sunpoint am 15.02.2008 um 20:37 Uhr
Gibt es bestimmte Richtlinien oder Verdachtsmomente nach denen eine Steuerprüfung angordnet wird ? Oder ist es ein normaler zeitlicher Vorgang nach denen geprüft wird ? Wieso fallen die Großen die jetzt im Visier sind erst so spät auf? Wann gerät man in das Visier der Steuerfahnder ?

Die "Grossen" fliegen auf durch Indiskretion, wie das aktuelle Beispiel zeigt. Mehr Pruefung ist unmoeglich, etwas Mehr, mit einem Heer neuer Beamter. Aber was soll das, bei einem Steuersystem, das nicht mal Steuerberater in allen teilen verstehen. Es gab da mal einen Bierdeckelvorschlag, wurde leider nie verwirklicht und der den Vorschlag gemacht, zog sich aus der Politik zurueck.
Mehr an Prüfung ist sehr wohl möglich, es fehlt nur der politische Wille. Gerade gestern stand in der Offenbach-Post (s. 3) daß 2000 Prüfer mehr ein Plus an 10000000000 € Steuereinnahmen bringen würden , shon allein durch den Abschreckungseffekt (nicht nur durgh tatsächlich stattgefundene Prüfungen) wenn sich rumspricht, wie hoch die Wahrscheinlichkeit de Erwischtwerdens ist!
Bisschen viel Nullen erwischt, oder ?
Und wenn´s eine Null zuviel war und 1 Milliarde Euro an Steuern zusammen kam, immerhin haben die 2000 Prüfer ca. 120 Millionen an Gehalt im Jahr gekostet.
Den Bierdeckelvorschlag machte Friedrich Merz, MdB,CDU, im Jahre 2003
Danke Werner, weiss ich, aber Deine Ergaenzung ist fuer alle, die es genauer wissen wollen. Was macht der Mann heute ?
Geht seinem Beruf als Fachanwalt nach und wird nach Ablauf der Legislaturperiode nicht mehr für die CDU als Bundestagsabgeordneter kandidieren. Hat sich mit seiner Partei überworfen, für einige Märchen die er erzählt hat, die als solche entlarvt wurden, hat er sich in das politische Abseits gestellt. Er muss aber nicht am Hungertuch nagen immerhin arbeitet seine Frau als Richterin am Landgericht für etwas mehr als ein Hartz IV Empfänger.
Vielen Dank. Muss lachen. Die Politik waere menschenlos, wenn alle Maerchenerzaehler als solche entlarvt wuerden. Maerchen toent auch besser wie Luege. Schoenes Wochenende und Gruss von der Insel.
Schon bescheuert. Wenn es wenigstens etwas aus der Politik gewesen wäre. Nein, er hat Geschichten aus seiner Jugend erzählt die sich im nachhinein als Märchen herausgestellt haben. Gruß zurück und ein schönes WE.

OK, liebe Schwarzgeldbesitzer!!!

Alle Firmen ob groß oder klein werden in bestimmten Intervallen geprüft! ALLE! Wer auffällig ist wird öfter geprüft. Es ist gut so wie es ist.
Ich habe keine Lust noch mehr Steuer für noch mehr Steuerbeamte zu zahlen!

Es nimmt einfach zuviel Zeit in Anspruch! Klare Linien fehlen, finde ich.

Eine Steuerprüfung erfolgte früher alle 7 - 9 Jahre und umfasste die letzten 4 Jahre. Nach der letzten Prüfung 2006 meinte der Finanzbeamte zu mir das ich ihn oder einer seiner Kollegen erst in 11, 12 wieder zu einer Prüfung sehen werde. Begründung: Zu wenig Personal, immer mehr Bearbeitungsfälle und höhere Anforderungen. Eine Aktion durch die Steuerfahndung erfolgt auf Antrag der OFD (Oberfinanzdirektion) mit Beschluss bei dem Verdacht der Steuerhinterziehung, Geldwäsche etc. zur Sicherung von Beweismaterial. Habe einmal so eine Nacht- und Nebelaktion als Betroffener mitgemacht. 21 Betriebe und Bürogebäude, bei den Geschäftsführern und Prokuristen auch noch die Wohnhäuser, mit mehr als 230 Beamten. Keiner darf mehr ans Telefon gehen, aufs WC oder Räume wechseln oder sich untereinander unterhalten. Einen Anruf wird dem Geschäftsführer gestattet um seinen Anwalt anzurufen. Die Aktion damals erfolgte auf Anzeige der Firma Monsanto Corp. USA. Heraus kam bei der ganzen Sache nichts und die OFD hatte Probleme diese Aktion mit über 230 Einsatzkräften und wochenlanger Aktensichtung zu erklären.
Nach gewissen Zeiträumen, sehr hohe Umsatzsteigerungen, verspätete Abgaben von Steuererklärungen,zu wenig Umsatz mit öfteren Umsatzsteuerzahlungen durch FA.Falls schon mal Tel.oder persönlicher Kontakt mit Beamten war und Ihr euch garnicht gut verstanden habt -)erhöht das "Risiko" einer Prüfung auch.
Siehe auch meinen Kommentar oben. Es ist besonders schlimm, daß wieder mal Leute beim Raffen vorneweg sind, die eh schon sehr reich sind. Die kriegen den Rachen einfach nicht voll ...

Die leisten sich doch ihre Berater und setzen sie auch wieder ab (stl)Dafür gut bezahlt.DH
Die Auswahlmöglichkeiten zur Antwort sind mir zu einseitig und zielen so ziemlich auf dasselbe ab.
sunpoint am 15. Februar 2008 20:43 peter4711, dann schreib doch bitte Deine Meinung.
Der Staat soll nicht immer nur an seine Kohle denken und sie seiner Bevölkerung abnehmen.
sunpoint am 15. Februar 2008 21:39 Das ist richtig..aber es wird sich niemals ändern. Das war schon im Mittelalter so !!
Der Staat sind wir und unsere Einnahmequellen sind nun halt mal Steuern und ein bisschen Überschuss aus dem Bundesbankvermögen.