angylau am 11.08.2008 um 22:16 Uhr
warum hat man nach einer abtreibung auf einmal ein schlechtes gewissen obwohl man darüber vorher nachgedacht hat ob man es wirklich tut?
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Also wissen tue ich es nicht.
Aber ich denke das man auch über diese Lebewesen trauert und einen natürlich auch bewusst ist, das dieses Lebewesen keine Change auf ein leben hatte.
Aber ich denke, das wenn Du zu dieser Entscheidung gekommen bist, das eine Abtreibung für dich die einzige Möglichkeit ist, ist dies in Ordnung.
Du darfst oder solltest aber auch trauern, nach solch einen Eingriff kann man nicht einfach zu Tagesordnung übergehen als wäre nichts gewesen.
Nehme dir Zeit und verabschiede dich auch von deinen ungeborenen Kind.
Und bitte lasse dich nicht innerlich auf Vorwürfe ein, wie das Du eine Mörderin bist und das Du dir dies mal früher überlegen solltest.
Keiner kann beurteilen aus welchen Gründen Du diese Entscheidung getroffen hast und Du wirst dir die Entscheidung nicht leicht gemacht haben.
Alles gute Wolpertinger

weil man sich von den Medien und von allen anderen unwissenden Menschen einreden lässt, dass man ein Baby getötet hat.
Du hast dich von einem gefühlslosen Zellklumpen verabschiedet. Wie Schorf auf einer Wunde oder abgestorbene Zellen auf deiner Haut.
Von daher musst nun wirklich keine Gewissensbisse haben.
Wenn Mäuse keine Jungen wollen und schon trächtig sind, absorbieren sie die Föten.
wandpilz am 11. August 2008 22:20 von daher sind die Menschen nicht "die" grausame Spezies, die ihre Jungen willentlich umbringen. So ein Schwachsinn. Du hast das richtige getan.
ecuador am 11. August 2008 22:22 eigentlich finde ich manche Deiner Antworten gut, amüsant, intelligent,.... aber manchmal, so wie jetzt, bin ich schockiert
wandpilz am 11. August 2008 22:27 Bei jeder Handarbeit tötet ein Mann Millionen von Nachkommen. Aber er trauert nicht um sie. Warum nicht? Weil er keine Kinder getötet hat, sondern Zellen.
Diese Art zu denken mag für einige Menschen grausam sein, aber ich halte diejenigen Menschen für schlimmer, die einer Frau einreden, dass sie gerade zur Mörderin geworden ist. Wenn sie nach der 12.ten Woche (also wenn Nerven gebildet werden, die für Schmerzempfinden zuständig sein) das Kind abtreibt, sieht die Sache schon anders aus. Aber solange man sich mit geteilten Zellen beschäftigt, die noch nichts anderes sind als ein wabbeliger Klumpen, halte ich diese ganze Panikmacherei nicht minder überflüssig, wie mein Handarbeits-beispiel.
heckym am 11. August 2008 22:32 DH auch von mir, wabbeliger Klumpen ist zwar krass, aber meiner Meinung nach wiegt das Empfinden der Mutter mehr als das des Ungeborenen (selbst nach der 12. Wo). Selbst der Weg ist nicht so einfach.
Es darf natürlich keine Verhütungsalternative sein.
ecuador am 11. August 2008 22:35 Ich sehe das nicht so, für mich ist da schon ein Unterschied, ob es nur Samen ist, oder ob es um eine befruchtete Eizelle geht, woraus ein Leben enstehen kann.Das mit dem Handbetrieb, nun ja,..nur aus Spermien wird wohl kein neues Leben entstehen
Naja, der Vergleich hinkt ja wohl; ich habe jedenfalls noch nicht gehört, dass allein aus männlichen Samenzellen ein Kind entstehen kann, ich dachte immer, dazu gehöre auch eine Eizelle ...
