Frage von xBlinQzzz, 35

Nach Kauf einberufung der Wiederufsrechts?

Hallo

Zuvor eine Info: Ich bin 15 und als ich den Artikel gekauft habe waren meine Eltern nicht anwesend.

Ich habe am 05.01.2016

eine Lichterkette gekauft die leider defekt

war ich bin dann am 07.01.2016

zum Laden hin und habe den Artikel umtauschen lassen. Als ich Zuhause ankam habe ich die Lichte kette angegossen und was war? Ging nicht!

Am nächsten Tag 08.01.2016 bin ich sofort zum Laden und wollte mein Geld zurück. Er meinte das er das nicht kann und nur ein Gutschein geben kann aber ich möchte den Gutschein nicht weil das ein "Billig" Laden ist (All in One Limburg) . Als wir geredet haben hat der Verkäufer Beleidigt das wir natürlich zur Anzeige brachten. Er sagte also er könne es nicht annehmen. Wir sagten aber das es Im Bürgerlichen Gesetzt Buch §355 das ihn dazu Verpflichtet. Er meinte dann dass jeder Laden seine eigenen Regeln macht.

Hatte der Verkäufer Recht?

Antwort
von Cokedose, 4
Verkäufer hat Recht

So leid es mir tut, aber ausgehend davon wie du den Fall geschildert hast war der Verkäufer noch im Recht. Zumindest was die Reklamation an sich zu diesem Zeitpunkt angeht.

Wird dir ein mangelhafter Artikel verkauft, so ist der Verkäufer lediglich 2x zur Nachbesserung verpflichtet. In deinem Fall hat er dir jedoch erst einmal eine neue Ware gegeben als du das Geld zurückgefordert hast. Er hätte dir aber noch einmal eine neue Lichterkette mitgegeben können oder die defekte reparieren lassen können. Erst wenn dieser Versuch auch fehlschlägt hättest du das Recht vom Kauf zurückzutreten (§ 440 BGB). In diesem Fall, also nach nur nur einmaligem Versuch der Mangelbeseitigung, war dir der Verkäufer mit dem Gutschein sogar noch entgegengekommen.

Nicht richtig wäre es gewesen, wenn dir der Verkäufer nach dem zweiten missglücktem Versuch der Mangelbeseitigung nur einen Gutscheinschein angeboten hätte. Hier hast das Recht auf Erstattung des vollen Kaufpreises.

Die Aussage, dass jeder Laden seine eigenen Regeln macht ist auch nur bedingt richtig. Viele Dinge kann ein Händler in seinen AGB frei festlegen. Gesetzliche Bestimmungen bleiben hiervon jedoch unberührt. Räumt der Laden beispielsweise ein "Rückgaberecht" ein (kein Recht im gesetzlichen Sinne, sondern lediglich eine Serviceleistung!) und du bringst die Lichterkette zurück weil sie dir nicht gefällt, so kann der Händler die Voraussetzungen und die Art der Erstattung (Gutschein) dafür selbst festlegen.

Im von dir angesprochenen § 355 BGB heißt es: "Wird einem Verbraucher durch Gesetz* ein Widerrufsrecht nach dieser Vorschrift eingeräumt (...)". Wird es in diesem Fall aber nicht. Dieses Recht gibt es z.B. bei Haustürgeschäften oder Onlinebestellungen (* Fernabsatzgesetz).

Allerdings scheint mir der Verkäufer, anhand deiner Schilderung) selbst auch nicht so fit zu sein was die gesetzlichen Bestimmungen angeht, da er sie dir sonst einfach hätte erklären können und die Sache wäre gut gewesen.

Antwort
von thorsengel, 6
Kunde hat Recht

Jeder Laden kann eigene Regeln machen, diese dürfen auch von den Gesetzen abweichen; zu Gunsten des Kunden.
Von den Mängeln der Ware mal abgesehen warst du ja auch eindeutig in der 14 Tage Frist.

Antwort
von Lkwfahrer1003, 10
Kunde hat Recht

Er kann als gewerblicher Verkäufer die Gewährleistung nicht ausschließen ......

Frag ihn mal ob er schon mal kontakt mit dem Verbraucherschutz hatte ....und ob er den will

Antwort
von DiesUndDasMach, 20
Kunde hat Recht

Wenn die Ware mangelnder Qualität ist und du Unwissend der Qualität bist bist du sie prüft hast du ein Recht die Ware innerhalb eines Jahres wegen Mängeln zu widerrufen. Wenn der Verkäufer in arglistiger Absicht versucht die Mängel zu vertuschen, darfst du es innerhalb 3 Jahren zurückgeben. Der Verkäufer hat nicht das Recht die Reparatur oder Mängelbeseitigung abzulehnen.

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