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"Nach Diktat verreist"???

gefragt von Guiseppe1960Guiseppe1960 am 19.01.2008 um 11:08 Uhr

Immer öfter sehe ich in Schreiben von Behörden und Firmen diesen Passus unter der Unterschrift. Ist mir eigentlich wurscht, ob der Verfasser verreist ist. Was soll dieser Hinweis also? Eventuell ein Wink mit dem Zaunpfahl: Telefonische Rückfragen zwecklos bzw. unerwünscht?


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medicangel
beantwortet von medicangel am 19. Januar 2008 11:11
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das heißt nur soviel,das der Verfasser das Schreiben diktiert,aber nicht mehr selbst unterzeichnet hat.


Taucherin
beantwortet von Taucherin am 19. Januar 2008 12:13
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bei uns heißt es soviel wie, ich habe den Brief zwar verfasst, meine Sekretärin/Assistentin hat ihn geschrieben und ich konnte ihn nicht mehr unterschreiben. Des weiteren bin ich zu dem Thema momentan nicht ansprechbar, da ich ja verreist bin also wende dich bitte an meinen Vertreter oder meine Sekretärin/Assistentin wenn du Rückfragen hast.


DanebenDenke
beantwortet von DanebenDenke am 14. Juni 2008 13:13
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Das ist eine gängige Floskel der Diktatur. Es heißt, schlicht: " Klappe halten, ich habe gesprochen. Außerdem bin ich für meine Entscheidungen von Haus aus nicht verantwortlich, es sei denn, sie wird von allen gut gefunden." In unsere Demokratur meint es das Gleiche.


anonym
beantwortet von Panna am 2. September 2008 11:28
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Hierbei handelt es sich - wie so oft bei Behörden - um eine völlig veraltete Form der Abwesenheitsmitteilung.

"Finger weg von „nach Diktat verreist“ Der Zusatz „nach Diktat verreist“ ist keine empfehlenswerte Art zu unterschreiben. Ein solcher Brief wirkt unpersönlich. Der Verfasser hat es nicht einmal für nötig gehalten, selbst zu unterschreiben, warum nicht? Das könnte sich der Empfänger fragen – zu Recht. Die eleganteste Lösung und der schönste Ersatz für diese umständliche Formulierung ist das „i. A.“, das jeder Chef/jedes Unternehmen einer Sekretärin geben sollte. Denn nur so wird deutlich, dass die Sekretärin nicht nur Platzhalterin, sondern verantwortungsvolle Mitarbeiterin und damit kompetente Ansprechpartnerin ist.

Das Sekretärinnen-Handbuch und der SekretärinnenBriefeManager empfehlen:

Wie Sie es auch drehen und wenden, „nach Diktat verreist“ hat in einer empfängerorientierten, zeitgemäßen Korrespondenz nichts zu suchen. Verzichten Sie, wenn irgendwie möglich, auf diese Formulierung.

Dies nur als Anregung für alle, die hier mitlesen.

Außerdem: Taucht häufiger ein „nach Diktat verreist“ auf, könnte man sich ebenfalls fragen, wann der Betreffende überhaupt einmal in seinem Büro ist.


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