Frage von Frazzy, 77

Nach der Arbeit schlapp trotz keinem stressigen Job?

Hallo, ich habe ein kleines Problem^^ Ich arbeite schon seit einiger Zeit. Auch schon in unterschiedlichen Firmen. Ich hatte in meiner damaligen Firma keinen Spaß an meinem Job. In der jetzigen Firma habe ich Spaß, die Leute sind alle cool usw. Ich mache normal 8 Stunden am Tag, 5 Tage die Woche von ca 9-17:30 Uhr. Als Softwareentwicklerin. Seit 2 Monaten arbeite ich bei meiner neuen Arbeitsstelle. Ich habe auch schon damals das Problem gehabt das ich sehr schlapp war nach der Arbeit, selbst wenn ich nur bis 15:30 gearbeitet habe. Dachte aber es läge an der Unterforderung und fehlenden Aufgaben. Nun habe ich Aufgaben, Leute mit denen ich rede, Dinge die ich lerne. Keinen Stress, ich kann meine Zeiten selbst einteilen usw bin nicht in einem festen Projekt usw. Aber trotzdem, wenn ich Spätnachmittag nach Hause gehe, geht es mir fast schon schlecht. Ich habe einen verschwommenen Blick von der vielen Bildschirmarbeit, ich bin schlapp, kaputt und will eigentlich nurnoch auf der Couch sitzen und dann schlafen gehen. Aber das ist doch kein Leben. Ich gehe mittags schon 30min spazieren um mehr Bewegung zu bekommen, trinke Kaffee, Wasser um wach zu werden, damit ich eben noch irgendwas schaffe am Tag. Aber meist schaff ich vllt grad mal zwei drei Teile einzukaufen und ne Waschmaschine anzumachen und das wars. Geht es jemandem ähnlich, wie habt ihr das in den Griff gekriegt. Mit selbst in den Hintern treten ist es nicht getan bei mir, habe langsam echt das Gefühl das ist was körperliches. Aber laut Blutwerten usw ist alles okay. Ich habe vor einem Jahr ein Burnout/Depression durchgemacht und natürlich Angst das es wieder in solch eine Richtung gehen könnte. Aber ich werde eigentlich nicht überanstrengt etc bei der Arbeit. Ich würde nur gern mal wieder Kraft haben um mich auch NACH der Arbeit mal für mein Privatleben aufzuraffen. Ich hab schon wieder das Gefühl nur für die Arbeit zu leben, dabei werde ich dort nichtmal gestresst etc, das Gefühl habe ich nur weil ich nach der Arbeit zu nichts zu gebrauchen bin. Es geht echt nur Aufstehen, Arbeiten, Couch und Fernsehen, Schlafen, repeat... Gibt es irgendwelche Dinge außer Sport die einem da weiterhelfen können?

Antwort
von Trashtom, 13

habe langsam echt das Gefühl das ist was körperliches. Aber laut Blutwerten usw ist alles okay. Ich habe vor einem Jahr ein Burnout/Depression durchgemacht und natürlich Angst das es wieder in solch eine Richtung gehen könnte.

Hi, hier ist das Problem schon ziemlich gut zusammengefasst. Alleine das Statement und der Arztbesuch zeigen schon, dass du massiv darüber nachdenkst was nur los sein könnte. 

Aber ich werde eigentlich nicht überanstrengt etc bei der Arbeit.

Meistens ist es die Summe des ganzen Tages. Wenn man viel grübelt, schläft man oft mal 1-2 Stunden lang nicht richtig ein. Dann kommt der 8 Stunden Büro-Tag (sitzen), dann kommt noch das Smartphone dazu, oft nur ein schnelles Mittagessen, anfangende Rückenprobleme, vielleicht noch der 2x tägliche Verkehrswahnsinn, Privatleben, Beziehung usw. usw. All das kostet Kraft, vor allem für einen Menschen der keinen Ausgleich hat wie du.

Ich weiß die Antwort wolltest du nicht hören, aber der Punkt ist wirklich Sport. In welcher Form auch immer. Du brauchst einen Ausgleich. Damit meine ich aber kein Nordic Walking oder einen Abendspaziergang, sondern wirklich fordern. Geh laufen bis du klatschnass bist. Geh in ein Studio und gib 3x die Woche alles. Such dir einen Sportclub. Tanzen. Was auch immer dir am ehesten zusagt. 

