Frage von alexiii000, 325

Nach Magersucht wie Kalorien steigern?

Hallo Leute,
Ich bräuchte mal eure Hilfe und Erfahrungen :)
Und zwar habe ich Magersucht. Ich wiege im Moment 43,5kg bei 1,63m .. Ich habe ein Riesen Problem mit dem Essen .. Ich esse Sonntag bis Freitag immer nur so 300-400kcal am Tag und samstags muss ich immer mehr essen, da meine Komplette Familie daheim ist.. Da komm ich meistens auf 3000kcal! Aber dieser "refeed"-Tag bringt mir überhaupt nichts, da ich trotzdem pro Woche ungefähr ein halbes bis ein Kilo abnehme!
Aber ich würde gerne endlich wieder normal essen können! Es gestaltet sich iwie nur sehr schwierig:/
Wie meint ihr soll ich meine kalorienzufuhr steigern, dass ich nicht sofort in den Jojo Effekt komme, sondern langsam zunehme? Soll ich jede Woche um 50-100 kcal steigern, oder gleich auf meinen grundumsatz und dann langsam auf 2000 steigern?
Wäre euch sehr dankbar wenn ich mir mit euren Erfahrungen helfen könntet :)
Vielen Dank schonmal.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von lastgasp, 200

Wie sieht denn Dein Therapieverlauf aus? Warst Du in irgendeiner Behandlung oder frickelst Du selbst an Dir herum?

Moderne Therapieansätze, die z.B. die Eltern zumindest zeitweise nicht unbedingt als Teil der Lösung ansehen - Dein Wochenendprogramm ist schon ziemlich merkwürdig und Deine Eltern merken wohl nicht mehr viel - gehen von Wohneinrichtungen aus und haben lange Auswilderungsphasen mit Gruppenangeboten und einer permanenten Notfallnummer, wenn mal wieder alles aus dem Ruder läuft.

Da Du incl. Deines putzigen Refeed-Tages nur auf durchschnittlich 770 kcal pro Tag kommst, und selbst  wenn man davon ausgeht, dass Dein Stoffwechsel eh' nur noch ein Ruine ist, dürftest Du meilenweit vom Jojo-Effekt entfernt sein. Bei einem BMI von knapp über 16 bist Du nur noch 3 Kilo von der magischen BMI 15-Grenze entfernt, ab der Dich keine ambulante Einrichtung und auch kein niedergelassener Therapeut mehr behandeln darf. Bei Deinem aktuellen Essverhalten dürftest Du in 3 - 4 Wochen soweit sein. Danach bleibt nur noch das, wovor die meisten Girlies fürchterliche Panik haben...

Selbst bei einer Steigerung auf 600kcal (plus 200 - 250 kcal pro Woche). könntest Du diesen Prozess nur um 1 Woche verzögern. Dein Grundumsatz  beträgt vermutlich mindestens 1600 kcal. Selbst dann würdest Du vermutlich nicht zunehmen.

http://www.amanda-ev.de/

Das gemeinnützige Frauentherapie- und Beratungszentrum Amanda e.V. in Hannover bietet an jedem Dienstag von 12 - 14 Uhr eine Telefonsprechstunde an, natürlich kostenlos und auf Wunsch anonym. Tel. 0511-885970


Kommentar von alexiii000 ,

Warum dürfte mich dann keiner mehr behandeln?

Kommentar von Coza0310 ,

Weil die Risiken zu groß sind. 10 bis 15% der Patienten mit Anorexie sterben. Er zitiert aber Leitlinien. Noch entscheidet jeder Arzt und jeder Psychotherapeut selbst, inwieweit er sich an die Leitlinien hält. Hält er sich nicht daran, dann darf allerdings nichts passieren.

Kommentar von derdorfbengel ,

Wenn das überhaupt Richtlinien sind und nicht nur Empfehlungen. Eine S-3-Leitlinie Anorexie - gibts die überhaupt? Die Empfehlungen der Lehrbücher sind jedenfalls durchaus verschieden, was die BMI-Grenzen für Übergaben an Kliniken angeht. Ich finde auch 14,0 nach unten und auch schon 17,5 (!)

Kommentar von Coza0310 ,

Leitlinien gibt es schon seit 2011. Dort steht auch drin, dass bei einem BMI unter 15 eine stationäre Behandlung erfolgen sollte.

http://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/051-026.html

Kommentar von lastgasp ,

Das Wohnprojekt für essgestörte Mädchen Amanda, deren Anträge nach § 45 SGB VIII  ich selbst gegenüber der Region Hannover gestellt habe, hat die Betriebserlaubnis in Absprache mit der wirtschaftlichen Jugendhilfe der Stadt und Region nur erteilt, wenn u.a. der Mindest-BMI von 15 berücksichtigt wird. Unterhalb dieses Wertes muss zwingend in die Klinik überwiesen werden (größtenteils gegen den ausdrücklichen Wunsch der Mädchen). Die Körpergewichte müssen natürlich wöchentlich dokumentiert werden.

Dass dauerndes Wiegen zum krankheitsbedingten Fetisch gerade von Anorexie-Patientinnen gehört, macht diese Praxis nicht wirklich
sinnvoll.

