Frage von Sempalon, 353

Nahtoderfahrungen - Sind sie real?

Danke schonmal für eine Antwort von euch! :-)

Schaut auch mal hier ins Forum, hab da eine Diskussion zu gestartet...

Antwort
von JTKirk2000, 353

Wo Du schon davon schreibst: "Schaut auch mal hier ins Forum", gebe ich Dir auch mal eine Empfehlung: Schaue auch mal in die Suchfunktion. Fragen zu Nahtoderfahrungen werden fast täglich gestellt. Da findest Du sicher auch einiges.

Abgesehen davon halte ich Nahtoderfahrungen natürlich für real. Allerdings halte ich diese in dem Sinne für real, dass diese keinen wirklichen Eindruck vom Jenseits vermitteln und auch nicht wirklich ein Zeichen dafür sind, ob es überhaupt ein Jenseits gibt, also ein Leben nach dem Tod. Auch während einer Nahtoderfahrung ist das Gehirn weiter aktiv, ebenso auch die Sinnesorgane. Eine abnormale Sauerstoff- und Nährstoffversorgung von Gehirn und im Körper, also auch bei den Sinnesorganen führt einerseits zu einer veränderten Sinneswahrnehmung (Ich hatte einmal aufgrund einem plötzlichen enormen Bluterguss mit Schwellung am Knie eine veränderte Sinneswahrnehmung bezüglich des Gleichgewichts und des Sehens. Von daher halte ich es durchaus für möglich, dass aus der veränderten Sinneswahrnehmung das Gehirn dann eine außerkörperliche Erfahrung interpretiert.), während das Gehirn auch noch so sehr vergrabene Erinnerungen aufgreift, wie bei einer Art Systemdiagnose. Dadurch kann man auch Personen in einer Nahtoderfahrung sehen, die man vielleicht sogar nur von Bildern oder auch nur auf Basis von Beschreibungen in seiner eigenen Phantasie "erschaffen" hat.

Ebenso halte ich es vom Erleben her für ebenso nicht für einen Beweis der Existenz eines Lebens nach dem Tod, denn ich glaube, dass es bei einer Nahtoderfahrung wie bei einem Bach oder Fluss ist, über den eine Brücke führt, aber auch ein sehr dichter Nebel liegt. Man kann vom Ufer des Lebens vielleicht, aber auch nur vielleicht Schemen vom anderen Ufer erkennen, aber man kann nicht wirklich erkennen, was auf dem anderen Ufer geschieht oder wer dort ist. Man könnte die Brücke betreten, um einen etwas besseren Blick zu bekommen, aber sobald man keinen Fuß mehr auf dem Ufer des Lebens hat, ist der Körper nicht mehr lebensfähig, während man erst einen wirklich guten Blick trotz des Nebels gewinnen könnte, wenn man die Brücke auf dem gegenüberliegenden Ufer verlässt. Da die Brücke in diesem Sinnbild mehr als wenige Meter lang ist, ist es nicht möglich, einen Fuß auf dem Ufer des Lebens und dem gegenüberliegenden Ufer zu haben.

Sollte es ein Leben nach dem Tod geben, woran ich in gewisser Hinsicht glaube, dann in der Hinsicht, dass Nahtoderfahrungen in keiner Weise darauf vorbereiten oder hindeuten können. 

Kommentar von holodeck ,

Auch während einer Nahtoderfahrung ist das Gehirn weiter aktiv   

Im Falle eines Herzstillstandes ist das Gehirn eben NICHT weiter aktiv.    

Von daher halte ich es durchaus für möglich  

Es ist an dieser Stelle wenig hilfreich, was du alles für möglich hältst und was nicht. Ich kann dir aus fachlicher Perspektive heraus sagen, dass alles das, was du für möglich hältst, nicht nur hochspekulativ ist, sondern darüber hinaus die bekannten Basics über das Hirn, seine Arbeitsweise und seine Funktionen einfach ausblendet.     

Besser wäre deshalb, sich in solchen Fragen ausschließlich auf die FAKTEN zu konzentrieren. Beispielsweise kann das Gehirn keine "vergrabenen Erinnerungen aufgreifen" und in ein Bewusstsein projezieren, WEIL sämtliche höheren Verarbeitungszentren des Gehirns, die dafür erforderlich wären, während eines Herzstillstand außer Funktion sind. Koordinierte Wahrnehmungen wie eine NTE sind unter diesen Bedingungen nicht mehr möglich, zumal sie die Zusammenarbeit verschiedenster Hirnzentren zwingend voraussetzen. Aber auch diese haben bei einem Hirntod ihren Dienst quittiert.

Kommentar von JTKirk2000 ,

Im Falle eines Herzstillstandes ist das Gehirn eben NICHT weiter aktiv.     

Sag das mal denen, die einen Herzstillstand hatten und nicht in demselben Sekundenbruchteil tot am Boden lagen. Wenn einem das Herz stehen bleibt, hat man immer noch etwas Kraft, so als ob einem Arme und Beine allmählich einschlafen, weil man durch entsprechende Körperhaltung (beispielsweise im Schlaf) die Blutzufuhr verhindert hat.

Wenn ein Herzstillstand unabdingbar mit gleichzeitigem Hirntod verbunden ist, dann frage ich mich allen Ernstes, worin der Zweck eines Defibrillators liegt, denn es würde keinen Sinn ergeben, ein Herz zu reanimieren, weil dadurch das Gehirn trotzdem nicht wieder in Gang gesetzt werden könnte.

Wenn also aus Deiner fachlichen Perspektive resultiert, dass ein Herzstillstand auch [immer] eine Inaktivität des Gehirns einhergeht, dann ist es mit Deiner fachlichen Perspektive offensichtlich nicht sehr weit her. 

