Frage von Rinachen92, 100

Nach einer Woche Rauchfrei, weiter machen mit Nikotin Kaugummis?

Und noch eine Frage habe ich zum Thema Rauchstopp !!!

Ich bin nun eine Woche Rauchfrei, habe momentan heftige Entzugserscheinungen bzw. auch Schmachtattacken wo ich mich mit nichts mehr ablenken kann... Da wollte ich fragen, ob es jetzt noch sinnvoll ist weiter "durchzuhalten" mit Nikotinkaugummis, oder andere Sachen die es noch so auf dem Markt gibt...?!

Oder stelle ich damit nur noch mehr unheil an?!

Wäre froh um ein paar Antworten.

Expertenantwort
von Sternenmami, Community-Experte für Gesundheit, 36

Wenn Du jetzt Nikotin-Kaugummis nimmst, hast Du genau den Effekt, den Du ja nicht mehr haben möchtest. Dann bringt Dir der Verzicht auf Zigaretten überhaupt nichts, weil Du Deinem Körper das Nikotin ja auf andere Weise zuführst. Das wäre nach einem Tag vielleicht noch eine Lösung gewesen, aber nicht, wenn Du schon eine Woche ohne Zigaretten geschafft hast.

Lenke Dich ab. Schrubb die Wohnung, hacke Holz, geh Joggen oder was Dir sonst noch einfällt. Irgendetwas, was Du sonst nicht machst und was Dich fordert. Dann denkst Du auch nicht an Zigaretten.

Du kannst gerne Kaugummis kauen, aber bitte ohne Nikotin. So hast Du etwas zu kauen und auch das kann helfen, diese Entzugssymptome zu bewältigen.

Wird es ganz schlimm, dann kaue entweder auf einer Chilischote rum oder nimm kurzzeitig einen Löffel voll Kaffeepulver in den Mund und behalte diesen so lange wie möglich im Mund, bevor Du ihn wieder ausspuckst. So werden Deine Gedanken automatisch in eine ganz andere Richtung gelenkt, weil es eine große Überwindung ist, wenn man auf Chili rumkaut oder aber das Kaffeepulver im Mund zu behalten.

Du hast den schwersten Schritt schon geschafft. Die ersten drei Tage bei einem Nikotinentzug sind die schwersten und das sind die Tage, wo die Entzugssymptomatik am stärksten hervor tritt. Nach diesen drei Tagen kommen die Entzugssymptome nur noch schubweise und fallen nach und nach komplett weg. Hältst Du 3 Wochen durch, dann hast Du es geschafft. Danach treten keine Entzugssymptome mehr auf. Dann gilt es nur noch, sich nicht wieder verleiten zu lassen, was zwar auch nicht einfach ist, aber wenn man den Willen dazu aufbringt, schafft man das auch.

Es hängt letztendlich alles von Deinem Willen ab. Willst Du wirklich voll und ganz die Zigarettenzeit hinter Dir lassen, dann schaffst Du das auch. Sei stark!!! Und wie gesagt ... suche Dir etwas, was Dich ablenkt. Vielleicht ist dies jetzt auch der Zeitpunkt, sich ein neues Hobby zu suchen. Da findest Du schon etwas, was Dir Spaß macht ... aber bitte nichts, was Dich in eine neue Sucht stürzt (wie z.B. Spielsucht).

Ich wünsche Dir alles Gute auf Deinem Weg. Glaube an Dich! Du schaffst das!

Antwort
von ickebinshallo, 36

Herzlichen Glückwunsch, die erste Woche hast du geschafft- wohl die schwerste Zeit!!

Am effektivsten ist der endgültige Schritt, so wie du ihn gemeistert hast. Also sofort Schluss, kein langsames Entwöhnen, das ist Unfug.
Natürlich möchte der Markt aber mit Nikotinpflastern, -kaugummis, -tabletten und E- Zigaretten verdienen, wenn du schon keine Zigaretten mehr kaufst. Natürlich kannst du dein Geld in deren Kassen werfen, aber DU SELBST wirst davon nicht viel haben. Würde dir keine Nikotinersatzpräparate empfehlen, wenn du AUFHÖREN willst. Der Entzug wird nicht leichter.

Kennst du schon die ganzen positiven gesundheitlichen Effekte, die sich bereits nach kurzer Zeit Rauchstopp wieder einstellen? Atmung, Blutdruck, Lungenfunktion, Haut, Geschmack... alles wird besser! Stell dir das mal vor!

Würde dir normale Kaugummis (ohne Zucker), Minzblätter ... zum Beschäftigen des Mundes empfehlen. Für die Hände: Knete, Perlenketten etc.