Und die befruchtete Eizelle trägt alle Anlagen und Potentiele eines vollständigen Menschen in sich und ist schon ein unverwechselbares Individuum!
es muss natürlich "Potentiale" heißen ...
CrazyDaisy am 11. August 2008 22:28 DH für den Wandpilz! Das ist ja kein Wunder, wenn Frauen ein schlechtes Gewissen kriegen, wenn ihnen von allen Seiten ein "Schäm Dich, Du selbstsüchtiges Monster!" entgegenschallt! Einer Frau, die eine Fehlgeburt hatte, wird ja auch nicht der moralische Prozess gemacht!
Wolpertinger am 11. August 2008 22:33 Von mir auch ein DH an Wandpilz.
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Ich denke jeder Gutmensch der den Finger hebt und der Frau ein schlechtes Gewissen einredet sollte mal etwas auf den Boden der Tatsachen zurück kommen.
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Und man sollte auch nicht vergessen, das es um das beste für die Frau geht.
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Und wenn man über das Kind reden möchte, sollte man sich mal Gedanken dadrüber machen was es für eine Baby bedeutet nicht gewollt zu sein.
Denn genau die Gutmenschen die den Finger heben beim Thema Abtreibung rümpfen die Nase wenn sie einen Jugendlichen mit einer Persönlichkeitsstörung vor sich stehen haben.
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LG Wolpertinger
heckym am 11. August 2008 22:47 Treffend geschildert, auch DH!! Genau so sehe ich das auch. Kinder sind unser Heiligstes, unsere Zukunft. Welchem Ungewollten Kind sei es gegönnt ein ungeliebtes Leben führen zu müssen. Grad in der heutigen Gesellschaft, wo sich alles am "Haben" orientiert.
CrazyDaisy am 11. August 2008 22:48 Ja genau, Wolpertinger. So viele machen sich Sorgen um das ungeborene Leben. Und so wenige machen sich Sorgen um das geborene Leben. Und hier noch ein Lied von den Monty Pythons für Wandpilz: "Every sperm is sacred, every sperm is good, every sperm is wanted in your neighbourhood..." ;-)))
Wolpertinger am 11. August 2008 22:58 @Crazy und heckym, ich gehe noch einen Schritt weiter, ich glaube dass , das ungewollte Kind schon im Mutterleib psychischen Schaden nimmt.
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Das bedeutet auch wenn es nach der Geburt adoptiert wird, hat es trotzdem mit den psychischen Schaden den es vor der Geburt erlitten hat, unter Umständen sein/ihr ganzes Leben lang zu kämpfen.
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LG Wolpertinger
heckym am 11. August 2008 23:10 Da ist was dran, der psychische Zustand der werdenden Mutter wird auch Einfluß auf das Ungeborene haben. Harmonie und Ausgeglichenheit in der Schwangerschaft sind später für das Baby natürlich das Beste. Wie immer: Ausnahmen zugelassen
Wer von uns hat nicht einen kleinen psychischen Schaden?
Ich ziehe es vor, zu leben, als wegen des möglichen Risikos, eventuell durch die Lebensumstände einen psychischen Schaden davonzutragen, schon vor Beginn des Lebens getötet zu werden!
Im Übrigen ist das Risiko für jeden Menschen gegeben, durch ungünstige Lebensumstände einen psychischen Schaden davonzutragen, also: lasst am Besten alle Menschen sterilisieren, der beste Schutz: es wird keine psychischen Schäden bei den Nachkommen mehr geben und auch keine "Jugendlichen mit einer Persönlichkeitsstörung"!
"Einer Frau, die eine Fehlgeburt hatte, wird ja auch nicht der moralische Prozess gemacht!"
Weshalb auch? Frauen, die eine Fehlgeburt haben, haben in der Regel alles dafür getan, das Kind zu behalten!