Es ist an dieser Stelle wenig hilfreich, was du alles für möglich hältst und was nicht.

Das gilt für Dich genauso. Das erinnert mich an das was Arthur C. Clarke gesagt haben soll: "Wenn ein angesehener, aber älterer Wissenschaftler behauptet, dass etwas möglich ist, hat er mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit recht. Wenn er behauptet, dass etwas unmöglich ist, hat er höchstwahrscheinlich unrecht." (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Clarkesche_Gesetze )

Was Du für möglich hältst, ist für mich ebenso relevant, wie das, was ich für möglich halte, offensichtlich für Dich relevant ist. Ich weiß, was mir an geistigen Erinnerungen mitgegeben wurde und dass dies biologisch nicht erklärbar ist. Von daher wird es entgegen Deiner fachlichen Perspektive stehen, aber ich weiß, dass es, egal was Du davon hältst, für mich real ist. Wenn Du dahingehend anderer Meinung bist, ist das ganz sicher nicht mein Problem, denn jemand der meint, dass dies nur eingebildeter Unsinn ist, der disqualifiziert sich für mich ganz automatisch durch eine derartige bzw. ähnliche Äußerung, darüber zu urteilen, was sein kann und was nicht. Das mag wie ein Zirkelschluss erscheinen, ist aber für mich keineswegs unbegründet. Wenn ich sehe, dass es am Tage hell ist und in der Nacht dunkel, dann kann von mir aus gern einer kommen und sagen, dass es genau umgekehrt ist, oder dass es gar kein "hell" gibt, und ebenso offensichtlich, wie sich dann jemand mit einer solchen Behauptung im Irrtum befindet, ist es auch bezüglich der Erinnerungen, die mir mitgegeben sind.

Kommentar von holodeck ,

Wenn also aus Deiner fachlichen Perspektive resultiert, dass ein Herzstillstand auch [immer] eine Inaktivität des Gehirns einhergeht, dann ist es mit Deiner fachlichen Perspektive offensichtlich nicht sehr weit her.

Es gibt nur diese eine fachliche Perspektive (vgl. hierzu auch untenstehenden Text von van Lommel). Wenn deine persönliche Meinung davon abweicht, und das tut sie in ganz erheblichem Ausmaß, entspricht sie schlicht nicht dem fachlichen Standard.

Wie kommt es, dass du jenseits überall erreichbaren Wissens so sehr von deinen grundfalschen Annahmen über die Natur von Herzstillständen überzeugt bist? Ich meine, ich kenne von mir einen anderen Umgang mit inhaltlichen Differenzen. Wenn mir jemand das Gegenteil erzählt, von dem, was ich glaube, dann überprüfe ich das doch erst einmal, bevor ich demjenigen unterstelle, es sei mit seiner fachlichen Perspektive nicht so weit her.

Wenn einem das Herz stehen bleibt, hat man immer noch etwas Kraft, so als ob einem Arme und Beine allmählich einschlafen, weil man durch entsprechende Körperhaltung (beispielsweise im Schlaf) die Blutzufuhr verhindert hat.

Aha.Wir sollen uns so einen Herzstillstand also vorstellen wie ein Paar eingeschlafene Füße. Wollen wir es nicht lieber einmal mit den Fachkenntnissen eines erfahrenen Kardiologen versuchen?

Pim van Lommel schreibt in seinem Buch "Endloses Bewusstsein":

Die ersten Symptome eines Sauerstoffmangels in der Hirnrinde zeichnet das EEG im Durchschnitt bereits 6,5 Sekunden nach Einsetzen eines Herzstillstandes auf. Wenn der Herzschlag nicht sofort wieder angeregt wird, ist nach zehn bis zwanzig (durchschnittlich fünfzehn) Sekunden in allen Fällen aufgrund des vollständigen Ausfalls aller elektrischen Aktivität in der Hirnrinde auf dem EEG eine Null-Linie zu sehen. (...)

Nach einer komplizierten Reanimation und einem langanhaltendem Koma kann eine Normalisierung manchmal Stunden oder Tage in Anspruch nehmen. (..) Der häufig vorgebrachte Einwand, dass man durch die Messung einer unterbrochenen Blutversorgung und ein Null-Linien EEG nicht ausschließen kann, dass irgendwo im Gehirn doch noch eine geringe Aktivität vorhanden ist, weil ja ein EEG in erster Linie die elektrische Aktivität der Hirnrinde aufzeichnet, verfehlt meines Erachtens den Kern der Argumentation.

Denn es geht nicht darum, ob es vielleicht irgendwo im Gehirn noch irgendeine Form messbarer Aktivität geben könnte, sondern darum, ob die spezifischen Formen von Gehirnaktivität vorhanden sind, die nach Auffassung der modernen Neurowissenschaften für eine bewusste Erfahrung notwendig sind. Und gerade diese spezifischen Formen der Gehirnaktivität lassen sich bei Patienten mit Herzstillstand im EEG überhaupt nicht mehr erkennen. (..)

Zudem ist äußerst unwahrscheinlich, dass eine außerkörperliche Erfahrung unmittelbar nach dem Erwachen aus der Bewusstlosigkeit gemacht wird, wie gelegentlich unterstellt wird. Denn zwischen der Stabilisierung des Kreislaufs nach einer gelungenen Reanimation und der Wiedererlangung des Bewusstseins liegt eine Zeitspanne von fünf Minuten bis 72 Stunden, durchschnittlich benötigt das Bewusstsein dafür sechs Stunden. Dieser Zeitpunkt liegt also viel später als der Zeitpunkt, an dem ein Patient die beschriebenen objektivierbaren Wahrnehmungen gemacht haben muss. (..)