Viel wichtiger ist es auch etwas zu finden, was deine Rauchpausen ersetzt - auf gesunde Art und was dir Spaß macht. Das kann ein Spaziergang, ein Telefonat, ein Kaffee/ Tee sein.
Ablenkung: wann siehst du als nächstes jemanden, der etwas rotes/ gelbes/ blaues trägt? Auch das fokussiert deine kreisenden Gedanken auf etwas anderes. Rätselst du gerne (Kreuzwort, Sudoku...)?

Zum Durchhalten gibt es übrigens nichts besseres als Verbündete - Freunde, Familie, die einen motivieren oder ebenfalls Ex- Raucher/ Aufhörwillige, die verstehen wie es einem geht und das selbe durchmachen.

Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg und bleib dabei.

Antwort
von Charlybrown2802, 49

mit den Kaugummis, setzt du deinem körper wieder nikotin zu und das wäre fatal.

dein kopf spielt noch nicht so mit wie du es gern hättest, versuche dich weiterhin abzulenken. ich habe es mit tiktak (die kleinen weißen) geschafft. habe versucht es 2 stunden im mund zu behalten, einfach nicht dran lutschen und es nur in der wangenseite zu halten

Kommentar von Rinachen92 ,

Das ist ja nun die Frage - ist noch Nikotin im Körper drinnen, oder ist bereits alles soweit draußen?! ... Denn laut den ganzen App's die man sich ja runterladen kann, soll angeblich das Nikotin nach bereits 3 Tagen draußen sein.

Beim Buch von Allen Carr - Endlich Nichtraucher steht allerdings etwas von 3 Wochen drinnen bis 99% aus dem, Körper draußen ist.

Scheinbar scheint da keiner so genaue informationen zu haben.

Und ja da hast du recht, dass mein Kopf nicht so wirklich mitspielt. Ist aber auch so, dass ich heute morgen bsp. aufgewacht bin und der 1. Gedanke war "Kippe" und der 2. Gedanke war "Warum kann es nicht so sein wie früher"...Was getrunken, nix geholfen und bis jetzt eigentlich mehr oder weniger schlechte Laune gehabt ....

Kommentar von Charlybrown2802 ,

hey rinachen, du bist doch auf dem besten weg, also warum willst du jetzt wieder rauchen, dein körper ist schon nikotinfrei. das mit der laune kenne ich auch, aber du musst deinen erfolg sehen. die vorsätze, das du das Geld evtl. in die Spardose steckst, bringt nichts, aber der gedanke, das du immer noch so viel Geld in deiner Geldbörse hast, sollte dich auch motivieren

Kommentar von Rinachen92 ,

Ja, heute Nacht um 0 Uhr sind es ganze 8 Tage bereits ...
Wenn ich bloß ein bisschen Sport machen könnte, aber ich habe mir vor 2 Tagen so die Schulter gezerrt, tut alles weh :( Vielleicht ist auch deshalb einfach meine Laune ziemlich weit unten...

Antwort
von kiara36, 24

Warum hast Du aufgehört? (Ernstgemeinte Frage!)

Dieser Grund der Dich dazu bewegt hat aufzuhören und der Dich schon eine Woche rauchfrei sein lässt - musst Du Dir immer wieder erneut vor Augen führen.
Das muss Deine Motivation sein.
Am Besten führst Du Dir die Vorzüge die jetzt kommen zusätzlich vor. z. B. mehr Geld für sinnvolle Sachen, es riecht nicht mehr unangenehm, vielleicht positive Reaktionen aus Deinem Umfeld...

Jetzt auf Alternativen (Nikotinplaster...) umzuschwenken, halte ich für einen klaren Weg wieder zum Rauchen zurückzukehren.

Das gefährliche am Rauchen ist die Gewohnheit.
Die Zigarette beim Aufstehen (Gewohnheit), Zigarette nach dem Essen (Gewohnheit), Zigarette bei Stress (Gewohnheit), Zigarettenpause (Gewohnheit)...
Du musst die Zeit die Du jetzt hast, mit was anderem ausfüllen.
Die Schmachte kommt nur, weil du Dich in einer Situation ertappst - wo es eine Gewohnheit war.

Kommentar von Rinachen92 ,

Habe aufgehört, weil es genervt hatte und weil uns das Geld zu schade war, was wir dafür ausgegeben haben.

Genervt in dem Sinne - das man gestunken hatte, gelbe Fingernägel hatte, einen ekligen Geschmack bzw alles klebrig im Mund war, selbst nach dem Zähne putzen, dann die Brandflecken in diversen Bettzeug weil die Asche ständig runterfiel.

Derzeit vermisse ich sie eben morgens, nach dem essen und dann wenn ich am Schreibtisch sitze (so wie jetzt) und eigentlich für's Abi lernen müsste.

