Frage von viatrixx123, 89

Nach der Schule keine Ausbildung wegen Kind?

Ich wäre jetzt diesen Sommer mit der Schule fertig aber jetzt hatte ich gestern einen Schwangerschaftstest gemacht weil es mir seit zwei Tagen nicht gut ging und es stand positiv. Meine Eltern wissen noch nichts davon. Meine Frage lautet kann ich dann schon eine Ausbildung anfangen oder wenn nein wie lange muss ich warten?
Und was muss ich dann in der Zeit machen nach der Schule? Hat jemand schon erfahrungen?
Ich bin mir nämlich nicht sicher ob ich es schon behalten soll oder nicht

Antwort
von isebise50, 43

Wenn dein Frauenarzt die Schwangerschaft bestätigt hat, vereinbarst du am besten einen Termin z.B. bei der pro familia oder anderen Organisationen für eine Schwangerschaftskonfliktberatung. Dieses Gespräch kannst und solltest du selbstverständlich auch ohne den erklärten Wunsch um eine Abtreibung nutzen.

Dort erhälst du nützlichen, individuellen und unparteiischen Rat und Hilfe bei deiner Entscheidung, wie es denn nun weiter gehen soll.

Eine Schwangerschaftskonfliktberatung umfasst die Konfliktklärung hinsichtlich der emotionalen, seelischen, partnerschaftlichen und lebensplanerischen Aspekten von Elternschaft, Adoption bzw. eines Schwangerschaftsabbruchs. Sie gibt Informationen über staatliche und andere Sozialleistungen und Unterstützungen – Elterngeld, Kindergeld, Unterhalt, Wohngeld, existenzielle Leistungen. Dort erhälst du eine medizinische Aufklärung hinsichtlich eines operativen oder medikamentösen Eingriffs, eine Erläuterung der Rechtsgrundlage und bekommst die Kosten und Finanzierung eines Schwangerschaftsabbruchs erklärt.

Wenn du dich für einen Schwangerschaftsabbruch entscheidest, hast du das Recht auf umfassende Beratung, angemessene ärztliche Versorgung und respektvolle Behandlung. In der Beratung können auch der Vater des erwarteten Kindes oder auch deine Eltern anwesend sein, wenn du das möchtest. Auf jeden Fall solltestdu deine Eltern mit ins Boot holen, egal wie es weiter geht.

Wenn du dein Kind zur Adoption freigibt, erlöschen alle Rechte und Pflichten unwiderruflich. Bevor du eine solch wichtige Entscheidung triffst, solltest du dies sehr sorgfältig überdenken und dich ausführlich über Perspektiven für ein Leben mit Kind und über verschiedene unterstützende Angebote beraten lassen (z.B. bei Arzt, Sozialarbeiter, Jugendamt oder Beratungsstellen in freier und kommunaler Trägerschaft).

Aber auch schwanger kannst du eine Ausbildung beginnen und du darfst problemlos mit dem Wissen um deine Schwangerschaft einen Ausbildungsvertrag unterzeichnen.

Auch in der Ausbildung unterliegst du dem Mutterschutzgesetz. Dir darf (auch in der Probezeit!) während der Schwangerschaft und vier Monate nach der Geburt des Kindes nicht gekündigt werden.

Ist abzusehen, dass du durch die Schwangerschaft häufiger fehlst, sodass du die Abschlussprüfungen nicht schaffst, kannst du bei der Aufsichtsstelle einen Antrag auf Verlängerung der Ausbildungszeit stellen. Wird dieser bewilligt, kannst du deinen Abschluss zu einem späteren Zeitpunkt machen.

In der Mutterschutzfrist bist du ganz von der Ausbildung befreit. Die Frist beginnt sechs Wochen vor dem voraussichtlichen Geburtstermin und endet acht Wochen nach der Entbindung. In den sechs Wochen vor der Geburt darfst du weiterarbeiten, wenn du es möchtest. Das kann sinnvoll sein, um Fehlzeiten auszugleichen und die Zulassung zur Abschlussprüfung
nicht zu gefährden.

Schau z.B. mal hier und im Kommentar:

http://www.azuro-muenchen.de/hilfe-ich-bin/schwanger-in-der-ausbildung.html

Ob du nun direkt im Anschluß an deinen Schulabschluss mit einer Ausbildung beginnst oder erst in einem Jahr, du brauchst auf jeden Fall ein gut funktionierendes Netzwerk an Hilfe und Unterstützung durch z.B. den Vater des Kindes, Eltern, Verwandte, Freunde, Tagesmutter etc.

