Frage von bruckner17, 85

Nadelbäume sind Nacktsamer. Wie "sät" man die Zapfen am besten aus?

Nadelbäume sind Nacktsamer. Wie "sät" man die Zapfen am besten aus? Einfach auf die Erde legen und gießen?

Antwort
von emily2001, 41

Hallo,

hier eine interessante Antwort aus:

http://green-24.de/forum/anzucht-von-nadelbaeumen-t82232.html

"Hallo,

die Vorgehensweise bei der Aussaat ist bei den genannten Arten davon abhängig, in welchem Zustand das verwendete Saatgut ist.

Bei einigen dieser Arten liegt ein Keimverzug bzw. eine Keimhemmung
vor die verhindern soll, dass Samen im Spätsommer oder Herbst keimen und
die Keimlinge dann im Winter erfrieren.

Die Stärke der Keimhemmung ist unter anderem davon abhängig, in
welchem Reifestadium die Samen geerntet und wie sie nach der Ernte
behandelt wurden. Das sieht man sehr schön, wenn man nach den
Aussaatbedingungen für Sequoiadendron giganteum gockelt: Von direkt
Aussäen bis zu ausgiebigem Stratifizieren findet man da alles, je nach
dem was die Samen schon alles seit der Ernte durchgemacht haben.

Normalerweise müßte dein Samenlieferant angeben können, wie auszusäen ist bzw. welche Vorbehandlung notwendig ist.

Grundsätzlich kann man sagen, dass bei Metasequoia, Chamaecyparis
lawsoniana, Cedrus atlantica, Pinus nigra und Pinus mugo keine
Keimhemmung vorliegt.

Diese können demnach April/Mai ins Freiland ausgesät werden.

Bei Pinus jeffreyi vermute ich das auch, evtl. mal in einem Bonsai-Forum nachfragen.

Metasequioa wird bereits Ende Februar/Anfang März ausgesät, da sie
sonst bis Herbst nicht groß genug sind um den Winter zu überstehen.
Dabei ist aber zu beachten, dass sie nach der Keimung auch
frostgefährdet sind.

Bei den anderen Arten liegt eine Keimhemmung vor, die in der Regel durch eine vierwöchige Stratifikation bei

4 °C überwunden wird, bei Pseudotsuga 5 - 6 Wochen und bei Tsuga 2 - 4 Monate.

Das könnte demnach noch funktionieren sie jetzt auszusäen und so
aufzustellen, dass sie zwar kalt stehen aber nicht fest einfrieren
(zugedeckt und vor Sonne geschützt).

Juniperus communis fällt etwas aus dem Rahmen. Vor der Samenreife
geerntet keimt er oft schon im kommenden Frühjahr, waren die Samen reif
ist aber ein Jahr zu stratifizieren. Wichtig ist, dass das Fruchtfleisch
entfernt wird.

Bei allen Samen ist Schutz vor Mäusefraß wichtig. Das Saatgut wird etwas mit Erde abgedeckt.

Wenn bei den Samen mit Keimruhe im Frühjahr nicht gleich was kommt,
kann man die Saatkisten auch bis zum nächsten Frühjahr stehen lassen.
sie dürfen kann im Sommer halt nicht total austrocknen.

Ich würde es jetzt noch probieren, da einige Arten bei "Normallagerung" recht schnell ihre Keimfähigkeit verlieren.

Grüße H.-S.


Emmy


Kommentar von emily2001 ,

Hallo,

du sagst es selber: "Nadelbäume sind nacktsamer", daß bedeutet, daß du logischerweise den ganzen Zapfen gar nicht einpflanzen brauchst, das wäre durchaus kontraproduktiv!

Antwort
von Schwoaze, 36

Es geht ja nicht um die ganzen Zapfen, sondern um die Samenkörner darin.

Ich weiß nicht, ob das bei allen Nadelbäumen gleich ist. Wir haben die Samen einen Tag in den Tiefkühlschrank gelegt, dann in kleinen Blumentöpfchen im Haus zum Keimen gebracht, dann jeden einzeln in ein Töpfchen gegeben und wenn sie dann ein paar Zentimeter groß waren, rausgestellt in den Töpfchen.

Mit ca. 10 - 15 cm, im nächsten Jahr dann in die Erde gesetzt, wo sie wachsen sollten. Vielleicht geht's auch einfacher, wir haben es eben so gemacht!

Antwort
von Bitterkraut, 38

Leg erst mal den Zapfen auf die Heizung, damit er sich öffnet und die Samen rausläßt. Die müssen dann stratifiziert werden, d.h. einige Wochen draußen oder im Kühlschrank lagern. Im Frühjahr kannst du sie ansäen.

Nacktsamer bedeutet, daß sie keine Fruchthülle haben, ob sie Lichtkeimer sind, d.h. ob und wie tie man sie in die Erde gibt, weiß ich nicht, das kannst du googeln.

Kommentar von bruckner17 ,

Aaaah, ein Denkfehler meinerseits. Ich habe Lichtkeimer und Nacktsamer für das Gleiche gehalten! Gut dass wir darüber geredet (geschrieben) haben! :-)))

Antwort
von Liesche, 36

Könnte sogar klappen. Bei uns sind von den Kiefern Zapfen auf den Gartenboden gefallen und haben sich selbst entwickelt, wurden kleine Bäumchen daraus.

Kommentar von bruckner17 ,

Dann werd ich die Zapfen mal draußen in einem großen Topf halb eingraben und gucken was passiert :-)

Antwort
von larry2010, 38

vorallem brauchen sie frost.

Antwort
von Lipstique, 29

Jeder Zapfen hat bestimmt hundert Samen...und die kannst du einzeln in die Erde setzen und gießen

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