Einfach auspowern um diesen ganzen alltäglichen Mist & die Einflüsse abzuladen. Ich garantiere dir du schläfst besser, du wirst dich fitter fühlen, mit dieser körperlichen Gesundheit hört auch diese Grübelei auf und du wirst nichtmehr um 15.30 hundemüde sein.

alles gute!

Antwort
von Hooks, 19

Burnout hängt immer auch mit mangelnder Nährstoffversorgung zusammen.

Achte auf genügend Vitamin-B-Komplex-Versorgung (z.B. 3x1 ratiopharm, Apotheke) und passend dazu genügend Magnesium, das brauchst Du, um die B-Vitamine zu aktivieren, aber auch noch für über 300 andere (!) Enzymreaktionen. Da hapert es schon ganz viel bei den meisten Menschen.

Vitamin-D3-Mangel könnte auch ein Puzzleteilchen sein, warum man sich schlecht fühlt. Das kannst Du beim Arzt oder im Internet testen lassen. Fürs erste kannst Du auch Lebertran nehmen, das ist ein altbekanntes Kräftigungsmittel, enthält Vitamin D und A und E. Den bekommst Du in der Apotheke, am besten nimmst Du ihn morgens, gekühlt schmeckt er nicht so penetrant, aber nur Mut, nach 3 Wochen hast Du Dich an ihn gewöhnt. Man bekommt übrigens mit Lebertran auch keinen Sonnenbrand mehr. (google unter sonnenschutz und sieben überraschende Dinge).

Vit A brauchst Du unbedingt, wenn du am Bildschirm arbeitest, da diese kleinen Lichtpünktchen die Zellen in der Netzhaut zerschießen und durch A wieder aufgebaut werden.

Weiter solltest Du immer wieder mal Pause machen und in die Ferne sehen. Mir tut es auch sehr gut zu "palmieren". Dabei setzt man die Ellenboen auf und legt die Handflächen über die Augen, so daß die Daumen an den Schläfen zu liegen kommen und die kleine Finger sich über der Stirn kreuzen. Die äußeren Handkanten laufen dabei links und rechts des Nasenbeins entlang. Verstehst Du das?
Die Wärme der Handflächen (liegen nicht auf! Höhle bilden!) samt der Dunkelheit hilft den Augen, sich zu regenerieren. Außerdem soll die Haut leichte Infrarotstrahlung absondern, las ich neulich, die heilend wirkt. Wenn Du kannst, verharre 1-2 Minuten so, oder auch länger. Ganz locker sitzen, nichts vespannen.

Für das ganze Gestell solltest Du in regelmäßigen Abständen ein bißchen Gymnastik machen. Halte Dich am Tisch fest und drehe mehrmals langsam den Stuhl nach rechts / links, so daß sich die Wirbelsäule wieder lockert und besser durchblutet wird. Bessere Durchblutung bedeutet immer besser Nährstoffversorgung.

Du kannst auch die Beine abwechselnd nach vorne schieben (Füße stehen lassen), so daß Du in der Waagerechten eine Bewegung hast, lockert das ISG, die Hüfte und das Becken. Dadurch wird das Bilden von Gelenkschmiere angeregt.

In der Senkrechten kannst Du abwechselnd die Pobacken anspannen oder/und hochheben. So bewegst Du Dich bei geradem Oberkörper (stillhalten!) in der Mitte von links nach rechts.

Die Venenpumpe in den Beinen wird angeregt durch das abwechselnde Heben und Senken der Zehen, ab und zu auch Einkrallen. Hast Du Krampfadern?

Für die Arme und Schultern hebe die Arme häufig hoch und dann kreise die Schultern nach hinten (nie nach vorne!), entweder alleine oder mit den Händen auf der Schulter. Es sieht ein bißchen blöd aus, falls andere zusehen, aber dadurch solltest Du Dich nicht irre machen lassen; wenn die schlau sind, machen sie mit!

Auf diese Weise wir Dein ganzer Körper besser durchblutet, also mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt, der Müll abgefahren - und so wirst Du Dich am Feierabend einges fitter fühlen und nicht so ausgelaugt.

