Frage von robbyrobs, 144

Nachweis für Beischlaf, um gerichtlichen Vaterschaftstest zu erzwingen?

Folgender Sachverhalt: Eine Frau unterstellt mir der Vater ihres Kindes zu sein. Sie möchte, dass ich einen freiwilligen Vaterschaftstest mache, wenn ich das nicht mache, wird sie den Test gerichtlich anordnen lassen. Dafür müsste der begründete Verdacht bestehen, dass ich mit ihr in einem bestimmten Zeitraum geschlafen habe. Mich interessiert also welche Tatsachen regelmäßig einen Verdacht begründen. Handynachrichten sollen wohl nicht reichen. Sie hatte damals einen festen Freund. Ich war vor langer Zeit einmal mit ihr zusammen und hatte noch Kontakt zu ihr.

Expertenantwort
von DFgen, Community-Experte für Unterhalt, 77

Mich interessiert also welche Tatsachen regelmäßig einen Verdacht begründen.

Für einen gerichtlich angeordneten Vaterschaftstest reicht es aus, wenn die Frau  angibt, dass es zu einem (1) Verkehr zwischen euch kam...., sie muss nichts "beweisen".

Sollte sich herausstellen, dass du nicht der Vater bist, entstehen dir auch keine Kosten.

Antwort
von DerHans, 43

Du kannst dem Gericht ja das Bestehen einer Dauerbeziehung dieser Frau zur Kenntnis setzen. Das Gericht kann auch durchaus, zwei in Frage kommende Männer, testen lassen.

Antwort
von toomuchtrouble, 45

https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/\_\_1598a.html

Wenn die Frau einigermaßen widerspruchsfrei und nachvollziehbar darlegen kann, dass sie mit Dir zum Zeitpunkt der Zeugung GV hatte, wird das Familiengericht im Falle Deiner Weigerung einen Test anordnen. Hier gibt es zwar noch ein denkbares Konstrukt mit der Gefährdung des Kindswohles, aber das wird bei einem Säugling/Kleinkind erst einmal ausgeklammert.


Antwort
von TreudoofeTomate, 85

Es reicht die Aussage der Frau, dass sie in der fraglichen Zeit mit dir geschlafen hat.

Selbstverständlich kann der Maßstab nicht so hoch gelegt werden, wie du es gerne hättest. Hier geht es nicht um dich oder sie sondern einzig und allein um das Kind.

Antwort
von Menuett, 21

Das muß sie doch gar nicht nachweisen.

Allein ihre Behauptung ist als begründeter Verdacht ausreichend.

Antwort
von Omikron6, 98

Wenn du tatsächlich nicht der Vater bist, wäre der freiwillige Test doch kein Problem.

Kommentar von Nordstromboni ,

Würde ich auch nicht machen. Warum sollte er in sowas Zeit investieren.

Kommentar von Omikron6 ,

Weil sonst möglicherweise ein Gerichtsbeschluss ergeht und er den Test machen muss. Ist doch Blödsinn ein Verfahren anzuleiern, wenn man auch vorher beweisen kann, dass man nicht der Vater ist.

Kommentar von Nordstromboni ,

und lieber immer gleich Ja und Amen sagen ;)

Kommentar von DFgen ,

Wenn die Vaterschaft ausgeschlossen werden kann, bräuchte kein freiwilliger Vaterschaftstest gemacht werden - zumal ein solcher kostenpflichtig ist.

Dann könnte man es auf einen gerichtlichen Test ankommen lassen - der für den Nicht-Vater keine Kosten verursachen würde.....

Kommentar von greendayXXL1 ,

Lieber so ein wenig Zeit investieren, als über ein Gericht etc. die Zeit zu investieren... 

Kommentar von TreudoofeTomate ,

Um auszuschließen, dass er der Vater ist und sich das Gerichtverfahren und die damit verbundenen Kosten zu ersparen?

Kommentar von DFgen ,

Der freiwillige Test ist kostenpflichtig.

Käme es zu einer "Vaterschaftsfeststellungsklage", hätte der freiwillige Test möglicherweise gar keine Relevanz und es würde ein neuer, "gerichtlicher" angeordnet....

Kommentar von Nordstromboni ,

na dann gehen hier aber gerne welche 2 Mal hin wenn sie dann vor Gericht geht

Antwort
von maxim65, 74

Hast du mit ihr gepennt oder nicht? Wahrscheinlich reicht schon die Behauptung der Frau das du mit ihr zusammen warst.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community