Frage von Twycross, 93

Namensänderung Kind nach Trennung?

Hallo Zusammen. Nutze einmal den Account meines Mannes.

Meine Tochter trägt den Nachnamen Ihres Erzeugers. Wir haben uns getrennt als Sie 2 Jahre alt war. Ich habe das alleinige Sorgerecht und wir waren nicht verheiratet. Nun habe ich vor 4 Jahren wieder geheiratet und meine Tochter ist nun 9 Jahre alt. Ich habe den Nachnamen von ihm angenommen. Sie wollte dies auch. Leider hat der Erzeuger die Namensänderung aus Frackigkeit abgelehnt. Das Standesamt hat somit die Namensänderung nicht akzeptiert bzw. abgelehnt. Meine Tochter hat seit Sie 3 Jahre alt ist ihren Erzeuger weder gesehen noch gehört, da er null Interesse an Ihr hat. Sie hat nun oft die Situation, dass sie sich erklären muss warum Sie einen anderen Nachnamen hat. Ich muss andauernd nachweisen das ich Ihre Mutter bin, da sowohl mein jetziger Name, als auch mein Mädchenname ja ein anderer ist. Es muss doch irgendwie möglich sein, dass Sie den selben Namen wie wir annehmen kann. Sie möchte es selber so gerne. Gibt es da nicht eine Möglichkeit?

Antwort
von passaufdichauf, 38

Siehe hierzu

§1618 BGB

"Die Erteilung, Voranstellung oder Anfügung des Namens bedarf der Einwilligung des anderen Elternteils, wenn ihm die elterliche Sorge gemeinsam mit dem den Namen erteilenden Elternteil zusteht oder das Kind seinen Namen führt, und, wenn das Kind das fünfte Lebensjahr vollendet hat, auch der Einwilligung des Kindes. Das Familiengericht kann die Einwilligung des anderen Elternteils ersetzen, wenn die Erteilung, Voranstellung oder Anfügung des Namens zum Wohl des Kindes erforderlich ist. Die Erklärungen müssen öffentlich beglaubigt werden."

Das ist wohl nicht der Fall.

Ich heiße auch anders als meine Kinder, wir leben in 2016, das ist das vollkommen normal, einmal kurz gesagt und fertig. Nirgendwo muss ich mit Geburtsurkunde und Stammbuch nachweisen, das meine Kinder meine Kinder sind.

Du übertreibst.

Wie du aber oben siehst, kannst du natürlich den Weg über das Gericht gehen. Bedenke aber, Namen sind Identitäten. Deine Tochter ist auch Tochter deines Ex, und wird dies immer sein. Für Kinder ist ihre Identitätsfindung, vor allem, wenn sie älter werden und verstehen, immens wichtig.

Antwort
von Mieze1231, 46

Ich wundere mich etwas, dass es dort solche Probleme gab, da du das alleinige Sorgerecht hast, also auch alles alleine entscheiden darfst...

Du bzw deine Tochter habt aber gute Karten! Nehme dir einen Anwalt und Klage es ein.

In meinem Freundeskreis gab es die gleiche Situation. Der leibliche Vater hatte sich nicht gekümmert und die beiden Kindern hat die Namenssituation sehr belastet. Da die Eltern verheiratet waren hatten beide natürlich das gemeinsame Sorgerecht. Der Mutter wurde dann aufgrund dieser Situation das alleinige Sorgerecht vor Gericht zugesprochen und die Namensänderung war kein Problem mehr.

Viel Glück!

Kommentar von passaufdichauf ,

Da das Kind bereits den Namen des Vaters trägt, muss dieser, unabhängig vom Sorgerecht, der Einbennung zustimmen, vgl. § 1618 BGB.

Kommentar von Mieze1231 ,

Das kann gut sein!

Dann wurde die Namensänderung in dem Fall, den ich kenne, wohl gleich vom Gericht gestattet bei dem Verfahren.

Kommentar von dielauraweber ,

die latte für sowas ist unglaublich hoch gesteckt und wird nur getätigt durchs gericht, wenn dem kind ein psychischer schaden entsteht: bspweise klär grube

Antwort
von RonnyFunk, 15

Das Kind bekommt den Namen nicht vom Stiefvater, sondern von der Mutter.

Eigentlich müsste das noch funktionieren, wenn die Mutter möchte, dass ihr Kind den gleichen Nachnamen hat, wie sie.

Antwort
von Twycross, 34

Das Problem ist leider nicht so leicht. Sie hat selber oft versucht Kontakt zu bekommen.leider ist sie jedesmal enttäuscht worden. Sie möchte von sich aus nichts mehr mit ihm zu tun haben. Außerdem kennt man das. Kinder können untereinander grausam sein. Sie wird oft gehänselt. Sie ist das einzige trennungskind in ihrer Klasse.

Kommentar von dielauraweber ,

mit 9 jahren - was tust du denn um den kontakt zu fördern?

Antwort
von Menuett, 28

Wenn du Dir den Anwalt leisten kannst und willst, dann könnt ihr es vor Gericht versuchen.

