Frage von baakbb, 33

Nach Einreichen des Scheidungsantrages mit PKH wann erhält man dann einen Termin für die Scheidung bzw. wieder Nachricht vom Gericht?

Mein Anwalt hat mit Einreichen des Scheidungsantrages auch gleich Verfahrenskostenhilfe mit beantragt. Ebenso wurde auch der Versorgungsausgleich mit beantragt, sonst weiter nichts, alles andere wie Zugewinnausgleich sollte wenn dann in einem separaten Verfahren geregelt werden, sobald die Verfahrenskostenhilfe bewilligt wurde. Mein Exmann (der aber auch kein Einkommen hat) hat nun auch Post vom Gericht bekommen, mit der Möglichkeit innerhalb von 14 Tagen auf dieses Schreiben zu reagieren, insbesondere, ob er der Scheidung zustimmt und ob er den Details zum Trennungsjahr zustimmt. Wenn jetzt mein Exmann nichts weiter unternimmt, wann kommt dann Antwort vom Gericht, insbesondere auch Antwort, ob die Verfahrenskostenhilfe bewilligt wurde und wie geht es dann weiter? Vielleicht kann mir jemand was dazu schon sagen.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Erdianer, 17

Wenn Du die VKH (=Verfahrenskostenhilfe) bewilligt bekommen hast, wird der Scheidungsantrag an Deinen Mann zugestellt werden.  Ihr beide bekommt  dabei auch Auskunftsbögen zum Versorgungsausgleich  zugesandt, die ihr ausgefüllt an das Gericht zurücksendet (alle Versicherungen angeben, aus denen eine Rente gezahlt wird).  Dies wird dann  die Auskünfte bei den angegebenen Versorgungsträgern erholen. Sobald diese komplett vorliegen wird Scheidungstermin bestimmt werden.

Dies wird etwa  4  - 6  Monate dauern. Falls Lücken im Versicherungsverlauf sind, umgehend beantworten. Je schneller die Auskünfte der Versorgungsträger vorliegen, umso früher ist der Scheidungstermin.

Wieso will der Anwalt wegen Zugewinnausgleich  noch ein eigenes Verfahren  anhängig machen  = Geldmachen !?.  Falls noch weitere Probleme auftauchen sollten (elterliche Sorge, Unterhalt etc.) kann dies im laufenden Scheidungsverfahren als FOLGESACHE anhängig gemacht werden. Ist auch billiger!

Wenn Du VKH bekommen hast, musst Du damit rechnen,  dass diese innerhalb 4 Jahren nach Rechtskraft der Scheidung überprüft wird und bei positiver Änderung Deiner wirtschaftlichen Verhältnisse wirst Du die angefallenen Kosten evtl. noch bezahlen müssen.  

Kommentar von baakbb ,

Danke erst Mal für die Info. Gegenseitige Unterhaltansprüche bestehen nicht. Ebenso auch keine elterliche Sorge, da die Kinder bereits erwachsen sind. Es ist so, dass mein Noch-Ehemann evtl. Ansprüche im Rahmen des Zugewinnausgleiches hätte, denn es besteht zwar eine Immobilie (Kauf während der Ehe), die aber noch nicht abbezahlt ist und in meinem Alleineigentum steht. Diese Immobilie wird nun auch demnächst verkauft, wobei ich hier aber auch bei einem Verkauf, der Betrag abzüglich Schulden und nur die Differenz zum Anfangsvermögen, also Vermögen vor der Ehe gegenüber meinem Mann auszugleichen wäre, wobei mein Anfangsvermögen höher war. Von der Anwältin wurde mir erklärt, dass ein Zugewinnanspruch, den dann mein Mann hätte, er dann auch geltend machen müsste. Dass die Immobilie in meinem Alleineigentum steht, wurde bereits auch bei Abgabe des Scheidungsantrages von meiner Anwältin erwähnt, somit denke ich, dass man dies dann schon als "FOLGESACHE" anhängig gemacht werden kann.

Kommentar von Liesino123 ,

Es ist sinnvoll den Zugewinnausgleich in einem gesonderten Verfahren nach der Rechtskraft der Scheidung einzureichen, wenn zum Beispiel nur eine Person in die Rentenkasse einzahlt.

Antwort
von Liesino123, 11

Sobald deine VKH gewährt wird (keine Erfahrungswerte) kommt es ganz auf das Gericht an.
Vermutlich wurde sie schon gewährt, da Gerichte vor Bezahlung meist gar nicht tätig werden.
In dem mir bekannten Fall hat es circa 5 Monate nach Bezahlung der Gerichtskosten gedauert, bis der Scheidungstermin angesetzt wurde.
Sollte es Lücken geben bei den Angaben, die zur Berechnung der zu übertragenen Rentenpunkte angefordert werden, dauert es länger.
Deshalb am besten vorher bei der Rentenversicherung anfragen, ob es Zeiträume gibt, die nicht geklärt sind.

Antwort
von rasperling1, 25

Alle diese Fragen muss Dir Dein Anwalt ausführlich und kostenlose beantworten.

Kommentar von baakbb ,

Klar beantwortet mir dies auch mein Anwalt, wollte dennoch ein paar Erfahrungswerte anderer Personen hören.

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