Frage von Obivan29, 71

Nach Privat Autokauf ein erheblichen Mangel festgestellt?

Ich kaufte gestern einen Mini One bj'01. Der Verkäufer meinte zu mir das er nur zwei kleine Mängel hätte wie den Raddrehzahlsensor hinten und am vorderen Federbein links das ein Gummi eingerissen ist wo die Feder oberhalb drinnen liegt und er deshalb zur Seite zieht, er war da wohl vorher in der Werkstatt wo sie die rechte Seite gemacht hatten, sie aber zu ihn meinten dass die linke Seite noch ok ist . So hatte er es Mir und meiner Freundin erzählt.

Heute hatte ich mir die Zeit genommen um mir das Problem mit dem gummi einmal anzusehen, dabei stellte ich aber fest dass der Schraubenkopf vom Achsschenken der das Federbein festhält abgerissen ist und der Stoßdämpfer sich darin frei bewegt hatte.

In meinen Augen ist das grob Fahrlässig da er wusste das wir 130km bis in die Heimat fahren, wo aber zum glück nix passiert ist.

Kann man da rechtlich was machen da es ja ein privatverkauf war und ich der meinung bin das ihm dass die Werkstatt gesagt haben muss?

Expertenantwort
von rotesand, Community-Experte für Kleidung, Auto, Mode, Schule, 36

Hallo!

Bei einem 15 Jahre alten Gebrauchtwagen mit sicherlich mehr als 100.000 Km & einigen Vorbesitzern sollte man wissen was man sich anschafft: Das ist kein Neuwagen sondern ein Wagen der 15 Jahre lang auf der Straße war & somit naturgemäß einige Macken aufweisen kann..!

Gerichtlich kann man da wohl nix machen.. weil man erstmal nachweisen muss dass der Verkäufer den Mangel kannte bzw. er bei Übergabe des Minis schon bestanden hat ---------> und das ist seeeeeeeehr schwer.. da wird auch Aussage gg. Aussage stehen!

Ich denke - weil ich keiner bin der in jedem Autoverkäufer einen potenziellen Kriminellen sieht! - dass der Verkäufer ehrlich war & euch die Mängel nannte, die er wirklich wusste. Es gibt leider auch solche die ein Auto veräußern ohne Kunden zu informieren wo sie dran sind..

Versucht euch doch evtl. gütlich zu einigen.. indem er dem Mann sachlich erklärt was los ist & ohne ihm was vorzuwerfen das Thema aufgreift.. vllt. könnt ihr euch irgendwie einig werden, wäre mein Tipp!

Vermutlich trifft hier ansonsten wohl wieder der Spruch "einmal zahlt man immer Lehrgeld" zu.... so schade wie es ist!

Hoffe ich konnte euch dennoch helfen!

Kommentar von Obivan29 ,

Ja habe ihn erstmal angeschrieben da er nicht ans Telefon bis jetzt ging.

ich wollte mich wie gesagt erstmal informieren ob ich irgendwie was rechtlich machen kann da es in meinen Augen grob Fahrlässig ist und man anhand der radsicherung erkennen konnte das gerade erst wer was probiert hatte da sie scheinbar mit hammer und meißel bearbeitet wurde.

und nein er hatte nur ein Vorbesitzer :)

Kommentar von rotesand ,

Hallo!

Vllt. war der Vorbesitzer shclicht nicht im Bilde über sein Auto.. viele "Techniklaien" verkaufen unbedarft ihre Wagen ohne dass sie wissen was dran ist.. die meisten Antworten sind: "Der war doch immer in der Werkstatt zum Kundendienst, da wurde ja alles gemacht" ----------> kenn' ich alles ;)

Antwort
von NomiiAnn, 34

Normalerweise muss jeder Mangel, den es gibt, im Vertrag festgehalten sein. Hast du den Verkäufer schon kontaktiert?

Grundsätzlich ist es natürlich besser das Auto vor dem Kauf selbst noch mal kurz durchchecken zu lassen.

Kommentar von Obivan29 ,

Ja habe Ihn schon angeschrieben aber kam noch keine Antwort drauf zurück. Wollte mich vorab schonmal Informieren ob was möglich wäre.

Kommentar von NomiiAnn ,

Wenn die Gewährleistung ausgeschlossen wurde, dann kannst du glaube ich nur bei arglistiger Täuschung bzw verschweigen etwas machen. Und das musst du dann erst einmal nachweisen. So weit ich weiß.

Antwort
von peterobm, 26

und ich der meinung bin das ihm dass die Werkstatt gesagt haben muss?

Was du zu Beweisen hättest! So aber leider nicht

Kommentar von Obivan29 ,

Selbst wenn im Kaufvertrag drinnen steht:

"Das Kraftfahrzeug wird unter Ausschluss der Sachmängelhaftung verkauft. Dieser Ausschluss gilt nicht für Schadensersatzansprüche aus

Sachmängelhaftung, die auf einer grob fahrlässigen oder vorsätzlichen Verletzung von Pflichten des Verkäufers oder seines Erfüllungs­gehilfen beruhen sowie bei der Verletzung von Leben, Körper und Gesundheit.

"

Was wäre wenn das Federbein rausgesprungen oder sonst was passiert wäre?

Antwort
von Biberchen, 30

da kannst du nichts machen. Du hättest das Fahrzeug vor dem Kauf vom TÜV begutachten lassen können.

Antwort
von Asgadon, 32

Wenn er privat ist Nein! Bei einem Händler ja!!!

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