Kommentar von kiara36 ,

Vielleicht helfen zuckerfreie Kaugummis für die Überbrückung?
Meistens sind es wirklich nur ein paar Sekunden/Minuten, wo man das verlangen hat.
Am Besten ein anderes Ritual einführen, zum Beispiel: eine bestimmte leckere Sorte Tee/Kaffee/ a. Getränk zu Dir nehmen.

Antwort
von Jenehla, 40

Mit dem Rauchen aufzuhören ist eine Kopfsache. Jeder der sich mit seinem Willen dazu zwingt aufzuhören leidet Monate weiter.
Du musst verstehen das es dir nicht schlecht geht weil du etwas nicht mehr "darfst" sondern wie gut es dir geht weil du mit etwas aufhörst was andere Leute weiterhin beherrscht.

Du musst auf nichts verzichten, sondern du startest in ein neues Leben.

Wenn du Hilfe brauchst kann ich dir das Buch "Endlich Nichtraucher" von Allen Carr empfehlen. Es hat mir wirklich geholfen, ich konnte von einem Tag auf den andern glücklich(!) mit dem Rauchen aufhören und bin auch nach 3 Jahren nicht rückfällig geworden.

Kommentar von Rinachen92 ,

Das Buch ist schon gut. Habe es seit der einen Woche bereits 3x durchgelesen ... für wenige Stunden bin ich vollends motiviert und glücklich - tja dann esse ich was am abend bsp. und dann kommt da wieder die leere im Bauch und im Kopf...Dann legt man sich ins Bett und kann nicht einschlafen,...Als würde in meinem Kopf non-stop ein Boxkampf stattfinden zwischen gut und böse :(

Antwort
von kubamax, 31

Ich bin jetzt fast 3 Monate rauchfrei nach 25 Jahren Qualmen. Die Suchtattacken dauern nur ein paar Minuten. Eben diesen Satz habe ich zu mir selbst gesprochen (Es dauert nur ein paar Minuten. Es dauert nur ein paar Minuten. Es d......) Ich habe habe auch an die etwa 3.500 Euro gedacht, die ich nach 12 Monaten übrig habe. Und ich habe trainiert und den Unterschied genossen. Mein Ziel ist ein neues Rennrad und 150km-Radtouren, wie ich sie als Jugendlicher geschafft habe.

Kommentar von Rinachen92 ,

Man muss dazu sagen, dass mein Mann mit mir aufgehört hat. Er hatte auch gute 25 Jahre lang geraucht, bei mir sind es ca. 4-5 Jahre.

Mich hat es echt erschrocken, dass ich die letzten Monate ziemlich viel geraucht habe ... Mit ziemlich viel meine ich, dass ich bald 10 Zigaretten am Vormittag von 9-12 Uhr weg hatte, dann die nächsten 10 von 13-17 Uhr und über manche Abende möchte man lieber nicht sprechen ... Wir haben nur selbst gestopft, mit Tabak aus Luxemburg. Sind 1x im Monat extra rüber gedüst (300km Hin- und Rückfahrt),...Haben uns 2kg immer mitgenommen, die auch meistens nach guten 30 Tagen eben leer waren,...

Meinem Mann fällt es total leicht dieses aufhören. Die zwei Male wo wir schonmal versucht haben aufzuhören, fielen ihm auch echt leicht. Jetzt sagt er sogar, dass ich ja weiter rauchen könne, er aber die Dinger nicht mehr anfässt. Weiß nicht ob das auch am Alter liegen kann. Er wird dieses Jahr 40 und ich dieses Jahr 24 Jahre !!! Vielleicht ist er im Kopf einfach weiter als ich ....

Antwort
von Nemo75, 53

Das bildest Du Dir ein.
Nikotin macht nicht körperlich abhängig!
Das ist alles nur Kopfsache!

Kommentar von michi57319 ,

Selbstverständlich sind auch körperliche Abhängigkeiten vorhanden. Das wird klar, wenn man sich die Wirkweise von Nikotin ansieht.

Kommentar von Nemo75 ,

Ach ja und wie sind die?

Jeder Arzt wird Dir bestätigen das Nikotin keine körperliche Abhängigkeit hervorruft!
Anders als bei Drogen und Alkohol!

Aber Du wirst uns jetzt sicher aufklären oder?

Kommentar von ickebinshallo ,

Leider gibt es auch im Gehirn Nikotin- Rezeptoren, die bei Rauchern vermehrt zu finden sind und ständig nach Nachschub verlangen.

"Alles nur Kopfsache" sagst du ja auch selbst.
Es sind Entzugserscheinungen wie bei jeder anderen Sucht (Alkohol, Drogen) auch. Das Botenstoff- und Hormonsystem ist komplex.

Oder zählst du den Kopf nicht zum Körper? 