Ich versichere Dir hier im Namen aller Frauen, die durch eine Fehlgeburt ein Kind verloren haben: der Verlust und Schmerz ist fast unerträglich! Natürlich kann ich bei einer Fehlgeburt nichts dafür, trotzdem ist es furchtbar, ich habe daran gezweifelt, ob mein Körper überhaupt fähig ist, ein in ihm heranwachsendes Kind zu bewahren und zu beschützen.
Eventuell stellt sich die Frage, ob ich als Mutter mich hätte mehr schonen sollen und nicht noch den Schutt wegräumen beim Wohnungsumbau, bis die Blutung einsetzt und alles zu spät ist ... Ich bin diese Frage nie wieder los geworden ...
CrazyDaisy am 12. August 2008 09:05 @mariamutter: Schuldgefühle brauchst Du nicht haben. Eine stabile Schwangerschaft hält auch körperliche Belastungen aus. Dass Dein Körper entschieden hat, die Schwangerschaft abzubrechen, zeigt nur, dass vielleicht doch nicht alles so toll in Ordnung war. Schwangerschaft ist nun mal ein instabiler Prozess. Dass "Schonung" nicht notwendig ist, sieht man in den Entwicklungsländern und auch früher bei uns haben die Frauen ganz normal weitergearbeitet bis zum Geburtstermin. Ich wünsche Dir beim nächsten Mal eine stabile Schwangerschaft, die dann ein gesundes und stabiles Kind hervorbringt!
P.S.: Die dank Intensivmedizin "geretteten" extremen Frühchen tragen in den meisten Fällen schwere Schäden fürs Leben davon.
Danke für die lieben Worte! Es waren wohl Zwillinge damals, ein Kind hat überlebt, aber ich musste 2 Monate "liegen", musste mich extrem schonen, das zweite Kind hatte eine Überlebenschance von 50%. Es hat überlebt, schien nach Ultraschall-Diagnose eventuell behindert zu sein (mongoloid), ist aber ein ganz gesundes Kind! Für mich ein großes "Geschenk", und ich habe in der nächsten Schwangerschaft einfach mehr auf mich aufgepasst und nicht mehr den Ehrgeiz gehabt, alles wie vor der Schwangerschaft weitermachen zu müssen...
Gefühlloser Zellklumpen???
Und ab wann bist Du mehr als ein gefühlloser Zellklumpen? Wenn Du nicht mehr gefühllos bist (oder denkst, und schreibst)? Tut mir leid, aber nicht das ungeborene Kind erscheint mir gefühllos, sondern Deine Antwort - eiskalt und und gefühllos!
Hast Du schon einmal Bilder von Abtreibungen gesehen? Manche Kinder sind schon so weit, dass sie nicht nur Schmerz und Schock empfinden sondern auch zeigen, manche werden in einem Alter abgetrieben, wo extrem früh Geborene schon dank Intensivmedizin gerettet werden!
Beschäftige Dich erst mal wirklich mit dem Thema!
Wolpertinger am 12. August 2008 10:49 @mariamutter, nicht jeder Mensch hat einen psychischen Schaden, jeder Mensch trägt seine Wunden, mehr auch nicht.
Ich weiß nicht in wie weit Du Menschen kennen gelernt hast, die z.B. eine Borderline Störung haben.
Aber wenn Du dir hier mal ein paar Fragen anschaust, wirst Du sehen wie sehr sie abgelehnt und Stigmatisiert sind von all diese Gutmenschen die aufschreien wenn eine Frau Abtreiben will.
Ich kenne genug Menschen die ihr Leben als nicht Lebenswert erachten und denen ich auch nicht mit guten Gewissen sagen: "oh kämpf doch weiter, es kann nicht so schlimm sein, du würdest keine Lebensaufgabe bekommen die Du nicht bewältigen kannst."
Ich denke wir Menschen haben die Verantwortung für die psychische Gesundheit unserer Kinder und diese Verantwortung halt nicht erst nach der Schwangerschaft an.
Ich denke, das kein Mensch das recht hat, eine Frau zu verurteilen die ihr Kind abtreibt.
