Wie verhindere ich, dass ein Mensch , der notleidend ist, mich völlig vereinnahmt?

Indem Du ihn lieb und freundlich Grenzen aufzeigst und deutlich machst,in wie weit Du Hilfe leisten kannst.
Zudem hatten alte MEnschen schon ein ganzes Leben gemeistert und nicht alle sind völlig jenseits von gut und Böse und dement. Also-man kann auch mit sehr ALTEN Menschen sehr sachlich reden,insbesondere,wenn das nicht zwischen Tür und Angel passiert und man sich die ZEit dafür nimmt.
Frag doch mal nett nach,wo die Kinder sind oder Enkel...oder Neffen. Dass für den Notfall einfach "jemand gerufen werden könnte"wobei Nachbarn ultimativ wichtig sind-da sie einfach die nächsten sind...wenn man was sein sollte.
Im weiteren SChritt ist die Frage,ob man mit den Kindern mal höflich,sachlich und sehr vorsichtig eine Betreuung mittels Sozialstation oder notfalls betreutes Wohnen anspricht.Sofern das nicht schon zu weit vorgegriffen ist,denn Du schreibst ja primär über Dich.
Ich finde es toll,dass DU Dich so um den oder Die Nachbarn kümmerst.Es gibt doch noch MENSCHEN in diesem Land :-).
Vielen Angehörigen ist der körperliche Abbau der eig.Eltern oder Tanten etc..einfach nicht so bewusst...und auch nicht,dass ggf.Handlungsbedarf bestehen könnte,weil die Alleinversorgung wie zig Jahrzehnte zuvor einfach nicht mehr vollständig möglich ist durch Alter,Schwäche,Gesundheitsgebrechen...

Du mußt dich unbedingt abgrenzen. D.h. du gibst Zeiten vor, bei denen du kommst und hilfst. Alles andere könnte zum Beispiel mit einem Notrufknopf beim Roten Kreuz gelöst werden. Der betreute Mensch hat da eine Art Uhr ums Handgelenk mit Notrufknopf und muß diesen zu bestimmten Zeiten drücken um zu signalisieren, daß alles in Ordnung ist. Das kostet ca. 40 Euro im Monat. Du hast ein ruhiges Gewissen und wieder mehr Zeit für dich und im Notfall kommt halt das Rote Kreuz. Finde ich ganz toll diese Einrichtung für ältere Menschen; das machen übrigens viele Anbieter (also nicht nur DRK) ist aber von Region zu Region unterschiedlich. Alles Gute

Allgemein klären, was Du leisten kannst und was nicht und anbieten bzw. mit Angehörigen besprechen, was sonst an professioneller Hilfe (Sozialdienst, Essen auf Rädern, Putzfrau etc.) organisiert werden kann - und ob es überhaupt noch zu Hause möglich ist. In vielen Städten gibt es Beratungsstellen für solche Fälle.
man muss Grenzen ziehen. Ist nicht leicht, weiß ich selbst, kenne ich auch, aber man kann und sollte sich nicht alles Leid der anderen "anziehen" und nur noch für sie da sein, sonst geht man selbst kaputt.
Mach nen "Zeitplan" zum Beispiel - zwischen x und y Uhr hast du Zeit für ihn/sie, ansonsten nicht - es sei denn, es ist wirklich ein richtiger Notfall

Zunächst mal ist die Frage:
Ob Angehöriger oder Fremder/Nachbar, dieser "Mensch" scheint dich sehr zu mögen, sonst würde er sich nicht so sehr an dich zu klammern.
Für jeden gilt, der damit überfordert ist, die Nachbarschaftshilfe in Anspruch zu nehmen. Die Hilfe unterstützt alte, kranke und/oder behinderte Menschen damit diese ihre Selbst- ständigkeit erhalten bzw. wiedererlangen können. Sie sichern deren Verbleib in ihrer gewohnten und vertrauten häuslichen Umgebung und tragen dazu bei, dass sie nicht vereinsamen. Sie entlastet pflegende Angehörige bzw. Familien. Diese sind durch ihren Einsatz, der oft rund um die Uhr geht, sehr häufig überlastet. - So wie es bei der Fall zu scheinen mag.
Bevor Du also vollends "aus den Latschen" kippst, wende Dich bitte um deines Selbstwillen an die Nachbarschaftshilfe und hole dir dort Hilfe, wenn es auch nur Stundenweise ist. Biete dem "Menschen" an, den "Dienst" mit der NBH zu teilen.
Helfen ist eine tolle Sache. Ehrenamtlich obendrauf auch, aber auch du hast nur ein Leben...
Ich helfe Dir gerne weiter. PN bzw. FA genügt.
Mach mit ihm Stunden in denen du vorbeischaust. Komme kurz um 10,00 h und dann wieder um 15.oo h für eine halbe Stunde.