Frage von Happychild, 196

Nach dem Sprung wieder sitzen (reiten)?

Hey, das hört sich jetzt vielleicht etwas blöd an, aber egal😅 Ich reite jetzt glaube seit knapp sieben Jahren, habe ne Reitbeteiligung die nicht ganz einfach ist (rennt man los, tritt überm Sprung, und versucht zum Teil -nur beim Springen- nach dem andern Pfetden zu treten, also sie rennt dann halt los und buckelt und tritt nach den andren und es ist echt schwer sie da auf ne Volte zu reiten und durchzuparieren.. Naja, ich springe mit ihr auf A*-L Höhe, und sie ist selber sehr klein, 1,40 Meter glaub ich , nur es macht ihr aber echt Spaß und L nach ich auch nur selten, aber halt bei A und L Kippe ich nach dem Sprung immer etwas nach vorne, also ich liege nicht aufm Hals oder so, aber das haben die mir auch mal bei nem Turnier gesagt das ich mich mehr zurücksetzen soll, und nicht im leichten Sitz landen soll, aber ich krieg das bei ihr einfach nicht hin, bei den großen geht's ja, aber sie kommt iwie anders auf.. 🤔 Hättet ihr vielleicht einen Tipp wie ich es besser hinkriegen kann? Danke im Voraus ☺️

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Isabelle1910, 60

Ich kenne das Problem. Du solltest mal ohne Bügel springen, aber dann bitte nicht L Höhe sondern so E wenn du dich das traust, und dann besonders darauf achten. Dann kannst du dir Kavalettis als Reihe aufstellen und auch diese ohne Bügel springen. Hat gleichzeitig eben noch viele andere gute Effekte. Dann kannst du die letzten Sprünge in der Reihe erhöhen. Ohne Sattel bringt nicht viel, da das 1. ein vollkommen anderes Gefühl ist und 2. mit das mit dem Pferd auch zu gefährlich erscheint. Dann trainiere mit Bügeln über Kavalettis und wenn das klappt dann kannst du wieder die letzten beiden höher machen. Dann solltest du dich langsam an einzelne Sprünge wagen. Erstmal ohne Bügel nicht so hoch und dann mit Bügeln langsam höher. Reite zwischen den Sprüngen auch mal Dressur also einsitzen und schön reiten.
Lass immer jemanden draufschauen, der dir sage wann es passt oder noch besser lass dich dazu noch Filmen und schaue dir danach an wie es aussieht.
Du musst dich auf das hinsetzten extrem konzentrieren, deshalb auch die kleinen Sprünge auch mit Bügeln. Dann dürfte es langsam besser werden. Es braucht Zeit und Geduld.
Viel Glück
LG Isi

Expertenantwort
von Dahika, Community-Experte für Pferde, 50

angucken, wieder angucken, wieder angucken.. auswendig lernen, üben.



Der Lehrer auf dem Video hat selbst schwerste Springturniere geritten, allerdings zu einer Zeit ,wo man noch stilistisch sehr gut ritt. Er lehrte nach der Methode der Kavallerieschule Hannover.
Besonders seine Bemerkungen am Ende des Videos dürften dir helfen, dass man nämlich vor und über dem Sprung nicht aktiv aufsteht.

Guck es dir an. Es gibt nichts Besseres.

Kommentar von Happychild ,

Dankeschön:)

Antwort
von Paulinchen20, 34

Ich hab mal drei ganz ei fach fragen für dich. Di ich mir auch stellen musste weil ich exakt das selbe problem mit meiner eigenen Stute hatte und weiß, wie das ist. 1.Wie lange reitest du das Pferd schon? 2.Vertraut das Pferd dir und 3. Ist es gut genug ausgelastet?  Wenn du mir die drei fragen beantwortest kann ich dir vieleicht helfen. Es muss nämlich gar nicht so kompliziert sein und kann sich ganz ohne Fremdeinwirkungen ändern lassen...

Kommentar von Happychild ,

1. Ähm.. seit dem sie am Hof ist.. ich glaube das war vor einem Jahr und 3 oder 4 Monaten

2. Also sie vertraut mir mehr als andren, und macht mit mir auch sehr viel mit läuft mir im Schritt, Trab, Galopp hinterher.. also ich würd mal sagen, ja, sie vertraut mir, aber eher so zu 88%

3. Also sie wird jeden Tag bewegt, außer einen da hat sie frei, aber halt Montag mach ich Bodenarbeit und Dressur mit ihr, Dienstag frei , Mittwoch Anfänger Unterricht, Donnerstag Anfänger Unterricht, Freitag hab ich Dressur Unterricht und danach die Anfänger nochmal, Samstag Springunterricht und Sonntag wieder Dressur. Ich würd sagen sie ist nicht wirklich ganz ausgelastet, weil sie muss ja auch mal galoppieren und bei den Anfängern ist es bestenfalls mal ein Ründchen Galopp, was dann aber auch das Pony bestimmt hat und nicht der Reiter...

Danke schon mal im voraus;)

Antwort
von ich505, 89

Vielleicht mal probieren ohne Sattel zu springen, halt nur über ein sehr kleines Hindernis und dann steigern. Vielleicht hilft dir das weil du dann keine Steigbügel hast.

Kommentar von Dahika ,

Das ist FALSCH: ohne Bügel, kommt man rüber, wenn man sportlich und mutig ist, aber den Springstil ruiniert man sich auf die Art komplett.

Kommentar von trabifan28 ,

....und den Rücken des Pferdes womöglich gleich mit.

Kommentar von ReterFan ,

Definitiv nicht zu empfehlen!! Damit macht man mehr Schaden als alles andere!

Antwort
von mylifewithorses, 27

versuch mal dich nicht erst in den sattel zu setern wenn das pferd schon auf dem boden ist,onern nur beim absprung kurz vor in den springsitz zu gehn und dich dann sofort wieder aufrichtest aber das du wenn das pferd auf dem boden aufkommt nochmal nach vorne "fällst" ist normal


Expertenantwort
von Baroque, Community-Experte für Pferde & reiten, 57

Wenn ein Pferd so reagiert, ist eigentlich das letzte, worum man sich kümmern muss, der eigene Sitz. Erst mal sollte man die Probleme des Pferdes lösen. Blöd halt, dass Du nur ein Reitbeteiligungsverhältnis auf dem Pferd hast, somit bist Du nicht entscheidungsbefugt.

Du bist nicht befugt, den Sattler zur Kontrolle zu bestellen und ihm zu sagen, dass das Pferd größere Unzufriedenheit zeigt und ihn zu fragen, ob er den Grund für die Unzufriedenheit findet.

Du bist auch nicht befugt, einen manuellen Therapeuten zu bestellen und den zu fragen, ob er einen Grund für die Unzufriedenheit ausmachen kann.

Auch wirst Du nicht den Pferdezahnarzt um Kontrolle bittten können.

Ebensowenig wirst Du Stellungsfehler der Hufe in Angriff nehmen dürfen.

Das einzige, was Du vielleicht darfst, ist die Ausbildung überdenken, zumindest für Dich einen Trainer bestellen, der anders arbeitet. Liegt es aber an einem der anderen Punkte, bist Du machtlos.

Kommentar von Happychild ,

Meine Reitlehrerin hat das mal abgecheckt, nur Hufe nicht, aber der Schmied kommt ziemlich regelmäßig... Es ist nicht weil ihr was weh tut, sondern weil sie total veritten ist und gelernt hat „Wenn ich jetzt hier rum renne, krieg ich die da oben runter" und so, also das sagen meine Lehrer... Naja, ich kann ja nochmal etwas beim Stall rumfragen..;)

Danke

Kommentar von Baroque ,

Tja, da bist Du an unglückliche Lehrer geraten, denn Pferde ticken nicht so, das sollten Reitlehrer eigentlich wissen. Aber wenn ich mir so den Reitunterricht ansehe, den man so sieht, scheinen 80% der Reitlehrer nicht viel Ahnung vom Pferd zu haben ...

Uund ich habe leider noch nie einen Schmiedhuf gesehen, der korrekt stand, sodass der Huf zum Bewegungsapparat des Pferdes passt. Ich würde gern mal einen sehen, denn es wäre schön für die Pferde. Oft funktioniert es so im Alltag ja noch halbwegs, aber die hohen Belastungen beim Springen sind schon extrem.

Kommentar von Dahika ,

Der korrekte Springunterricht ist leider fast komplett untergegangen. Heute heißt es doch fast immer: egal, Hauptsache rüber. Da wird dann sogar mit Dressursattel und fast immer mit viel zu langen Bügeln "geritten."

Kommentar von Baroque ,

Sowas z.B. meinte ich mit der einzigen Möglichkeit, die Happychild wirklich hat: Die Trainerwahl ;-)

Antwort
von BarbaraAndree, 74

Wenn ich deinen Text lese, habe ich das Gefühl, dass das Pferdchen nicht richtig ausgebildet wurde und dir gegenüber auch keinen Respekt zeigt. Daher ist es schwierig, dir hier Tipps zu geben.

Kommentar von Happychild ,

Sie wurde nicht richtig ausgebildet das stimmt schon, Respekt hat sie, nur wir selbst ne noch dabei dran zu üben, es wird auch besser aber sie ist ein Schulpferd und ist hauptsächlich ein Anfänger Pony und dadurch dauert es halt länger.. Also ich will damit jetzt nicht sagen das es alles nur die Schuld von ihr ist oder den Anfängern oder so, es liegt ja an mir, aber es ist halt auch etwas schwer, weil ich hab einmal in der Woche Dressurunterricht, einmal Springunterricht und einmal kann ich mit ihr dann etwas Bodenarbeit machen und sonst wird sie von 6-10 Jährigen geritten. Aber ich wollte ja auch nicht wissen wie ich sie besser "Händeln" kann, sondern wie ich nachm Sprung besser zum sitzen kommen kann, sry falls es blöd kommt

Kommentar von Dahika ,

tja, ich kenne auch so einen Flummy. Springbegabt ohne Ende, daher nie richtig ausgebildet. Warum auch, es gewann ja die Springturniere bis A/L. 
Jetzt hat das Pferd einen Sehnenschaden  und soll nicht mehr springen. Nun reitet ihn die Reiterin "Dressur". (würg). Hinten mit Sporen, vorne mit Schlaufzügeln...

Es gibt leider solche Flummies, die einfach alles springen, obwohl sie null rittig sind.

Kommentar von Dahika ,

wenn deine RL auf einen korrekten Springsitz keinen Wert legen, wirst du das kaum lernen können.  :-(  Ich kenne leider fast keinen RL, der stilistisch guten Springunterricht gibt. Hauptsache rüber ist das moderne MOtto. 

Antwort
von fleivia11, 57

Versuch wirklich direkt nach dem Sprung dich hinzusetzen, das heisst "nach hinten lehnen". Wenn das nicht hilft, könntest du auch einmal ohne Steigbügel springen, nicht hoch aber hilft trotzdem
Steh im letzten Moment vor dem Sprung auf und setz dich im ersten Moment nach den Sprung wieder hin

Kommentar von Dahika ,

Um Himmels willen, diese Ratschläge sind von hinten bis vorne FALSCH.

Kommentar von Baroque ,

Durchsetzen = nach hinten lehnen ... kein Wunder, dass es kaum mehr gesunde, ordentlich gerittene Pferde gibt. Grusel.

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