Das ist immer eine Individuelle Entscheidung dieser Frau und keiner aber wirklich keiner kann über diese Entscheidung richten.
Auch keine Situation ist vergleichbar.
Und bei einen sehr emotionales Thema, mal etwas rationellen Verstand bei zusteuern, kann kein Fehler sein.
Nur wenn diese Rationalität mit emotionaler Entrüstung beantwortet wird, ist die Grundlage für jede Diskussion zerstört.
Das Du einen Abort erlitten hast, tut mir sehr Leid für dich...aber ich denke das Du solch eine Situation nicht mit einer Abtreibung vergleichen kannst.
LG Wolpertinger
@ Wolpertinger:
Da hast Du offenbar etwas übersehen: "CrazyDaisy" hat eine Fehlgeburt mit einer Abtreibung gleichgesetzt, ich habe wie Du gegen diese Gleichsetzung argumentiert: bei einer Abtreibung trifft man eine bewusste Entscheidung gegen das Kind, bei einem Abort verliert man das Kind - das ist niemals zu vergleichen!!!
wandpilz am 12. August 2008 11:01 du bist schon wieder so kindisch emotional und liest nur das, was du lesen willst. Ich sagte, dass eine Abtreibung bis zur 12.ten Schwangerschaftswoche vertretbar ist, da dann noch kein Schmerzempfinden entstanden ist. Aber schieb mich ruhig in die Sparte der gefühlslosen Monster. Ich schiebe dich dafür in die Sparte der weinerlichen Unaufgeklärten.
Ich lese nicht nur das, was ich lesen will und reagiere denke ich auch nicht besonders emotional, verurteile niemanden - sondern ich bringe sachliche Fakten in die Diskussion ein: (Um es mit Wolpertinger zu sagen: "Und bei einen sehr emotionales Thema, mal etwas rationellen Verstand bei zusteuern, kann kein Fehler sein.")
Hier die unbestreitbaren Fakten:
mit der Befruchtung einer Eizelle entsteht menschliches (!) Leben, das schon alle Potentiale seines späteren Seins in sich trägt - ich denke, da wirst Du mit mir konform gehen. Fazit: menschliches Leben entsteht nicht erst in der 12. Woche; ergo: jede Abtreibung zerstört menschliches Leben.
wandpilz am 14. August 2008 20:11 nein, ich stimme dir nicht zu. Nach der Befruchtung der Eizelle entstehen weitere lebende Zellen - und kein menschliches Leben. Und Potentialdiskussionen sind schrecklich ermüdend, da selbst der Verzicht auf jeden Sex ein Potential (oder mehrere) auf Leben zerstört. Eine befruchtete Eizelle oder einen amphibienartigen Blob in der Gebärmutter als Mensch zu bezeichnen ist emotionaler Blödsinn. Das zum Thema "unbestreitbare Fakten".
Ich habe nicht "Mensch" geschrieben, sondern "menschliches Leben"! Es sind menschliche Zellen, und sie leben - also ist es unbestreitbar menschliches Leben, egal ob uns das passt oder nicht. An diesem Faktum kann niemand von uns vorbei!

Weil man unwiderruflich ein Kind getötet hat.
Anakonda29 am 11. August 2008 22:21 Quatsch!Ein Kind ist es wenn es Geboren woren ist. Im medizinischen ist es eine "Zelle",das sind nur die moralischen bedenken....Glaube,Eriehung etc
Qetan am 11. August 2008 22:27 @Anakonda29: Bei Gewissensfragen geht es aber doch um genau diese moralischen Bedenken.
Also meine beiden Kinder waren schon als sie in meinem Bauch waren richtig energische Kinder, die mir eindrücklich Bescheid gestoßen haben, dass sie da sind. Oder meinst Du allen Ernstes, es gäbe da einen Unterschied zwischen geboren und ungeboren? Manches Kind wird "versehentlich" zu früh geboren, ist aber nicht weiter als ein anderes, das noch drei Monate im Mutterleib verbingt - ist das eine schon Kind und das andere nicht, obwohl genau gleichzeitig gezeugt und gleich entwickelt? Das ist ja absurd!!!