Wenn er sich schon jahrelang nicht die Bohne kümmert (ihr treibt doch hofftenlich Unterhalt von ihm ein?!), dann gibt ein Richter da i.d.R. grünes Licht.

Erklären müssen das heute sehr viele Kinder.

Kommentar von dielauraweber ,

wenn der vater des kindes dagegen ist, dann wird es gerichtlich abgelehnt. es wurde ja schon abgelehnt, da keine begründung vorliegt. unterhalt hat damit garnichts zu tun.

Kommentar von Menuett ,

Da kenne ich verschiedene andere Fälle. Da wurde das sehr wohl vom Richter genau aus diesem Grund genehmigt.

Und nö, natürlich hat der Unterhalt damit nix zu tun.

Kommentar von dielauraweber ,

richtig bei gefahr, bei lächerlichkeit, bei verfolgung - so einen fall habe ich zweifach in der familie, das funktionierte ohne richter - kostete einige hunderte euro und drei jahre nerven. gründe verfolgung und gefahr im verzug.

welche hat fragestellerin? keine.

Kommentar von Menuett ,

Meine Mittlere ist mit 17 losmaschiert, hat sich unsere Erlaubnis geholt und bekam tatsächlich einen anderen Vornamen ganz ohne Richter genehmigt.

Früher war das unmöglich, heute ist man da auch bei den Nachnamen kulanter.

Ich kenne eine ganze Restfamilie die wegen dem Vater innerhalb kürzester Zeit einen völlig neuen Nachnamen hatten.

Bei euch scheinen da die Leute nicht so ganz fähig zu sein.

Kommentar von dielauraweber ,

deine mittlere kann mit 17 nicht irgendwo hin maschieren und sich einfach einen anderen vornamen holen. das ist an den haaren herbeigezogen.

früher war man mit nachnamen kulanter so vor 20 jahren. seit einigen jahren aber schnon nicht mehr. die hürden wurden sehr weit nach oben gesetzt. deine phantasie spielt dir sehr mit :)

Kommentar von Menuett ,

Doch, sie ist auf Bürgeramt marschiert und hat einen Antrag gestellt und diesem wurde stattgegeben. Hat ne schicke Urkunde über die Namensänderung erhalten.

Ich werde doch wohl noch wissen, was meine eigene Tochter so macht.

Früher war eine Namensänderung so gut wie unmöglich.

Antwort
von Anxxxdrea, 8

Also ich habe genau das gleiche getan... und bei mir gab es keine Probleme... denn ich hab das alleinige sorgerecht... das hab ich nachgewiesen deshalb wurde er erst garnicht gefragt ob er damit einverstanden war oder nicht...

Antwort
von martinzuhause, 41

"Sie hat nun oft die Situation, dass sie sich erklären muss warum Sie einen anderen Nachnamen hat. "

das ist aber heute kein makel mehr. es ist keine ausnahme mehr wenn kinder einen anderen nachnamen wie vater oder mutter tragen. im normalfall fragt da niemand nach warum das so ist.

du solltest ihr dann erklären das es der name ihres leiblichen vaters ist und ihr gemeinsam entschlossen habt das sie diesen bekommt. dann ist bes auch für das kind kein problem mehr

Kommentar von dielauraweber ,

es ist wohl ehr problem von mutti. mit der tilgung des nachnamens kann man vati schön auslöschen :)

Antwort
von dielauraweber, 26

du redest vom vater des kindes und nicht vom erzeuger.

da ihr den namen des kindes gemeinsam auf den des vaters erklärt habt nach der geburt, wird dieser name so verbleiben.

er reagiert nicht aus "frackigkeit" so, sondern weil es sein recht ist die namensänderung die du nun für den next hast - zu verneinen. es gibt keinen grund dafür. da das standesamt das bereits abgelehnt hat, gibt es keinen plausiblen grund für die namensänderung.

vielleicht solltest du dich mehr darum kümmern, dass dein kind umgang mit seinem vater hat und solltest diesen fördern.

dein kind muss garnichts erklären. es hat halt den namen des vaters und du musst auch nicht nachweisen, dass du die mutter bist. sie wird nie denselben namen bekommen wie du, wenn der vater es nicht will. die nächste namensänderung ist durch hochzeit die sie als erwachsene vielleicht irgendwann mal hat.

Kommentar von Twycross ,

Sorry aber ich würde erstmal alles lesen. Wir haben unzählige Male versucht die beiden zusammen zu kriegen. Jedesmal wurde Sie enttäuscht weil er keine zeit hatte oder was auch immer für einen Grund. SIE selber möchte seinen Namen nicht mehr haben, weil er sie schon so unzählige Male enttäuscht hat. Wir selbst haben null auf Sie eingewirkt. 

Kommentar von dielauraweber ,

das ist noch immer kein grund für eine namensänderung. was hast du getan, nicht wir. du allein? kinder bilden sich ihre eigene meinung, dass mag alles sein.

aber weder ist ihr leben in gefahr, noch wird sie gestalked, verfolgt oder macht sich lächerlich. du gibst der sache viel zu viel bedeutung. dem kind ist es egal. du hast die entscheidung getroffen das das kind den namen des vaters trägt. lass die sache sacken und beschäftige dich mit dingen die wichtig sind.

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