Nachlass entwickelt sich 10 Jahre nach Erbfall positiv. Besteht eine moralische Verpflichtung, die Familienmitglieder, die ausgeschlagen haben, zu beteiligen?

... komplette Frage anzeigen

9 Antworten

Als erstes zwingt dich niemand den Kuchen sofort zu teilen. Lass dir Zeit und freu dich erstmal über das was du erreicht hast. Deiner Mutter kannst du ein Gehalt für die geleistete Arbeit zahlen, aber erst dann, wenn du deine Wünsche erfüllt hast, das müssen auch keine 50 % sein. 

Deine Neffen/Nichten kannst du ja zum Beispiel auch in deinem Testament bedenken. Wie würde dein Bruder reagieren, wenn du die Kinder zu dir für einen Kurzurlaub einladen würdest, dürften sie kommen?  Oder bist du immer noch die "psychisch kranke Tante" ? 

Überleg dir, ob das Verhalten deines Bruders von ihm selbst ausgeht, oder ob seine Ehefrau dahintersteht. Sprich mit deiner Mutter Klartext, wie sehr dich das soziale Verhalten deines Bruders kränkt. Erklär ihr, dass Familienbande nicht nur für die guten Zeiten zählt, sondern auch für die schlechten. Da hat er dich im Stich gelassen! Hat er dich während deiner PI unterstützt? Fielen die Weihnachtsgeschenke mal etwas größer aus? Oder wurden nur deine Geschenke für die Kinder erwartet? Ich denke , du hast genügend Argumente deine Mutter  zu überzeugen, warum du das nicht einsiehst. 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Mutter und Sohn haben das Erbe ausgeschlagen. Damit besteht nicht der geringste Anspruch auf ein Erbe. Jetzt , wo das Erbe schwarze Zahlen schreibt, meldet man seinen "Anspruch" an? Wir sind ja nicht bei Wünsch dir was. Also, klare Sache:

Das Erbe gehört der Tochter allein. Es liegt in ihrem Ermessen ob und wievel sie der Mutter zukommen lässt. Ein Anrecht hat die nämlich immer noch nicht. Da sie aber die Immobilie verwaltet hat, wäre es nur recht und billig, und auch moralisch angebracht, ihr einen Anteil zukommen zu lassen. Die Höhe liegt im Ermessen der Tochter.

Der Sohn hat ausgeschlagen, hat kein Anrecht, auch nicht, wenn die Immobilie schwarze Zahlen schreibt. Zusätzlich hat er sich um nichts gekümmert, will jetzt aber was vom Kuchen abhaben. Es wäre durchaus verständlich und moralisch vertretbar, wenn er denn auch weiterhin in die Röhre gucken darf. Wenn die Mutter der Ansicht ist, dass er auch einen Krümel bekommen sollte, darf sie ihm ja gern von ihrem "Anteil" etwas abgeben. Über das Erbe der Tochter hat sie nicht zu bestimmen und wenn sie deswegen angepisst ist....bitte schön.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Als der Erbfall verschuldet war, wollten sie ihn nicht. Warum sollen sie jetzt etwas davon abbekommen? Vorher haben sie den Alleinerben ja auch im Regen stehen lassen!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

der bruder hat das erbe ausgeschlagen, sich rausgehalten und keinen handschlag getan. demzufolge gibts garkeine diskussion, ihm steht nicht ein cent zu. eigentlich auch nicht der mutter - aber wie schon beschrieben hat sie ihre ganze zeit und energie in das projekt gesteckt, somit ist die idee völlig nachvollziehbar.

den kindern des bruders würde ich das geld fest anlegen und ihnen mit 18 übergeben, wenn sie selbstbestimmt darüber verfügen können ohne das bruder da ran kann.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

weder moralisch, noch gesetzlich

die Tochter hat sich um alles gekümmert, warum sollten die Beiden noch beteiligt werden? 

Wenn würde der Mutter/Ehefrau für ihre Arbeit und Unterstützung was finanzielles zustehen, aber keinesfalls vom Erbe.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Die Schwester hat das Risiko auf sich genommen, die Mutter hat geschafft.

Dafür sollte die Mutter ein Gehalt erhalten. Die Hälfte würde ich da aber nicht einsehen, sie hat ja keinerlei Risiko getragen.

Ich kann verstehen, dass die Mutter hier gerne den Sohn beteiligen möchte - der sollte aber wirklich nichts bekommen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Hallo =)

Auf gar keinen Fall! Lass dich bloß nicht von deiner Mutter überreden. Ich finde die Teilung 50:50 schon kritisch, verstehe dich da aber.

Ihr alle drei hattet die Chance, das Erben anzutreten. Du hast es angenommen und das komplette Risiko getragen. Sieh es doch einfach als Lohn an.

LG

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Die Tochter hat doch die Raten bezahlt, oder?

Mutter und Sohn haben das Erbe ausgeschlagen, richtig?

Damit gehört der Tochter das Haus und kann damit machen was sie will. Warum sollte sie denn verkaufen?

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ohne die 1.600 Seiten von "Krieg und Frieden" zu lesen meine Antwort:

Nein. Weil jeder kann aus seinem Erbteil machen was er will. Der eine verkauft es, der andere baut es auf uns verdient damit.

Gruß
Falke

PS: Fasse dich kurz. Das Leben ist anstrengend genug!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung