Frage von Icedsmoothie, 193

Nach dem Tod und so/ ist das noch katholisch?

Guten Abend!:) also ich bin katholisch, und habe mir so ein paar Gedanken über "nach meinen Tod" gemacht. Ganz normal. Ich glaube fest daran, dass ich nach dem Tod nicht iwie in Himmel, oder Hölle komme, sondern, das das Leben ein kleiner Kreis ist, der an einem großen Kreis klebt... Haha, also da, an dem Schnittpunkt ist die Geburt, da wird man aus dem großen Kreis gerissen. Dann ist das Leben hält der Kreis, und da, wo man wieder am Schnittpunkt ist, ist eben der Tod. (Siehe Bild)  Das heißt, das irdische Leben ist nur ein kleiner Abschnitt von etwas viel größerem, und gar nicht mal so eine große Sache. Meine Frage ist jetzt, welche Religion das widerspiegelt? Weil Katholisch ist das ja mal gar nicht ;)
P.S.: Außerdem bin ich mir auch nicht sicher, dass der große Kreis irgendwo anfängt, aufhört, oder sich wiederholt (und somit auch Wiedergeburt). Falls das hilft...

Dankee❤️

Antwort
von RevatiKKS, 15

Die Vedischen Schriften stellen das älteste, das ursprüngliche Wissen der Menschheit dar. All die später entstandenen Religionen geben dieses Wissen nur teilweise wieder. 

Reinkarnation ist fester Bestandteil des vedischen Wissens, wurde auch von Buddha gelehrt, der die Autorität der Veden ansonsten aus verschiedenen Gründen ablehnte. 

Auch die frühen Christen wussten um Reinkarnation, allerdings wurde sie schon im 1. Jahrtausend offiziell "abgeschafft". Somit kann man Reinkarnation nicht als katholische Lehre bezeichnen, wenn auch gesagt wird, dass dieses Wissen auch heute noch vorhanden ist, aber dem "Fußvolk" vorenthalten wird.

Was deine beiden Kreise betrifft, so beschreiben sie den Verlauf unserer Existenz, solange wir uns in der materiellen Welt befinden. Einmal sind wir in einem grobstofflichen materiellen Körper und sobald wir diesen verlassen, weil er unbrauchbar geworden ist durch Krankheit, Unfall oder Alter). Und einmal in nur noch in unserem feinstofflichen aber auch noch materiellem) Körper und werden von ihm zu unserem nächsten Bestimmungsort getragen. Darüber entscheiden uunsere bisherigen Erfahrungen, unsere Wünsche, aber auch unser Karma, also die Rekationen auf unsere früheren handlungen.

Welcher Kreis von beiden größer ist, das ist individuell verschieden. Manche werden sofort wieder in einem grobstofflichen Körper geboren, andere verbringen noch einige Zeit auf den höheren oder niederen Planetensystemen - je nach Karma.

Ziel des menschlichen Lebens ist es, diesen Kreislauf von Geburt und Tod wieder zu verlassen, unseren spirituellen Körper wieder zu beleben der jenseits von Geburt und Tod ist. Dann können wir die materielle Welt endgültig verlassen und dorthin zurückgehen, von wo wir ursprünglich gekommen sind - in die spirituelle Welt.

Hier kannst du etwas darüber erfahren, wie das möglich ist: http://www.prabhupada.de/bg/Prabhupada%20-%20Bhagavad-gita%20Wie%20Sie%20Ist.pdf

Kommentar von quopiam ,

Die Reinkarnationslehre hatte und hat im Christentum nichts zu suchen und wurde zu Recht von den Kirchenlehrern als häretisch abgelehnt. Sie stammt aus dem Gnostizismus, mit dem die frühe Kirche viel zu kämpfen hatte. Die Gnosis hat ziemlich viel Unheil angerichtet, u. a. stammt aus ihr die den Christen nachgesagte "Leibfeindlichkeit" sowie die Annahme eines "Seelenfunkens", der beim Tod aus dem Körper entweicht. Diese Ansichten sind noch heute zum virulent, obwohl sie in der christlichen Lehre überhaupt nichts verloren haben. Gruß, q.

