Hallo, wer kann mir einen Rat geben?
Ich habe einen Mietvertrag geschlossen mit einem befristeten Kündigungsausschluss bis zum 30.04.2012 (4 Jahre nach Vertragsabschluss). Seit ca. einem Jahr beträgt mein Einkommen € 400,- weniger somit beträgt die Miete mehr als die Hälfte meines Nettoeinkommens(2 ZKDB 48 m², 465 € KM, 80 € NK VZ). Der Vermieter akzeptiert meine Kündigung nur, wenn ich einen Nachmieter finde. Insgesamt habe ich ca. 20 Anfragen beantwortet und auch 7 Besichtigungen durchgeführt. Doch 90 % der Interessenten meinen, die Wohnung ist viel zu teuer.
Wer weiß, wieviele Nachmieter man dem Vermieter zur Auswahl stellen muss? Und was ist, wenn ich keinen Nachmieter finde? Derzeit ist die wirtschaftliche Lage sehr schlecht. Muss ich dann noch 3 Jahre weiter zahlen? Oder sollte ich ab 1.8.09 einfach weniger zahlen? Zumal ich noch keine Nebenkostenabrechnung erhalten habe, die hat der Vermieter "verlegt".

es gibt dafür keine Regeln. Irrglaube ist, dass man drei Nachmieter stellen muss und dann ist man raus. Wenn Du keinen findest, den der Vermieter akzeptiert, musst Du weiter zahlen. Ich würde aber mit dem Vermieter sprechen, denn wenn Du selbst zahlungsunfähig wirst, hat er ja letztlich auch nichts davon, denn dann zahlst Du gar nichts mehr. Sprich mit ihm!

Vielleicht hilft es dir ja noch: es könnte sein, dass bei dir ein Härtefall vorliegt, wegen Einkommenswechsel. Und wenn du es schriftlich hast, dass dein Vermieter sich auf Nachmieter einlässt, könnte auch etwas gehen - allerdings nicht, wenn keiner die Wohnung nimmt. Hier steht noch mehr: http://www.pro-wohnen.de/Mietrecht/Nachmieter-Vermieter.htm

Du kannst insofern Glück haben, dass Dein Vermieter sich pauschal auf Nachmieter eingelassen hat. Aber es sind offenbar alles Interessenten gewesen, die die Wohnung als zu teuer bezeichnen. De facto hast Du also keinen Nachmieter gefunden, der zu den bestehenden Konditionen "einsteigt".
Für die Nachmietersuche generell gibt es keine Regel, dass der Vermieter mindestens einen von x Nachmietern akzeptieren muß und Du damit aus dem Vertrag befreit bist.
Also kannst Du dem Vermieter nur mit dem schlimmsten drohen und - nach fachlicher Beratung - die fälligen Zahlungen teilweise, nicht komplett einstellen.
Was die Nebenkostenabrechnung angeht, das kannst Du erstmal ganz entspannt angehen. Da mußt Du nicht drängeln.
Du solltest weiter nach Nachmieter suchen. Aber "befristeten Kündigungsausschluss", warum machst Du auch solche Sachen? Davon abgesehen finde ich auch, dass die Miete zu teuer ist. Es sei denn Du wohnst in einer gefragten Wohngegend. Viel Glück.

raus kommst da so einfach nicht. da aber dein zur verfügung stehendes geld sich verringert hat, könnte nur eine sonderkündigung in frage kommen. diese zieht aber normaler weise bei arbeitslossigkeit ect. ( kann eigendlich immer gemacht werden, wenn die zahlung ein wirtschaftliches problem darstellt), was in deinen fall ja schon fast so ist. ausserdem kommt es darauf an ob dieser Kündigungsausschluss einseitig gemacht wurde, ob es ein staffelmietvertrag ist und und und.
ich würde mal den mieterschutzbund befragen. die kennen sich mit so etwas aus.

ich hab in Erinnerung, dass man 3 Nachmieter stellen muss, dies dürfen aber nicht nur Hartz4 Empfänger sein, weil die kann der Vermieter ablehnen, es sollten schon 3 solvente Nachmieter sein, dann solltest du aus dem Mietvertrag raus dürfen

man sagt immer 3 Nachmieter, aber ob das tatsächlich stimmt, weiß ich nicht so genau