Frage von Anni2558, 70

Nach dem Abstillen, Fläschen anbieten?

Meine Tochter ist 13 Monate alt und ich stille noch morgens und abends sonst bekommt sie normales Essen. Manchmal habe ich das Gefühl dass sie nicht mehr mag und an anderen Tagen wieder möchte sie mehr. Wenn ich abgestellt habe muss ich dann zusätzlich Fläschchen anbieten?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von karin69, 18

Hallo Anni...., 

Ich möchte Ihnen gerne helfen, dieses gar nicht soooo leichte Thema gut und richtig zu beantworten. Als Mutter und Krankenschwester kann ich auf ein wenig Erfahrung zurück schauen und Ihnen folgendes zu der hier gestellten Frage antworten:


Bis zum siebten Monat sollte noch nicht unbedingt viel Beikost gegeben werden, Milch sollte so lange mindestens noch immer die Hauptnahrungsquelle sein; egal ob Flasche oder Brust. Außerdem haben Babys dann noch ein recht starkes Saugbedürfnis und sollten diese gut befriedigen können. 

Wenn Sie jetzt mit 13 Monaten Ihre Tochter abstillen, sollten Sie je nach Bedarf, noch Flaschenmilch anbieten. So wird auch gewährleistet, dass Ihr Baby ausreichend Nahrung und Flüssigkeit bekommt und nach herzenslust nuckeln und saugen kann...

Lassen Sie die Kleine außerdem mit dem (leeren) Becher oder der Pet Flasche spielen, setzen Sie langsam nebenbei auf seinen Nachahmungstrieb. Es lernt spielerisch in der Regel sehr schnell- der gute alte Nachahmungdeffekt. 👍

Wie viel Flüssigkeit ein Baby zusätzlich zur Beikost braucht, hängt davon ab, wie viel Beikost es isst, wie warm es ist, wie aktiv das Kind ist und einigem anderen mehr. Ein Kind, dass noch viel breiartige Kost isst, bekommt zudem über die Nahrung relativ viel Flüssigkeit.

Ich würde meinem Kind zur Beikost immer Wasser anbieten, dann hat es die Möglichkeit zu trinken, wenn es durstig ist. Wasser ist das optimale Getränk, sowohl für Kinder wie für Erwachsene, Saft oder Tee ist in der Regel nicht notwendig. 

Solange der Urin des Babys hell, fast farblos aussieht und nicht unangenehm riecht, bekommt es in der Regel genügend Flüssigkeit.

Haben Sie Geduld, Ihre Tochter wird das Trinken schon lernen und akzeptieren und sollten Sie den Eindruck haben, dass die Trinkmenge deutlich zu gering ist und Ihr Kind dennoch nicht mehr trinken will, dann machen Sie weiterhin aus dem Gemüsebrei einfach Gemüsesuppe.

Der immer wieder verbreitete Gedanke, dass ein Baby nach dem ersten Lebensjahr nachts nicht mehr aufwachen darf und nachts keine Nahrung mehr braucht entspringt in keinster Weise dem natürlichen Verhalten und den Bedürfnissen eines Babys oder Kleinkindes, sondern er entstammt dem (verständlichen) Wunsch der Erwachsenen, die gerne ihre Nachtruhe hätten.

Es gibt Kinder, die nachts keine Nahrung mehr brauchen, aber es gibt eben auch sehr viele Kinder, die mit einem Jahr noch nicht so weit sind. So wie manche Kinder bereits mit elf Monaten laufen und andere damit erst mit 16 Monaten beginnen, so entwickeln sich auch alle anderen Dinge bei jedem Kind individuell verschieden und diese Entwicklung lässt sich begleiten, aber nicht beschleunigen. Es gibt kein Patentrezept, um ein Kind zu längeren Schlafphasen zu bringen.