Kommentar von RevatiKKS ,

Ich möchte hier keine lange Diskussion beginnen, aber man sollte dabei bedenken, dass es in der Bibel auch heute noch einige Stellen gibt, die darauf hinweisen, dass Reinkarnation für die Menschen der damaligen Zeit etwas selbstverständliches war.

Andererseits sind Menschen, die daran glauben nur ein Leben zu besitzen und denen mit einer ewigen Hölle gedroht wird, leicht zu manipulieren und zu beherrschen. 

Und drittens wird im Christentum von einem liebenden Vater gesprochen, der aber andererseits seine Kinder in so unterschiedlichen Verhältnisse Geburt nehmen lässt, ihnen dann nur ein einiges Leben, also nur eine einzige Chance gibt und sie dann "aburteilt". 

Selbst menschliche Richter sind da weniger grausam. Wer kann solch einen Gott  wirklich ehrlich lieben, wie es doch verlangt wird???

Antwort
von mexp123, 42

Könnte aber immer noch zum christlichen Glauben passen. Da sagt Jesus doch auch, dass Gott der Vater von allen ist (im übertragenen Sinne, eben so ein Beschützer) und dass man wieder zu ihm kommt, also dass er die Leute "nach Hause" holt, wenn sie sterben. (Ich bin aber nicht so Bibel-belesen, und in der Bibel wird über das Leben nach dem tod ja immer wieder revidiert)
Der große Kreis wäre das ewige Leben im Himmel und der kleine das Leben auf der Erde. Und von den Größenverhältnissen würde es auch passen, weil das Leben auf der Erde eigentlich nur ein kleiner unbedeutender Teil ist, und eher nur das Leben im "Himmel" das Ziel ist.

Aber das ist auslegungssache. Du solltest an das glauben, was du willst :)

Antwort
von Giustolisi, 41

Den Wunschtraum eines Lebens nach dem Tod teilen alle Religionen. Einige tun das in Form der Reinkarnation, wie du sie beschreibst. Im Christentum gibt es meines Wissens aber keine Reinkarnation.
Aber eigentlich ist es egal, welchem Wunschtraum man sich hingibt.

Kommentar von Anthropos ,

Nicht zu vergessen ist der Wunschtraum der Atheisten!!!

Sie wünschen sich, dass es nach dem Tod nichts gibt, das sie für Übel bestraft.

Kommentar von DerKleineRacker ,

Und was bewahrt den Christen davor nicht bestraft zu werden, sollte eine der unzähligen anderen Religionen wahr sein (was statistisch gesehen viel wahrscheinlicher ist)? Ein Atheist hat eine nur unbedeutend höhere Chance bestraft zu werden, als der Christ.

Kommentar von Giustolisi ,

Nicht zu vergessen ist der Wunschtraum der Atheisten!!!

Du verwechselst da was. Wunschträume begründen sich wie der christliche Glaube auf unbelegten Annahmen. Dass es nach dem Tod nichts gibt, ist die einzig vernünftige Annahme, so lange es keinen guten Grund gibt, etwas anderes anzunehmen. Es ist der logische Schluss aus belegtem Wissen

Früher glaubten die Menschen, dass das Herz der Sitz der Seele ist und dass das Gehirn nur Schleim produziert. Dieses Unwissen erklärt viel.
 Inzwischen wissen wir, dass das Herz nur Blut pumpt und dass das Gehirn der Informationsspeicher ist. So etwas wie eine Seele konnte nicht nachgewiesen werden.

Wenn der Körper stirbt, stirbt auch das Gehirn. Damit sind die Informationen, die es im Laufe des Lebens gesammelt hat, auch weg, ja wo sollten sie auch hin, wenn sie nur aus den Verknüpfungen von Nervenzellen bestehen.

das führt zur logischen Annahme, dass alles was eine Person ausmacht, mit dem Tod ausgelöscht wird.

Sie wünschen sich, dass es nach dem Tod nichts gibt, das sie für Übel bestraft.

Wie hoch wäre denn die Strafe für logisches Denken?

Antwort
von NewKemroy, 20

Das was Du im Kern bist unterliegt nicht dem Tod oder dem Leben. Selbst Kategorien wie "Existenz" oder "Nicht-Existenz" funktionieren hier nicht.

Beim Tod "geht nichts über", also da wirst Du in deiner Ich-haftigkeit nicht als Ich wiedergeboren. Dennoch kann man sagen es gibt einen Impuls, der die Existenzen durchläuft. Dann ist das gemäß dem Buddhismus aber eher so, wie wenn man mit einer Kerze eine andere anzündet. Also quasi die Energie geht über, aber alles was Du mit ICH verbindest stirbt (für immer), in dem Sinne das das scheinbar Lebendige stirbt. Die Information kann erhalten bleiben. Man könnte auch sagen, die Energie geht über aber die Substanz nicht, da es keine Substanz namens ICH gibt.

Man kann das sicherlich auch katholisch aussprechen, dauert nur ein wenig.


Kommentar von Icedsmoothie ,

Ich musste deine Antwort echt 3 mal lesen, aber ich glaube ich hab's verstanden, also in meinem Menschlichem Ich ist ein Impuls. Dieser Impuls geht durch meinen großen und den kleinen Lebenskreis.   Wenn ich mein menschliches Leben beende, bin Ich weg, aber der Impuls geht weiter auf dem großen Kreis? Hab ich dich richtig verstanden?

Kommentar von NewKemroy ,

Im Prinzip hast du mich richtig verstanden. Großen und kleinen Lebenskreis sehe ich noch nicht. Aber in einer "einfachen Wiedergeburt" können sich meiner Meinung nach Informationen aus einem früheren Leben manifestieren. Jedoch nicht eine Person, ein Ich, ein Selbst oder eine Idee von Selbst. Diese Dinge sind nur Konzept. Sie haben auch hier und heute keinerlei Substanz oder echte Wirklichkeit. In sofern werden sie auch nicht wiedergeboren.

Im Vergleich mit einem Computer, würde ich sagen die Festplatte geht über, oder wird wiedergeboren, aber der Prozessor (Gott?) bleibt außerhalb der Zeit immer Dasselbe  .....  und "ICH" ist nur ein Gedanke, Konzept oder besser ein Gedächtnisinhalt.

Die allgemeine "Krankheit" ist, dass wir glauben dieses ICH zu sein, was nicht stimmt.

Kommentar von NewKemroy ,

OK. Fehler. ICH ist ein für lebendig gehaltener Gedächtnisinhalt. Das Ich (als Information) mag übergehen, aber die Lebendigkeit nicht.

Niemand wird wiedergeboren.

Kommentar von NewKemroy ,

Ich glaub ich hab's! :  Dein kleiner Kreis ist das Wiederkehren der Information. Dein großer Kreis ist das scheinbare Wiederkehren der Person. - Wo hast Du denn das her?

Antwort
von Celinekw, 55

Das glaube ich auch. Das man wieder auf die Welt kommt. Das ist der Buddhismus 

Antwort
von Klaus02, 13

Wenn der große Kreis kein Kreis ist, dann bist du bis zum kleinen Kreis eine Sehnsuchtsvolle Erwartung Gottes, die sich mit deiner Geburt erfüllt. Dann verläuft dein Leben erst auf der kleinen Bahn um dann mit del leiblichen Tod auf der großen Bahn in anderer Form weiterzugehen

Das ist sogar sehr katholisch

LGKlaus

Antwort
von fricktorel, 7

Das kannst du erst mal alles vergessen.

Unser ewige Vater möchte uns Menschen als Kinder haben Röm.8,19), die Sein Reich erben sollen (Mt.25,34).

Weil der "Gott dieser Welt" (Offb.12,9) das als unser sowie Gottes
Widersacher (1.Petr.5,8) hasst, will er nicht, dass wir Menschen gerettet werden und zerstört mit allem, was er "darf", Gottes Schöpfung (Hiob 1,12; 2.6; Offb.17,1-6).

Doch das Opfer Jesu (Röm.6,23) befreit uns vom ewigen Tod, welchen wir verdienten (Röm.3,23).

Wenn du "glaubst", was Jesu sagt, bist auch du gerettet...

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