Frage von DieterBuschkatz, 53

Nachfotografie- Mit oder ohne Mond?

Hallo.

Ich möchte in nächster Zeit mal nachts den Himmel fotografieren, was ich bisher nicht gemacht habe. Natürlich nur wenn es wolkenfrei ist. Aber dazu wüsste ich gerne mal, ob ich nur fotografieren sollte, wenn der Mond gerade nicht/ nur gering zu sehen ist oder ob auch bei Halbmond/Vollmond etc. geht.

Denn bei den Belichtungszeiten die man braucht damit auch wirklich viele, auch schwach leuchtende Sterne, die man sonst mit bloßem Auge eher weniger sieht, abgebildet werden, müsste ja selbst eine Mondsichel dermaßen hell sein, dass sie das halbe Bild überblendet, oder?

Außerdem würde ich gerne wissen, welchen Zeitraum (also zB. 2-4 Uhr morgends) ihr zu diesem Zweck im Sommer anpeilen würdet.

Antwort
von thlu1, 29

Mondbilder werden am besten, wenn der Mond in etwa halb zu sehen ist. Da erkennst du zum Beispiel am besten die Krater. Wenn du mehr am Sternenhimmel interessiert bist, würde ich auf Mond verzichten. Das sind so meine Erfahrungen.

Antwort
von Naturfotografie, Business, 22

Es ist die Frage, ob Du einen Sternenhimmel mit attraktivem Vordergrund möchtest auf dem der Mond NICHT mit drauf ist, ob der Mond im Foto auftauchen soll. Das wären dann unterschiedliche Herangehensweisen.

Sternenhimmel am besten mit einem Lichtstarken Weitwinkel. Die Belichtungszeit ist von der Brennweite abhängig. Als Faustregel für Kameras mit einem Cropsensor gilt Verschlußzeit = 300/verwendete Brennweite. Du kannst ja mal mit ca. 20s beginnen. Dabei sollten es Neumondphasen sein, die es bei ca. 4-5 Tagen Monat gibt. Für die Milchstraße eignen sich hierzulande die Monate Juni/Juli am besten.

Willst Du den Mond ablichten, so ist eher viel Brennweite angesagt. Je mehr Brennweite, desto kürzer die Verschlußzeit. Ab einer 1/500s sollte das Fotos vom Stativ scharf werden. Die Bewegung des Mondes sieht man tatsächlich, wenn man seine Kamera auf Liveview stellt und die Lupe zur Hilfe nimmt.

Kannst ja mal schreiben, welche Version Du bevorzugst...

Kommentar von DieterBuschkatz ,

Ja also erstmal danke;) Und ja das mit den Verschlusszeiten krieg ich schon hin hab schon bisschen Erfahrung, auch in den dunkleren Stunden, nur eben nicht damit, den Himmel zu fotografieren ;)

Und ja, den ganzen Himmel, nicht nur den Mond.

Vorgeschwebt ist mir sowas hier: https://klein-gedruckt.de/wp-content/uploads/2015/03/img_0338.jpg

Kommentar von Naturfotografie ,

ok. Da sieht mir nach Neuseeland aus auf dem verlinkten Bild.
Sowas ist hier aufgrund der Lichtverschmutzung sehr schwer zu realisieren. Das sind meist mindestens 10-20 eher mehr aufnahmen "übereinandergelegt". Eine Software (Stacking) rechnet dann die Bewegung der Sterne während der Aufnahmen heraus. Ansonsten kommt es zu den sog. Startrails, den Sternenspuren...hat aber auch was. Nur mit einem Foto bekommt man eine derartig klaren Sternenhimmel nicht hin

Antwort
von MetalMaik, 9

Wenn Du Mond, Landschaft und Sterne auf dem Bild sehen willst, gäbe es z.B. die Möglichlichkeit ein HDR zu machen, wie bei meinen beiden Beispielbildern. Auf dem Bild mit dem Mond sind zwar nicht sehr viele Sterne zu sehen, dazu war es noch etwas früh und beim zweiten Bild war es nicht ganz die Richtung mit den meisten Sternen (wollte die Reste vom Sonnenuntergang und die Landschaft mit aufs Bild bekommen). Aber mit dem Prinzip würde es funktionieren.

Richtig gute Astrofotos macht man aber (wie Naturfotografie es schon beschrieben hat) aus vielen Belichtungen, die man mit einer Stacking Software zusammenfügt.

Antwort
von JuraErstie, 22

Ohne Viel Erfahrung mit Nachtfotografie zu haben - empfehle ich mal, bei "wenig Mond" zu fotografieren. Mit Stativ, Fernauslöser und langer Belichtungszeit (probier mal alles zwischen 5 und 30 Sekunden durch), sollten dann auch Schwach leuchtende Sterne zu erkennen sein, denk ich mal.

Ich tippe darauf, dass du mit Weitwinkel arbeiten willst?

Kommentar von DieterBuschkatz ,

Ja, auch wenn meine Belichtungszeit wahrscheinlich etwas länger sein wird. Bild soll ja auch ne gewissen Tiefenschärfe haben und ich will die ISO nicht so hoch hauen wegen des Rauschens. 400 ist n guter Kompromiss hab ich mal gehört, kommt aber natürlich auch auf die "Grund-ISO" an

Kommentar von JuraErstie ,

Wie andere schon gesagt haben, lichtstarkes Objektiv nehmen. Am besten Weitwinkel und ne schöne Brennweite. Dann passt das auch ohne den ISO hochhauen zu müssen.

Antwort
von nextreme, 9

Du könntest auch zwei Bilder mit unterschiedlicher Belichtungszeit machen und den perfekt belichteten Mond quasie einfach hinzubasteln.

Ähnlich einem manuellen HDR.

Antwort
von Shany, 22

Ich würde Alles mal probieren

Kommentar von DieterBuschkatz ,

Naja, ich wollte eher ein paar Erfahrungswerte abgreifen.

Weil allein mal bis nachts wirklich sonnenfrei ist an einem tag an dem man den Morgen darauf nicht früh rausmuss... naja das passiert nicht allzu oft.

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