Kommentar von Hooks ,

Weiter solltest Du rechtzeitig ins Bett gehen, 22:00 wäre da ganz gut, dann bist Du bis halb sieben morgens aufgeschlafen und kannst noch was erledigen, bevor Du zur Arbeit gehst. Dann hast Du das Gefühl, Du hast morgens schon "gelebt".

Das Fernsehen würde ich an Deiner Stelle aus lassen, denn die Zeit davor verrinnt zu schnell, und "gelebt" hast Du da doch eigentlich auch nicht. Mach in dieser Zeit lieber was schönes, schreibe einen Brief, lies etwas, telefoniere mit jemandem, besuche jemanden, wenn du noch kannst...

Kommentar von Hooks ,

Und trinke nicht zuviel Kaffee, der lockt allle Reserven hervor, und man ist nachher umso schlapper.

Lieber pures Wasser trinken, alle Stunde.

Antwort
von dangerseeker, 2

Hallo Frazzy, mir geht es exakt genau so wie Du beschreibst. Situation ist die Gleiche. Softwareentwickler, 40 Stundenwoche mit flexibler Arbeitszeit plus 2h Autofahrt täglich. Nach der Arbeit schaffe ich privat rein gar nichts. Das heisst ein Arbeitstag gehört zu 100% dem Job und sonst nichts. Trotz einer gewissen Flexibilität, so gut wie keiner körperlichen Belastung (außer still sitzen) und (sehr) überschaubarem beruflichen Stress. Bei mir ist es wohl so, dass ich die Arbeitszeit komplett als fremdbestimmt empfinde, die mich davon abhält, mein privates Leben in den Griff zu bekommen. Ich bin Mitte 40 und war komischer weise weder je verheiratet noch habe ich ein Kind in die Welt gesetzt. Materiell habe ich immer bestens für mich gesorgt und an meiner Absicherung gearbeitet. Ich denke es rächt sich einfach, dass man der Sicherung des materiellen Wohlstands, und damit dem Job, ständig oberste Priorität einräumt. Unterbewusst weis man schon, was da alles auf der Strecke bleibt und irgendwann empfindet man den Job nur noch als Raub an der eigenen Lebenszeit. Obwohl die Arbeitsbedingungen im Vergleich zur Masse sogar recht gut sind. Fakt ist, dass nach 10 Stunden im Namen des Jobs einfach nur noch begrenzt Power vorhanden ist. Wer mit seinem Leben insgesamt zufrieden ist, kann sich damit gut abfinden. Wer jedoch seine (verbleibende) Lebenszeit eigentlich dafür braucht, sein Leben erstmal überhaupt lebenswert zu machen, wird die Zeit nach der Arbeit hoffnungslos mit Erwartungen an sich selbst überfrachten, die er einfach nicht erfüllen kann. Die Lösung könnte also eine längere Auszeit sein, in der man sich mal zu 100% um sein Leben kümmert. Bis jetzt habe ich den Mut dazu auch noch nicht gehabt. Unter anderem aus Angst, danach den Anschluß ans Berufsleben nicht mehr zu bekommen.

Antwort
von gimmell, 36

auf den ersten blick hört sich das an wie ne typische belastungsstörung aber nachdem was du so sagst willst du ja etwas machen und brauchst etwas zu tun ich würde trotzdem mal sagen nimm dir ne woche urlaub nimm dir die zeit für dich nimm ein bad schlaf dich aus etc. beschäftige dich mit deinem privat leben und dann gehst du wieder arbeiten und versucht dann aber trotzdem beides unter einen hut zu kriegen ... hilft mir persönlich sehr 

Kommentar von Frazzy ,

Wegen Probezeit darf ich mir leider noch nicht viel Urlaub nehmen, 2,5 Tage im Monat für je 6 Monate. Und das hilft mir dann leider kaum weiter. Ich bräuchte echt nur nen Halbtagsjob um meinen ganzen Kram auf die Reihe zu kriegen. Aber da würde ich dementsprechend zu wenig Geld kriegen um Wohnung etc bezahlen zu können.