Bei einem Herzstillstand auf der Straße vergehen im günstigsten Fall fünf bis zehn Minuten, bevor die Wiederbelebung gelingt (..) das Gehirn lässt sich in diesem Fall mit einem Computer vergleich, der von der Stromzufuhr abgetrennt ist (...) Ein solcher Computer könnte gar nicht funktionieren, und auch sogenannte Halluzinationen wären nicht möglich. Dennoch hat eine Reihe von Patienten während eines solchen zeitweiligen Ausfalls aller messbaren Gehirnfunktionen ein bisher nie gekannt klares Bewusstsein erfahren.

Auszug aus Pim van Lommel, Endloses Bewusstsein, S. 176-177

Fakt ist also: nach spätestens 15 Sekunden ist Ende im Gelände. Sämtliche höheren Hirnfunktionen sind im Off-Modus und das Gehirn läuft nur noch auf Notfunktion. Nichts, was nach aktuellem Kenntnisstand ausreichend wäre, Wahrnehmungen und Bewusstseinsphänomene vom Schlage einer NTE hervorzurufen.

Ich weiß, was mir an geistigen Erinnerungen mitgegeben wurde und dass dies biologisch nicht erklärbar ist. Von daher wird es entgegen Deiner fachlichen Perspektive stehen

Du zeigst dich hier nun schon zum wiederholten Male recht angefasst, was deine "geistigen Erinnerungen" angeht. Nun ist aber die fachliche Perspektive weit davon entfernt, Erklärungen geben zu können. Sie muss sich deshalb darauf beschränken, faktisches Wissen zu benennen und anhand der gesammelten Daten ggf. in Frage zu stellen. In Fall der NTE die Überzeugung, Bewusstsein sei ein Produkt des Gehirns. Insofern tut meine fachliche Perspektive deinen "geistigen Erinnerungen" überhaupt nichts. Ganz im Gegenteil. Aber Spekulationen über eingeschlafene Füße bringen uns hier nun wirklich nicht weiter.

Kommentar von JTKirk2000 ,

Es gibt nur diese eine fachliche Perspektive (vgl. hierzu auch untenstehenden Text von van Lommel). Wenn deine persönliche Meinung davon abweicht, und das tut sie in ganz erheblichem Ausmaß, entspricht sie schlicht nicht dem fachlichen Standard.

Die fachliche Perspektive ist immer abhängig von der jeweiligen Erkenntnis. Es gibt nur die eine existenzielle Wahrheit, die unveränderlich ist, aber fachliche Perspektiven sind grundsätzlich immer abhängig von entsprechender Erkenntnis der existenziellen Wahrheit. Von daher sind fachliche Perspektiven immer veränderlich, solange die entsprechend grundlegende Erkenntnis nicht auf die existenzielle Wahrheit schließen lässt. Das hat die Vergangenheit immer wieder gezeigt und ebenso ist dies auch eine durchaus zutreffende Grundlage von der Aussage von Arthur C. Clarke, die ich bereits mit Quellangabe zitiert habe.

Aha.Wir sollen uns so einen Herzstillstand also vorstellen wie ein Paar eingeschlafene Füße. Wollen wir es nicht lieber einmal mit den Fachkenntnissen eines erfahrenen Kardiologen versuchen?

Es lässt interessante Schlüsse zu, wenn jemand sich an einem Detail hochzieht, um etwas anderes, was eigentlich aufgezeigt wurde, unter den Tisch fallen zu lassen. Sorry, aber in Diesem Punkt kann ich Dich nicht mehr ernst nehmen, ebenso auch was den anderen Punkt angeht, den ich oben zitiert habe.

Antwort
von Lennister, 275

Man weiß nichts genaues nicht. Funktionsfähige naturalistische Erklärungen gibt es nicht, aber auch der Dualismus funktioniert nicht. Wenn es sich dabei nämlich tatsächlich um Erfahrungen handeln würde, die Verstorbene im Jenseits gemacht haben, dann müssten alle, die kurzzeitig tot waren, von solchen Erfahrungen berichten. Tatsächlich ist das aber nur bei einer Minderheit der Fall.

Insofern bleibt es nichts anderes übrig, als zuzugeben, dass wir für dieses Problem (momentan) keine Lösung haben. 

Kommentar von Machtnix53 ,

Niemand war kurzzeitig tot. Wer danach noch lebt(e), war nicht tot, auch wenn es vielleicht so aussah.

Kommentar von MissMarplesGown ,

Insofern bleibt es nichts anderes übrig, als zuzugeben, dass wir für dieses Problem (momentan) keine Lösung haben.

Warum nennst Du NTE ein "Problem"? Die Reaktionen der Gesellschaft sind ein Problem -  basierend auf Kurzsichtigkeit, Uninformiertheit, aber auch Weltbild-bedingter Beschränktheit und Ignoranz. Naturalismus als zu kurz springendes Pony, Materialismus als Versteck vor dem großen Menschheits-Angstthema "Leben/Tod/Sein", Religion als von oben abgesegnete Flucht in schlichte Schwarz-Weiß-Strukturen für eine zu komplizierte Welt etc..

Je weniger sachliche Informiertheit besteht, desto lauter wird proklamiert, NTE sei Halluzination, nichts genaues wüsste man nicht oder eine Erklärung hierzu müsse zwingend eine "naturalistische" sein, weil alles andere nicht akzeptabel sei. Wer hat das festgelegt? Das ist eine sehr unwissenschaftliche Haltung - die nicht brauchbar ist für ernsthafte Forschung. Offenheit, Aufgeschlossenheit ist die einzig brauchbare Haltung, alles andere ist..."Religion" im weitesten Sinn.

