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Nach welcher Zeit greift eine Psychotherapie?

gefragt von romynska am 20.02.2008 um 12:47 Uhr

mein freund leidet unter depressionen, ist deshalb aber seit november in behandlung. leider kann ich bisher keine fortschritte erkennen. ist das normal? wie lange dauert es, bis man bei einer therapie fortschritte erkennt? oder bringt das bei ihn nichts?


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Reply


vincent
beantwortet von vincent am 20. Februar 2008 19:14
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http://www.palverlag.de/Psychotherapie-Information.html

Umfangreiche Informationen zur Dauer usw..


anonym
beantwortet von Rizzo am 20. Februar 2008 12:48
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Das ist so individuell, dass man das nicht beantworten kann.


Agnes10
beantwortet von Agnes10 am 20. Februar 2008 12:51
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Die Probleme können so vielfältig sein wie die Antworten. Auch greift eine Therapie nicht gleich bei jedem Therapeuten. Auch da gibt es Unterschiede. Frag ihn doch mal selber nach seinem Eindruck.


Minax
beantwortet von Minax am 20. Februar 2008 12:56
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Romynska, eine Psychotherapie ist leider keine "Wunderpille", die sofort ihre Wirkung entfaltet. Selbst Antidepressiva brauchen etwa 4-6 Wochen, um zu wirken, wenn sie denn anschlagen.

Man kann vielleicht pauschal sagen, dass nach einigen Wochen oder auch erst nach 3-4 Monaten eine Besserung eintritt.

Aber nicht jedem hilft eine Psychotherapie und nicht jeder Psychotherapeut ist geeignet oder gut für den jeweiligen Patienten. Das muss man herausfinden.

Wenn die ersten Sitzungen "angenehm" waren, so dass ein gewisses Vertrauensverhältnis aufgebaut werden konnte, sollte man sich gedulden und mitarbeiten.

Ich kann Agnes nur zustimmen - es ist zu komplex, um pauschal zu antworten.

Alles Gute!


Indy72
beantwortet von Indy72 am 20. Februar 2008 12:51
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Die grenze sind schwimmend. Wenn du nach 4 Sitzungen merkst, dass dir nicht besser wird, dann würde ich den Therapeuten wechseln. Erstens funtioniert eine Psychotherapie nicht wie eine Kopfschmerztablette und eine Therapie kann Monate oder gar Jahre dauern. Erst sollte man jedoch den richtigen Therapeuten finden, der einem tatsächlich helfen kann.




Kommentar von 4ea81da45faf16ff21374dafe79f8409smallMinax am 20. Februar 2008 12:58

Nach 4 Sitzungen wird eher noch keine Besserung eintreten - aber in diesem Zeitraum könnte man zumindest erkennen, ob die Beziehung zwischen dem Patienten und Therapeuten vertrauensvoll genug ist, um die Behandlung fortzuführen. :)

Kommentar von Dc4c79131239cf3453f777d2db32e0fdsmallIndy72 am 20. Februar 2008 13:06

Das siehst Du richtig. Aber ich war schon 2 mal in Psychotherapie. Einmal war ich nach 2 Monaten und wöchentlichen Sitzungen auskuriert, s'zweite mal hat es länger gedauert. Schwieriger war es, den richtigen Therapeuten zu finden.

Kommentar von 4ea81da45faf16ff21374dafe79f8409smallMinax am 20. Februar 2008 13:38

Das war ja auch dein gutes "Recht" ;-) Aber man kann die eigene erfolgreiche Erfahrung nicht unbedingt auf alle anderen Menschen mit Depressionen münzen. So schnell wird eine (mittel-)schwere Depression i.d.R. nicht bewältigt. Bevor der Antrag an die Kasse weitergeleitet wird, vergehen i.d.R. auch 2-3 Sitzungen. Erstmal wird eine "Bestandsaufnahme" gemacht. Nach 4 Sitzungen wird man bei einer Depression (und damit meine ich kein temporäres "Tief") kaum einen Erfolg wahrnehmen. Aber es mag Ausnahmen geben und ich will deine Aussage auch nicht negieren :-)

Kommentar von 4ea81da45faf16ff21374dafe79f8409smallMinax am 20. Februar 2008 13:45

Sehe gerade, dass du deine Antwort noch ergänzt hast.

Wenn du sagst, eine Therapie kann Monate oder Jahre dauern (was stimmt), widerspricht es meiner Meinung nach der Aussage, dass man nach 4 Sitzungen eine Besserung spüren sollte und anderenfalls den Therapeuten wechseln sollte? Man kann eben zunächst nur feststellen, ob der Therapeut einem genehm ist und man Vertrauen aufbauen kann.

Kommentar von Dc4c79131239cf3453f777d2db32e0fdsmallIndy72 am 20. Februar 2008 14:05

Ich finde darin keinen Widerspruch. Der Therapeut muss in einer vertretbaren Zeit (4-6) Sitzungen schon irgendetwas erreichen können, sonst hat er sich wohl auf einen falschen Ansatz eingeschossen.

Kommentar von Dc4c79131239cf3453f777d2db32e0fdsmallIndy72 am 20. Februar 2008 14:09

Die meisten Therapeuten haben ihre Lieblingsmethode, von der sich schlecht abrücken können, selbst wenn sie nachweislich nicht passt. Ist leider menschlich.

Kommentar von Simple_avatar9smallvincent am 20. Februar 2008 19:18

@Indy. Ich schätze Deine Antworten, aber hier liegst Du ME nicht richtig. Schau mal in diesen Link: > http://www.palverlag.de/Psychotherapie-Information.html

Kommentar von 4ea81da45faf16ff21374dafe79f8409smallMinax am 20. Februar 2008 14:26

Okay, dann meinen wir wohl das Gleiche, nur hast du dich dann wohl etwas "missverständlich" ausgedrückt. :-P ;-)

Ja, ich kenne auch einige Therapeuten, die von ihrer "Methode" nicht abweichen mögen und unflexibel (unerfahren) sind.


anonym
beantwortet von secretagentman am 21. Februar 2008 11:20
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Wie lange es dauert, bis eine PSychotherapie greift, ist vom Therapeuten, der gewählten Therapie-Form, den individuellen Umständen des Patienten, der Schwere des Problems/der Krankheit usw. abhängig. Solange der Therapeut ein vernünftiger ist (sprich ausgebildeter Psychotherapeut, der Psychologie oder Medizin studiert hat und nicht irgendetwas selbsternanntes), sollte man erstmal abwarten.


anonym
beantwortet von ingrid10 am 22. Februar 2008 12:48
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Ist das nur dein Eindruck oder sieht das dein Freund auch so? Wenn nur du es so siehst, solltet ihr euch austauschen, was du von ihm erwartest und was er geben kann/will und worüber du vielleicht enttäuscht bist. Wenn er das auch so findet, sollte er seinen Therapeuten/ seine Therapeutin darauf ansprechen. Nicht deswegen, weil sich unbedingt was verändert haben müsste (manchmal dauert es wirklich lange...), sondern weil man über alles Wichtige sprechen sollte und wenn er den Eindruck hat, es tut sich nichts, hat er sicher Gedanken oder ein Gefühl dazu: enttäuscht, sauer, hilflos, "Therapeut ist inkompetent" oder "ich bin ein hoffnungsloser Fall", oder was auch immer. Und das anzusprechen ist wichtig für die Therapie.


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