Frage von Jen1806, 138

Nachbarschafts Terror VOR Einzug, was kann man tun?

Folgendes Problem, meine Schwester hat zum 01.07.2016 eine Wohnung in einem Mehrfamilienhaus gemietet. Diese Wohnungen sind größtenteils Eigentumswohnungen. Nun hat sie einen kleinen Hund und einer der Eigentümer (nicht ihr Vermieter) der auch in diesem Haus wohnt hat damit ein sehr großes Problem obwohl Haustiere in der Wohnung erlaubt sind.

Hätte er nur ein Problem und man könnte mit ihm reden wäre es natürlich kein Problem. Leider hat er physische Probleme und macht nun Terror bei meinen Eltern, bei meiner Schwester und auch bei ihrem zukünftigem Vermieter. Er droht und brüllt und rastet vollkommen aus. Man kann also nicht mit ihm reden, er hat in der Vergangheit bei anderen Mietern da Hundekacke in Briefkästen getan, Autos zerkratzt und Giftköder auf dem Grundstück ausgelegt. Aber man kann ihm nie was nachweisen...

Der Vermieter hat meiner Schwester nun geraten, dass wenn sie dort wohnt, immer ein Pfefferspray dabei haben soll weil er auch vorher schon Probleme mit diesem Mann hatte...

Wer will unter solchen Umständen schon dort einziehen, nun hat meine Schwester ab dem 1.7. keine Wohnung und weiß nicht was sie machen soll.

Hat jemand vielleicht schon mal mit so einem Menschen zu tun gehabt ? Hat man da Rechtlich eine Möglichkeit?

Ich bin dankbar für jeden Rat.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von bwhoch2, Community-Experte für Mietrecht, 36

Er droht und brüllt und rastet vollkommen aus.

Der Vermieter hat meiner Schwester nun geraten, dass wenn sie dort
wohnt, immer ein Pfefferspray dabei haben soll weil er auch vorher schon
Probleme mit diesem Mann hatte...

Auf diesen Rat hin würde ich nun dem Vermieter schreiben und ihn bitten, einer Aufhebungsvereinbarung über den Mietvertrag zu zu stimmen. Geht er nicht darauf ein, könnt sie noch einen Anwalt kontaktieren und prüfen lassen, ob nicht eine fristlose Kündigung in Frage kommt. (Ich glaube eher nicht.)
Wenn in diese Richtung nichts geht, sollte sie am 1.7. erst einmal provisorisch einziehen, den Mietvertrag sofort wieder kündigen und zusehen, dass sie bis 1. Oktober was neues findet. Ist sie diesbezüglich unsicher, sollte sie erst dann kündigen, wenn sie was neues hat. Vielleicht legt sich das ganze noch oder sie kommt zumindest soweit klar, dass sie bis zum Auszug weitgehend ihre Ruhe hat.

Da es sich bei dem Querulanten um einen Eigentümer handelt, der mit seinem Verhalten die anderen Eigentümer schädigt, besteht nur die Möglichkeit, von seiten der übrigen Eigentümer auf Entfernung aus der Eigentümergemeinschaft zu klagen. Das würde bedeuten, dass der betreffende Eigentümer dazu verurteilt wird, seine Wohnung bis zu einer bestimmten Frist zu verkaufen. Macht er das nicht, wird sie zwangsversteigert. Um ein solches Urteil zu erreichen, müssen aber schon viele heftige Ereignisse stattgefunden haben und es müssen eindeutige Beweise vorliegen. Da es um den grundgesetzlichen Schutz des Eigentums geht, ist es äußerst schwierig, mal soweit zu kommen. Das kann Deine Schwester nicht abwarten.

Kommentar von bwhoch2 ,

Danke für die Auszeichnung.

Antwort
von DerHans, 53

In einer Eigentumsanlage kann ein einzelner Vermieter nicht die Hundehaltung genehmigen. Darüber bestimmt die Hausordnung, die mit Mehrheitsbeschluss der Eigentümergemeinschaft beschlossen wird.

Es geht also einzig und allein darum, ob im HAUS Hundehaltung genehmigt ist.

Kommentar von Jen1806 ,

Ja stimmt, das hab ich missverständlich formuliert. Von den 6 Parteien waren 5 dafür und einer dagegen... Wer der eine war ist wohl eindeutig.:(

Antwort
von Norina78, 76

Das ist eine schwierige Situation. Mit solchen Querulanten hat man es leider schwer. Wenn vernünftige Gespräche nicht helfen, sollte Deine Schwester vielleicht versuchen, doch eine andere Bleibe zu finden.

Kommentar von Jen1806 ,

Ja ich befürchte das ist die beste Lösung... Sie hatte anfang des Jahres einen schweren Unfall da hat sie genug andere Probleme als sich von so einem Idioten das Leben schwerer zu machen lassen als es ist =) danke 

Kommentar von Norina78 ,

Solche Menschen ändert man nur höchst selten. Ich denke auch, sie sollte mit dem Vermieter reden. Vielleicht hat er dann eine Handhabe in der Eigentümergemeinschaft

Antwort
von Sumselbiene, 51

Da bleibt deiner Schwester erst mal nicht viel übrig, als auf ihren Hund gut aufzupassen. Ist es denn ein ruhiger, wohlerzogener Hund oder so ein kleiner Kläffer?

Wichtig ist, dass deine Schwester sich für den Vermieter und die anderen Bewohner nicht angreifbar macht, indem der Hund kläfft, randaliert und ungezogen ist.

Eventuell merkt dann auch der Querulant, dass der Hund gar nicht so fürchterlich ist. Vermutlich aber nicht. Gerade Menschen mit psychischen Probleme kann man nicht so einfach reden und dann ist die Sache erledigt. Aufgeben würde ich dennoch nicht. Eventuell findet man ja noch eine Lösung.

Kommentar von Jen1806 ,

Nein er ist wohlerzogen und tagsüber sogar bei meiner Mutter... EIgentlich wünsche ich mir, dass er mal etwas machen würde das man ihm nachweisen kann ;) dann könnte die Polizei was machen =) danke für die schnelle Antwort

Antwort
von nocheinnutzer, 54

Da hilft nur jeden Pfur... zu dokumentieren . Und bei Drohungen etc. die Polizei zu Informieren. Außerdem kannst du bei anhaltendem Terror die Miete mindern. Vielleicht setzen sich auch die Eigentümer mal zusammen und beraten über den Typen.

Kommentar von Jen1806 ,

Ja das mit den anderen Eigentümern ist eine gute Idee, die leiden ja genauso unter dem. Am besten sie zieht einfach gar nicht da ein.. Danke dir =)

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