Rein naturwissenschaftliche Erklärungen reichen nicht aus und sind zu einem guten Teil unbrauchbar, um menschliches Bewusstsein zu erforschen - denn exakt hierum geht es bei der NTE-Forschung: Um Bewusstsein und seine Reichweite und Funktion - und auch um das Organ Gehirn und seine Relevanz oder auch Irrelevanz bezüglich aktiven Bewusstseins. Diese Forschung hängt unmittelbar an anderen und weiteren Themen, die ebenfalls kaum erforscht sind und zu denen ebenfalls seit Menschengedenken beobachtbare Phänomene bestehen. Die sich ebenfalls nicht eignen, um sie durch naturwissenschaftliche Schablonen zu pressen. NTE-Forschung ist daher wesentlich und keinesfalls ein Randthema, dem man sich zuwenden kann, wenn man nichts Wichtigeres (Reelleres?) zu tun hat. Manche meinen sogar, man müsse Esoteriker sein, um an NTE-Forschung ernsthaft interessiert zu sein.

Man weiß nichts genaues nicht.

Aber doch, es gibt frappierende Fakten, die die Studien bisher gebracht haben. Allein die Studie des Forschers und Kardiologen Pim van Lommel lief über 15 Jahre und an mehr als 30 Kliniken gleichzeitig. Hier wurde eine enorme Masse an Daten gesammelt und ausgewertet. Es gibt seit Jahren Bücher, die allein auf diese Studie bezug nehmen, die Ergebnisse dokumentieren und in Zusammenhang bringen, da diese Studie als die bisher sorgfältigste, konsequenteste und umfangreichste gilt, die Informationen zum Phänoemen NTE bringen.

Über NTE muss längst nicht mehr "blanco" und aus der Hüfte heraus diskutiert werden, man kann sich mit den Studien befassen, dann klappt die Diskussion besser. Auf GF ist der allgemeine Wissensstand so unterschiedlich, dass man hier im Grunde gar nicht diskutieren kann, da sich gar keine akzeptable Basis findet. Glauben und Meinen, Ausschließen und Vereinfachen - dies sind nicht die richtigen Werkzeuge, um ein vielschichtiges und kompliziertes wissenschaftliches Thema zu erörtern.

Die Untersuchuchung von NTE gibt weitaus mehr her als lediglich "Tunnel, Licht, Rückschau" als ein subjektives, wie-und-warum-auch-immer im Innern des NTElers stattfindendes "Ereignis". Es gibt hier durchaus auch aussen klar wahrnehmbare Fakten, die hoch interessant sind, es gibt klare Argumente dazu, warum NTE keine Halluzinationen sein können. Und es geht dabei nicht ansatzweise um eine Suche nach Gott, um einen Beleg für ein "Jenseits" oder um zu kurz greifende Erklärungen wie "Halluzination", "Gehirnstreß" etc.. Dass NTE-Forschung NICHT Ziel hat, irgendwelchen Religionen den Argumentationsball zuzuspielen, kann hier nicht oft genug betont werden. Religionen missbrauchen hier lediglich die Forschung.

Man muss also nicht zwingend z.B. die NTE-Einzelberichte und Erörterungen Christlich gläubiger Mediziner lesen, um dem Thema tatsächlich näher zu kommen, es gibt auch völlig neutrale Berichte. Die religiös angehauchten dominieren nur, da sie aus missionarischen Gründen mehr, öfters und sichtbarer platziert in die Öffentlichkeit gestellt werden. NTE geht sehr gut auch ganz ohne Glauben. Studien haben ergeben, dass NTEler, die religiös eingestellt waren, zu einem auffällig hohen Prozentsatz ihre Religion innerhalb der ersten 2,5 Jahre nach der NTE zugunsten einer wesentlich weiteren und allgemeineren Welthaltung aufgeben und sich nicht mehr z.B. als Christen bezeichnen - und sehr wenige, einzelne Nicht-Gläubige verstehen ihre NTE als einen Wink und eine Motivation, nun religios gläubig zu werden.

Es geht bei dieser Forschung um ein enorm aktives Bewusstsein, das "mehr oder weniger" Gehirnfunktion gegenüber zu stellen ist. Die Studien händeln mit gemessenen Daten, nicht allein mit subjektiven NTE-Berichten und den Gedanken, die sich jemand dazu machen könnte.

Man weiß nichts genaues nicht.

entspricht also absolut nicht der aktuellen Daten- und Erkenntnislage.

Kommentar von Lennister ,

Warum nennst Du NTE ein "Problem"? 

Das Problem(Problem=Unterschied zwischen Wunsch und Wirklichkeit) besteht darin, dass sie nicht erklärbar sind. Das Problem ist also nicht das Phänomen NTE an sich, sondern seine momentane Unerklärlichkeit.

Und die Gründe dafür, warum es momentan keine funktionierenden naturalistischen Erklärungen gibt, hast du ja schon dargestellt. Und mein Argument gegen dualistische Erklärungen hast du ja durchaus nicht widerlegen können: Wenn sie tatsächliche Erfahrungen eines den Körper verlassenden Bewusstseins wären, dann müssten sie bei allen auftreten, die kurzzeitig hirntot waren. Das ist aber nicht der Fall.

Insofern besteht das Problem der Unerklärlichkeit weiter. 

Kommentar von holodeck ,

Wenn sie tatsächliche Erfahrungen eines den Körper verlassenden Bewusstseins wären, dann müssten sie bei allen auftreten, die kurzzeitig hirntot waren. Das ist aber nicht der Fall.    

Wer sagt denn, dass das Bewusstsein den Körper verlässt? Vielleicht ist es ja noch nie dort gewesen?      

Nein. Erstaunlich ist die Tatsache, dass das Phänomen NTE auch bei Hirntod auftritt. Genau das stellt ja unsere Annahmen über das Gehirn als Ursache von Bewusstsein in Frage. Das heißt aber nicht, dass es nur bei Hirntoten auftritt und deshalb bei allen aufzutreten hat.    

