm ja beibringen sich hinzulegen und für einen gewissen Zeitraum nicht zu bewegen, bis du ihn das Komando gibst wieder aufzustehen. Dies trainierst du am besten, wenn du ihn Platz machen lässt und dann verschiedene laute und leise Geräusche (z.B auf einen Kochtopfhauen oder so) machst und wenn er liegen bleibt belohnst du ihn. Das erfordert halt Training
LG und alles gute

Antwort
von Gothictraum, 143

Es wird eine narkose warscheinlich gemacht werden müssen

Antwort
von huccci, 138

Narkose oder sedierung wobei dein Hund wegen des Alter wahrscheinlich die sedierung besser vertragen würde

Antwort
von Neugiersnase007, 180

Beim MRI ist es wichtig, dass der Patient über eine gewisse Zeit komplett ruhig liegenbleibt. Ich weiß nicht wie gut man Deinen Hund in der Röhre fixieren kann, so dass er gerade den Kopf nicht bewegt. Außerdem kommt es im MRI zu einem lauten Klopfgeräusch, das bereits für Menschen unangenehm ist, Deinen Hund aber wahrscheinlich ziemlich ängstigen wird - so dass möglicherweise eine Narkose die bessere Entscheidung ist, wenn denn wirklich in MRI gemacht werden soll.

Die andere Frage, die sich mir stellt ist die der Konsequenzen die ein Untersuchungsergebnis bringen kann. Wenn es ein kleiner Schlaganfall war und sich der Hund wieder gut erholt, sind die therapeutischen Konsequenzen wahrscheinlich eh´ eher gering.

Wenn es ein Tumor sein sollte - stellt sich die Frage einer OP (so wie Du es schilderst ist Dein Hund nicht mehr ganz jung und in deutlich reduziertem Allgemeinzustand - eventuell willst Du ihm die OP eh´ nicht mehr zumuten???)

Ohne OP und ohne therapeutische Konsequenzen würde ich mich fragen - was das MRI überhaupt bringen soll (ausser Kosten). Vielleicht ist es besser den Hund eher als einen älteren Herrn am Ende seiner natürlichen Lebensspanne zu betrachten und ihm noch eine möglichst schöne Zeit (bei weitgehender Beschwerde-/Schmerzfreiheit) zu bereiten bzw. ihn nicht zu überfordern und zu beobachten (frisst er mit Appetit? hat er noch Freude am Leben? ...).

Ist wohl immer eine schwierige Entscheidung - ich kenne so etwas ähnliches auch (hatte in meinem bisherigen Leben schon 4 Hunde)

Alles Gute!

Kommentar von Truffaldino ,

Ich sehe das auch fast so. Was soll man einen 15-jährigen Hund (nach Adam Riese entspräche das einem 105-jährigen Menschen) mit medizinischen Prozeduren quälen? Wenn er keine Schmerzen hat, sollte man zufrieden sein, denn dieses Lebensalter erreicht schätzungsweise nur jeder 5. Hund (sage ich mal so).

Kommentar von Neugiersnase007 ,

Na ja, grade bei kleineren Hunden sehe ich das nicht so eng mit der Faustregel, dass 1 Menschenjahr 7 Hundejahren entsprechen soll. Besonders die Lhasa Apsos sind schon auch zäh und können (meiner Erfahrung nach) ganz schön alt werden.

Unser bisher ältester Hund "Willi" ein Lhasa-Apso-Mischling wurde 18 1/2 Jahre alt. Der Tierarzt nannte ihn immer den "Juppie Hesters" der Hunde. Allerdings war er in den letzten Monaten schon auch als "der langsamste Hund von ... (unserem Stadtteil)" bekannt ;-). Trotzdem wenn es denn irgendwann ans Abschiednehmen geht ist das furchtbar schwer - ist halt doch ein langjähriger treuer Freund und ein echtes Familienmitglied so ein Hund und es braucht viel Fingerspitzengefühl zu entscheiden wann die Lebensqualität wirklich nicht mehr passt.

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