Auch ein ungeborenes Kind hat ein Herz, kann schmecken, fühlen, hören und sehen, erschrecken, sich wohlfühlen, Angst haben etc. Der einzige Unterschied: es ist für die Umwelt noch nicht sichtbar (außer über Ultraschall) - aber es ist schon eine kleine, unverwechselbare Persönlichkeit!!!
Oh, es gibt noch einen Unterschied: es hat keine Lobby, man kann es leicht übergehen, hat auch rechtlich keinen wirklichen Schutz...

Ich glaube, das ist eine sehr wertvolle Frage. Menschen mit Gewissen, hoffentlich gibt es noch viele von ihnen.

Weil du einem unschuldigen Wesen alle Chancen für die Zukunft geraubt hast. Egal, welche Gründe du dafür hattest, und ich glaube allen Frauen, dass die Gründe gut waren, es ist, was es ist: Du tötest dein Kind.
Wer dabei kein schlechtes Gewissen hat....
LG
Wieselchen
ecuador am 11. August 2008 22:37 DH
Danke für die Antwort!

Hallo, eine Abtreibung ist nicht einfach nur ein körperlicher Eingriff, auch deine psyche wird beeinflußt. Vorher hast du dir alles gut überlegt, du stehst unter einer Art schock, bist abgestumpft und denkst nur noch rationell.
Hinterher bricht die Realität über die zusammen, wie eine Flut. Dir wird plötzlich in eher bildlicher Form bewußt, was du da nun "angerichtet". Trauer, Reue, Wut, vllt auch Verzweiflung (eher weniger Erleichterung)brechen über dir zusammen. Man sollte danach nicht allein bleiben, und auch Gspräche sind wichtig.
LG
ich glaube, weil es keine "gute" Lösung für dieses Problem gibt - es ist und bleibt eine ethische Frage, auf die man keine korrekte Antwort finden kann
Hallo angylau,
ich weiß nicht, ob es um Dich selbst geht oder um eine Bekannte oder Freundin; ich schreibe jetzt so, als ob es um Dich ginge ...
Es geht sehr vielen Frauen so wie Du; viele wurden vorher schlecht beraten, es wurde etwas von "Zellklumpen" oder von einem Routine-Eingriff wie bei einer Blinddarm-Entnahme gefaselt, oder Deine Umwelt hat Dich bearbeitet, Du habest ja selber eigentlich noch gar nicht richtig gelebt und Deine Ausbildung müsstest Du vorher aber schon noch abschließen und überhaupt ...
Keiner von diesen "wohlmeinenden" Ratgebern muss jetzt in Deiner Haut stecken, mit diesen traurigen, quälenden Gedanken und Gefühlen bist Du ganz allein gelassen - und Du weißt jetzt einfach intuitiv, dass das, was Du verloren hast, nicht nur einfach ein "Blinddarm" ist, sondern dass Du in wenigen Monaten ein Kind in den Armen gehalten hättest, das Dich anschaut und das Du anschaust, und das Du jetzt nicht mehr kennenlernen darfst ...
Das ist ein großer Verlust für Dich, und es ist gut und notwendig, dass Du Dich von diesem kleinen Leben mit Trauer verabschiedest. Diese Trauer hilft Dir, das zu verarbeiten, was geschehen ist.
