Frage von Rosenrot14, 100

Nachtspeicheröfen Kosten zu hoch?

Hallo zusammen,

wir sind furchtbar verzweifelt. Wir wohnen seit 1 Jahr in einer Wohnung mit Nachtspeicheröfen (87 Quadratmeter). Wir haben monatlich einen Abschlag von 135 € gezahlt und müssen jetzt knapp 2.050 € nachzahlen. (An den Sicherungen hängt auch unser Warmwasserboiler.) Wir haben insgesamt 4 Öfen und 2 davon sind von Oktober bis März/April ab 17.00 Uhr gelaufen. Die Öfen wurden 2008 eingebaut und wir haben nebenbei auch noch mit Holz geheizt. Anfang des Jahres war dann einer der zwei Öfen kaputt, da der Schalter innen gesprungen ist. Dieser Schalter wurde dann ausgetauscht.

Uns erscheint die Nachzahlung aber viel zu hoch und unsere Nachbarn sagen das selbe. Sie haben selbst Nachtspeicheröfen mit älterem Baujahr. Ein Elektriker war schon da, allerdings wollte er sich die Öfen überhaupt nicht anschauen, sondern hat nur gemeint wir müssten besser Haushalten. Dieser Elektriker hat diese Heizungen auch installiert und die kaputte repariert.

Jetzt meine Frage, ist die Abrechnung realistisch oder ist es möglich das irgendwo, irgendwas kaputt ist? Der Stromzähler funktioniert einwandfrei. Ich habe alle Sicherungen raus genommen und wieder rein gedreht. Der Stromzähler wurde vor unserem Einzug gewechselt.

Liebe Grüße und vielen Dank schon mal.

Antwort
von DerHans, 56

Mit Strom zu heizen ist so ziemlich das teuerste System, was man sich ausdenken kann.

Das kommt noch aus der Zeit, als man dachte, dass durch Atomstrom die Zähler überflüssig würden.

Es gab tatsächlich einen Spruch " to cheep, to meter"

Mittlerweile ist es aber praktisch nicht mehr möglich, diese Stromfresser aus den Wohnungen zu entfernen, weil sonst das ganze Gebäude mit Asbest verseucht wird.

Kommentar von Rosenrot14 ,

Die Vermieter werden das wohl auch nicht austauschen, selbst wenn es möglich wäre. Denn das ganze Haus umzurüsten, wäre für sie wahrscheinlich auch zu teuer. 

Expertenantwort
von johnnymcmuff, Community-Experte für Miete, 34

Schau mal hier rein:

http://www.co2online.de/energie-sparen/strom-sparen/nachtspeicherheizung/nachtsp...

Antwort
von rumar, 59

Mir erscheinen diese Heizungskosten wirklich seehr hoch. Das Technische kann ich eigentlich nicht beurteilen, aber ich könnte mir denken, dass die Heizung mit einer sinnvollen Steuerung vielleicht erheblich weniger Strom fressen würde.

Was sind denn eure Solltemperaturen für den Tag und für die Nacht ? Und wie sieht es aus mit der Isolation (insbesondere auch Fenster) der Wohnung ?

Kommentar von Rosenrot14 ,

Es ist ein älteres Bauernhaus in das wir eingezogen sind. Die Fenster sind neu laut Vermieter und doppelt verglast.

Antwort
von FelixFoxx, 76

Lasst Ihr das Gebläse ab 17 Uhr laufen oder macht Ihr dann die Heizung an? Nachtspeicher müssen anbleiben, aber das Gebläse ist ein Stromfresser und sollte nur kurzfristig benutzt werden.

Kommentar von Rosenrot14 ,

Die Heizung war ab 17.00 Uhr an, das Gebläse nicht. Wir haben es nur ab und an mal eingeschaltet. 

Kommentar von FelixFoxx ,

Wie gesagt, die Heizung sollte anbleiben. Wir zahlen für 65 m² etwa 115€ pro Monat und haben sogar etwas wieder bekommen. Wir haben einen sehr alten, effektiv heizenden Nachtspeicherofen und einen neueren, der weniger effektiv ist. Im Winter stehen sie ständig auf Stufe 2, Gebläse wird nur angemacht, wenn es uns kalt ist, ist relativ selten der Fall.

Kommentar von Rosenrot14 ,

Ziehen die Nachtspeicheröfen auch Strom, wenn sie nicht in Betrieb sind?

Kommentar von DerHans ,

Die Idee war ja, mit dem damals "billigen" Nachtstrom einen Speicher aufzuladen, der dann im Laufe des Tages die Wärme wieder abgibt.

Leider hat das nie richtig funktioniert.

Antwort
von GuenterLeipzig, 38

Wer aus Elektrioenergie Wärme macht, muss sich über hohe Rechnungen nicht wundern.

Günter

Antwort
von Frankenmuggl, 47

Ich muss Dir leider sagen, dass der Stromverbrauch durchaus realistisch sein kann, ist nicht übertrieben viel. Immerhin ist ja auch ein Warmwasserboiler da, dessen Kosten genauso ins Gewicht fallen.

Ihr könntet in Erwägung ziehen, ein Infrarotheizgerät noch dazu zu kaufen. Dieses ist zwar kein gringerer Stromfresser, aber die Ersparnis besteht hier darin, dass der nicht "auf Vorat" dauernd läuft, sondern immer nur Fallweise wenn benötigt.

Und schließlich könntet ihr euch nach einem anderen Stromanbieter umschauen. Es gibt inzwischen einige seriöse, bei denen man wirklich was sparen kann. Bei uns im 2-Personen Haushalt sind es schon mehr als 150 Euro im Jahr Ersparnis, das aber obwohl wir keine Stromheizungen haben.

Kommentar von Rosenrot14 ,

Aber 10.000 kWh in einem Jahr und das nur NT. HT haben wir 779 kWh. Ist das nicht etwas viel? 

Kommentar von Frankenmuggl ,

Ja das kann sein, die Kosten decken sich so mit einigen Statistiken und Vergleichswerten die ich kenne. Vielleicht sind die Öfen älter. Neuere Modelle sind inzwischen durchaus etwas stromsparender geworden. Aber das hilf dir nichts, man kann den Vermieter nicht zwingen, die Öfen auszutauschen.

Ich verstehe, das Euch die Kosten Sorgen machen, die man da aufbringen muss und das Geld für was anderes vielleicht dringender braucht. Eventuell denkt Ihr viielleicht auch über einen Umzug nach, wäre nachvollziehbar.

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