Auch niedergelassene Psychotherapeut/-innen halten sich allgemein an diese Regel, wenn sie keinen Stress mit den Standesorganisationen haben wollen. Da Anorexie-Patientinnen wahre Meisterinnen in der Therapeuten-Manipulation sind, lassen sich nur junge PsychotherapeutInnen verarschen und glauben Phantasiegewichte....

Zuletzt: nur Einrichtungen mit unmittelbarem Zugriff auf stationäre Behandlungsmöglichkeiten gehen runter bis BMI 13....

http://www.st-agatha-krankenhaus.de/Psychosomatik_Behandlungsablauf_Essstoerunge...

Kommentar von Coza0310 ,

Ich gehe davon aus, dass das Wohnprojekt (Ihre Initiative in allen Ehren) keine ärztlich geleitete Einrichtung ist. Zwar gelten Leitlinien auch für Ärzte, aber hier haben sie nur empfehlenden Charakter, ich kann bei entsprechender Begründung und Dokumentation davon abweichen. Auch Psychotherapeuten sind keine Ärzte und können parallel keine laborchemische Diagnostik machen und nicht enteral und/oder parenteral ernähren.

Antwort
von Coza0310, 189

mich wundert, dass Du bei der genannten Kalorienmenge dann plötzlich 3000 kcal an einem Tag schaffst.

Grundsätzlich ist eine langsame Steigerung sinnvoll und vemeidet Anf#lle von Fressanfällen. Ich würde aktuell auf 600 kcal erhöhen und dann wöchentlich 100 kcal pro Tag mehr. Das steht im Gegensatz zu den in entsprechenden Kliniken geübten Verfahrensweisen, ist aber bezüglich des Jojo-Effektes nach meinen Erfahrungen günstiger.

Kommentar von lastgasp ,

dann plötzlich 3000 kcal an einem Tag schaffst

Keine der von essgestörten Girlies genannten Zahlen stimmen, wenn es 1000 kcal sind, dürften es viel sein. 43,5 Kg, die sie als Körpergewicht nennt, vermutlich mit 3 Pullovern und einem Liter Wasser ermittelt, sind auch typische Anorexie-Girlie-Angaben, effektiv sind es vermutlich 42kg.

Kommentar von Coza0310 ,

Die Frage war aber nach der Art und Weise der Steigerung der Nahrungsmittelzufuhr. Die genannten Tricks und noch ein paar mehr sind mir alle bekannt.

Kommentar von derdorfbengel ,

Das "Girlie" steht hier nicht vor einem Arzt, der sie gegen ihren Willen überwacht, auf der Waage. Das Mädchen fragt hier ganz freiwillig aus eigenem Entschluss Menschen um Rat. Es gibt keinen Grund anzunehmen, dass sie lügt.

Deine Wortwahl und Dein Sprachduktus gegenüber essgestörten Frauen ist herablassend, grob bis feindselig.

Vielleicht fällt Dir das selbst gar nicht so auf.

Antwort
von bambilein17, 140

Du solltest dir professionelle Hilfe suchen. Du scheinst momentan stark in der Essstörung gefangen zu sein und es ist nahezu unmöglich, dass du das auf eigene Faust schaffst, komplett gesund zu werden. Wenn du dir Unterstützung hältst, wird dir der sowieso belastende gesundungsprozess erleichtert. Du darfst nicht vergessen, dass das Essverhalten und das Gewicht nur der eine Teil einer Essstörung ist. Der andere und viel wichtigere ist die Psyche. Wenn du an ihr nicht arbeitest, wirst du nicht gesund werden.

Antwort
von Kattylovebul, 148

Du kannst jeden tag um 100 kcal mehr essen bis du auf 1500 kcal kommst aber wen du zunehmen möchtest Dan musst du mehr Kalorien zu dir nehmen da hilft meistens Süßigkeiten oder Fast Food  

Antwort
von rehgiiina, 131

Ich esse Sonntag bis Freitag immer nur so 300-400kcal am Tag

Das MÜSSEN mindestens 1500 bis 1600 sein.

Das ist mit leckerem Essen (Fastfood) und Süßigkeiten auch problemlos erreichbar.

Nimm jeden Tag eine Tafel Schokolade mit zur Schule - und iss sonst vielfältig und ausgewogen.

Lasse Dir vom Hausarzt einen Ernährungsplan aufstellen.

In der Woche hast Du jetzt ein Defizit von fast 7000 Kilokalorien - 3000 am Samstag sind nicht einmal die Hälfte, dies ausgleichen zu können.

WEIL Du viel zu wenig isst, drohen Dir ernste Entwicklungsstörungen (körperlich und geistig) und deshalb wird der Körper auf "Sparflamme" gehen.

Dein Verhalten ist extrem krank - Du brauchst professionelle Hilfe eines Psychotherapeuten.

Tipp: Wikipedia - anorexia nervosa

NACH Magersucht gibt es nicht - Du wirst dein Leben lang aufpassen müssen - diese schwere psychische Störung ist nicht heilbar.

Antwort
von Andyplayer1, 126

Wie alt bist du?

Kommentar von alexiii000 ,

16

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