Sie können die Morgenmahlzeit nun also durch dem Alter entsprechende Flaschen-Milch ersetzen.
Sollte die Brust zu voll werden und zu spannen beginnen, können Sie zwischendurch gerade soviel Milch vorsichtig ausstreichen oder abpumpen, dass die unangenehme Spannung nachlässt und Sie sich wieder wohl fühlen. Nicht mehr Milch entleeren als unbedingt notwendig, da sonst die Milchbildung weiter angeregt wird. Zusätzlich können Sie die Brust kühlen. Nach und nach wird versucht die Brust durch die Flasche zu ersetzen... 🍼

Die Erfahrung zeigt, dass es beim Abstillen hilfreich sein kann, wenn die Frau den Salzkonsum einschränkt. Keinesfalls einschränken sollten Sie Ihre Trinkmenge. Sie sollten sich weiterhin nach dem Durstgefühl richten. Ehe sich die Milchmenge durch eine Verringerung der Flüssigkeitszufuhr vermindern würde, bekämen Sie massive Kreislaufprobleme und Kopfschmerzen. Die Empfehlung die Trinkmenge zu reduzieren gehört wirklich endgültig in die Mottenkiste der nicht ratsamen Tipps.

Es gibt auch naturheilkundliche und homöopathische Mittel, um den Abstillprozess zu unterstützen, wenn Sie sich hierfür interessieren, wenden Sie sich bitte an eine entsprechend ausgebildete Ärztin/Arzt oder eine Hebamme.

Ich hoffe, dass ich Ihnen etwas helfen konnte..?!

Viele Grüße von Karin B.

Kommentar von Anni2558 ,

Vielen vielen Dank für die ausführlichen Informationen, das hat mir sehr viel geholfen ❤️❤️❤️

Kommentar von karin69 ,

Gerne!! Freut mich, wenn ich vielleicht mit der HILFREICHSTEN ANTWORT zur Stelle war?!? ☺️ Weiterhin alles Gute!!

Antwort
von NicoleU, 39

Wenn sie mag kannst du ihr abends zum einschlafen ein Fläschchen geben und morgens als "Frühstück". Je nachdem wie spät sie wach wach wird kann sie danach noch mal richtig frühstücken mit Brot oder wie meine Tochter, die immer erst frühestens 9.00 wach wurde, dann gab es 200ml Pre und als nächste richtige Mahlzeit erst Mittagessen.

Kommentar von Anni2558 ,

Genau so mach ich das auch und wenn ich frühstücke kriegt sie auch immer etwas ab 12:00 Uhr gibt es dann Mittagessen für Sie

Antwort
von Menuett, 2

Nein, in dem Alter sollte kein Fläschchen mehr gegeben werden. Das wäre ja ein Rückschritt.

Es ist normal, dass das Kind mal will und mal nicht. In dem Alter fängt es ja an, dass sie sich langsam oder schnell selbst entwöhnen.

Wenn es Dich nicht wirklich stört, dann würde ich warten, bis sich das Kind selbst entwöhnt.

Antwort
von Raimund1, 39

13 Monate ist eigentlich ein gutes Alter, um abzustillen. Natürlich mag ein Bebe sich nicht so sehr an die Vorstellungen der Eltern gewöhnen, es ist völlig normal, dass die Kleine mal Brust mag, dann wieder nicht. Sei einfach geduldig und beobachte deine Tochter. In diesem Alter drücken Kinder fast alles über ihre Gefühle aus.

Es gibt kein richtig und es gibt kein falsch!

Du machst alles richtig!

Antwort
von Renzo70, 34

Ich würde das stillen langsam absetzten oder beziehungsweise immer kürzere Zeit stillen und somit mehr die Flasche mit einbinden
Ich denke das es gar nicht mal so übel ist das Kind nach dem stillen sich an die Flasche gewöhnen zu lassen

Antwort
von Teeliesel, 32

als kleine Zwischenmahlzeit auf jeden Fall. Was gibst du ihr wenn sie Durst hat? Sicherlich ein Fläschchen.

Kommentar von Anni2558 ,

Morgens Muttermilch
12h Gemüse Fleisch Kartoffeln + Nachtisch
16h Frucht Joghurt und einen Riegel
18h eine Banane
19:30h Milch Getreide Brei

Als Durstlöscher natürlich Wasser

Kommentar von Teeliesel ,

Joghurt würde ich ihr noch nicht geben und auch keinen Riegel. Lieber dafür einen Fruchtbrei (ungesüßter Apfelmus) oder mal ein Stückchen Zwieback/Butterkeks/weiches Brötchen. Auf einer Scheibe Graubrot kann sie auch schon kauen. Als Getränk kannst du ihr auch u.a. ungesüssten Tee anbieten.

Kommentar von Goodnight ,

Das ist aber schon sehr viel Nahrung. Joghurt und Riegel, 2 Stunden später Banane und 1 1/2 Stunden später  Getreidebrei. Das Kind wird ja kugelrund.

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