Man vermutet einen Ausfall auch des Schreib-/Lesezugriffs des Bewusstseins auf das Gehirn. Was bei totalem Funktionsausfall auch nicht sonderlich verwundert. Hat die Blackbox keinen Saft mehr, hört die Aufzeichnung auf. Auf gut Deutsch: die meisten können sich schlicht nicht erinnern. Das ist eine Hypothese, aber naheliegend.



Antwort
von Machtnix53, 262

Sie werden als real wahrgenommen. Aber es sind eben Nahtoderfahrungen und keine Nachtoderfahrungen. Über das was nach dem Tod ist, sagen sie nichts aus, da können wir weiterhin nur spekulieren.

Antwort
von claushilbig, 219

Ich halte die sogenannten Nahtoderfahrungen für real, zumindest in dem Sinne, dass die Menschen, die sie berichten, sich das nicht einfach ausdenken. - Sterben ist kein Augenblick, sondern ein Prozess, in dem es m. E. durchaus möglich ist, Sinneserfahrungen zu haben, aber vielleicht auch so etwas wie Halluzinationen. (Halluzinationen betrachte ich in diesem Zusammenhang auch als "real", da sie "echte" Empfindungen der betroffenen Menschen sind.)

Ob uns diese Erfahrungen irgendetwas über das sogenannte Jenseits vermitteln, weiß ich aber nicht - es sind ja eben Nahtoderfahrungen, keine "Ganztoderfahrungen". Um ein Bild zu gebrauchen: wenn ich vor einem Grenzübergang stehe, kann ich einen Blick über die Grenze werfen. Dann sehe ich vielleicht die Grenzanlagen, davon weiß ich aber nicht, wie das Land hinter der Grenze aussieht.

Antwort
von Turbomann, 250

Dann hättest du deine Frage hier anders stellen müssen, weil hier kann man keine Diskussionen führen und nach einer Antwort folgt die nächste und eine Diskussion ist im Gange.

Zusätzlich hättest du dazu schreiben können, dass sich nur Leute melden, die ans Jenseits glauben (wie in deiner Frage im Forum)..

Ist nur meine persönliche Meinung

Kommentar von MissMarplesGown ,

Bei NTE geht es aber nicht um ein "Jenseits". Oben wird nach NTE gefragt.

Antwort
von holodeck, 208

Natürlich sind Nahtoderfahrungen "real".   
Jede Erfahrung, die ein Mensch macht, ist real.    

    
Die Frage kann ja immer nur sein: teilst du meine Realität? Der Erfahrungssatz, den die meisten Menschen eines Kulturkreises teilen und deshalb als "real" miteinander vereinbart haben, gilt gemeinhin als Realität. Realität ist also de facto ein Mehrheitsentscheid, eine Abstimmung mit Füßen. Abweichungen davon werden von weniger reflektierten Individuen als bedrohlich wahrgenommen, weil gerade die Stabilität und Verlässlichkeit von Wahrnehmung und der Realität, die sie vermittelt, entscheidend ist für das persönliche Sicherheitsgefühl. Ist die "Wahrnehmung" verrückt, folgt ihr die Angst auf dem Fuße! Existenzielle Angst. Allein das forciert den Aufbau enger Wahrnehmungsfilter. Was zuviele Freiheitsgrade und damit Verunsicherungen enthält, wird schlicht ausgeblendet.          

Deshalb werden Abweichungen von der Mehrheitsrealität so extrem und manchmal geradezu irrational bekämpft. Was automatisch vor allem in unseren manchmal schon zwanghaft ratio- und wissenschaftsfixierten Zeiten all jene Minderheiten benachteiligt, die anders und mehr wahrnehmen als die Mehrheit. Diese Leute werden als Spinner in esoterische oder psychiatrische Ecken gestellt. Um eines klar zu stellen: ich liebe die Ratio und die Wissenschaften. Aber ich mag nicht ihre Zweckentfremdung zur Angstbewältigung.   

Die Nahtoderfahrungen sind nicht unbedingt eine jeder Erfahrungen, die viele Menschen miteinander teilen können. Deshalb werden sie häufig lächerlich gemacht oder ihr Realitätsgehalt wird in Zweifel gezogen.   

Aber dank Wissenschaft wissen wir inzwischen genug über die NTE als dass wir Fake und Phantasie von echten Erlebnissen unterscheiden können. Diese unterscheiden sich nämlich auch noch einmal in Umfang und Tiefe, so dass tatsächlich nicht jeder ein Licht sieht. Wir wissen außerdem, dass sich in sehr vielen Fällen die bis dato "normale" Wahrnehmung all jener Nahtodbetroffenen mit einer tiefen, umfassenden Erfahrung ändert und frappierende Ähnlichkeiten aufweist zu anderen Wahrnehmungsbesonderheiten. Beispielsweise denen von Hellsichtigen oder Empathen.  

Nahtoderfahrene haben eine große existenzielle Angst verloren: die Angst vor der völligen Auslöschung, vor dem Tod. Deshalb denke ich mir: je angstfreier der Mensch, desto unlimierter kann seine Wahrnehmung sein. 

Kommentar von MissMarplesGown ,

Ein Pfeil runter für diese friedliche und rationale Erörterung? Hier macht sich tatsächlich sofort wiede das Angesprochene unmittelbar bemerkbar - weil nicht sein kann, was nicht sein darf - und dies auch entgegen der Tatsache, dass die erwähnte Basisargumentation aufgrund der sorgfältigen Auswertung wissenschaftlicher Arbeit entstanden ist.

