Frage von computerbrain, 79

Nach welchem Erziehungsstil erziehen sie ihre kinder?

Welchen Erziehungsstil wählen sie und warum? Wie alt sind ihre kinder.

Antwort
von SchleichSchmitt, 17

Ich könnte mich auch nicht für einen bestimmten Stil entscheiden. Meine Erziehung folgt größtenteils meinem Bauchgefühl.

Ich empfinde die Kommunikation auf Augenhöhe als wichtig. Kinder sind nicht weniger wert, nur weil sie möglicherweise noch nicht so viel wissen oder erlebt haben. Sie haben auch eine Meinung und Empfindungen, auf die man eingehen sollte. 

Bei bestimmten Dingen entscheide ich, da ich der Meinung bin, dass Kinder diese schwer einschätzen können. Schlafenszeiten und Kleidung bspw.

Allerdings wird dabei viel kommuniziert. Ich mache sie darauf aufmerksam, dass sie offensichtlich müde sind oder sage ihnen morgens (wenn es am Abend vorher mal später geworden ist) "Du bist müde, oder? Das passiert, wenn man spät ins Bett geht". Meine Kinder gehen dann schon von allein gern abends zur Standardzeit ins Bett, weil sie begriffen haben, dass der Schlaf ihnen gut tut.

Meine Tochter (6) sucht schon seit einigen Jahren allein ihre Sachen raus. Es gab früher sehr viel Streit und das Anziehen war der Horror. Also sagte ich ihr, dass sie aussuchen dürfe, was sie möchte. Und alles wurde sehr entspannt. Ich gebe ihr lediglich Hinweise darauf wieviele Schichten sie anziehen muss. "Heute wird es kalt, suche dir bitte 3 Pullis raus" etc.

Ich finde es wichtig zu gucken wie und wo man seine Energien einsetzt. Es macht wenig Sinn für alles Regeln aufzustellen und jede Kleinigkeit durchsetzen zu wollen. Dafür muss man viel Kraft einsetzen. Ich mag das "gegen-die-Kinder-ankämpfen" nicht. Also konzentriere ich mich auf Dinge, die mir wichtig sind.

Danke und Bitte lernen sie irgendwann durch Nachahmung. Meine Kinder sind unglaublich höflich, wenn sie mit Leuten auf der Straße umgehen und das habe ich ihnen niemals explizit "beigebracht". Sie haben es sich einfach abgeguckt.

Beim Essen ist es mir wichtig, dass wir gemeinsam beginnen und dass ein Kind erst aufsteht, wenn alle anderen Kinder fertig sind.

Kommunikation ist wichtig. Und ganz besonders Empathie. Wenn man versucht die Perspektive der Kinder einzunehmen, kann man viel besser ihre Reaktionen verstehen und passender darauf reagieren. Kinder sind keine kleinen Monster, die ständig etwas Böses wollen, sondern einfach Menschen mit Bedürfnissen. Sie lernen erst nach und nach, dass andere Menschen ebenfalls Bedürfnisse haben und man einen Raum schaffen muss, in dem jeder mit eben diesen gesehen wird.

Antwort
von kiniro, 24
ein anderes nähmlich...

Ich habe keinen Erziehungsstil, sondern eine Haltung.

Diese Haltung heißt "unerzogen" und ist mitnichten ein Schimpfwort, sondern beinhaltet das Weglassen jeder Form von Erziehung.

Wichtig sind

liebevoller Umgang
respektieren der Grenzen des Kindes sowie
achten der eigenen Grenzen
das sog. Unden - also Lösungen finden, bei denen alle Beteiligten letztendlich zum Zuge kommen: nicht entweder A oder B, sondern A und B.

"Unerzogen" ist Arbeit an der Beziehung zum und mit dem Kind.

Meine Tochter ist 17 Jahre alt und ich pflege diese Haltung ihr gegenüber seit gut 15 Jahren.

Dinge, die das Grundbedürfnis betreffen, habe ich (mit Unterstützung) meiner Tochter von Geburt an überlassen.

Schließlich "wusste" sie, wann sie Hunger hat(te) und wann sie müde ist (bzw. war).

Antwort
von Cathrine8, 34

Meine Tochter (fast 10) und ich leben seit der Trennung von meinen Exmann vor 4,5 Jahren alleine. Es gibt feste Regeln, wie z.b. Hausaufgaben, waschen, Zähne putzen, aufräumen etc, aber es gibt auch einiges was wir gemeinsam entscheiden, quasi als "Team".

Antwort
von Goodnight, 20

Kooperativer Erziehungsstil

Antwort
von beangato, 42
Demokratischer

Am ehesten so:

Entwicklung von Werten und Verhaltensweisen, die ein friedliches und
gewaltfreies sowie selbst- und mitbestimmtes Zusammenleben (individuelle
Emanzipation und gesellschaftliche Partizipation) fördern, dazu gehören beispielsweise Toleranz, Solidarität, Bereitschaft zur Verantwortungsübernahme;

https://de.wikipedia.org/wiki/Demokratische\_Erziehung

habe ich mein 3 Kinder erzogen, die jetzt 36, 33 und 27 Jahre alt sind.

Antwort
von Militaerarchiv, 42

Nach Martin Rütter :)

Antwort
von magaline, 10
Demokratischer

demokratischer

Antwort
von Demelebaejer, 23
Autoritärer

Ich schließe mich beangato an. Allerdings wähle ich "autoritär", weil wir unsere Kinder nicht dauernd gefragt haben: "willst Du diese oder jenes?"  "Wann willst Du ins Bett gehen?" Wir haben das bis zum 14.-15. Lebensjahr der Kinder selbst bestimmt. Denn Kinder kann man nicht wie Erwachsene behandeln.

Wichtig ist immer: "Was Du nicht willst, dass man dir tu, das füge auch keinem anderen zu!"

Du willst nicht geärgert werden, dan ärgere niemanden. du willst nicht gehauen werden, dann hau auch keinen anderen.

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