Frage von aktivo 05.07.2007

Nackenwirbel einränken lassen?

  • Antwort von neurodoc 05.07.2007
    6 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Aus langjähriger Erfahrung in der Behandlung des Schlaganfalls läßt mich diese Frage nicht kalt! Ein solches Einrenkmanöver kann durch Zerreißung der Gefäßwand einer hirnversorgenden Arterie zum Schlaganfall führen! Mir reicht ein einziger Mensch, dessen Leben anders verlaufen könnte, um vor dieser Therapie zu warnen trotz vielleicht noch nicht sicher vorhandener Zahlen bezüglich Häufigkeit des Schlaganfalls als Folge dieses Manövers! Eine "Verrenkung" von Halswirbelkörpern liegt natürlich nicht vor, vielmehr muskuläre Verspannungen mit Bewegungseinschränkung, die man mit Geduld, Wärme und vielleicht ein paar Schmerzmitteln wegbekommt. Mir wäre es nicht wert!

  • Antwort von Auskunft 05.07.2007
    5 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Das solltest Du Dir gut überlegen. Mir wurde von Mediziner immer davon abgeraten:

    Einrenken gefährlich - Warnung vor riskantem Ruck:

    Zunächst werden die Muskeln um einen blockierten Wirbel gelockert, bevor dieser mit einem gezielten Ruck eingerenkt wird.

    Doch die "handgreifliche" Therapie ist alles andere als ungefährlich, warnen Experten.

    Nicht selten kommt es beim Einrenken der Halswirbelsäule zu einem Hirnstamminfarkt. Wenn eine der vier Halsschlagadern durch die heftige Bewegung einreißt, dringt Blut in die dreischichtige Gefäßwand ein und gerinnt. Ein wandernder Blutpfropf entsteht, der im schlimmsten Fall die Blutzufuhr zum Gehirn verstopft und einen Schlaganfall auslösen kann.

    Eine relativ neue kalifornische Studie belegt dies eindeutig: Von 51 untersuchten Schlaganfall - Patienten hatten sich sieben im Monat zuvor chirotherapeutisch behandeln lassen. Fünfmal mehr als nach Meinung der untersuchenden Ärzte statistisch zu erwarten gewesen wäre.

    Trotzdem raten die Experten nicht generell von einer Behandlung beim Chiropraktiker ab. Sie fordern allerdings eine sorgfältige Nutzen - Risiko Abwägung und eine verbesserte Aufklärung der Patienten.

    Interviewpartner im Beitrag: Prof. Dr. Andreas Hufnagel Neurologische Universitätsklinik Essen Hufelandstraße 55 45122 Essen Telefon (0201) 723 - 32 67 Fax (0201)723 - 31 43 Dr. Jürgen Uthoff Orthopäde Markt 8c 23611 Bad Schwartau

    (http://www3.ndr.de/ndrtv_pages_std/0,3147,OID735666,00.html)

  • Antwort von Niklaus 05.07.2007
    4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Ich habe mich im Rückenbereich schon mehrere Male einrenken lassen. Es hat immer geklappt nicht wehgetan und ich hatte danach kein Schmerzen mehr.

  • Antwort von rheingold 05.07.2007
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    ich würde dir zu einer ostheopatischen behandlung raten, um die hier vielfach beschriebenen risiken eines ruckartigen einrenkens zu vermeiden. ostheopaten musst du aus eigener tasche bezahlen, sie arbeiten jedoch sanfter und ganzheitlicher. ich selber habe vor jahren schon sehr gute erfahrungen damit bei einem eingeklemmten nerv in der schulterpartie gemacht. eine behandlung, seitdem keine beschwerden.

  • Antwort von jagenau 10.07.2007
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Ich empfehle die Dornmethode!

    http://www.dorntherapeuten.de/de/dornmethode.aspx

    gute besserung!

  • Antwort von Frage 06.07.2007
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Ich würde mir das auch sehr gut überlegen!! In einer Fernsehsendung sah ich Zwillings-Lehrerinnen, (beide erst 25Jahre!), die eine ging zu einem empfohlenen Chiropraktiker, der sie behandelte. Glaubte sie sei in gute Hände! Durch irgendwelche Umstände, unternahm er eine falsche Handlung, und seither hinkt sie stark. Die Behinderung ist nicht zu übersehen... LG!

  • Antwort von Tigger0815 11.10.2009

    ich schließe mich da "jagenau" an. Die Methode nach Dorn ist sanfter und somit natürlich auch besser, nachteil: du musst es selber bezahlen.....

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