Frage von NoSmoKing, 92

Nachfragetheorie John Maynard Keynes Text korrekturlesen?

Hey, ich hab einen Text zu der Nachfragetheorie von Keynes geschrieben und würde mich freuen wenn ihr mir sagt was ich vergessen habe bzw ob ich etwas ergänzen sollte! danke im voraus.

Die Nachfragetheorie von J.M. Keynes ist eine politische Konzeption, die davon ausgeht, dass der Markt sich nicht selber regulieren kann. Diese sogenannte "Instabilitätshypothese" soll dadurch beeinflusst werden, dass der Staat in die Wirtschaft eingreift. Nach Keynes sei der Eingriff des Staates durch antizyklische Maßnahmen notwendig um die Stabilität der Wirtschaft zu gewährleisten. Die Ursache für die Arbeitslosigkeit, läge auf der Nachfrageseite. Zentral für die Verhinderung einer Krise sei also die Erhöhung der Nachfrage, weil mehr Nachfrage bedeutet dass Unternehmen mehr produzieren müssen und somit neue Arbeitsplätze entstehen können. Hierbei spielt der Staat die wichtigste Rolle. Die antizyklischen Maßnahmen bestehen darin, sich in Phasen guter Konjunktur mit Staatsausgaben zurück zu halten um in Krisenzeiten mehr Geld zu haben. Somit soll der Staat in einer Krise durch Investitionen nachfrage schaffen, durch Maßnahmen wie zb Steuersenkungen, und verhindern, dass die Unternehmen bei schlechter Konjunktur ihre Arbeiter entlassen. Insgesamt kann man sagen, dass dieses "Deficit Spending" die Wirtschaft "glättet" und es den Menschen im Abschwung nicht allzu schlecht geht.

Antwort
von berkersheim, 45

Die Nachfragetheorie von J.M. Keynes ist eine wirtschaftspolitische Konzeption, die davon ausgeht, (dass der Markt sich nicht selber regulieren kann) dass durch Zurückhaltung der Menschen bei Sparen und Konsumausgaben ein Angebotsstau entsteht. Diese sogenannte "Instabilitätshypothese" soll dadurch beeinflusst werden, dass der Staat in die Wirtschaft gezielt mit eigenen Ausgaben eingreift. Nach Keynes sei der Eingriff des Staates durch antizyklische Maßnahmen notwendig um die Stabilität der Wirtschaft zu gewährleisten. Die Ursache für die Arbeitslosigkeit, läge vordergründig auf der Nachfrageseite (über eine Verursachung durch staatliche Politik ist nichts ausgesagt).

Zentral für die Verhinderung einer Krise sei also die Erhöhung der Nachfrage durch Kreditaufnahme des Staates (darum „Deficit Spending“), weil mehr Nachfrage bedeutet, dass Unternehmen mehr produzieren müssen und somit neue Arbeitsplätze entstehen können. Hierbei spielt der Staat die (wichtigste) Rolle des Anschiebers. Wenn der Wirtschaftsimpuls funktioniert, soll der Staat in sich bessernder Konjunktur die Schulden zurückzahlen. Die antizyklischen Maßnahmen bestehen auch weiterhin darin, sich in Phasen guter Konjunktur mit Staatsausgaben zurück zu halten um in Krisenzeiten mehr Geld zu haben. Somit soll der Staat in einer Krise durch Investitionen Nachfrage schaffen, durch Maßnahmen wie zb Steuersenkungen, und verhindern, dass die Unternehmen bei schlechter Konjunktur ihre Arbeiter entlassen.

Insgesamt kann man sagen, dass dieses "Deficit Spending" eine kurzfristige Maßnahme ist, welche die Wirtschaft "glättet" und es den Menschen im Abschwung nicht allzu schlecht geht. Kritisch muss man anfügen, dass in allen Fällen, in denen sich Politiker auf Keynes berufen haben, sie zwar diese Theorie als Begründung angeführt haben, Schulden zu machen, dass aber der zweite Teil, der Abbau von Schulden nie erfolgt ist. Das Hauptproblem der keyneschen Theorie ist, dass er die Psyche der Politiker als Wahlgeschenkemacher unterschätzt.

(Meine Ergänzungsvorschläge fett)

Kommentar von NoSmoKing ,

Sehr gut danke _! Vielleicht kannst du mir ja auch bei meiner anderen Frage, die daran anknüpft helfen. Die angebotsorientierte Wirtschaftspolitik auf meinem Profil

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