Kommentar von Nemo75 ,

@ickebinshallo

Hast Du geraucht?
Schon länger als 20 Jahre?
Danach aufgehört und sprichst hier aus Erfahrung?

Glaube kaum!
Ich habe nach 22 Jahren aufgehört und keine "Entzugserscheinungen" bekommen!
Zeig mir mal einen Raucher der aufhört zu rauchen und dieselben oder nur annähernd die gleiche Symptome hat wie ein Alkoholiker und Drogenabhängiger.

Du solltest unterscheiden zwischen Kopfsache die ich meine (Kopf will Belohnung haben) und der körperlichen Abhängigkeit die wie ich schon erwähnte vom nicht mehr rauchen nicht kommen kann!

Kommentar von Sternenmami ,

Unruhe, Reizbarkeit, Konzentrationsstörungen, Kreislaufbeschwerden, Schweißausbrüche und Kopfschmerzen ... all das sind Entzugssymptome in Bezug auf das Thema Rauchen und ja ...  diese Symptome sind körperlich und nicht nur Kopfsache. Diese Symptome können mehr oder weniger stark ausgeprägt sein.

Das wird Dir auch jeder Arzt bestätigen.

Es stimmt, dass es keine so gravierenden Entzugssymptome sind, wie jetzt bei einem Drogen- oder Alkoholentzug (wie Wahnvorstellungen, starkes Zittern, Aggressivität usw.), aber trotzdem sind körperliche Entzugssymptome vorhanden.

Kommentar von Nemo75 ,

Komisch das alle im Bekanntenkreis die aufgehört haben keine dieser von Dir genannten Symptome hatte  

Kommentar von Sternenmami ,

Lies Dir mal den Abschnitt "Abhängigkeitspotential" durch.

https://de.wikipedia.org/wiki/Tabaksucht

Wie ich schon geschrieben habe, können diese Symptome mehr oder weniger stark auftreten. Das ist bei jedem Menschen unterschiedlich. Wenn Dir diese Symptome nicht bewusst aufgefallen sind, hast Du schlicht und einfach Glück gehabt.

Wie gesagt ... es sind nicht solche Entzugssymptome, die man mit einem Entzug von Alkohol oder Drogen vergleichen könnte. Da hast Du völlig recht. Es gibt aber eben Menschen, die sehr wohl einen körperlichen Nikotinentzug durchmachen.

Kommentar von Rinachen92 ,

Ich hatte starke Kopfschmerzen, mir ist momentan die ganze Zeit kalt, trotz 20 Grad !!! Ich habe Verdauungsprobleme, Kreislauf macht ebenfalls nicht so mit, wie ich es gerne hätte bzw kenne.

Und nur mal so nebenbei - Nikotin wird als die Droge #1 verkauft. Da haben wir es doch schon - es ist eine Droge und nichts anderes.

Kommentar von Sternenmami ,

Genau das sind die typischen Symptome bei einem Nikotinentzug. Außer durch Ablenkung kannst Du nichts dagegen tun. Es wäre ein großer Fehler, da jetzt mit Nikotinkaugummis oder -pflastern gegenzusteuern.

Kommentar von Rinachen92 ,

Habe mich jetzt mal informiert und werde mir Wasser kaufen (eigentlich trinke ich nur Cola) mit viel Magnesium (zwecks den zuckungen in den Beinen) - Zudem dann noch Johanniskraut, welches das innere Gleichgewicht wieder herstellen soll...Bin gespannt und voller Hoffnungs, dass mir so etwas hilft !!!

Kommentar von Sternenmami ,

Oje ... nur Cola trinken ist natürlich keine gute Idee. Du puschst kontinuierlich Koffein und noch mehr Zucker in Dich hinein und da ist es dann auch kein Wunder, wenn sich diese körperliche Entzugssymptomatik bei Dir so extrem zeigt.

Man sollte allerdings mit Magnesium vorsichtig sein. Etwas Magnesium ist okay, aber viel Magnesium kann zu gravierenden Herz-Kreislauf-Problemen führen. Die Tagesdosis sollte 600mg nicht überschreiten und das bitte auch nur kurzfristig. Nimmt man langfristig Magnesium ein, dann sollte man nicht mehr als 300 mg nehmen.

Normalerweise kann man seinen täglichen Magnesiumbedarf sehr gut durch eine gesunde und ausgewogene Ernährung decken.

Auch bei Johanniskraut gilt ... nur in Maßen, nicht in Massen.

Alles Gute

Kommentar von Rinachen92 ,

Kann natürlich auch sein, dass das Magnesium nicht mehr reicht, weil ich jetzt die letzte Woche mehr Sport (Kraftsport) gemacht habe als die letzten 5 Jahre !!! Und auch öfters bzw. länger mit unsrem Hund spazieren gegangen bin ... Das ist mein Körper alles nicht mehr gewohnt.

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