Vielleicht ein kleiner Trost: es wird Dir nie wieder jemand solche "Märchen" erzählen können, Du bist jetzt bewusster und wirst, wenn Du einmal in einer ähnlichen Situation sein solltest, ganz bewusst und dieses Mal selbstbestimmt entscheiden, denn Du kannst nach dieser Erfahrung das Leben, das in Dir wächst, ganz anders schätzen ...
angylau am 12. August 2008 10:54 ja es geht um mich und es ist erst 2 wochen her ich hab es getan weil ich meinem kind jetzt noch nix bieten konnte stehe selber noch nicht mit beiden beinen im leben
Das tut mir sehr leid, nicht nur um das Kind sondern vor allem für Dich! Ich wünsche Dir viel Kraft!!
angylau am 12. August 2008 11:31 vielen dank
Hallo angylau,
wie geht es Dir inzwischen???
Ich hoffe sehr, dass Du die nötige Kraft findest, alles zu verarbeiten, was Du in den letzten Wochen "durchgemacht" hast!
Ich denke an Dich!!
Liebe Grüße, Maria
angylau am 14. August 2008 10:41 vielen dank der nach frage es geht versuche halt nicht oft daran zu denken lg
hey angylau...ich kann dir von mir selber aus sogar schreiben :( ich habe genau das auch durch...bei mir war es am anfang des Jahres :( und da muß ich Hecky recht geben mit dem Schock. Also bei mir war es so...ich sah plötzlich die Dinge mit anderen Augen dachte mir nur oh mein gott ich würde alles verlieren und könnte nichts geben. Ich machte mir sogar eine Liste nich nur was für und was dagegen spricht sondern versah das ganze noch mit Plus und Minus und Prozenten...so das ich mich für die Abtreibung entschied :( nur hat es bei mir mit dem Aufwachen etwas länger gedauert und noch jetzt könnte ich weinen zumal mein Bruder nun bald Vater wird....und plötzlich sich scheinbar alle Gründe, die für die Abtreibung in Luft aufgelöst haben "scheinbar" jedoch nur...mir wurde gesagt egal was, und wie ich irgendwie denken oder fühlen sollte...keinen Vorwurf machen bloß nicht...aber ich laufe auch ständig mit einem schlechten gewissen rum zumal es eigentlich mein größter Traum in meinem Leben war....nunja man sagte mir, zu dem Zeitpunkt entschied ich es so...jetzt auch wenn es nur zwei Wochen später ist die Lage anders ganz klar ja ist sie anders...weil ab dem zeitpunkt wo man sich entschied, geht man anders durchs Leben, man denkt sich bei allem ach hätte man doch geschafft, man sieht plötzlich Situationen anderer die man vorher nicht gesehen hat und denkt, boah die schaffen es doch auch!!!...all das man hat plötzlich einen anderen Blick der zu dem schlechten gewissen führt!!! Was das angeht, kann man vorher nicht gut genug beraten werden, denn keiner kann die Änderung des Blickwinkels beurteilen wie intensiv der ist. Denn vorher empfindet man die Argumente der anderen eher als überredet etc... im nach hinein sieht man klarer und steht wieder mehr zu sich und ist aus dem Schock raus...okay es gibt auch unvernünftige Frauen, die nicht drauß lernen, aber dazu zähle ich dich mal nicht... ich muss sogar sagen ich war erst bei einer Frauenärztin und wurde aufgrund meiner Gedanken schon schikaniert :( traurig nunja
ich muss mir immer wieder sagen, mensch wenn du wieder in genau der gleichen Situation wärst mit all den gleichen Bedingungen würdest du immer wieder so reagieren, dass muss man sich sagen...sprich muß man sich sagen, es war so und jetzt ist es anders...denn würde ich jetzt wieder vor dieser Entscheidung stehen würde ich anders entscheiden, eben weil ich jetzt in einer anderen Lage bin, mehr zu mir stehe durch all das. Und plötzlich danach auch Anlaufstellen fand in meinem Umfeld, die mich einwenig aufgehalten hätten bzw. würden....aber da wußte ich nich wie was wo...man hat gar nicht die zeit alles zu betrachten bzw. die Ruhe....es ist normal die Trauer... Ich selber wollte stark sein....es verfolgt mich jetzt noch immer....nun such ich u.a. deswegen einen Psychologen.....wenn du selber nicht einen aufsuchen magst, solltest du auf jeden Fall eine Beratungsstelle wie Pro Familia aufsuchen, die haben mir geholfen und vorallem auch gerade danach....mir gezeigt was ich tun kann mit meinem Gewissen etc...