Alles Gute für dich und viel Erfolg!


Antwort
von Akka2323, 16

Auch mit Kind kannst Du alles schaffen, was Du willst, wenn Du erfindungsreich und durchhaltefähig bist. Ich war auch beim Abitur schon ziemlich schwanger, war alleinerziehend, habe studiert und dann Karriere gemacht, ohne Geld im Hintergrund. Mein Sohn ist auch gut gelungen und ich habe es später genossen, früh wieder unabhängig zu sein und das Leben genießen zu können. Es geht, wenn Du willst, es ist aber auch Dein gutes Recht, es anders zu machen.

Antwort
von Sunnycat, 59

Sage es deinen Eltern und geht ggfs auch zu einer Beratungsstelle und sucht gemeinsam nach Lösungen. Im Falle einer Ausbildungs/Arbeitsaufnahme würden dir, wie jeder anderer Arbeitnehmerin 6 Wochen vor und 8 Wochen nach der Geburt an Mutterschutz zustehen, in dem Fall müsstest du aber erst mal eine Stelle finden und jemanden fürs Kind haben. Evtl. kannst du ein Jahr pausieren und dich dann in aller Ruhe für nächstes Jahr bewerben, wenn alles geklärt ist.

Antwort
von bachforelle49, 25

zuerst einmal brauchst du deinem Arbeitgeber nicht zu sagen, daß du schwanger bist. Auch wenn er dich fragen sollte, dann nicht, weil diese Art von persönliche Fragen nicht statthaft sind. Das nurmal zur Information.. Was deine nähere Zukunft angeht, solltest du dir das zusammen mit deinem Partner überlegen.. Hoffentlich helfen deine Eltern dir dabei!

Antwort
von herakles3000, 35

1 Lass dich beraten und entschede dan ob du es wilst oder nicht. und warte nicht zu lange.

2 Es gibt probleme wen das vor deiner einstellung bekant wird den viele wollen keine Frau mit kind ausbilden oder einer Arbeiststelle geben deswegen ist ja auhc die frage wollen sie kinder verboten.

3 Wen du dich fürs kind entscheidest must du es irgentwie regeln das du deine ausbildung und dein kind unter einem hut bekomst notfals mit hielfe des jugendamtes.

4 Du wirst deine eltern informieren müsen spätestens wen du dich entschieden hast zb wne du es behalten wilst den dan brauchst du ihre hielfe zb das du deine ausbildung machen kanst.

5 Unter 18 wirst du einieges mehr an schwieriegkeiten haben zb Weil dan entweder das jugendamt oder deine Eltern erstmakl als Vormund des kindes auftreten müssen.

Antwort
von Nimrox, 77

An deiner Stelle würde ich mir so schnell wie möglich eine Ausbildungsstelle suchen. Du darfst nur nicht sagen, dass du schwanger bist. Die in dem Betrieb dürfen eigentlich auch gar nicht danach fragen. Sobald du den Ausbildungsvertrag hast und die Probezeit rum ist, bist du erst einmal ziemlich gut abgesichert.

Kommentar von FragaAntworta ,

Aha, und in den sechs Monaten (Probezeit) der Schwangerschaft muss sie den Bauch verstecken? Der AG wird ihr was husten und sie mit einer anderen Begründung aus den Betrieb werfen.

Kommentar von Nimrox ,

Wieso verstecken? Sie kann doch dann sobald die Probezeit abgelaufen ist auch sagen, dass sie schwanger ist.

Kommentar von greendayXXL1 ,

Das Ziel einer Ausbildung ist ebenfalls einen Beruf zu erlernen und am Ende eine Abschlussprüfung zu bestehen. 

Was bringt es ihr also, eine Ausbildung anzufangen und dabei nichts zu lernen?!

Kommentar von Nimrox ,

Wieso nichts zu lernen? Glauben hier alle, dass wenn man schwanger ist komplett verdummt und überhaupt nichts mehr machen kann? Selbst wenn man die Ausbildung nicht beim ersten mal schafft, hat man wenigstens jeden Monat einen kleinen Lohn und man lernt etwas für den nächsten Versuch, bei den man dann auch sicher schneller und leichter durch kommt.

Kommentar von greendayXXL1 ,

Sie wird dann irgendwann nur in den Mutterschaftsurlaub gehen. Und in diesem Zeitraum wird sie nichts lernen, da sie weder im Betrieb noch in der Berufsschule ist!!