Wie kann man hier nicht offen sein und behaupten, sich dennoch zum Thema rational zu verhalten? Dieses Phänomen könnte gleich noch einen Studien-Nebenstrang ergeben, da es so auffällig stark vertreten ist.

Antwort
von 2012infrage, 238

Gibt ja schon gute Antworten hier. Ich sag es mal mit Albus Dumbledore: "Natürlich passiert es in deinem Kopf, aber warum um alles in der Welt sollte das bedeuten, dass, es nicht wirklich ist?"

Real - nicht real? Es ist eine Geschichte im Kopf, die man für real halten kann oder nicht. Da es für viele Menschen einen absolut positiven Effekt in ihrem weiteren Leben hat, ist es für sie real. Jeder hat seine eigenen subjektiven Geschichten über den Tod und das Leben danach. Und nichts kann bewiesen werden. 

LG

Antwort
von comhb3mpqy, 215

Ein Mädchen berichtete Jesus gesehen zu haben und war danach von allen ihren Krankheiten geheilt. Die Ärzte haben aber keine medizinische Erklärung dafür, dass sie gesund wurde. Ich glaube, dass sie real war.

Kommentar von Comment0815 ,

Alter! Was muss der/die geraucht haben? Aber woher stammen die Informationen? Derjenige muss ja tot gewesen sein und dann wieder zurückgekehrt sein um den Artikel zu schreiben...

Kommentar von comhb3mpqy ,

google mal dannach "das Mädchen das plötzlich Jesus sah" oder so in der Art. Nachrichtenseiten wie focus berichteten darüber.

Antwort
von Hamburger02, 196

Das Erleben ist wohl real, bloß die Interpretationen davon sind oft Wunschvorstellungen und Märchen.

Antwort
von warehouse14, 188

Warum sollten sie nicht real sein? Sie werden doch von realen Menschen gemacht. Also die Erfahrungen... ;)

Die eigentliche Frage wäre wohl, ob deren Inhalte real sind...

Und dann auch, welche Ursache sowie Bedeutung diese haben oder nicht haben...

Der Name sagt eigentlich alles wichtige aus: Nahtoderfahrung.

Derjenige, dem sie widerfährt, ist also nur dem Tod nahe, aber nicht ganz tot.

Also kann man diese Erlebnisse nicht als Bericht über Dinge nach dem Tod hernehmen, weil man erstmal ganz tot sein muss, um dahin zu kommen, wo auch immer die Toten eben sind.

Und wer ganz tot ist kommt nicht wieder.

warehouse14

Antwort
von Eselspur, 170

Die Erfahrungen sind real. 

Ob sie auch Auskunft geben über eine reale Wirklichkeit geben, kann nicht seriös beantwortet werden.
Auf jeden Fall: Sie sind Erfahrungen, die VOR dem Tod  und nicht NACH dem Tod gemacht werden. 

Wenn du Christ bist, kannst du nachlesen, was über Jesus berichtet wird, nachdem er vom Tod auferstanden ist.

Antwort
von xrobin94, 203

Ob sie real sind, kann man nicht sagen.
Ich glaube aber, dass das Hirn & Auge der Person einen Streich spielt.

Antwort
von JensPeter, 165

Hallo Sempalon,

Überlegung 1

Bitte nachforschen was die Medizin und Psychologie zu Gehirnaktivitäten für solche Situationen besagt.

Folgende weiteren, nun biblisch begründete Gedanken dazu:

Überlegung 2

Der Mensch wurde im Ebenbild Gottes erschaffen. Zwar wurde nach dem Sündenfall der Tod als Strafe ausgesprochen (Erbsünde, die durch Christus beseitigt werden kann), dennoch liebt ER seine Geschöpfe.

Wenn der Mensch einen Computer baut legt er bestimmte Regeln fest, nach denen der Computer "herunterfährt". Kann es nicht beim menschlichen Gehirn ähnlich gemacht worden sein (Vorausgesetzt, das beim Sterben dafür genügend Zeit zur Verfügung steht)?

Ist der "Computer" fast "herutergefahren" und startet dann neu durch - dann könnten positive Erinnerungen daran die Folge sein.

Überlegung 3

Aus der Bibel geht glasklar hervor, das der Mensch eine lebende Seele ist. Der Mensch kann sterben (SOS), er wurde bei der Erschaffung eine lebende Seele (genau wie die Tiere, die aber nicht im Ebenbild Gottes, lebende Seelen sind), es steht nicht in der Bibel das er eine Seele "bekam".

Daher gibt es gemäß der Bibel für den Erdenmenschen keine Unsterblichkeit. Auch Jesus war tot, drei Tage lang.

1. Mose 3:19 . . .Denn Staub bist du, und zum Staub wirst du zurückkehren.“

Was die Auferstehung von den Toten anbelangt steht geschrieben

Matthäus 19:28 . . .Jesus sprach zu ihnen: „Wahrlich, ich sage euch: In der Wiedererschaffung, wenn sich der Men. . .

Weiter lehrt die Bibel

Prediger 9:10 Alles, was deine Hand zu tun findet, das tu mit all deiner Kraft, denn es gibt weder Wirken noch Planen, noch Erkenntnis, noch Weisheit in dem Scheọl, dem Ort, wohin du gehst.

Scheol = allgemeines Grab der Menschheit

Psalm 115:177 Die Toten selbst preisen Jah nicht Noch irgendwelche, die ins Schweigen hinabfahren.

Allerdings möchte Satan seit Anbeginn glauben machen, das der Mensch eine unsterbliche Seele habe.

Er kann krankt machen (siehe Hiob), genau so könnte er gesund machen und er könnte auch (bei todkranken) Visionen erzeugen welche seine Lehre stützen, genau so wie Dämonen über Medien so tun können, als wenn Verstorbene Vorfahren von uns aus dem "Jenseits" mit und reden, also noch leben würden.