Kommentar von gimmell ,

wie wärs mit einem gleitzeit job ? da kannst du dir die stunden und tage festlegen an denen du arbeitest und frühzeitig planen

Kommentar von Frazzy ,

Ist ja quasi schon Gleitzeit, aber eben mit Kernzeit und 40 Stunden Woche. Daher muss ich trotzdem von 9-15:30 mindestens da sein...Vielleicht sollte ich mich an einem Tag 12 Stunden quälen damit ich alle anderen tage früher gehen kann haha :D :')

Kommentar von gimmell ,

du machst es mir aber auch wirklich kompliziert :) da fällt mir jetzt aber auch nix mehr ein ^^

Kommentar von Hooks ,

"Den ganzen Kram" kannst Du mal auf Papier festhalten und dann in gewisse Teile stückeln. Jeden Tag ein Stückchen. Dann wird es immer besser und Du hast nicht das Gefühl, daß Dich alles erdrückt.

Wenn Du Dich dazu nicht aufraffen kannst, mach die Stücke noch kleiner.

Den einen Tag putzt Du das Waschbecken, den anderen das Klo. Oder so.

Und dann wende Tricks an.

Z.B. kann man sich einen Mikrofaserlappen über den Beckenrand hängen und dann nach jedem Gebrauch einmal über das Becken wischen. Dann hast Du nach jedem Waschen 5 Sekunden Arbeit, dafür aber immer ein sauberes Becken! Und mußt nie wieder Waschbecken putzen...

Tasse und Teller nach Gebrauch einfach mal eben mit einem feuchten Lappen abwischen, das reicht für das meiste. Das richtige Fett braucht dann einen Spritzer Spüli, nachwischen, fertig.

Ich finde diese flusigen Mikrofaserlappen total gut, die helfen beim "eben-mal-sauber-machen". Und dann sammelt sich gar nichts an!

Falls Du noch mehr Tips brauchst, schreibe mich an über PN.

Antwort
von klaussucher, 33

Schlapp heißt oft auch: Schlecht arbeitendes Immunsystem bzw. die Lymphe ist durch die Schadstoffe überlastet. Die Entgiftung muss funktionieren, sonst kommt es zu den Symptomen, die Du schilderst. Falls es also das Immunsystem ist, kannst Du das Folgende selbst tun:

1. Unbelastete Ernährung. Im Prinzip ist unsere komplette konventionelle Ernährung sehr belastet mit Ackergiften und Bearbeitung. Bedeutet also: Bio-Lebensmittel, um Dein Immunsystem zu entlasten.
2. Bewegung: Nordic Walking, Wandern, Tanzen, Taijiquan, Trampolin
3. Sauna, Kaltduschen, Trockenbürsten.

Hör auf Deinen Körper und tu selbst etwas. Bis die Blutwerte messbar reagieren, vergeht eine ganz Weile. Nur mal als Beispiel: Erst wenn die Nieren nur noch zu etwa 60% vorhanden sind, beginnt das in den Blutwerten sichtbar zu werden.

Viel Erfolg.

Kommentar von Frazzy ,

Danke das mit der Sauna usw werde ich mal probieren. Meine Ernährung habe ich schon umgestellt.

Kommentar von Hooks ,

Die Lympe wird entlastet durch Rohkost, Gesunde sollten 1/3 ihrer Kost roh essen. Nach dem Essen von gekochter Kost ewrdn auffällig viele weiße Blutkörperchen in Gang gesetzt, die dann wieder über die Lymphe entsorgt werden müssen (Verdauungsleukozytose).

Etliche Leute reagieren auf die Kuhmilch, und zwar besonders auf das Eiweiß, so daß auch hier wieder das lymphatische System überlastet wird. Sie fühlen sich dann besser, wenn sie die eiweißhaltigen Milchteile weglassen, ersatzlos streichen. Butter und Sahne geht meist.

Kommentar von Hooks ,

Zum Entgiften brauchst Du auch viel Schlaf, denn nur im Schlaf passiert der Zellstoffwechsel! Dann, wenn allles andere heruntergefahren wird...

Antwort
von Rieke955, 11

Was mir geholfen hat waren gesundere Ernährung und regelmäßig Sport im Fitnessstudio. Seitdem habe ich viel mehr Energie und wache erholter auf :)

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