Kommentar von Nimrox ,

Man lernt ja nicht nur im Betrieb und in der Berufsschule. Es gibt genügend Möglichkeiten sich zu Hause zu Beschäftigen. Die Lernbücher hat man ja in der Regel meistens bei sich zu Hause. Klar ist es dann vielleicht schwieriger aber so lernt man, voraus gesetzt man nimmt es wenigstens etwas ernst, viel mehr.

Kommentar von Laury95 ,

Und wenn er sie rauswirft - kann sie immer noch die Schwangerschaft ansprechen und dann ist die Kündigung so oder so unwirksam.

Kommentar von FragaAntworta ,

@nimrox, ja das stimmt was Du schreibst, ist aber nur ein Aspekt der Antwort, natürlich muss sie nicht sagen bei der Bewerbung das sie schwanger ist, darf auch lügen, und ja sie wäre auch unter dem besonderen Kündigungsschutz für Schwangere und ja sie darf dann nicht gekündigt werden. Aber macht es Sinn eine Lehre anzufangen und dann nach Geburt wieder abzubrechen und nach dem Mutterschutz weiterzumachen?

Der Sinn einer Lehre wäre damit nicht erreicht und sie würde sich keinen Gefallen damit tun. Besser und klüger wäre es gewesen nicht ohne Verhütung zu knattern. Entweder bis nach der Schwangerschaft/Geburt warten, und dann eine Lehre anfangen, oder eben Schwanger dann Mutterschutz, keine Kündigung und ein AG der sie nicht nach der Ausbildung weiterbeschäftigen wird.

Kommentar von Laury95 ,

Deswegen hatte ich oben geschrieben, dass sie sich eine Stelle suchen kann, wenn das Kind 1 Jahr ist.

Kommentar von Nimrox ,

Die Lehre wird nicht Sinnlos sein. Vielleicht merkt sie ja auch, dass ihr die Arbeit doch gar kein Spaß macht und kann froh sein, das nicht so ernst nehmen zu müssen. Außerdem hat sie noch etwas anderes, auf das sie sich fokussieren kann. Eine art Ausgleich/Ablenkung zu ihrem Baby und Privatleben. Etwas, dass sie hoffentlich etwas fordert und hoffentlich nicht überfordert. Außerdem geht diese Zeit dann auf jeden Fall nicht als beitragsfreie Zeit in der Rentenversicherung ein.

Antwort
von Laury95, 54

Du kannst sofort eine Ausbildung beginnen, du kannst mit offenen Karten spielen oder die Schwangerschaft so lange verheimlichen, bis du es öffentlich machen willst.

Dafür bräuchtest du aber immense Unterstützung, da es meist erst Betreungsmöglichkeiten ab 1 Jahr gibt.

Auch zum Wohle des Kindes solltest du 1 Jahr in Elternzeit gehen, dann gibt´s das staatliche Elterngeld von 300 Euro, zudem solltest du andere Leistungen beantragen, wenn das mit deinem; und dem Kindergeld des Kindes nicht ausreicht. Falls du ausziehen willst/musst, wird auch das übernommen.

Also besser 1 Jahr dem Kind widmen und für das nächste Jahr eine Ausbildung suchen, du musst ja nicht angeben, dass du ein Kind hast. Dann hast du auch bessere Möglichkeiten, dein Kind tagsüber betreuen zu lassen.

Kommentar von ShishaGut ,

Finde ich persönlich schädigend.  Man hat doch kein Kind bekommen, damit es von irgendjemanden betreut wird die ganze Zeit. Das ist doch nicht der Sinn der Sache.

Natürlich kann so etwas passieren,wenn man Sex hat. Aber dann zu verheimlichen hier und da, ist ziemlich unerwachsen.

Vorallem eine Ausbildung anfangen z.B jetzt bringt auch rein gar nichts. Die Prüfungen (jenachdem welche Ausbildung) können wirklich schwer sein, ohne lernwissen eher unmöglich. 

Kommentar von Laury95 ,

Viele in der Ausbildung haben Kleinkinder (vor allem die Älteren) und schaffen es auch. Es wird schwierig, aber so wie die Fragestellerin klingt, möchte sie gerne den Weg so gehen.

Was bringt ihr das, die ganze Zeit zuhause zu sitzen, wenn die Betreuungsmöglichkeiten gegeben sind?

Und verheimlichen ist ihr gutes Recht, das hatte ich dir aber schon geschrieben.

Kommentar von ShishaGut ,

Hat jeder natürlich eine andere Meinung.

Kommentar von sozialtusi ,

Och, ich hab schon mehrere - teilweise auch alleinerziehende - Mamas durch Ausbildung und Prüfung begleitet und das ging sehr gut.

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