Wirklich beurteilen kann das kein Mensch.

Deswegen halte ich mich an den Rat der Bibel, z.B.

5. Mose 18:10 Es sollte sich in dir nicht jemand finden, der..., der die Toten befragt.

Zusammenfassend könnte man aus meiner Sicht sagen:

Im Kopf des fast gestorbenen können diese Dinge schon real sein. Alle unsere Träume des Nachts sind ja so gesehen auch Wirklichkeit.

Ob sie aber mit der Wirklichkeit (wirkliche reale Welt drum herum) übereinstimmen kann nicht gesagt werden. Ganz verkehrt ist es mit Sicherheit zu jemanden, der so etwas erlebt hat zu sagen "du spinnst" oder "das hast du dir eigebildet".

Beste Grüße

JensPeter

Antwort
von DeathMagicDoom, 165

Nicht jeder, der klinisch tod war, hat eine Nahtoderfahrung. Und viele, die eine haben, die haben eine negative Erfahrung. Die haben kein Licht gesehen, sondern waren an einem fürchterlichen Ort.

Darüber gibt es ein Buch "Zur Hölle und zurück" von einem Arzt, der in einer Notaufnahme gearbeitet hat. Er hat die Berichte seiner Patienten, die klinisch tot waren, aufgeschrieben.

http://www.amazon.de/Zur-H%C3%B6lle-zur%C3%BCck-Maurice-Rawlings/dp/393118806X

Kommentar von holodeck ,

Und viele, die eine haben, die haben eine negative Erfahrung.  

Nein.   
Diese Aussage stimmt so nicht.   

Und sie ist erst Recht in Zweifel zu ziehen, wenn ein amerikanischer Arzt und evangelikaler Christ sie für sein Weltbild funktionialisiert, wie in dem Buch, das du verlinkt hast. Das, was ich schon vom Klappentext her weiß, bestätigen auch die Rezensionen: ein christlich motiviertes Buch, das missioniert. Forget it! Zumindest in punkto Nahtoderfahrungen.                

Gerade christliche Fundamentalisten funktionalisieren die Nahtoderfahrungen bevorzugt für ihre missionarischen Zwecke. Sie wollen damit gezielt Ängste bei den Menschen ansprechen und schüren. Diese christlich motivierten Geschichten sind jedoch häufig frei erfunden, was u.a. daran zu merken ist, dass ihnen wesentliche Core Elemente einer NTE fehlen, dafür aber die wesentlichen stilistischen Elemente der typisch missionarischen Heils-, Erweckungs- und Errettungsgeschichten zueigen sind. Mit Jesus reden und die Hölle gesehen zu haben, gehört dazu. Solche Geschichten sind komponiert, nie real. Sie sind ein Fake!      

Dazu kommt, dass Leute mit echten und tiefen NTEs alles Mögliche werden, nur eines nicht: fundamentalreligiös. Die Erfahrung der Bedingungslosigkeit von Liebe bei gänzlicher Abwesenheit von Strafe während einer NTE widerspricht dem Absolutheitsanspruch und der Strafandrohung der "einen Wahrheit", wie sie von missionierenden Religionen wie dem Christentum verbreitet werden.     

Unter den NTE Berichten gibt es ganz selten mal "Höllenerfahrungen". Was davon zu halten ist, habe ich anderswo bereits ausführlich dargestellt:   

Es soll tatsächlich eine vergleichsweise geringe Anzahl von Menschen geben (zwischen 1 bis 15% der berichteten NTE's), die eine unangenehme Nahtoderfahrung machen. 

Bei ein bis max 15% kann man nun wirklich nicht von den "meisten" sprechen.   

Dabei handelt es sich zumeist um das Erleben von Furcht und Angst während der ersten Phase der NTE", i.E. außerkörperliche Erfahrung und die schnelle Passage im Tunnel. Es ist das Gefühl, das Geschehen nicht kontrollieren zu können, was Panik und Angst auslöst.

Das Angsterleben ist innerhalb der "unangenehmen NTE's" ein vorübergehendes und dies ist auch gleichzeitig die mit Abstand häufigste Variante. Es handelt sich demnach um ein Durchgangsstadium, das von den überwältigend angenehmen Erfahrungen abgelöst wird.

Die zweite, schon weitaus seltenere, Variante unangenehmer NTE's beinhaltet als Erfahrung die plötzliche Erkenntnis der völligen Selbstauflösung. Nicht existent zu sein, oder, total allein in einer großen weiten unendlichen Leere. Manchmal erhält die Person das "Wissen", dass die reale Welt, sie eingeschlossen, in Wirklichkeit nie existiert hat. Das als Erschreckend wahrzunehmen ist wiederum sicherlich eine Frage der mentalen Flexibilität - ich für meinen Teil würde vermutlich in schallendes Gelächter ausbrechen.  

Erst die dritte und nun schon wirklich extrem rare Variante enthält "höllische" Vorstellungen über Dämonen, hässlich düstere Landschaften, laute, nervtötende Geräusche, furchterregende Tiere und andere Gestalten in Leid und Not. Dabei haben aber interessanterweise nur in Ausnahmefällen die Betroffenen selbst sich bedrängt oder gequält gefühlt. Diese Dinge wurden aus einer Beobachterperspektive heraus wahrgnommen. Die Berichte entsprechen demnach in nichts den Vorstellungen, die wir von einer Höllenerfahrung haben und sind mit keinerlei Qualen verbunden.