Ich drück dir ganz doll die Daumen und wünsche dir viel KRAFT du hast mein vollstes MITGEFÜHL (wenn du magst kannst du mir auch gern schreiben)
und mir half das buch einwenig "sorge dich nicht lebe" da stand ein Spruch drin "gebe mir die kraft dinge zu verändern, die ich ändern kann. gebe mir die kraft dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann. Und gebe mir das geschick/Kraft beides von einander zu unterscheiden"
oder
"Milch die in den Abfluss gelaufen ist, kann man nicht zurück holen"
das Buch half mir....das einwenig zu akzeptieren, dass die Entscheidung so gefallen ist von mir, und nun muss ich es ertragen, und ich darf auch trauern alles nur nich wegen der Gesellschaft(die Vorwürfe etc) sich schlecht fühlen nein....denn die meisten stecken halt nicht in der Lage...genau dazwischen zu sein...entweder wollen viele das Kind oder sie sagen von anfang an gleich nein( das sind die, denen es nich so nahe geht danach) naja und diejenigen die damit sich richtig auseinander setzten und argumente dafür und dagegen hatten klar da passiert das alles Trauer Reue Hass gegen sich selbst....
wie gesagt ich wünsche dir viel Kraft....sich Rat zu holen ist sicher immer ein richtiger Weg ;)

Weil Abtreibung nun mal eine Gewissenfrage ist, ein Konflikt. Und nach dem Eingriff kommen die Zweifel/Fragen/der Konflikt eben wieder hoch.
moon73 am 11. August 2008 22:23 Aber dieses Gefühlschaos ist normal und du hast dich aus gutem Grund für den Eingriff entschieden und jetzt schau nicht mehr zurück. Trauer noch ein paar Tage und dann guckst du nach vorne und stehst zu deiner Entscheidung, die jetzt für dich in deiner jetztigen Situation einfach die richtige war, o.k.?
weil man einen teil von sich selbt für immer getötet hat... villeicht auch weil man einem kleinen lebewesen keine chance auf ein leben gegeben hat... weil einem erst hinterher klar wird, was man gerade getan hat... weil es dann endgültig ist!
Ich glaube, das mit der Endgültigkeit stimmt!

Vielleicht weil man es doch nicht aus Überzeugung getan hat.

Weil Du Dich schuldig fühlst! Wenn Du vorher wirklich gründlich darüber nachgedacht hast, dann stehe einfach zu Deiner Entscheidung. Du hattest sicher ernsthafte Gründe, Dich gegen das Kind zu entscheiden. Auch wenn es weh tut, stehe dazu! Ich habe nur kein Verständnis für Frauen, die eine Abtreibung anstatt einer Verhütung machen lassen.
Ich kann dich völlig verstehen, ich habe auch eine hinter mir und habe bis zu der Geburt meines Sohnes damit zu kämpfen gehabt...

Weil du dein eigenes Kind getötet hast, bei einem Embrio schlägt ab der 3. Woche bereits das Herz und danach bilden sich Händchen und Füße, da kann mir keiner erzählen, dass das noch kein Mensch ist! Wo lebt ihr alle??????????
Heute hat meine Freundin abgetrieben. Fakt ist das ich sowas verurteile und schluss gemacht habe. Ich hab um das Kind gekämpft und habe die letzten Tage sehr gelieten. Wenn man sich überlegt das die eigene Mutter das Kind aus dem Körper saugen lässt. Das ich unmenschlich. Ich verstehe die Menschen nicht denen der Beruf und alles andere wichtiger ist als ein Menschenleben. Zudem vergisst man diesen Tag niemals. Er wird mich noch lange verfolgen und ich hoffe meine exfreundin wird lange noch dran denken. Ich sag nur man hat ein Kaltes Herz wenn man Abtreibt. Es ist natürlich das eine Mutter vom Herzen ihr kind liebt und nicht weg haben möchte. Außer sie hat einen Knacks in der Birne. Habe daraus gelernt immer Kondom oder die richtige Frau haben.
