Frage von Marginal,

Nachzahlung für Krankenversicherungs-Beiträge umgehen möglich?

Hallo,

ist es möglich, dass wenn jemand offene Beträge (Nachzahlung) bei einer gesetzlichen Krankenkasse hat, diese zu umgehen?

Der Grund der Nachzahlung: Jemand wurde für eine bestimmten Zeitraum nur Arbeitslos, d.h. kein ALG I o. ALG II, aber war als Arbeitslos / Arbeitsuchender bei der Arbeitsagentur gemeldet.

Nun hat sich an seiner Situation folgendes verändert: Mit dem Antrag auf ALG II benötigt er/sie eine Mitgliedsbescheinigung einer gesetzlichen Krankenkasse. Diese jedoch behaupten, dass es gesetzlich vorgeschriben ist, sich bei seiner letzten Krankenversicherung versichern zu lassen, wenn es die gesetzliche sein muss. Bei der zuletzt versicherten Krankenkasse wird aber eine Nachzahlung gefordert, trotz keinen Einkommens der Zeit, indem er/sie nicht versichert war. Meine Frage:

falls er/sie eine Tätigkeit annimmt statt ALG II, muss diese Person krankenversichert werden, da ist eine Mitgliedsbescheinigung zu erhalten von einer gesetzlichen Krankenkasse (egal welche, ausser die zuletzt versicherte Krankenkasse) kein Problem. Bloß wären die Nachzahlungen dennoch fällig? Weil so gesehen, würde die neue Krankenkasse die Person mit "schulden" beid er alten Krankenkasse annehmen. Wären somit die Schulden getilgt, so dass die neue Versicherung das nicht abverlangt oder würde sich an dem Sachverhalt nichts ändern, die Schulden bleiben und muss zwar nicht bei der alten aber nun bei der neuen Versicherung abgezahlt werden?

MfG

Antwort von RHWWW,

Hallo,

jede Krankenkasse ist verpflichtet, die letzte Krankenversicherung zu ermitteln. Die neue darf einen nur aufnehmen, wenn man eine Kündigungsbestätigung der letzten Krankenkasse nach § 175 SGB V vorlegen kann und die beiden Versicherungen nahtlos aneinander anschließen.

Die Schulden wird man nur durch Bezahlen oder Privatinsolvenz los.

Vielleicht hilfreich:

http://schuldnerberatung-berlin.de/ratgeber2010.pdf

In der Lücke bestand übrigens auch Versicherungsschutz (zumindest für Notfallbehandlung und das kann im Krankenhaus auch schnell vierstellige Beträge erreichen).

Antwort von isomatte,

Die Beiträge zur KV - sind Lückenlos zu zahlen,da hilft es Dir auch nicht eine Arbeit anzunehmen,die Rückstände sind nachzuzahlen mit Zinsen , ( im ersten Monat 1 %,ab dem zweiten Monat 5 % ) ! Warum hast Du eigentlich Rückstände,wenn Du auf dem Amt als Arbeitssuchend gemeldet warst ? Das kann eigentlich nur sein,das Du eine 100 % Sperre oder Sanktion Deiner Bezüge hattest,sonst hätte das Amt Deine Beiträge an die KK - bezahlt.

Antwort von Helmuthk,

Der Wiedereintritt in die gesetzliche Krankenkasse ist problematisch. Nach dem Gesetz muss die GVK die Beiträge für die Zeit der Nichtversicherung nacherheben. Dabei spielt es keine Rolle, ob jemand z. B. bei der Barmer war und jetzt zur AOK will. Die Krankenkassen sind untereinander vernetzt. Zu diesem Thema gab es gestern Abend Beispiele in der Sendung "Plusminus" vom Hessischen Rundfunk. Ich denke, Du kannst die Sendung sicherlich beim HR im Internet noch einmal sehen.

Kommentar von Helmuthk,

Noch ein Hinweis: Du findest die Sendung unter "Plusminus". Dort kannst Du sie verfolgen.

Kommentar von Marginal,

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