Kommentar von DeathMagicDoom ,

Dämonen, hässlich düstere Landschaften, laute, nervtötende Geräusche

Da war ich schon mal. Du hast keine Ahnung, wie fürchterlich das ist. Ich spreche aus Erfahrung

Es waren da auch gigantische Maschinen, und düstere, grauenvolle Gebäude. Man kann es mit Worten nicht beschreiben, weil es kein Äquivalent in der sichtbaren Realität gibt.

Du hast deine Meinung, die respektiere ich, aber ich habe meine Meinung und meinen Glauben, und dabei bleibe ich fest.

Kommentar von holodeck ,

Da war ich schon mal.  

Du hattest eine NTE?  

Die meisten Christen, die solche Dinge erzählen hatten keine NTE. Deshalb die Frage. Wie gesagt: wer eine NTE hatte, fällt in der Regel vom radikalen Christentum ab.       

Es heißt nicht ganz ohne Grund sogar in der Bibel: "Euch geschehe nach Eurem Glauben."    

Antwort
von kami1a, 182

Hallo! Das Problem ist doch dass niemand weiß ob Nahtoderfahrungen auch wirklich Erfahrungen nahe dem Tode sind und wenn ja ob es dann da einen Zusammenhang gibt. Man rutscht da schnell in Esoterik, alles Gute.

Kommentar von holodeck ,

Man rutscht da schnell in Esoterik  

Nein. Niemand rutscht.  
Solange man sich an die Wissenschaftler hält, welche diesen Grenzbereich erforschen, ist alles im grünen Bereich.   

Ansonsten kann es keine Erfahrungen NACH dem Tode geben, von denen lebende Menschen berichten. Vermutlich deshalb heißt das Phänomen NAHtod. Ohne C.  

Seit wann ist das übrigens dein Thema?

Kommentar von kami1a ,

Ich habe viele Themen

Kommentar von scrutinize ,

Solange man sich an die Wissenschaftler hält, welche diesen Grenzbereich erforschen, ist alles im grünen Bereich.  

Wow, es ist schon beeindruckend, wie blind und bereitwillig ihr den Interpretationen von fehlbaren Wissenschaftlern glaubt, aber auf der anderen Seite den Glauben an Gott als religiöse Spinnerei abtut.

Und das, obwohl dieser "Grenzbereich" völlig außerhalb von dem greif- und prüfbaren Bereich der Wissenschaft liegt, da die Visionen der Nahtodpatienten nicht physisch, und daher von keiner physischen Wissenschaft erforschbar ist.

Das lag mir nur so auf der Zunge. Diskutieren will ich wirklich nicht (mehr)...


Kommentar von holodeck ,

Wow, es ist schon beeindruckend, wie blind und bereitwillig ihr den Interpretationen von fehlbaren Wissenschaftlern glaubt,    

Wow. Es ist schon beeindruckend, wie intensiv du ausschließlich mit deinen Realitätskonstruktionen interagierst.  

kami1 und ich glauben alles Mögliche. Nur ganz gewiss nicht dasselbe ;-)) Also kneife dir dein "Ihr" in der Ansprache und differenziere.        

Dies von mir für dich: die Wissenschaft hat festgestellt, dass nach Nahtoderfahrungen die Menschen weniger religiös, dafür einfach mehr allgemein spirituell sind. Biblische Verkündigungen verlieren an Relevanz und Gegenständlichkeit.     

Das müssen wir nicht diskutieren. Denk' einfach mal darüber nach.   

Die fundamentalistischen Christen haben das Thema schon seit für sich entdeckt und faken ungeniert Nahtoderfahrungen mit Christusbegegnungen. Dank Wissenschaft können wir Fake von Echt unterscheiden.   

Expertenantwort
von Enzylexikon, Community-Experte für Religion, 147

Ich finde auf der Webseite eine Menge Verschwörungstheorien, Pseudo-Wissenschaft und Esoterik-Unsinn. So etwas kann ich gar nicht ernst nehmen.

Antwort
von ghasib, 202

Sie sind nicht real. Ich kenne Leute deren Herz stehen blieb und wiederbelebt wurden die konnten gar nichts sagen. Kein Licht nichts

Kommentar von egglo2 ,

Arbeitest du in der Notaufnahme einer Klinik?

Kommentar von MissMarplesGown ,

Unter vielen, die einen Herzstillstand erleiden, sind immer nur einige, die eine NTE erleben. Es gibt bis heute mehr als 3 Millionen wissenschaftlich dokumentierte NTE.

Kommentar von holodeck ,

Ich kenne Leute deren Herz stehen blieb und wiederbelebt wurden die konnten gar nichts sagen. Kein Licht nichts  

Es kenne Leute, die können gar nichts sagen, obwohl ihr Herz schlägt. Auch ging ihnen noch nie ein Licht auf. Nichts passiert. Zappenduster. Dann wiederum gibt es Leute, die sagen was, obwohl ihnen nie ein Licht aufgegangen ist. Nichts davon  spricht gegen die Realität von Nahtoderfahrungen.   

Antwort
von Nirakeni, 154

GF ist ein Forum, kein chat-room. Wie und wann willst du da eine Diskussion starten?

Und zu deiner Frage: Nahtod -Erfahrungen sind für den Betroffenen real. Auch ich halte die Berichte für wahr.

Antwort
von checkerRELOUDED, 213

Also man kann Nahtoderfahrungen machen,aber das ist eher unwahrscheinlich, da jemand ,wenn er sterben sollte, es nicht verhindern kann.Also bei z.B Final Destination haben die betreffenden Personen ein vorhersehenden Traum welcher dann ihr Leben rettet,doch später sterben sie alle aus einem unauffindlichen Grund.Bei Nahtoderfahrungen ist es eigentlich gleich.Den Nahtod realisiert man im ersten Augenblick gar nicht dazu braucht man Zeit.Doch ich kann nicht mehr weiter schreiben.Muss los.BB

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