Mein aufrichtig empfundenes Beileid! Ein Kind zu verlieren ist immer tragisch. Die Rechtslage ist nun einmal so, daß die Mutter den längeren Hebel hat. Vielleicht hilft Dir das weiter: http://www.rahel-ev.de/ Erfahrungen nach Abtreibung
Andererseits bin ich froh, daß es Väter wie Dich gibt, die zu ihrem Kind stehen wollen. Ich kann mir auch vorstellen, daß deine Freundin ebenfalls unter dem Verlust leidet und gerade jetzt Deinen Beistand braucht.
Kann es sein, daß sie einst sexuell mißbraucht wurde? Oder ist sie nur an die falschen Ratgeber geraten?
Egal wie, eine Ehe wäre bestimmt der bessere Rahmen für eine Familie gewesen.
Mein aufrichtig empfundenes Beileid! Ein Kind zu verlieren ist immer tragisch. Die Rechtslage ist nun einmal so, daß die Mutter den längeren Hebel hat. Vielleicht hilft Dir das weiter: http://www.rahel-ev.de/ Erfahrungen nach Abtreibung
Andererseits bin ich froh, daß es Väter wie Dich gibt, die zu ihrem Kind stehen wollen. Ich kann mir auch vorstellen, daß deine Freundin ebenfalls unter dem Verlust leidet und gerade jetzt Deinen Beistand braucht.
Kann es sein, daß sie einst sexuell mißbraucht wurde? Oder ist sie nur an die falschen Ratgeber geraten?
Egal wie, eine Ehe wäre bestimmt der bessere Rahmen für eine Familie gewesen.

denke dieses problem haben nur die frauen
fuechschen1979 am 11. August 2008 22:18 des globsch nich
vfphp am 11. August 2008 22:18 überwiegend frauen
Denkst Du das wirklich?? Und warum schreien dann so viele Männer "Mörder...." bei diesem Thema?
Nein, das kommt auch bei Männern vor, nur seltener. Siehe Beitrag: savethechilds am 18. Dezember 2008 19:50
Auf deine Frage zu antworten Nein sie wurde nicht sexuell mißbraucht. Ihr ist ihr job und ihr spaß einfach wichtiger gewesen. Ich wollte von Anfang an das Kind. Sie hat dann einfach vor 3 tagen ein Termin zum Abtreiben gemacht und ich habs dann nebenbei mitbekommen. Hab um das Kind gekämpft so lang es ging. Und gestern musste ich es zulassen. Man konnte ihr gewissen einfach nicht berühren. Für sie werde ich garantiert nicht da sein da sie dies nicht verdient. Finde man sollte eine Frau nicht unterstützen nachem sie sowas gemacht hat. MORD ist das

Leider hab ich erst jetzt diese Frage gelesen...
Wir als "schrumpfendes" Volk gestatten uns jährlich Schwangerschaftsabbrüche jenseits der hunderttausend...
Es sind viel mehr Frauen von dieser Problematik betroffen, als man denkt!
Manche kommen darüber hinweg, andere nicht (Suizid).
Dass sich hinterher das Gewissen meldet, wenn "die Zukunft" verändert ist - unumkehrbar - muss nicht wirklich wundern!
Allerdings gehört eine Gewissensbelastung oder Gewissensnot nicht in eine Frageseite oder ein Forum, sondern grundsätzlich in fachliche (seelsorgerliche) Beratung, um von diesen seelischen Schmerzen Befreiung zu erfahren!
Einen anderen Rat sehe ich nicht...
Gruß
DC
DH!